Fisch-Terrine

Ihr Lieben,

heute gibt es eine Fischterrine, inspiriert durch ein überaus teures „Fertigprodukt“ in einer Großmarktkühltheke. Ich habe sie dreistöckig aufgebaut: Krabbe-Avocado, Forelle-Meerrettich und Lachs-Kräuter. Ich nehme es vorweg: Geschmacklich fand ich es Bombe, die Stabilität und Optik war aber durchaus verbesserungsfähig. Ich aktualisiere dann ggf. beim nächsten Versuch.

Lachs: 125 g Joghurt, 200 g Räucherlachs, Chiliflocken, 1 Zehe Knoblauch, 2 EL Mascarpone, 2 EL Dill (fehlt auf dem Foto oben), Salz, Pfeffer.

Forelle: 200 g Mascarpone, 250 g geräucherte Forelle, 1 EL Sahnemeerrettich, Schnittlauch, Salz, Pfeffer.

Krabben: 240 g gekochte Tiefseegarnelen, 200 g Frischkäse, 1 reife Avocado, 2 Zehen Knoblauch, Salz, Pfeffer.

Für jede Lage werden die Zutaten mit dem Stabmixer (Lachs und Krabben) bzw. einer Gabel (Forelle) vermengt. Anschließend werden noch je zwei Eier untergerührt, um eine Bindung zu erzielen. Eine passende Kastenform wird mit Backpapier oder Alufolie ausgekleidet. Die vorbereiteten Crèmes vorsichtig übereinander schichten und alles für 45 Minuten bei 150° C in der Mitte des Backofens auf mittlere Schiene stocken lassen. Komplett auskühlen lassen, vorsichtig stürzen und genießen.

Ich habe, das möchte ich nicht verhehlen, zwei Fehler gemacht: ich wollte eigentlich die grüne Crème in der Mitte haben, um einen deutlicheren Kontrast zu haben. Leider hatte ich im Tran dann aber einfach irgendeine Schüssel gegriffen und mit dieser begonnen. Zweitens eignet sich Joghurt nicht besonders, um eine Fischmasse damit anzurühren, es wird dann trotz Ei nicht fest genug. Dann bräuchte man entweder Gelatine oder man nimmt eine andere Trägermasse, die nicht so flüssig ist.

Käsekuchen – Versuch Nr. 29174/b

Ihr Lieben,

der perfekte Käsekuchen existiert, ich weiß es! Er kommt ohne Puddingpulver aus und die Vorbereitung dauert nur 10 Minuten! Habe ich es diesmal geschafft?

Es gibt auf Social Media ja haufenweise „in-3-Minuten-fertig“-Anweisungen für Käsekuchen. Besonders kluge Kommentatoren merken dann an, dass die Backzeit ja fehlt. Herrjeh.

Diesmal habe ich aus drei solchen Kurzrezepten das wahrscheinlich praktikabelste Rezept zusammengemixt. Daher gibt es auch nicht wirklich „credits“. Allen dreien war gemeinsam, dass einfach alles, was Ihr auf dem Bild hier seht, zusammengerührt wird:

In der Tasse ist der Saft einer Miniorange, in dem Fläschchen Bourbonvanille-Extrakt.

Keine Reihenfolge war angegeben, die Mengenangaben allerdings unterschieden sich deutlich. Von 3 Packungen Natron bis hin zu gar keinem Backtriebmittel, z.B. Ich entschied mich für einen gestrichenen Teelöffel Backpulver, viel Quark und viel Vanille.

Was soll ich sagen? Er ist immer noch nicht perfekt, aber man kann ihn durchaus essen. Mich würde mal interessieren, wie Eure Erfahrungen so sind. Wieso steigt der Kuchen doppelt so hoch an und bleibt dann nicht so? Locker und fluffig? Klar, Eischnee schlagen und so… Aber dann ist es kein 10-Minuten-Kuchen.

Zutaten: 200 Gramm Zucker, 2 Vanillezucker, 1 Backpulver, 100 Gramm Mehl, 5 Eier Größe M/L, 200 Gramm Butter, 1000 Gramm Magerquark, etwas Zitrusfrüchtesaft und -abrieb, Vanillearoma. 28er-Springform mit Öl eingepinselt und bei 180°C für eine Stunde in den vorgeheizten Backofen geben. Ggf. nach zwei Drittel der Zeit mit Alufolie abdecken. Im Ofen auskühlen lassen.

Kartoffelauflauf Schinken/Käse mit Curry-Sahnesauce

Ihr Lieben,

manchmal, wenn ich einen langen Tag habe, kaufe ich mir Fertigpfannkuchen (ungesüßt) und staple sie abwechselnd mit Schinken und Käse zu einem Turm, dabei gebe ich auf jede Lage ordentlich Curry-Pulver und Chilisalz. Das wird dann in der Mikrowelle fast zum blubbern gebracht und heiß gegessen. Das ist zwar super ungesund, aber ist Balsam für die Seele.

Naja, so etwas kann ich ja nicht als Rezept veröffentlichen, dachte ich mir (wobei es ja jetzt quasi geschehen ist). Daher habe ich dieses Wohlfühlgericht etwas salonfeiner aufgepeppt:

Milch, Salz und Pfeffer kommen auch noch dazu 🙂

Ich schäle Kartoffeln und schneide sie mit meiner Mandoline über die lange „Kante“ in dünne Scheiben. Ich rühre dann Sahne mit einem ordentlichen Schuss Milch, Currypulver (nicht zu wenig!), Chiliflocken, Pfeffer und Salz zu einer Sauce, in der ich die Kartoffelscheiben mit einem Löffel ordentlich unterrühre. Dann werden eine Paprika gewürfelt (die hatte ich noch im Kühlschrank) und eine Auflaufform mit Butter eingefettet.

Jetzt beginnt das Stapeln: mit Kartoffelscheiben anfangen, mit Käsescheiben enden. Dazwischen auch Schinken und Mozzarella und natürlich die Paprika. Den Rest Sauce über die gefüllte Form gießen und Butterflöckchen draufsetzen. Mit Alufolie bedecken (sonst brennt der Käse an) und für 40 Minuten bei 200°C in den Ofen (Vorheizen ist nicht erforderlich). Dann die Alufolie abnehmen und so lange weitergaren, bis die Kartoffeln weich sind. Ab und zu mal nach dem Bräunungsgrad des Käses gucken. Notfalls die Folie wieder drauf.

Mann kann das beliebig variieren. Hauptsache Trägermaterial, Schinken, Käse und Currypulver. Steht der Pfannkuchenvariante in nichts nach. 🙂

P.S.: Beim Hochladen festgestellt, dass ich gerade sehr viele Kartoffelauflauf-Variationen poste. Wenn mich das nächste Mal jemand Kartoffel nennt, wird er wohl recht haben. 🙂

Schoko-Kirschkuchen

Update: Es geht auch ohne Anbrennen. Habe den Kuchen heute als Nachtisch zu Ruths fantastischem Abendessen mitgebracht.

Für die Kuvertüre habe ich hier eine Schokoladen-Butter-Mischung verwendet. 200 Gramm Zartbitterschokolade mit 100 Gramm Butter im Wasserbad geschmolzen. In den Teig habe ich zusätzlich statt des Abtropfwassers der eingelegten Kirschen einen Schuss Rum gegeben.

Ihr Lieben,

morgen bin ich wieder bei „meinen“ Eseln und da ich Peter vom Eselpark in meinem Glückwunschtelegramm einen Kuchen versprochen hatte, musste ich heute an den Herd. Es gibt Kirschen in einem klassischen Öl-Rührteig.

Ich schlage 4 ganze Eier mit einer Prise Salz auf, bis sie sich gut vermengt haben und gebe dann 250 Gramm Zucker, ein Tütchen Vanillezucker sowie den Abrieb einer kleinen Zitrone dazu. Jetzt solange schlagen, bis eine weißliche Creme entsteht.

In der Zwischenzeit (der Teig wird von meiner MUM gerührt) vermenge ich durch ein Sieb 250 Gramm Mehl, ein Tütchen Backpulver, drei Esslöffel Kakao und einen Teelöffel Zimt. Zudem schmelze ich eine Tafel dunkle Schokolade, lasse ein Glas Süßkirschen abtropfen (die Flüssigkeit auffangen) und messe 200 Milliliter Sonnenblumenöl ab.

Letzteres lasse ich unter ständigem rühren in den Teig tröpfeln. Zu guter Letzt rühre ich dann die trockenen Zutaten kurz unter, die Basiscreme sollte nicht zu sehr zusammenfallen. Ist sie zu kompakt, noch etwas Kirschsaft unterrühren.

Alles in eine gefettete Springform geben, die geschmolzene Schokolade hineintropfen lassen, noch einmal mit einer Gabel kurz die Schokolade durch den Teig ziehen und die abgetropften Kirschen in den Teig versenken.

Etwa 50 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen geben und Stäbchenprobe machen (klebt Teig an einem Zahnstocher, den ihr in den Kuchen piekt, muss noch kurz weitergebacken werden).

Ja, und wenn dann der Timer in der Küche beschließt, seinen Dienst zu quittieren und man sich wundert, warum das so lange dauert….

,,, die verbrannten Stellen entfernen und mit viel Liebe sehr viel Schokoladenglasur auftragen! 🙂

Halbwegs gerettet…. 🙂

Moules Cancale (bretonische Muscheln)

Liebe Gourmets und Gourmands!

Heute traf ich mich mit meiner Gattin und da ich bisher noch nicht dazu kam, eines meiner Lieblingsrezepte hier zu veröffentlichen, nämlich Miesmuscheln Cancale, schrieb ich ihr vorgestern, wie es denn mit „unseren Muscheln“ wäre? Nicht wissend, dass sie diese schon das Wochenende davor einem anderen Gast kredenzt hatte. Sie machte sie aber trotzdem noch einmal für mich, wegen der 40 Jahre, wie sie sagte 🙂

Moules nach Art der Cancalesen ist eines der Rezepte, die aus dem beim Far Breton schon erwähnten Büchlein „Der bester bretonisch Rezette“ stammen und in unserer gesamten Familie und inzwischen auch bei Freunden zum Standardrepertoire gehören. Im Internet findet man dieses Rezept inzwischen auch sehr häufig. Wenn von 8 Umdrehungen der Pfeffermühle die Rede ist, handelt es sich genau um dieses Rezept aus dem von vor 38 Jahren gekauften Büchlein.

1 Bund Petersilie, 3 Knoblauchzehen, 3 Schalotten und ein Bouquet garni (eigentlich Thymian, Estragon, Rosmarin und Lorbeer, aber chacun à son goût).

Die Muscheln werden geputzt: Ins kalte Wasser damit, waschen und evtl. vorhandene „Bärte“ herausziehen. Offene Muscheln, die sich nicht auf leichten Druck wieder schließen oder eine zerbrochene Schale haben, müssen weg.

In einen großen Topf legen und die o.g. Zutaten darüber geben. Eine Flasche guten Weißweins angießen. Muscheln vertragen prima etwas Säure, daher ist ein Riesling nicht falsch. Der Franzose in uns entscheidet sich aber für einen Muscadet oder Entre-deux-mers. Aber das ist Geschmackssache.

Die weißen Stellen sind Seepocken. Die sind an Miesmuscheln normal und trotz ihres irreführenden Namens völlig unbedenklich.

Auf den Herd das Ganze und zum Kochen bringen. Fünf Minuten mit Deckel kochen lassen, dabei ab und zu den Topf schütteln oder – wenn nicht groß genug – mit der Schöpfkelle umschichten. Jetzt zwei große Esslöffel gesalzene Butter, BUTTER! meine Damen und Herren, nicht etwa ein Ersatzprodukt!, darüber geben, die berühmten Umdrehungen mit der Pfeffermühle nicht vergessen und weitere 5 Minuten kochen lassen.

Auf den Tisch und in die Teller, Baguette dazu und gesalzene Butter und einen schönen, kühlen Weißwein. Schwups, ist man in der Bretagne. Das Muschelfleisch entnimmt man übrigens mit einer leeren Schale und führt es dann zum Mund. Man benötigt nur einen Löffel für die köstliche Brühe und ein Messer für das Butterbrot.

Elke, vielen Dank für den Gefallen und dass ich Dir über die Schulter fotografieren durfte und allen anderen nach dem Nachkochen: Bon appetit!

P.S: So sah ich damals aus, das ist soooooo lange her:

Wir waren oft in der Bretagne. Es ist wunderschön dort! Dies war in unserem Ferienhaus in der Nähe von Concarneau.

Tomaten-Kokos-Garnelen-Suppe

Ihr Lieben,

heute gibt es eine raaasend einfach, aber sehr leckere Suppe, die prima zum usseligen Wetter draußen passt.

Eine Schalotte wird ganz klein gewürfelt, drei bis vier Knoblauchzehen gepresst. Diese brät man in etwas Rapsöl an und gibt Currypaste „Masaman“ dazu. Kräftig rühren und etwas Farbe nehmen lassen. Zwei Dosen in Knoblauch-Kräuter-Öl eingelegte Garnelen zugeben, kurz mitbraten. Dann eine Dose gestückelte Tomaten und eine Dose Kokosmilch dazu und aufkochen, runterschalten, nachwürzen und bis zu Servieren ziehen lassen.

Den Frischkäse vom Foto braucht man nur, wenn Tomaten und/oder Kokosmilch zu flüssig sind, um die Suppe etwas anzudicken.

Ich lege einen Rosmarinzweig zur Suppe, der Geruch vermählt sich super mit ihr. Limettenschnitze schaden auch nicht, ein Spritzer davon macht die Suppe frischer. Dazu gibt es Stangenbrot.

Guten Appetit!

Kartoffel-Räucherlachs-Auflauf

Ihr Lieben,

bevor es dann ab nächster Woche wieder mit Reiseberichten losgeht, heute noch ein Rezept für einen leckeren Auflauf, denn ich muss ja anfangen, meine Vorräte auszumisten.

Es fehlt der Spinat. Die Kartoffeln sind schon angekocht, die Sauce angerührt.

Ich schäle eine Handvoll Kartoffeln, schneide sie in dünne Scheiben und koche sie für etwa zehn Minuten in Salzwasser. Eine rote Zwiebeln wird geschält und ganz dünn gehobelt! Eine Packung Spinat wird gewaschen und geputzt. Dann verrühre ich einen Becher saure Sahne mit drei Eiern und einem Glas Milch, zwei bis drei Esslöffeln Meerrettich aus dem Glas, drei zerdrückten Knoblauchzehen, viel Pfeffer, Cayennepfeffer, etwas Zucker und wenig Salz. Die Sauce wollte ich nicht zu dickflüssig haben, daher war sie mir am Ende leider einen Tacken zu flüssig! Ich habe übrigens noch drei Stangen in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln untergehoben.

In einer gefetteten Auflaufform schichte ich nun die Kartoffel- und Zwiebelscheiben mit Spinat und Lachs und gebe ab und zu ein wenig der Sauce darüber. Gekrönt wird das Ganze mit Reibekäse und Butterflöckchen.

Ab in die vorgeheizte Röhre bei 180 bis 200°C, für so etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde. Dazu gibt es etwas Salat mit einer einfachen Vinaigrette. Persönlich denke ich, es ist sehr lecker geworden.

Zwiebelkuchen

Ihr Lieben,

heute ist Tag der Singles, für die gibt es – da die Folgen ja keinen stören – Zwiebelkuchen…

Aber im Ernst. Gestern sollte bei der lieben Petra eigentlich Doppelkopf gespielt werden und sie kündigte Zwiebelkuchen und Federweißen (den ganz jungen, noch gärenden Wein) an. Leider kamen bei zwei Mitspielerinnen familiäre Probleme dazwischen, so dass der Abend ausfiel. Ich hatte mich sehr auf Zwiebelkuchen gefreut, daher bereitete ich ihn mir nun selbst zu.

Wirklich aufpassen muss man eigentlich nur bei dem Teig, der sollte mit abgewogenen Zutaten geknetet werden. Mit der Füllung kann man herumspielen, sie sollte nur nicht zu flüssig sein.

Der Teig: 225 Gramm Mehl mit 150 Gramm kalter Butter in Stückchen, einem Ei und einer guten Prise Salz schnell mit der Hand verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist und das Mehl komplett aufgenommen wurde. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank stellen. Die Buttermenge ist hoch, aber das sorgt für einen sensationell buttrigen Geschmack!

Für die Füllung habe ich 150 Gramm gewürfelten Schinken, 5 kleingewürfelte große Zwiebeln, eine in dünne Halbringe geschnittene Stange Lauch sowie 4 gepresste Knoblauchzehen in wirklich viel Butter angedünstet und mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika, Kümmel und Majoran sowie etwas Rohrzucker gewürzt. Nach 20 Minuten ist diese Masse in der Regel fertig. Sie muss dann auskühlen.

Wenn dies geschehen ist, werden ein Becher Schmand sowie drei ganze Eier untergerührt. Nun eine Tarte- oder Springform fetten, den Teig darin verteilen, so dass der Boden einigermaßen gleichmäßig dick und ein Rand vorhanden ist, mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen und dann die Füllung darauf geben. Ab in den vorgeheizten Ofen für circa 40 bis 45 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze. Aber schon vorher ab und zu mal nachsehen, nicht dass da was verbrennt.

Dazu passen natürlich prima ein Federweißer (oder ein roter Sauser) und ein einfacher Salat. Achtung: Die Mischung Zwiebelkuchen und gärender Wein ist definitiv nicht für ein erstes Date geeignet! 🙂

Kürbis-Kartoffel-Hackfleisch-Auflauf

Ihr Lieben,

morgen bin ich bei den Langohren in Zons. Den Kurzohren habe ich versprochen, einen Kuchen mitzubringen. Und da letztes Jahr mein Butternut-Kuchen so großen Anklang fand, machte ich für morgen noch einmal einen ähnlichen, nur mit Hokkaido und Birnenstückchen.

Da man aber nur etwa 400 Gramm Kürbis braucht, muss der Rest ja verwurstet werden. Daher gibt es einen sehr einfach, herbstlichen Auflauf damit. Den übriggebliebenen Hokkaido in mittlere Würfel schneiden, ebenso wie eine Handvoll geputzter Kartoffeln. Alles in eine Schüssel. In einer großen Pfanne zwei bis drei kleingewürfelte Zwiebeln sowie etwas gehackten Knoblauch anbraten, eine Packung Hackfleisch dazu, salzen, pfeffern, paprikaen und sonstgewürzen (ich nahm viel Rosmarin und Thymian) und kurz durcherhitzen. Mit etwas Gemüsefond ablöschen, kurz köcheln lassen und zu den Gemüsewürfeln geben. Durchrühren und in eine Auflaufform geben. Käse drüber und in den Ofen geben, bis das Gemüse die für Euch richtige Konsistenz hat. Das kann dann auch schon mal ein Dreiviertelstündchen dauern. Ich übergrille am Ende der Garzeit noch kurz, ich mag meinen Käse knusperhäuschenartig 🙂

Ein wirklich zum Usselwetter draußen passendes, herbstliches Trostgericht 🙂

Butternut-Kuchen mit Zimtäpfeln

Update am Ende des Berichts

Ihr Lieben,

seit geraumer Zeit steht nun dieser Butternuss-Kürbis in meiner Küche herum. Heute vernahm ich sein kleines Schluchzen. „Bin ich nur Deko für Dich?“, fragte er, als ich ihn darauf ansprach. „Nein, herrjeh, natürlich nicht!“ exklamierte ich. Was er denn gerne wäre? „Ein Kuchen wäre toll! Mit Äpfeln!“ gluckste er. Okay. Los geht’s.

Ich schnitt den Kürbis einmal längs durch, entfernte die Kerne und schnitt mit einem Sparschäler die Schale ab. Ich erhielt von einer Hälfte 410 Gramm Kürbisfleisch, das ich durch Auguste in winzige Stücke häckseln lies (die andere Hälfte wird morgen zu einem Curry verarbeitet). Eine Reibe tut es natürlich auch, dauert aber entsprechend länger. Ich gab 250 Gramm gemahlene Mandeln dazu (auch vorher mit Auguste pulverisiert) sowie 200 Gramm Zucker, eine Prise Salz und zwei Eier und vermengte alles. Dann gab ich einen Esslöffel Backpulver in 100 Gramm Mehl, verrührte beides und gab es zum Teig dazu. Wieder vermengen, noch zwei Eier und den Saft einer Zitrone drauf und kräftig durchrühren.

Der Teig wird recht flüssig. Wir geben ihn in eine mit Backpapier ausgelegte und gefettete (Backtrennspray!) 26er-Springform. Wenn Teig rausläuft, habt ihr eine billige gekauft. 🙂 Die Äpfel werden geschält, halbiert und das Kerngehäuse mit einem Kugelausstecher entfernt. Die Hälften werden mehrmals eingeschnitten, mit Zimtzucker überstreut und der Rundung nach oben in den Teig gelegt. Ich habe den Rest Zimtzucker (4 Teelöffel plus einen Teelöffel Zimt) dann noch über den Kuchen gestreut. Ab in die vorgeheizte Röhre damit, bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 50 bis 60 Minuten. Die Stäbchenprobe sagt Euch, wann er fertig ist.

Rausholen, die Springformverriegelung öffnen und in der Form auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren kann auch noch Puderzucker drauf. Ich bilde mir übrigens ein, ich hätte Butternut aus dem Kuchen zufrieden seufzen hören.

P.S.: Zufrieden waren auch die Testesser vom Eselpark 🙂

Update: Klappt auch prima mit Hokkaido und Birnen. Hier habe ich allerdings nur 3 der vier Eier genommen und da zwei Birnen matschig waren (und ich so nicht genügend Hälften gehabt hätte), die gestückelten Früchte in Zimtzucker gewälzt und im Teig versenkt. 50 Gramm Mandeln fehlten, ich hatte schlichtweg nicht genügend. 🙂