Coq au vin

Coq au vin stand schon lange auf meiner To-Do-Liste für diese Seite. Das habe ich früher oft gekocht oder gegessen, es ist in unserer Familie ein Traditionsgericht (wir haben alle ein Faible für Frankreich und sogar auch ein paar französische Gene 🙂 ).

Wir fangen mit einem Mirepoix an (das ist ein hübscheres Wort für Röstgemüse). Zwei Karotten, eine Petersilienwurzel, 1 Pastinake und 5 Knoblauchzehen würfeln. 5 Schalotten halbieren. Alles in heißem Olivenöl anbraten. Wenn leicht angebräunt, ein Dutzend Champignons (halbiert) kurz mitbraten. Wer jetzt den Speck vermisst… heute mal ohne, passt aber ansonsten gut.

Das Gemüse aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Die Hähnchenteile (ich hatte Schenkel, man kann aber quasi alles nehmen) salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Das Mehl bindet nachher ein bisschen die Sauce und ich bilde mir ein, das dann folgende Anbraten klappt besser. Ab in die Pfanne! Wenn das Huhn schön gebräunt ist („Waren Sie in Urlaub?“) mit Weinbrand ablöschen, kurz blubbern lassen und dann eine Flasche guten, trockenen Roten drauf. Ein Bouquet Garni aus Rosmarin, Thymian und Lorbeer binden und rein in die Pfanne. So lange simmern lassen, bis das Fleisch anfängt, vom Knochen zu fallen und schön dunkel vom Wein ist (ab und zu mal wenden). Raus aus der Pfanne (inkl. Kräuterstrauß) und Sauce einreduzieren, abschmecken mit Salz, Pfeffer und worauf man sonst Lust hat und ggf. noch mit etwas Mehlbutter binden. 100 ml Sahne schaden auch nicht, also rein.

Die Pilze mit Gemüse drauf und noch 15 Minuten weiterköcheln. Man hätte jetzt das Binden der Sauce oben lassen können und das Gemüse in die Sauce reinstabmixen. Aber ich mag es auch mal, wenn es etwas grober und bunter auf dem Teller zugeht.

Petersilie drüber und Baguette dazu (gebrochen, nicht geschnitten!). Et voilà.

Bon appetit!

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