Bretonischer Eierkuchen (Far breton)

Liebe Futternde!

Heute war DOKO-Nachmittag und auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Person gab es Eierspeisen vorm Zocken. DOKO – dies für die Uneingeweihten – steht für Doppelkopf und ist ein Kartenspiel, dem ich mit großer Leidenschaft fröne. Ich spiele in zwei Gruppen, die sich 20 und 19 Jahre lang schon deswegen – aber nicht nur deswegen – treffen.

Ich sollte Pfannkuchen nach Oma Olfens Kochbuch machen, aber mir war auch nach einem Rezept, dass ich vor etwa 40 Jahren in der Bretagne kennengelernt habe. Man konnte damals ein Büchlein mit dem Titel „Der bester bretonisch Rezette“ oder so ähnlich für eine müde Mark erstehen. Das hat sich gelohnt, denn zwei der Rezepte werden seitdem unermüdlich in unserer Familie genutzt. Moules à Cancale und Far breton. Kurz und gut: Ich machte Apfelpfannkuchen, dünne Pfannkuchen und besagten Far.

Der Far breton hat schon für viel Verwirrung gesorgt. Denn es entsteht ein seeeehr flüssiger Teig, von dem man nicht annimmt, dass aus dem mal was Großes wird. Mir ging das ja ähnlich…. 😉

Also, sehr simpel: Mixe für ein paar Minuten 200 Gramm Mehl, 150 Gramm Zucker, 4 Eier, eine Prise Salz, etwas Vanille und 700 ml Milch (sic!!!!!!!), fülle das in eine dick gebutterte Form, beschicke das Ganze mit Rumrosinen (wie ich) oder Trockenpflaumen oder was auch immer (Sauerkirschen aus dem Glas kommen immer gut), paar Butterflocken noch drüber machen und lasse es für 75 Minuten im vorgeheizten Ofen (180°C Ober-/Unterhitze) backen.

Der Kuchen soll sehr aufgegangen sein und oben braun. Je nach Ofen kann das auch 15 Minuten länger dauern.

Dann sofort Foto machen, denn das Ding fällt rasend schnell wieder zusammen. Aber es ist sehr lecker. Viele fühlen sich an einen Pudding erinnert. Und kalt schmeckt der auch.

Alors, mes enfants de la cuisine: Bon appetit!

Bis ich die Kamera fand, war er schon etwas eingesackt….

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