Zieh mich hoch

Ihr Lieben,

das war mal eine nette Woche. Am Dienstag habe ich liebe Nachbarn im „Bräues“ in Deutz getroffen. Petra S. hat einen „niemals geht man so ganz“-Moment initiiert, wo sich Mitglieder der Petitionsgruppe mit mir trafen. Ehrlich? Die sind so nett, die verliere ich nicht aus den Augen. Ich hatte Schnitzel mit Omas Kartoffelsalat. Das Ding war so groß wie ein Fußballplatz und die Mayonnaise keineswegs kalorienreduziert.

Ich bin ja ein großer Fan von Lebensmittelrettung. Da gibt es in Köln so einige Läden, die da mitmachen. Unter anderem Lokalmatadoren (Wortspielchen), wie das Café Riese. Seit zwei Jahren versuche ich, da mal einen Tortentüte zu erwischen, am Mittwoch hat es endlich mal geklappt. Es ist unglaublich, wie viele Menschen da bei Ladenschluss Schlange stehen, um Lebensmittel einzusammeln, die sonst in den Müll wandern würden. Klar, das kostet immer noch was, ist aber i.d.R. ein Drittel des Normalpreises. Einziges Manko bei der Aktion (bei der sich auch Supermärkte und Bäckereien beteiligen): Man muss es über eine App ordern, bei der eine Kreditkarte hinterlegt ist. Für manche Menschen vielleicht ein Ausschlusskriterium.

Am Donnerstag war ich in der sehr verspäteten Mittagspause (so um 17 Uhr) beim REWE in den Opernpassagen. Als ich wieder nach oben in die Firma fahren wollte, schallte es von hinten: „Kennen wir uns nicht, junger Mann?“. Und da standen meine neuen Vermieter. Wir haben nett ein bisschen geplaudert. Am Dienstag kommender Woche sehe ich sie bei der Wohnungsübergabe. Wie es denn liefe? Ich erwähnte meine Schwierigkeiten mit Terminvereinbarungen und Providerumzug. Ja, es gibt Neuigkeiten von der Internetfront.

Ich rief nämlich die Nummer aus der „Bitte-bleiben-Sie-doch“-Mail an. „Aha. Na sowas. Neinnein“. Alles falsch, was man mir im Laden anbot. Langes Rubbeln, kurzer Dschinn: Ich zahle jetzt erst einmal 10 Euro weniger pro Monat als jetzt. Dann kommt es nach zwei Jahren allerdings dicke. Hm. Schau’n wir mal. Ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne: Wieso erst vergrätzen und dann hinterherlaufen? Was ist das für ein Geschäftsmodell?

Luis hat zwar erst nächste Woche Geburtstag, aber er feierte gestern schon ein bisschen vor. Was in anderen Ländern gang und gäbe ist, wäre bei uns undenkbar. VORHER GRATULIEREN?? DAS BRINGT UNGLÜCK!!!! Er bekommt die umzugsbedingt aussortieren Alkoholika von mir, außerdem habe ich ihm dieses wirklich leckere Erdbeer-Tiramisu und einen Salat gemacht:

Mein Trockner macht jetzt gar nichts mehr, das ist schön zu wissen, wenn man gerade ZWEI Ladungen Wäsche hat. Ich bestellte mir Samstagabend daher eine neue Maschine an die neue Adresse. Angeblich werde ich von der Spedition kontaktiert, wann die kommen. Geplant ist Dienstag. Da ich da Erfahrungen habe, räusper, bin ich gespannt. Eine Waschmaschine ist dann auch dabei, denn die zickt auch schon rum. Nach 15 Jahren guter Dienste okay. Eine Reparatur wäre identisch mit dem Neukaufspreis. Zwei Tage hing dann die nasse Wäsche in meiner Wohnung rum. Bisschen nervig.

Heute hatten wir dann Doppelkopfrunde. Ich war hin- und hergerissen, ob ich die Zeit nicht besser nutze, um mit meinem Umzug weiter zu kommen, aber ich sehe die Runde ohnehin schon nicht oft, außerdem waren es nur ein paar Stunden am Nachmittag. Ich habe mich sogar einigermaßen gut geschlagen. Zuerst bin ich allerdings zur falschen Adresse gegurkt. Das passiert, wenn man Chatgruppen auf stumm schaltet :-). Man hatte sich nämlich vertagungsortet. Jaja, das Wort existiert! Der Fahrer hatte auf dem Rückweg nach Hause nigerianische Musik laufen und sang auch ein bisschen mit, so hatte ich noch ein kleines Konzert. Schöner Sonntag! Zumal es auch Waffeln mit Kirschen und Sahne gab!!

So langsam geht es jetzt in die heißen Wochen. Dienstag ist Wohnungsübergabe, ab da wird gerödelt. Mitte April wird es noch einen Flohmarkt in der alten Wohnung geben. Bin gespannt, was ich für einen Preis erziele.

Bis bald, Ihr Lieben, Euer

Das Riesenschnitzel.

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