Hühnchen-Pilaw

Gestern hat mich ein Kollege gefragt, warum ich nicht genauere Mengenangaben zu meinen Rezepten mache. Ich könne doch jedem Rezept die berühmte „Man nehme:“-Liste voranstellen.

Nun, nehmen wir zum Beispiel ein Pilaw. Da kann man Paprika oder auch Lauch reingeben. Oder keins von beiden, dafür aber Kürbis. Und man kann einen Kürbisschnitz nehmen oder drei ganze Früchte. Wichtig ist eigentlich nur, dass für die gesamte Menge das Gewürz stimmt (und da tue ich mich selbst oft genug schwer, entwickle aber durch die viele Kocherei langsam ein Gespür), dass der Reis immer gewaschen werden sollte und die Reis-/Wasser-Relation in der Regel 1 zu 1 1/2 ist, was hier aber nicht zutrifft. 🙂

Also, man nehme:

Ich räumte meine Gemüseschublade auf und fand drei Karotten, eine rote Paprika und zwei Zucchini. Letztere waren aber schon glasig, also weg damit. Die Karotten kleinwürfeln, ebenso eine Zwiebel, drei Knoblauchzehen, eine rote Paprikaschote und dazu drei in feine Ringe geschnittene Chilischoten. Außerdem ein Töpfchen Salatverfeinerer (wahlweise auch kleingehackte Nüsse oder Cashewkerne). Das alles wird in heißem Olivenöl scharf angebraten. Dann gibt man eine Handvoll eingeweichter Rosinen (oder gehackte Aprikosen oder Datteln) sowie den gewaschenen Reis (300gr.) hinzu und füllt mit 900 ml Gewürzbrühe (heute gab es Vegata) auf. An Gewürzen nahm ich 1 TL Zimt, 1 TL Kreuzkümmel, 2 Esslöffel Ras-el-Hanout, 2 TL Salz und 1 TL gemahlenen Pfeffer. Falls die Flüssigkeitsmenge für den Reis nicht ausreicht, sollte man ein bisschen heiße Brühe in Petto haben (wie beim Risotto). Köcheln lassen.

Nebenbei wird das grob gewürfelte Hähnchenfilet mit Salz, Pfeffer und Chilipulver angebraten. Das gibt man dann zusammen mit zwei grob gewürfelten Tomaten und massenweise gehackter Petersilie (wir hatten leider nicht so viel) in den Gemüsereis und köchelt das auch noch mal etwas mit.

Und schon fertig. Wir fanden es sehr lecker.

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