Cheeseburger? Ist doch Käse!

Heute mal wieder „Fastfood“, aber vom Feinsten (wie ich finde). Zuerst aber anekdotisches: Als ich vor dreihundert Jahren auf der Inneren Kanalstraße hauste, gab es in der Nähe einen Imbiss; ich glaube, der hieß Grill 2000. Dort bekam man eine Auswahl der allerbesten Burger, da reichte keine Fastfoodkette ran. Mit Ananas oder Spiegelei, mit Emmentaler und Röstzwiebeln. Ich liebte diese Burger. Den Laden gibt es schon lange nicht mehr.

Heute gibt es bei mir auch mal zwei „andere“ Burger. Und zwar mit Käse! Cheeseburger? Kennt doch ein jeder, wie laaangweilig. Na, mal sehen…

Die Buns (fachchinesisch für die Burgerbrötchen) habe ich fertig gekauft, die beiden Patties (fachchinesisch für die Hackfleischtaler) habe ich aus je 150 gr. Rinderhack geformt – mit Salz, Pfeffer, scharfem Paprikapulver und etwas Knoblauchgranulat gewürzt. Diese werden in Butter medium bis durch gebraten. Die Schnittflächen der Buns werden in die Bratbutter gestippt und dann auf dem Toaster angeröstet. Derweil werden eine Tomate in sehr dünne Scheiben geschnitten und ein paar Salatblätter geputzt und gewaschen. Jetzt werden die Burger gebaut. Hinweis: Das Schmelzen der Käsesorten geht seeehr schnell!

1: Der Camembert-Burger
Untere Brötchenhälfte mit Preiselbeeren bestreichen, Salatblatt drauf, gefolgt von Patty, Tomate, als nächstes Camembert (kurz in der Patty-Pfanne angeschmolzen) und dann mit einem mit Meerrettichsahne bestrichenem Brötchendeckel abschließen. Weitere Saucenzugaben (Mayo und dergleichen) sind zwar erlaubt. Ich aber würde darauf verzichten.

2: Der Blauschimmel-Birnen-Burger
Untere Brötchenhälfte dünn mit glattem Dijonsenf bestreichen, dann Salatblatt drauf, gefolgt von Patty, Tomate, als nächstes ganz dünn geschnittene Birnenstreifen, die in etwas Zuckerwasser weich gekocht wurden (ersatzweise Dosenbirnen nehmen). Blauschimmelkäsescheiben drüber (auch in der Pfanne anschmelzen, ich nahm übrigens St. Agur) und mit dem oberen Brötchendeckel (diesmal mit einer Schicht Orangenmarmelade) abschließen.

Der Camembertburger war sehr lecker, der Blauschimmelburger hat mich begeistert! Eigentlich wollte ich Feigensenf auf das Brötchen streichen, hatte aber keinen mehr. Die Notlösung Dijon & Orange erwies sich in Kombination mit Blauschimmel und Birne als viel besser!
Beide mal ganz anders, wenn auch auf der Exotik-Skala noch im grünen Bereich. Der Phantasie sind aber keine Grenzen gesetzt. Bratapfelburger? Sushi-Burger? Was könnt Ihr Euch so vorstellen?

Guten Appetit!

Beim rechten Burger hatte ich beim Bauen kurz die Birnen vergessen, die lustig in ihrem Sirup schwammen, daher liegen sie entgegen der Beschreibung über dem Käse 🙂
Ob ich beide Burger geschafft habe? Nee, die haben mich geschafft. Aber sie haben mich definitiv glücklich gemacht. 🙂

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