Hühnchen süß-sauer

Ni hao, liebe Leser.

Huhn süß-sauer ist eigentlich nur eine Kindheitserinnerung; zwar gehe ich oft chinesisch essen bzw. lasse mir liefern, aber ich entscheide mich immer für kung boa- oder Szechuan-Stil. Meine absoluten Favoriten sind Peking- und krosse Ente mit Pilzen und Gemüse.

Nun haben wir ja letztlich die Herbstrollen gemacht und dazu süß-saure Sauce zum Dippen gehabt. Da wurde mir klar, dass ich unbedingt mal wieder Huhn süß-sauer essen wollte.

Eine entscheidende Zutat habe ich natürlich vergessen, für das Gruppenbild einzuladen: Die Dose Ananas…

Man fängt damit an, das Hühnerfilet in mundgerechte Stückchen zu schneiden, zu pfeffern, in Soyasauce zu wälzen und ziehen zu lassen. Dann würfelt man die grüne Paprika, 2 Zwiebeln, 5 Minimöhren und 1 Soloknoblauchknolle sehr fein. Ich benutze den kleinsten Würfeleinsatz meines Schneidgerätes. Die Tomaten entkernen und grob würfeln. Dann die Ananas abgießen und den Saft auffangen.

Dann mischt man die Sauce an: 4 EL Weinessig, 3 EL Ketchup, 2 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Soyasauce, 2 EL Ananassaft, 3 EL Zucker, 1 EL Honig, 1 TL Chilipulver, 1 TL gemahlener Pfeffer und 1 TL Fischsauce. Gut durchrühren. Jetzt kann man experimentieren, in welche Richtung man den Geschmack steuern will. Mehr süß, mehr ananasig, mehr sauer? Teelöffelweise ausprobieren.

Ich verquirle als nächstes ein Ei und gieße es über das Huhn und verrühre es. Die so vorbereiteten Hühnchenteile wälze ich in Maisstärke und brate sie in sehr heißem Öl (3 EL Sonnenblume, 1 EL Sesam) gut an. Unter Rühren weiterbraten, bis das Fleisch durch ist. Aus dem Wok nehmen und beiseitestellen. Noch etwas Öl aufgießen und das Würfelgemüse scharf an- und solange weiterbraten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist – ich habe es gerne noch knackig. Die gestückelte Ananas dazugeben, ich habe 3/4 der Dose genommen. Die Tomaten drauf, kurz mit kochen. Dann in einer Tasse Maisstärke mit Ananassaft verrühren und teelöffelweise in das Gericht geben, bis man die Sauce in gewünschter Bindung erhält. Achtung: Die Stärke braucht etwas Kochzeit, die Sauce kann schnell zu dick werden. Abschmecken. Und schon fertig.

Ich habe es mit Reis serviert. Dazu passt ein Tsingtao-Bier.

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