Prummetaat

Ihr Lieben,

nein, es handelt sich weder um eine neuentdeckte Hummelart noch um ein Schimpfwort für beleibte Menschen wie mich. Es ist Pflaumenkuchen auf Rheinländisch. Es gibt ja wirklich nette Namen für Pflaumenkuchen in den verschiedenen Regionen. Quetschichplötzn, Zwäschgndaatschi, Quetschekoche. Letzteren isst man in der Pfalz gerne mit Grumbeersupp, also Kartoffelsuppe. Ich bin ja sehr für solche Experimente zu haben, hier gibt es aber heute nur einen einfachen Rührkuchen mit Pflaumen.

150 gr. Backmargarine schlage ich mit 150 gr. Zucker und einem Tütchen Vanillezucker schaumig auf. Nach und nach gebe ich zwei Eier dazu. 250 gr. Mehl verrühre ich mit einem halben Tütchen Backpulver und einer Prise Salz und gebe diese Mischung wieder nach und nach zum Rührteig. Zum Schluss hebe ich einen kleinen Becher Crème fraîche unter und gieße den Teig in eine große Springform. Die gewaschenen und entkernten Pflaumen stecke ich dann in diesen Teig rein.

Ab in den vorgeheizten Ofen für 50 bis 60 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze.
Stäbchenprobe machen, um den Garzustand zu prüfen. Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen, sofort mit einer Zimt-Zuckermischung bestreuen und auskühlen lassen. Ich liiiiebe eine Menge Schlagsahne (aka Obers) dazu!

Geht auch als Kastenkuchen, sieht dann aber nicht so gut aus

Bifteki mit Feta gefüllt

Ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder etwas griechisch angehauchtes. Mit Feta gefüllte Bifteki.

Das Hackfleisch bereiten wir wie folgt zu:
Eine kleine Zwiebel in Würfelchen schneiden, drei Zehen Knoblauch darauf pressen. Würzen mit einem EL Oregano, je einem TL Zimt, Zucker, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer und Chili. 4 EL Semmelbrösel drauf, zwei Eier hineinschlagen und alles schön vermengen. Jetzt mit dem Hackfleisch (bei mir 600 gr.) gut durchmischen. Zur besseren Formbarkeit kommt das Fleisch wieder für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Die Ursuppe

Jetzt folgt die Bastelstunde: Wir teilen einen Fetablock in 12 Teile und essen vier davon, um sicher zu gehen, dass es sich um gute Qualität handelt. Jetzt wiegen wir die Hackmasse und teilen sie in acht etwa gleiche Portionen auf. Je einen Hackballen formen wir um ein Fetarechteck. Die Frikadellos ellenikos braten wir dann von jeder Seite in gut erhitztem Olivenöl (NICHT zu hoch, sonst kommt wegen der Rauchentwicklung womöglich die Tatütata) für jeweils 2 Minuten an und spedieren die Bifteki dann in eine Auflaufform, die wir für 20 bis 25 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen schieben.

Die Zwiebelwürfel sind heuer etwas grob ausgefallen…. 🙂

Schon fertig. Und soooo lecker. Dazu passen kalorienarme Pommes mit fettfreier Mayonnaise und ein Choriatiki. Das ist neunmalklug für griechischen Salat.

Kali orexi!

P.S.: Das 9-Euro-Ticket muss sich mal von mir erholen. Aber die nächste Reise kommt eher als vielleicht gedacht….

Kakao-Frischkäse-Blätterteiggebäck

Ihr Lieben,

wie immer habe ich viel zu viel Blätterteig im Kühlschrank, der muss doch auch mal für was Neues gebraucht werden. Daher gibt es heute Blätterteig mit Kakao-Frischkäse-Creme und gehackten Mandeln.

Die Schokocreme rühre ich aus 100 gr. Frischkäse, 2 EL Kakao und Puderzucker nach Gusto (bei mir 3 EL) an, 1 halber TL Vanilleessenz und eine Messerspitze Zimt kommen auch noch in die Masse. Den fertigen Blätterteig teile ich in zwei Hälften, bestreiche eine mit der Creme und lege die andere Hälfte darüber. Von diesem Viereck teile ich acht Streifen ab, die ich in sich verdrehe und dann zu einer Schnecke rolle. Die Schnecken kommen auf ein Backblech, werden mit einem verquirlten Eigelb bestrichen und mit gehackten Mandeln bestreut.

Für 20-25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Fertig. Nach dem völligen Auskühlen kann eine kleine Prise über das Gebäck gesiebter Puderzucker nicht schaden.

Wassermelonensalat mit asiatischem Dressing

Ihr Lieben,

der Hochsommer hat das Rheinland jetzt drei Tage in seiner tödlichen Umklammerung….. äh…. ups… da habe ich mich wohl von der Berichterstattung mitreißen lassen. Dennoch ist jetzt eine gute Zeit für einen erfrischenden Wassermelonensalat. Ist es eigentlich immer.

In einen Wassermelonensalat gehören, wer hätte es gedacht? Ah, Sie dahinten!, Wassermelonen. Die werden in kleine Würfel geschnitten und dann mit allem angereichert, was das Herz begehrt. Da ist Eurer Phantasie fast keine Grenze gesetzt. Ich wollte es schön bunt, habe gelbe Cherrytomaten, grüne Gurke (im Gegensatz zur Melone mit Schale), weiße Zwiebeln sowie Frühlingszwiebel hineingeschnibbelt. Ein paar Minzblätter kleinzupfen und unter alles heben. Vor dem Servieren kann man dann auch noch Cashewkerne oder gesalzene Erdnüsse drüberstreuen. Ich frage da immer nach, es haben viele eine Allergie. Granatapfelkerne machen sich auch prima. Klar, auch Koriander passt für…. igitt…. also für einige Menschen…. herrjeh…. wie kann man nur…. aber auch hier besser… puh… nachfragen. 🙂

Nützliche Küchengeräte, Teil 2714: Die Knollenreibe

Das Dressing machen wir wie folgt: Ein Stück Ingwer fein reiben, etwas eingelegte Chili sowie gepressten Knoblauch dazu und mit je einem Esslöffel Mirin, Sake, Sesamöl, Sojasauce und zwei Esslöffeln neutralem Öl aufgießen. Pfeffern und etwas süßen (honigen/ahornsirupen/zuckern, je nach Belieben). Ggf. mit einem winzigen Schluck Wasser strecken. Auch hier gilt: Man muss nicht nach Japan reisen, wenn man kein Mirin hat. Einfach ein bisschen Essig stattdessen, das Öl kann auch Nussöl sein. Der Alkohol verteilt sich sehr, größere Kinder sollten mitessen dürfen. Kleinere dann aber bitte nicht.

Das Dressing erst kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen. Und wer immer fleißig mitliest weiß, dass aus meiner Sicht der Salat nicht schwimmen darf. Hier noch interessant zu wissen: Wenn man das Dressing mit einem Löffel über die Portion träufelt und dann daruntermischt, kann man entscheiden, wie viel vom Ingwer-Knoblauch-Chili-Gemisch man haben möchte, denn die Feststoffe setzen sich im Glas unten ab. Ich mag es scharf. Ausreichend aromatisiert ist das Dressing aber auf jeden Fall.

Frisch und ein bisschen exotisch. Ich liebe es!

Faulenzerauflauf

(mit Hack, Kartoffeln, Möhren, Feta und Paprika)

Ihr Lieben,

heute war seit dem Aufstehen irgendwie Auflauftag. Mit Hackfleisch und Familienpackung Käse obendrauf. Kennt Ihr das auch? Wenn ich erst einmal eine fixe Idee habe, dann zementiert die sich im Laufe des Tages in meinem Schädel ein.

Als ich aber abends nach dem Einkaufen nach Hause kam, hatte ich gar keine große Lust*, hier Kartoffeln zu kochen, dort eine Tomatensauce zu machen und da Hackfleisch anzubraten. Ich tat, was faule Menschen am besten können – ich dachte mir eine zeit- und arbeitsparende Strategie aus: Alles kleinschneiden und roh in die Auflaufform, durchmischen und zipp-zapp in den Ofen.

Ich bin stolzer Besitzer eines Küchengerätes, das man grob mit „netter Schneider“ übersetzen könnte. Ich habe diesen Kauf nie bereut. Angeblich von UVP 29.999,99 Euro auf 35 runtergesetzt, mit 99 1/2 Funktionen, von denen ich aber nur wenige nutze. Ich jagte durch den großen Würfelschneider 2 große Kartoffeln, 3 mittlere Möhren, 3 große Tomaten, 1 grüne Paprika, 2 Zwiebeln, einen Block Feta und durch den kleinen Würfelschneider 3 Chilis und einen Soloknoblauch. Die kleinen Würfel hackte ich zusätzlich noch feiner. Alles ab in eine bereitgestellte Schüssel.

In einer Tasse vermengte ich dann Salz, Pfeffer, zweierlei Paprikagewürz, Zucker, Kreuzkümmel und Öl und rührte meine Gemüsewürfel mit diesem Dressing gut an. Dann zupfte ich einen Laib Hackfleisch über das Gemüse – dabei rührte ich ab und zu wieder um. Dann gab ich alles in eine Auflaufform. In der nun leeren Schüssel vermengte ich eine Dose passierte Tomaten mit Salz und Pfeffer, gab sie über den Auflauf und bedeckte alles mit einer Großpackung Emmentaler.

Die Würfel sind gefallen

Bei 200°C (ohne Vorheizen wegen der Energie) habe ich alles für eine Stunde erhitzt. Wenn der Käse zu dunkel wird, Aluhut…. äh…. folie drüber.

Zwar gibt es immer noch einiges zu tun, aber ehrlich: Das war ratz-fatz gemacht und schmeckte gar nicht mal so übel, auch ohne Röstaromen und sonstiges Gedöns 🙂 Und abgesehen von der Auflaufform habe ich nur einen Sparschäler, ein Brettchen, das Würfelwunder, ein Messer und eine Tasse dreckig gemacht.

Und wie üblich reicht es für eine ganze Kompanie.

*) Seit meiner Corona bin ich dauerschlapp, das geht aber anderen Menschen wohl auch so.

Dampfkartoffeln mit Räucherlachsquark

Ihr Lieben,

was, bitte schön, ist denn so schwer an so einem Rezept?, werdet Ihr Euch fragen. Ich antworte: Nix!

Ein bekannter Kölnischer Verlag forderte seine Leser mal auf, urkölsche Rezepte einzusenden. Daraus wurde ein Buch gemacht. Rezept Nr. 1: Leberwurstbrot. Und ja, das Rezept basierte auf gekauftem Brot und gekaufter Wurst.

Wir (wie, Ihr wart nicht alle dabei?) verrühren ein Päckchen Magerquark (250 g.) mit einem Päckchen Sahnejoghurt (150 g.), fügen einen Esslöffel Olivenöl, einen halben Teelöffel Salz, ein paar Umdrehungen mit der Pfeffermühle, einen halben Teelöffel Zucker, drei gepresste Knoblauchzehen sowie einen Esslöffel gehackten Dill hinzu. Gut verrühren und durchziehen lassen.

3 Eier hart kochen, zwei hacken und ab in den Quark. 100 Gramm Räucherlachs kleinschneiden und ab in den Quark.

Am Abend dann Pellkartoffeln dämpfen. Entsprechende Aufsätze gibt es für ’n Appel und ’n Ei. Sie schmecken so viel besser als gekochte. Durchschneiden, auf Teller anrichten, Quark drauf und mit Schnitzen aus dem übriggeblieben Ei und ggf. etwas Grünzeug dekorieren.

Ich mag das im Sommer gerne, heiße Kartoffeln mit kaltem Quark.

Haut rein!

P.S.: Und wenn man von allem etwas mehr macht, hat man für den nächsten Tag alles für einen leckeren Kartoffelsalat, indem man dann nur noch Radieschen, Paprika, Tomaten, Gurken etc. zum Quark hinzugibt, diesen etwas mit Milch verdünnt und Kartoffelwürfel hineinschneidet.

Und noch ein Hackfleischstrudel

Ihr Lieben,

ich habe hier schon einige Hackfleisch-mit-Teig-Rezepte eingestellt. Heute kommt eine weitere Variante dazu. Das besondere ist, dass das Hackfleisch diesmal nicht angebraten wird. Denn heute sollte es unkompliziert und schnell gehen.

Ich würfele je eine kleine rote Paprika, eine Zwiebel und vier Knoblauchzehen. Ab in eine Schüssel. Darauf einen großen Löffel Gemüsepaste, einen kleinen Löffel Chilipaste, einen Esslöffel Oregano, einen Teelöffel Salz, zwei Eier, 500 gr. gemischtes Hackfleisch und alles mächtig durchkneten.

Die Masse auf eine Blätterteigplatte aus der Kühlung streichen und locker zusammenrollen. Enden verschließen. Den Strudel mit verquirltem Eigelb bestreichen, oben einschneiden und 45 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen.

Schon fertig 🙂

Eignet sich auch prima als kaltes Buffet-Mitglied.

Tagliatelle alla quarantena

Ihr Lieben,

heute mal improvisiert, ich musste ja nehmen, was im Hause war. Und da es erstaunlich lecker für so eine einfach Sache war, hier das Rezept in Kurzfassung.

Tagliatelle al dente kochen. In der Zwischenzeit einen Block Gorgonzola „piccante“ mit 100 ml süßer Sahne und 100 ml Milch bei niedriger Hitze schmelzen. Paprikawürfel und Schinkenwürfel rein, grob pfeffern („Da, nimm das, Du Nudelsoße!“ ist grob genug). Die Nudeln mit einer Kelle Kochwasser reinrühren, einmal unter Aufkochen umrühren und voilà…. Schnittlauch drüber und verputzen.

Nicht der Welthit, aber für den minimalen Aufwand ein guter Seelentröster.

Bananenscherbett

Ihr Lieben,

zur Zeit liege ich ja flach und darf wegen der Quarantäne auch nicht aus dem Haus. Und wegen des Fiebers, das bei der sommerlichen Hitze in meiner Wohnung besonders angenehm ist, war mir soooo nach einem Eis. Schnell zum Kiosk? Nee, nicht drin! Aber, warum nicht selbst eins kreieren, wenn auch erst für den Tag danach? Mal sehen, was ich im Kühlschrank habe.

Ich habe mein geeistes Bananenpüree mit Auguste gemacht, es geht aber auch mit jedem anderen kraftvollen Mixer. Für eine große Einzelportion (sic!) habe ich 2 Bananen in kleine Stücke geschnitten und in den Froster gelegt. Am kommenden Tag gab ich dann 3 Esslöffel Puderzucker*, ein Päckchen Vanillezucker und die gefrorenen Bananenstücke in den Mixer, dazu einen Schuss süße Sahne. Mix it, mix it, mix it, mix it, Baby!! Sukzessive so viel Sahne dazugeben, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist. Bei mir war es mit ca. 75 ml ein bisschen zu flüssig für den Direktverzehr, da habe ich die Masse nochmal für drei Stunden in den Gefrierschrank gegeben. Wer mag, kann noch Minze mit reinmischen, eine Prise Zimt, Rumrosinen, Tonkabohnenabrieb (das tat ich) oder Mandelstifte. Der Phantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt (Rosenkohl?).

Resümee? Sehr süß und dennoch viel zu wenig! Und warum Scherbett? Weil ich das Wort lustiger finde als „Halbgefrorenes“.

Euer Gerry

*) Auguste und seine Verwandten können auch Kristallzucker verwenden, der zuerst ohne Beigabe zu Puderzucker pulverisiert wird.

Vanillepudding

Ihr Lieben,

vor einiger Zeit machte ich Käsekuchenmuffins mit Tütenpudding. Die haben mich geschmacklich ja nicht so überzeugt, die Tütenware schmeckte doch arg heraus. Und gestern musste ich etwas mit Blätterteig machen, denn der stand kurz vor dem Verfallsdatum. Also buk ich aus dem Teig kleine Schälchen und füllte sie mit am Abend vorher gezuckerten und daher gut durchgezogenen Erdbeeren. Hm. Ganz nett, dachte ich, aber mit Pudding wären sie noch besser geworden.

Tja, Puddingpulver aus der Fabrik ist eigentlich nichts anderes als eine Mischung aus Zucker, Stärke, mehr oder weniger künstlichen Aromen und allen möglichen E-Zusatzstoffen. Pudding wurde früher mit fast genau diesen Zutaten gemacht, nur musste man abwiegen (dafür war dann nix mit „E“ drin). Ein Dr. aus Bielefeld hat das Abwiegen übernommen und alles in Tütchen gepackt. Damit ist der Mann stinkreich geworden.

Eine Packung Stärke gibt es für etwa 60 ct. Zucker hat man daheim und Vanilleextrakt oder -stangen sowie Eier finden sich auch immer im Vorratsschrank. Also: Let’s make Pudding!

Eine Grammwaage ist ein gute Investition 🙂

Ich setze 400 ml Milch auf dem Herd auf. Während die erhitzt wird, rühre ich weitere 100 ml Milch mit 35 Gramm Speisestärke und 25 Gramm Zucker glatt. Ich gebe dann noch ein Eigelb hinein sowie anderthalb Teelöffel Vanilleextrakt. Noch einmal glattschlagen. Die Milch nach Erreichen der Kochtemperatur vom Herd ziehen und die Mischung mit dem Schneebesen darunter schlagen. Wieder auf den Herd und einmal ganz kurz aufkochen lassen. Herunter nehmen, in Schälchen oder eine Schüssel abfüllen und abkühlen lassen.

Dieser Pudding ist dann sturzfest. Wer ihn lieber etwas cremiger mag, nimmt nur 20 bis 25 Gramm Speisestärke und rührt am Schluss noch etwas Sahne unter die Puddingmischung. Statt Vanilleextrakt gehen auch ein gestrichener Esslöffel Kakaopulver oder eine Handvoll gemahlene Mandeln (dann aber auch wieder etwas weniger Stärke nehmen).