Hirschbraten

Ihr Lieben,

zum zweiten Weihnachtstag gönne ich mir einen Hirschbraten, so richtig schön mit Rotkohl, Serviettenknödeln und der unverzichtbaren Preiselbeerbirne.

Der Braten wird zwei bis drei Tage vorher in Beize (aka Marinade) eingelegt. Hierzu stoße ich in einem Mörser einige weiße und schwarze Pfefferkörner, je 5 Pimentkörner, Wacholderbeeren und Kardamomkapseln an, gebe die Gewürze zusammen mit einem zerbrochenen Sternanis, einer Zimtstange, drei oder vier Gewürznelken und drei bis vier Lorbeerblättern auf den gesäuberten Braten (ich bekam leider nur zwei kleine Stücke à 500 Gramm – ein ganzer Braten wäre mir lieber gewesen). Darüber nun einen guten Schuss Cognac, einen Schuss Essig, einen guten Schuss Sojasauce, etwas Öl sowie eine Flasche guten Rotwein. Das kann nun im Kühlschrank vor sich herziehen. Ab und zu mal wenden.

Am Tag der Zubereitung den Braten aus der Beize nehmen, von Gewürzen befreien und die Beize durch ein Sieb geben und in einer Schüssel auffangen. In einem Topf werden zwei Handvoll Mirepoix (quasi gewürfeltes Suppengrün, aber französisch klingt das natürlich hochtrabender) angeschwitzt, bis es schön Farbe nimmt. Mit der Beize ablöschen, alles aufkochen lassen und den Braten dazugeben. Deckel drauf und ab in den vorgeheizten Ofen für 120 Minuten bei 160°C.

Den Braten aus dem Topf nehmen, warm stellen und die Soße mit dem Gemüse durchpürieren, dies sollte ausreichend Bindung geben. Ansonsten noch mit ein bisschen Butter montieren oder mit Stärke binden. Soße abschmecken (ich gebe für einen fruchtigen Touch gerne noch einen Esslöffel Beerengelee in die Sauce), Fleisch aufschneiden und mit den Beilagen anrichten.

Ja, und die Preiselbeerbirne MUSS sein. Das haben wir in den 70ern zum Wild gehabt und in den 80ern und in den 90ern. Sie gehört einfach dazu 🙂

Guten Appetit!

2 Gedanken zu „Hirschbraten“

  1. Hallo lieber Gerald,
    lange, lange ist es her, da haben wir mit Bernd B. und co, schöne und auch manchmal wilde Zeiten im Theo Burauen Haus verbracht. Ich bin ganz zufällig auf deine Seite gestoßen und du musst mir auch nicht antworten. Ich gehe davon aus, dass es dir gut geht, denn das spiegelt deine Seite wieder.
    Ich bin mit mir im Reinen, soll heißen, mir geht es nach vielen Umwegen prima.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und eine gute Zeit
    Esther

    1. Liebe Esther,
      das ist ja ein Ding. Mehr als 30 Jahre ist es her und dann sieht man sich beim Hirschbraten! Ja, das waren Zeiten im Altenheim. Ich habe erst kürzlich noch daran gedacht.
      Es freut mich, dass es Dir gut geht und wünsche DIr alles Liebe und Gute.
      Viele Grüße, Gerald

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