Tag 5: Noch mehr Markt, noch mehr Meer

Buenas noches, Señoras y Señores!

Zuallererst einmal einen herzlichen Glückwunsch an meinen Papa, der heute in Lüneburg und Umgebung seinen Geburtstag feiert. Alles Liebe und Gute Dir für das neue Lebensjahr!

In der Nacht und in der Früh hat es wieder geregnet und es sah auch nicht vielversprechend für den weiteren Tag aus. Unabhängig voneinander sind Stephan und ich daher schwer in die Gänge gekommen und haben uns erst um 11:15 Uhr auf den Weg nach Sineu gemacht, wo mittwochs einer der größten und in sämtlichen Reiseführern empfohlenen Märkte der Insel stattfindet.

Mercat de Sineu

Sineu liegt in Zentralmallorca, eine größere Stadt, die sich aber nicht wirklich von anderen hier unterscheidet. Man baut in Ocker, man baut eng, man baut rund um die Kirche. Aber sehr schön. Und es war natürlich recht voll an diesem Tag. Der Markt ist auch wirklich attraktiv, zumal es etwas aufklarte; es gibt allerhand Tinnef, aber auch hochwertige Waren und Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Honig und Marmeladen und Schnäpsken. Wir liefen alles ab, aßen im Vorbeigehen eine Ensaimada „Lisa“ mit Orangenmarmelade, wagten einen Blick in die Kirche, stöberten in einigen Geschäften und…

Achtung! Fake news! Dieses Auto steht nicht in Sineu, sondern in Colònia de Sant Jordi! Aber Ihr solltet ja mal unseren Westentaschenporsche sehen.

…fanden dann am Ende unser Auto nicht auf Anhieb wieder. Bisher haben wir immer eine Markierung in Google Maps gesetzt, wenn wir irgendwo parkten, aber diesmal… nunja. Aber gemeinsam haben wir uns an Punkten, die wir erkannten („Guck mal da, die alte Ente“ – hier ist übrigens die von Citroën gemeint, obwohl die Vorstellung einer alten Ente, die dort den ganzen Tag sitzt und sich die Federn putzt auch etwas hat – oder „Hier ist die Schreinerei“) Gasse für Gasse zu unserem Auto zurückerinnert. Also, liebe Kinder, immer besser eine Markierung vornehmen!

Gasse in Sineu

Wir fuhren dann an die Ostküste nach Portocolom, wir haben uns aber mehr oder weniger wahllos für diesen Ort entschieden als ein Beispiel für einen der vielen kleinen touristischen Flecken dort. Er ist ganz nett, eine Bucht, ein paar Schiffchen und ein bisschen Gastronomie.

Portocolom

Wir aßen wirklich leckere Tapas im Restaurant Florian. Insbesondere die Lammspießchen mit Soße fand ich unglaublich gut. Noch während des Essens wurde es sehr dunkel am Horizont, Blitze zuckten und es donnerte dann auch entsprechend. Wir wurden von der Chefin des Restaurants informiert, dass es in Bälde sehr, sehr nass werden würde und so entschlossen wir uns, weiter zu fahren.

Más tapas: Boquerones de bacalhau, chorizo con cebollas caramelizadas, sardinas en vinegra y pinchos de cordera

Auf dem Weg nach Colònia de Sant Jordi hat es dann auch mal etwas heftiger geregnet, aber wir fuhren dann doch wieder Richtung blauer Himmel und Sonnenschein. Colònia de Sant Jordi wurde in meinem Reiseführer wegen der schönen Promenade gelobt. Ansonsten ist es ein reiner Touristenort. Wir mochten es dort. Wir nahmen einen Kaffee zu uns und glotzten den vorbeiflanierenden Menschen hinterher. Das Lästerpotential war eher gering, was aber ja auch mal ganz schön ist.

Colònia de Sant Jordi

Dann fuhren wir wieder nach Palma, wo Stephan mich vor der Haustüre absetzte und direkt weiter nach Can Pastilla fuhr. Ich habe mich bei strahlendem Sonnenschein dann wieder auf die Dachterrasse gesetzt.

Alles in allem war es ein sehr entspannter Tag. Man ahnt auch gar nicht, wie befreiend es sein kann, zu wissen, dass man nichts kaufen darf, weil man kein Aufgabegepäck gebucht und das Handgepäck schon das maximale Gewicht hat. Also keine Vasen, keine eingelegten Nüsse und keine von mallorquinischen Designern unter Wasser geklöppelten Weihnachtspullis. Mal gucken, wie das am Freitag wird, wenn wir – da das Auto dann nicht mehr zur Verfügung steht – in Palma eine Shopseeingtour machen. Ob es da beim Seeing bleiben wird? Es werden noch Wetten angenommen!

Morgen geht es aber erst einmal – so zumindest die Planung – zur Westküste nach Deià und drumherum.

Hasta mañana, si queréis!

Euer Gerald

Das war gestern 🙂 Heute bin ich schon wieder einen Tag älter.

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