McGerryKing (oder: Chicken Nuggets, Fritten und Saucen)

Fast Food hat Einzug in diese Wohnung gefunden. UNGESUNDES FASTFOOD!!! Wie konnte das passieren????

Ich verrate es Euch: Der Gerry hat ein neues Spielzeug. Eine Fettfritteuse. Da jedermann jetzt Luftfritteusen kauft, sind die spottbillig zu haben. Und da „Air Fryer“-Ergebnisse bei Freunden eher mau ausfallen, habe ich mich beim Kauf für die alte Methode entschieden. Nicht wirklich gesund, aber legga!

Gerrys neues Spielzeug!

Ich habe mich u.a. schlau machen müssen, welches Fett oder Öl man nehmen sollte. Natürlich kam dabei heraus, dass das Fett, das die schlechtesten Ergebnisse hervorbringt, das gesündeste ist. Und vice versa. Ich kaufte also zwei der berühmten Fettbarren. Dieses Fett ist so was von gesättigt, macht aber alles schön knusprig. Und so, wie ich mich immer auf der Arbeit aufrege, werde ich ohnehin nicht alt. 😉

Als erstes musste ich die Fritteuse natürlich putzen. Die Bedienungsanleitung ist kurz und knusprig. Alles ziemlich easy. Ja, ich habe tatsächlich noch nie eine Fritteuse benutzt. Dann wurden die Fettbarren (ich brauchte 2 Kilogramm) langsam und sukzessive geschmolzen. Als das getan war, ging es los mit den Vorbereitungen.

Zuerst werden die Kartoffeln geschrubbt und in pommesähnliche Gebilde geschnitten. Bei uns ungeschält. Dann werden sie mindestens 30 Minuten in Wasser eingeweicht, um Stärke abzulassen. Das soll auch die Bildung von Acrylamid reduzieren. Naja. Ich sag nur Fettbarren.

In der Zwischenzeit wird eine Currysauce gemacht: 1 Becher Schmand wird mit einem gehäuften Teelöffel Salz, zwei Esslöffeln Madras-Curry-Pulver, etwas Zitronensaft, drei Spritzern Tabasco, zwei Esslöffeln Mango-Chutney, je einem gehäuften Teelöffel Ingwerpaste und Knoblauchpaste sowie etwas Zucker verrührt. Fertig. Man kann hier natürlich variieren und auch eine Banane reindötschen oder einen Apfel reinraspeln (das mag ich eigentlich besonders, aber der Apfel war irgendwie nicht in Ordnung).

Die Kartoffeln nun abgießen und sehr gut trockentupfen. Wir hatten übrigens 6 mittelgroße Kartoffeln, das war viel zu viel für zwei Personen und hat auch nicht in einen Frittiervorgang gepasst. Und es wird empfohlen, eine „vorwiegend festkochende“ Sorte zu wählen.

Die Rohfritten

Dann ein Tsatsiki zubereiten. Das ist easy und wahrscheinlich weiß schon jeder, wie das geht. Aber einen Tag vorher wäre gut gewesen, weil es besser schmeckt, wenn es durchgezogen ist. 2 Becher griechischer Joghurt (zus. 300 gr.), eine gepresste Soloknoblauchknolle, 8 cm kleingeraspelte Gurke, je 1 TL Salz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren, einen Teelöffel Olivenöl dazu. Fertig.

Griechische Errungenschaften: Nur Demokratie ist besser als ein gutes Tsatsiki!

Dann werden die Kartoffelstifte das erste Mal frittiert. Bei 160°C für 6 Minuten. In den 6 Minuten wird inzwischen eine Straße gebaut! Das schafft sonst keine Baubehörde. Die Straße besteht aus je einem tiefen Teller Mehl, gequirltem Ei (2 Stück) und 5 Hand voll zerbröselter Cornflakes. Kartoffelstifte aus der Fritteuse nehmen und beiseite stellen.

Das Hühnerbrustfilet wird in mittelgroße Würfel geschnitten und mit Salz, Pfeffer, Garam Masala (oder Ras-el-Hanout oder Curry) vermengt. Jedes Stück erst in Mehl wälzen, dann in Ei und zu guter Letzt in den Cornflake-Bröseln.

Jetzt werden die Fritteuse auf 190°C hochgefahren und die Nuggets dann für 5 Minuten frittiert. Abtropfen lassen, beiseitestellen und die vorfrittierten Pommes jetzt ebenfalls bei 190°C für weitere 4 Minuten frittieren.

Alles auf den Tisch. Wow. Ich lobe mich heute gerne selbst. Das war das beste Slow-Fastfood, was ich seit Jahren hatte.

Haut rein! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.