Epilog: Das Resümee

Ihr Lieben,

was für eine Reise das war! Ich bin immer noch dabei, zu begreifen, was ich alles erlebt habe. Es ging alles Schlag auf Schlag, es gab Dutzende von Highlights und alles war so unterschiedlich, dass ich gedanklich etwas aus dem Tritt bin. Tiere, Städte, Kultur, Naturschauspiele und das ganze drumherum.

Wer eine solche Reise unternehmen möchte, muss sich natürlich im Klaren darüber sein, dass es unterschiedliche Komfortstufen gibt. Ich denke, für mein Geld habe ich adäquat etwas geboten bekommen, wobei mit wenig Aufwand eine Verbesserung bei den kleinen Mängeln durchaus umsetzbar wäre. So sollte man sich bei den Safaris mehr an den Zeiten der Tiere orientieren als an denen der Menschen. In der Mittagshitze durch einen ausgestorbenen Park zu gurken, ist vielleicht nicht das Sinnvollste, was man machen kann. Und wenn man schon in einer Großstadt campiert, sollte die Lodge nicht kilometerweit vom Zentrum entfernt liegen. Dies als Beispiele.

Richtig enttäuscht war ich nur von zwei Lodges, da sie im Nirgendwo lagen und es kaum etwas zu unternehmen gab. Dann sollte wenigstens das WiFi funktionieren, damit man andere Stationen der Reise besser vorbereiten kann.
Das Konzept der Reiseleitung kam der Gruppe auch ein wenig merkwürdig vor. Wir sind ja etwa 4.500 Kilometer durch die Gegend gepest. Wenn dann der Fahrer gleichzeitig Reiseleiter ist, aber in einem Führerhaus ohne Verbindung zum „Anhänger“ sitzt, bekommt man naturgemäß wenig erläutert. Die Köchin, deren Dienste ich bei den Mittagessen wegen meines Reizdarms leider kaum in Anspruch nehmen konnte (wofür diese ja nun nichts kann), sollte als Co-Reiseleitung fungieren, saß aber auch im Cockpit vorne drin. Eine deutschsprachige Reiseleitung im Bus wäre von vielen Mitreisenden sehr begrüßt worden. Ich möchte dennoch festhalten, dass Dumile und Jenny wirklich von morgens bis abends für die Gruppe gewulackt haben. Nicht nur mit Fahrerei und Kocherei, sondern auch mit Ausflugsplanung, Ein- und Ausreiseformalitäten erledigen, Einkaufen, verlorene Gegenstände wiederbeschaffen…

Was die langen Fahrzeiten angeht: Der Bus war eine Klapperkiste, die aber erstaunlich milde mit meinem Rücken umging, und das trotz vieeeeeler Schotterpisten. Wir erinnern uns: African Massage. Wirklich bandscheibengeschädigte Personen sollten sich aber gut überlegen, was sie sich zumuten wollen. Dennoch kann man auch im Bus noch nachbessern: Es sind ein paar Armlehnen abgefallen, der Feuerlöscher hatte keinen Schlauch und die Campingausstattung war auch etwas klapprig. Im Bus gab es eine große Kühlbox, die immer mit Kühleis nachgefüllt wurde. So hatte jeder auch eigene kühle Getränke (oder auch mal vergammelte Weintrauben) zur Hand.

Wie läuft das eigentlich mit den sanitären Bedürfnissen? Nun, es gibt ab und zu Toiletten, die man anfahren kann, aber in der Regel ist bushy-bushy angesagt. Frauen nach links, Männer nach rechts. Ich muss das doch hoffentlich nicht genauer ausführen? Klappt auf jeden Fall auch.

Die Gruppe war super. Natürlich hatte ich Lieblinge und die ein oder andere Person hat mal genervt (ich sicherlich auch), aber insgesamt stimmte es schon alles. Man muss da halt auch mal fünfe gerade sein lassen. Hier mal ein großes Dankeschön an meine 19 Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Zahlen gefällig? Also, ich erwähnte es bereits, wir sind irgendwas um die 4.500 Kilometer gefahren, ich habe nicht wirklich genau immer die Routen verfolgen können. Wir saßen 26 Stunden im Flugzeug und hatten mehrere Stunden Warte- und Umsteigezeiten an Flughäfen. Die Reise an sich beinhaltete 18 Tage. Ausgegeben habe ich insgesamt einen einigermaßen stolzen Betrag von etwa 6.000 Euro, da waren aber auch die Sitzupgrades für Ethiopian Airlines *räusper*, die Kleinflugzeug- und Hubschrauberflüge, Jeepfahrten und Eintrittsgelder drin sowie die ganzen Abendessen, Einkäufe, Barbesuche, Trinkgelder und Tonnen von manchmal leicht überteuerten Souvenirs.

In der Vorbereitung habe ich auch so einiges ausgegeben. Eine neue Tasche musste z.B. her, aber die kann ich ja jetzt noch Jahre benutzen. Die reisemedizinischen Kosten waren auch happig. Für 8 Impfungen und Malariaprophylaxe habe ich über 800 Euro ausgegeben. Diese Kosten hat mir aber meine fantastische Krankenkasse (ja, das muss mal sein) KOMPLETT erstattet.

Wie die Lodges waren? Da habe ich eine kleine Unterseite eingerichtet, denn nicht jeder interessiert sich für Betten und Klos. Aber hier bekommt Ihr einen leichten Überblick:

Und hier sind dann noch wirklich alle (!) Fotos der Reise zu sehen, völlig unsortiert, und es sind nicht wirklich wenige; wenn man ein Rhino mit Tele scharf geschossen haben will, braucht es eben 250 Versuche. Und die Klos sind auch dabei :-):

http://cloud.gerrys-welt.de/index.php/s/Do5HaCySZoAZYYB

Irgendwann werde ich die Bilder aber mal auf ein erträgliches Maß zusammenstreichen. Zur besseren Vorschau kann man übrigens oben rechts die vier kleinen Quadrate anklicken, dann hat man eine Rasteransicht.

Wenn Ihr irgendetwas wissen wollt, was diese Reise angeht und Euch brennend interessiert, dann lasst es mich wissen. Ich beantworte gerne alle Fragen, die Ihr habt. Ich würde die Reise wieder machen, sie war absolut genial, auch wenn ich manchmal ein ganz klein bisschen motzig im Tagebuch rüberkam.

Meine nächste große Reise wird im Dezember sein, denn da habe ich wieder Urlaub. Wohin und wie lange und wann genau muss ich noch herausfinden. Ich hoffe aber wieder auf viele Mitreisende!

Alles Liebe und Gute Euch!
Euer

2 Gedanken zu „Epilog: Das Resümee“

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