Erster Urlaubstag: Spaziergang im Schlosspark

Liebe Leser,

heute war der erste Urlaubstag von 35 Stück. Das ist eine ganze Menge Zeit, um zu Hause herumzuhocken und sich über das damische Virus zu ereifern. Naja, jeden Tag irgendwas in der Umgebung entdecken ist jetzt der aktuelle Plan.

Nachdem ich erst einmal bis 12 Uhr herumgefläzt bin, bin ich in den Schlosspark Stammheim gefahren. Da gibt es zwar kein Schloss mehr, aber Kunst zu bestaunen. Und der Park liegt am Rhein, was – wenn man die Industrie ausblendet – insbesondere bei so wunderbarem Wetter wie heute schöne Ausblicke beschert.

Der Park war ganz gut besucht, aber man konnte sich prima verteilen. Und viele der Skulpturen gefielen mir sehr gut. Hier ein paar Eindrücke:

Im Park hat sich ein riesiger Schwarm der inzwischen in ganz Köln fast schon zur Plage gewordenen Halsbandsittiche häuslich eingerichtet. Die machen einen ganz schönen Krach.

Ich mag meine Kamera 🙂

Und hier noch ein (Rh)Einblick:

Wenn das Wetter einige Zeit lang so stabil und schön bleibt, ist es nett, auch mal zuhause zu bleiben. Mal sehen, wo es mich morgen hinzieht. Tipps, insbesondere geheime, für Ausflugziele in und um Köln sind sehr willkommen.

Wackeldackel

Cora war am Mittwoch beim Autodoktor und erhielt ambulant die lang ersehnte Rückfahrkamera sowie den Stromanschluss für die Kühlbox im Kofferraum. Zur Feier der gelungenen Operation bestellte ich vorab die berühmtesten Hutablagenaccessoires der Deutschen: Die gehäkelte Klopapierrollenhülle und den Wackeldackel.

Der Wackeldackel fand dann auch sofort unser beider Zustimmung. Die Klopapiermütze hingegen war dann doch too much, da waren wir uns sofort einig. Irgendwie hatte ich die auch witziger und weniger „nur-funktionell“ in Erinnerung. Naja. Wenigstens schlägt mir in diesen Zeiten niemand die Scheibe ein, um an das kostbare Klopapier zu kommen.

Was die Kühlbox angeht, muss ich mich schlau machen. Es gibt mehr Modelle als Insekten auf der Welt und die Preise spannen von 15 bis 1395,- Euro. Was ich nicht bedacht hatte war, dass sich mit einem 12V-Anschluss selbst bei kompressorbetriebenen Geräten keine einstelligen Gradzahlen aus dem Stand erreichen lassen. Vorkühlen an 230V ist da schon erforderlich.

Ansonsten kaufe ich uns beiden viele Kleinigkeiten zusammen. Eine Kofferraumbox für Schuhe und Regenjacke etc., eine Parkscheibe, eine Handyhalterung (kommt morgen mit der Post) und eine Brille, die im Auto verbleiben soll (die ist in ca. 1 Woche abholbereit).

Zudem bin ich jetzt auch stolzer Besitzer einer P-Card, mit der man in ziemlich vielen Parkhäusern preiswerter parkt und sich nicht um Tickets und Bezahlung kümmern muss. Es funktioniert wie eine Dauerparkkarte, nur dass die einzelnen Parkvorgänge vom Konto abgebucht werden.

Auch neu ist eine bezahlte Navigations-App fürs Handy. Die war nicht sehr teuer, hat mich aber heute über abenteuerliche Umwege zum Optiker geführt. Aber immerhin sind die Art der Führung und die Darstellung spitze.

Das war es schon an Neuigkeiten über Cora. Bis demnächst mal wieder. Ach, der Wackeldackel heißt übrigens Conrad. Ja, mit Zeh! 🙂

P.S.: Cora steht übrigens in einer Parklücke, in die ich sie ohne Kamera im Leben nicht hineinbekommen hätte.

Das ist allerdings nicht die besagte Parklücke, hier wäre ich mit einem Gelenkbus reingekommen. 😉

Cora war im Beauty-Salon

Isch muss beklopp sin. Äwwer su wat vun!

Also, Cora war heute im Beauty-Salon. Sie ist gewaschen, massiert, eingecremt und sonst was geworden. Als ich sie abholte, war sie glücklich. Es hat ihr gut getan. Leider hat das Peeling gezeigt, dass sie mehr Dellen hat als angenommen. Und ein bisschen rostig ist sie auch an der ein oder anderen Stelle. Aber was soll’s. Ich roste ja auch schon seit geraumer Zeit. Und meine Delle geht nicht nach innen, sondern nach außen.

Was sich wohl nicht weglasern ließ, waren zwei Fliegenskelette, die sich in der am Rückfenster befindlichen dritten Bremsleuchte ihre Grabstätte suchten. Ich habe jetzt quasi immer zwei Mitfahrer. Spooooooky!

Ich suche noch zwei Namen. Wer hat eine Idee? Was haltet ihr von Fester und Morticia?

Ansonsten sind wir beide inzwischen ein eingespieltes Team. Ich habe gewisse Fertigkeiten beim Einparken von Schlachtschiffen erworben. Und nein, damit meine ich nicht „dötschen und wegfahren“. Das wäre KEINE Fertigkeit!

Neben dem Auto-SPA gab es ein Auto-Krankenhaus. Dort fragte ich nach den Kosten für eine Augen-OP und eine neurologische Behandlung. Man machte mir ein gutes Angebot und kommenden Mittwoch wird Cora Augen im Hinterkopf bekommen, die mir ihre Sicht auf einen Monitor in der Mittelkonsole projizieren. Dazu eine Nervenverlängerung vom Zigarettenanzünder aus in den Kofferraum für eine Kühlbox. Denn abends im Hotel ertrage ich einfach keinen warmen Weißwein.

Ich denke noch über einen Wackeldackel und eine gehäkelte Klopapiermütze mit Bommel nach, aber erste Andeutungen in diese Richtung verursachten bei Cora Schnappatmung. Ich werde versuchen, sie peu à peu umzustimmen.

Wir hoffen beide, dass wir unseren verspäteten Honeymoon irgendwie in Form einer Urlaubsreise noch antreten können. Auf jeden Fall sind wir vorbereitet. Wenn ich auch noch nicht weiß, woher ich das Klopapier für die Häkelmütze bekommen soll.

Liebe Grüße, auch von Cora, von Eurem Gerry

Cora hat ein neues Kennzeichen

Cora – das ist ihr Name – ist jetzt auch offiziell meine vierrädrige Gefährtin. Nach gefühlten 5 Monaten hatte ich heute früh (FRÜH!!! 7 Uhr 40!!!!!) den Termin bei der Zulassungsstelle. Am Wochenende habe ich erst einmal versucht, herauszufinden, wie ich die Nummernschilder aus den Rahmen bekomme. Entsprechende Youtube-Anleitungen und Kommentierungen dazu haben mir etwas Sorge bereitet („Jetzt ist es kaputt!“). Es stellte sich dann aber – als ich mit Werkzeugkasten bewaffnet zum Auto lief – als relativ simpel heraus.

An der Zulassungsstelle war ich dann 30 Minuten zu früh; wer mich kennt, weiß, dass ich es hasse, wegen Termindruck ins Schleudern zu kommen. In die große Wartehalle durfte ich aber erst zehn Minuten vor meinem Termin. Das Konzept habe ich allerdings nicht verstanden. Wartehalle riesig: 5 Personen drin. Vor dem Eingang 10000 Personen dichtgedrängt auf Einlass wartend. Wenigstens trugen alle eine Maske.

Ja, und da ich am Sonntagabend alles vorbereitet hatte (inklusive Einzugsermächtigung für die KFZ-Steuer, da war die Dame hinterm Schalter aber mal überrascht!) war ich doch tatsächlich nach 30 Minuten wieder draußen.

Ich habe mich schon sehr an Cora gewöhnt. Beim KVB-Streik (Kölner Verkehrsbetriebe) hat sie mich in die Firma gebracht. Meine Einkäufe kann ich für eine ganze Woche tätigen statt nur für ein bis zwei Tage. Die Packstation ist kein Horror mehr.

Naja, ich bin über 30 Jahre ohne Auto ausgekommen und hätte es auch weiter ohne geschafft. Aber nett ist’s trotzdem, eins zu haben. Nur die Reisepläne sind nach wie vor…. nein, falsche Formulierung…. mehr denn je unsicher, nachdem jetzt fast ganz Europa wieder Hotspot ist.

In knapp einem Monat ist es soweit. 5 Wochen Urlaub am Stück. Mal sehen, was Cora und ich dann so treiben. Ich werde berichten.

Vorher steht ja noch eine Ertüchtigung an. Eine Augen-OP, neurologische Dinge sowie eine Magenerweiterung (Einparkkamera, 2 Wackelkontakte sowie eine Kühlbox im Kofferraum).

Und einen SPA-Tag muss Cora auch noch hinter sich bringen, aber ich denke, darüber wird sie sich freuen.

Ist es eigentlich seltsam, wenn man so über sein Auto schreibt? Die Stimmen in meinem Kopf sagen „nein“. 🙂

Corona-Car

Liebe Reisende.

Corona nimmt uns wieder in den Würgegriff. Und mein Plan, einen B2-Kurs Spanisch auf den Kanaren zu machen, hat sich wohl endgültig in Luft aufgelöst. Mein fünfwöchiger Urlaub über den gesamten Dezember ist genehmigt und ich sehe mich schon bei Schneeregen und „Last Christmas“-Klängen in meiner Bude versauern. Es ist ja völlig unklar, was ich ab dem 28. November tun darf oder nicht.

Auch in „erlaubte“ Länder will ich nicht mit dem Flieger reisen, weil mir das Schutzkonzept ein sehr löchriges zu sein scheint. Jeder Platz besetzt und zum Essen und Trinken alle fröhlich die Maske ab und schmatzen und rülpsen. Echt…. muss das sein?

Ich fing vor geraumer Zeit schon an, an einem Plan B zu schmieden. Autoreisen durch Europa. Im Winter in den Süden, vielleicht Balkan, im Sommer nächstes Jahr durch Skandinavien. Dafür musste ein Auto her. Zuerst dachte ich an einen Minicamper, dann an einen Geländewagen. Irgendwann war ich so von dem mannigfaltigen Angebot überfordert (und von meiner Unkenntnis, was ich eigentlich wollte), dass das Angebot meines Bruders, mir seinen Toyota zu verkaufen, wie gerufen kam. Der Wagen ist seit seiner Zulassung in Familienbesitz und ich bekam einen Familienpreis.

Ich habe noch keinen Namen. Bis zum Tag der Ummeldung muss ich mir etwas ausdenken.

Jetzt muss ich noch ein bisschen an dem Wagen machen lassen; da er so groß ist, will ich eine Einparkhilfe und, da er für Reisen dienen soll, ein Kühlfach im Kofferraum. Ich fühle mich plötzlich flexibler, was Urlaube angeht. Wenn es denn nicht dazu kommt, dass Köln Sperrgebiet wird. Aber dann kann ich wenigstens z.B. mal um den Fühlinger See kreuzen.

Den Wagen habe ich schon, wegen Corona musste ich aber ewig auf einen Zulassungstermin warten. Immerhin habe ich einen Ende Oktober und auch schon Wunschkennzeichen und Nummernschilder. Die Versicherung ist auch gebucht und nach Aussage von Menschen, die sich auskennen, sehr günstig.

Noch nicht angemeldet und schon Trophäen an der Wand….

Routen werde ich ab Mitte November überlegen. Vielleicht ans schwarze Meer oder nach Kalabrien. Wer weiß. Ich hoffe, da geht irgendetwas und ich hoffe auch auf Eure virtuelle Begleitung, wenn es so weit ist.

Viele Grüße von Eurem