Orangenschnaps

Ihr Lieben,

wie Ihr ja vielleicht wisst, ich habe einen Orangenbaum adoptiert, ich habe nun Früchte ohne Ende, die ich mir von der zugehörigen Crowd-Farming-Farm schicken lassen kann. Sie sind herrlich saftig und sehr aromatisch. Ich habe schon Orangenkuchen damit gemacht, sehr viele gegessen und auch viele verschenkt. Für Saft sind sie eigentlich zu schade, aber auch der schmeckt ausgezeichnet.

Schon bei Wilhelm Busch heißt es: „Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“. Daher gibt es heute Orangenaufgesetzten! Nur wollen wir dabei nicht unser Leben lassen, wie Buschs fromme Helene. Dazu nehme ich mir 9 kleine und 3 große Früchte. Alle heiß waschen und dann mit einem Sparschäler oder Zestenreißer viel Schale abschneiden, aber mit möglichst wenig weißer Haut. Bei mir ergab das 400 Gramm, also für jede der drei Karaffen 135 Gramm Zesten. Hinein damit, ebenso wie mit den neun kleinen, komplett von Schale befreiten, in grobe Stücke zerteilen Orangen. Je 3 pro Karaffe.

Dann presse ich die drei großen Orangen aus und köchelte den Saft mit 100 Gramm braunem Rohrzucker und 200 Gramm weißem Zucker bei mittlerer Hitze auf dem Herd ein, um den Zucker aufzulösen. Den so entstandenen „Sirup“ zu gleichen Teilen über die Orangenbestandteile in den Karaffen gießen. Jetzt alle Karaffen mit Korn auffüllen. Bei mir waren das zwei Liter. Mit einem langen Löffel umrühren, Deckel drauf und mit einem – bitte nicht lachen – Einmalhandschuh überziehen, damit nicht so viel Luft drankommt oder, noch viel schlimmer, es zu viel „Angel’s Share“ gibt; den verdunsteten Alkoholanteil bei der Whiskyherstellung nennt man so. Klarsichtfolie geht natürlich auch oder man nimmt direkt ein fest verschließbares Gefäß (ich hatte kein freies zur Hand).

Auf die Fensterbank stellen, Wärme und Licht tun dem Likör nix, ab und zu umrühren und nach etwa einem Vierteljahr (Kostprobe nehmen) abseihen und in kleine Fläschchen zum Verschenken füllen und in große zum Selbstverzehr 🙂

Prösterken!

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