Powidl (oder „Die Nacht, in der mein Haar ergraute“)

Ihr Lieben,

neinneinnein, Powidl ist kein Unsinn à la cofveve, wie berüchtigte, demente Präsidenten vor sich hin sabbeln. Powidl ist ein österreichisches Lehnwort aus dem Tschechischen. Das dortige Povidla heißt schlichtweg Pflaumenmus.

Das besondere daran ist, dass es stundenlang ohne Zucker und Geliermittel gekocht werden soll, bis es eine fast schon zähe Konsistenz habe und kaum noch Restfeuchte enthalte. Das verstärke das Aroma der Zwetschgen oder Pflaumen sehr. Verfeinert würde mit etwas Zimt, einer Prise Nelkenpulver, einem Spritzer Zitronensaft, einem Tütchen Vanillezucker und einem Schuss dunklen Rum.

Wenn man jetzt nicht 6 oder 7 Stunden am Herd stehen wolle, denn der Powidl muss ununterbrochen gerührt werden, könne man auch einen Auguste (so heißt meine Kochmaschine) benutzen. Das würde Stunden sparen! Soweit jedenfalls die Behauptung.

Was soll ich sagen? Schon Nostradamus riet davon ab, alles zu glauben, was im Internet geschrieben steht. Also. Hier die Zeugenaussage:

Ich metzelte 2 kg Pflaumen auf Stufe 7 für 10 Sekunden hin (in zwei Tranchen), und ließ diese sodann mit Rückwärtslauf 4 Stunden kochen, jetzt schon mehr als verlangt. Dabei deckte ich das Deckelloch die ganze Zeit nur mit einem Sieb bzw. gar nicht ab, damit die Flüssigkeit verdampfen konnte. Das Mus wurde nicht dicker. Ich durchforstete das Internet. Apfel dazureiben. Okay. Ich rieb einen Apfel dazu (wegen der Pektine, die wie Gelatine wirken). Es wurde etwas besser. Ich gab Geschmacksbooster dazu und ließ es eine weitere halbe Stunde kochen. Es schmeckte furchtbar, die Nelke kam so was von durch. KI befragt. Mehr Zimt, mehr Limette, etwas Rohrzucker). Noch einen Apfel. Aber dicker wurde es nicht. Weitere 45 Minuten. Es tat sich was. Jetzt hatte ich auch langsam die Lust verloren.

Ich gab die Masse in heiß ausgespülte Gläser geben und verschloss sie. Dann leckte ich Trichter und Schüsseln aus. Boah ey! So einen konzentrierten Geschmack hatte ich lange nicht mehr. Definitiv nicht zum reinen löffeln, aber auf Brötchen oder in Knödeln garantiert der Hammer.

Mein Zwetschkenröster für den Kaiserschmarrn habt Ihr ja bestimmt schon gesehen 🙂

P.S.: Mein Haar war ja schon grau. Ich bin nur großer Kishon-Fan und wollte mal was von ihm verwursten. 🙂

Thunfisch-Tataki mit Kartoffelsalat

Ihr Lieben.

Heute gibt es Cross-Fusion-Food oder wie auch immer das heißt. Wir braten Thunfisch auf japanische Weise und kredenzen dazu einen internationalen Kartoffelsalat.

Die Kartoffelsalatbasis kann man schon am Vortag zubereiten: Ein Kilo Drillinge werden geputzt und in reichlich gesalzenem Wasser gegart, sodann gepellt und in Stücke oder Scheiben geschnitten. Während der Garzeit rühren wir ein Dressing an. 3 EL Sesamöl, 3 EL Reisessig, 1 EL Mirin, 1 EL Sojasauce, 1 TL geriebenen Ingwer, 1 TL geriebenen Knoblauch, 1 TL helle Miso-Paste, 1 TL Zucker und 1 TL gemahlener schwarzer Pfeffer werden verrührt und über die noch warmen Kartoffelscheiben gegeben. Kaltstellen.

Eine Stunde vor dem Servieren eine kleine Schale kurz blanchierter Edamame sowie eine Handvoll Frühlingszwiebelringe sowie bei Bedarf noch einmal die Hälfte des o.g. Dressings dazugeben.

Die Thunfischsteaks sollten nicht zu dünn sein. Pro Person ein 220-250-Gramm-Stück. Die Steaks werden in eine Mischung aus weißem und schwarzem Sesam gedrückt und bei sehr hoher Temperatur mit hocherhitzbarem Öl (Raps z.B.) für 1 Minute scharf angebraten. Wenden, eine weitere Minute braten. Auf eine vorgewärmte Platte geben. Dazu reichen wir eine kalte Sauce aus 4 EL Sojasauce, 2 EL Reisessig, 1 EL Mirin, 1 EL Sesamöl, 1 cm frischer geriebener Ingwer sowie 1 Prise Zucker. Ja, fast so, wie das Salatdressing.

In Restaurants schneidet man die Steaks ja oft fächerartig auf, beträufelt sie in der Küche und bringt sie dann zum Gast. Ich mag meine Gäste in der Regel und bringe ihnen das Steak unaufgeschnitten und warm. Jeder kann sich dann so viel Sauce über das Steak träufeln, wie er/sie mag.

Ich kaufte fertigen Wakame, den gab es auch dazu. Die Gäste waren begeistert, wie die Kommentare beweisen. WIE DIE KOMMENTARE BEWEISEN, SAGTE ICH!!!

Als Vorspeise gab es übrigens Sommerrollen, als Dessert Kaiserschmarrn.

Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster

Ihr Lieben,

noch nie habe ich mich an einen Kaiserschmarrn herangetraut. Auf Bluesky dann habe ich gesehen, wie jemand Powidl präsentierte, ein lange eingekochtes Pflaumenmus. Ich hatte welche, die wegmussten und suchte nach anderen Verwendungsmöglichkeiten und stieß auf Zwetschkenröster, als Beilage zu Kaiserschmarrn. Los geht’s:

Den Röster habe ich am Vortag vorbereitet. Eine Schale Pflaumen (vermutlich 1 kg) gewaschen, entsteint und geviertelt, 1 Zimtstange sowie 2 Gewürznelken (an einem Küchenzwirn befestigt, um sie besser rausfischen zu können), 75 Gramm Rohrzucker, 100 ml Wasser und 50 ml dunklen Rum in einen Topf geben, aufkochen lassen, 15 Minuten bei reduzierter Temperatur weiterschmurgeln lassen. Fertig. Gewürze raus, umfüllen und ab in den Kühlschrank.

So weit soll er ungefähr heruntergekocht werden, bisschen stückig muss bei mir sein.

Am Tag der Herstellung 4 Eier trennen, aus dem Eiweiß festen Eischnee schlagen. 150 Gramm Mehl, 50 Gramm Zucker, die 4 Eigelbe, einen Beutel Vanillinzucker, 1 Beutel Backpulver und eine Prise Salz mit 250 ml Milch verquirlen, bis ein klumpenfreier Teig entstanden ist. Den Eischnee unterheben. Für das Ausbacken bei recht hoher Temperatur 3EL Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, den Teig hineingeben und die Unterseite fest und braun werden lassen (aufpassen, dass nix verbrennt), wenden und diese Seite ebenfalls fest und braun werden lassen, Kurz vor Ende damit beginnen, den Pfannkuchen auseinanderzurupfen.

Das mit dem Rupfen muss ich noch üben…

Ab auf die vorgewärmten Teller (50°C im Backofen), mit dem Pflaumenzwetschger servieren. In den Teig kommen wahlweise auch noch Rosinen, die würde ich aber selbst nur verwenden, wenn ich statt Pflaumen Apfel als Kompott oder Vanillesauce dazureichen würde.

Die Plan-B-Torte à la Eissplitter

Ihr Lieben,

am Sonntag war Kaffekränzchen angesagt und man wünschte sich Torte von mir. Oliver machte Waffeln, Jacob buk Brownies. Ich entschied mich für Eissplittertorte. Die ist (eigentlich) recht einfach und kommt bei so einem Wetter natürlich wie gerufen.

Eigentlich.

Eigentlich zerbröselt man 200 gr. Baisers, hebt 200 gr. Zartbitterschokolade und 100 gr. Krokant unter. Dann schlägt man 800 ml Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker auf und hebt die Bröselmischung unter. Ab in die Springform (mit oder ohne Keksboden) und in den Froster.

Tja, wenn denn dann die Sahne nicht nach wenigen Sekunden im Mixgerät verklumpt, halb geronnen, halb Butter geworden ist. Was nun?

Ich hatte noch drei Packungen 40%-Quark und einen Becher Schmand. Die rührte ich mit zwei Vanillezuckerpäckchen, etwas Gelatine-Fix und einem Schuss Licor 43 zusammen und hob die Bröselmischung hier unter.

Es ist natürlich keine Eissplittertorte, aber es erinnerte doch stark daran und hat allen geschmeckt. Und wenn alles klappt, ist das auch in 10 Minuten fertig. Ich habe es natürlich geschafft, die Küche komplett zu verwüsten. Aber keine Sorge, ich habe sie einfach zugemauert.

Viel Spaß beim Nach“backen“.

Matjessalat auf Toast

Ihr Lieben,

hier wäre ein „Mist-am-Platz“-Bild gut gewesen, das habe ich aber versäumt, aufzunehmen. Darunter hätte gestanden: „Alles Feste würfeln, alles Unfeste verquirlen, dann zusammenrühren.“ Und fertig wäre der Matjessalat.

Aber auch so bleibt das Rezept kurz:

  • eine Packung Matjes,
  • einen säuerlichen Apfel,
  • eine weiße Zwiebel,
  • eine Hand voll Cornichons und
  • drei oder vier Stängel Dill

würfeln bzw. hacken und mit

  • einem Becher Schmand,
  • einem halben Esslöffel Senf,
  • einem Schuss Essig,
  • einem Schuss Sonnenblumenöl

sowie Salz, Pfeffer, Zucker, Chili (oder Cayennepfeffer) und einem Spritzer Zitrone verrühren. Falls zu dick, etwas Milch beigeben.

Fertig! Schmeckt prima auf gebuttertem und mit Salatblatt belegtem Toast.

P.S.: Mein Kartoffel-Matjes-Salat schmeckt übrigens auch gut 🙂

Hühnerfrikassee

Ihr Lieben,

gleich wird es einige von Euch schaudern, daher die Vorwarnung: Hühnerfrikassee wird in unserer Familie seit den punischen Kriegen mit Dosen- und Glasgemüse gekocht. Und ohne Kapern. Schlimm. Kann man aber dennoch sehr gut essen…

Wir fangen damit an, ein mit Wasser bedecktes Suppenhuhn zum Kochen zu bringen. Im Kochwasser dabei: eine Packung geputztes und zerteiltes Suppengrün, eine geviertelte Zwiebel, ein (oder zwei) Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner und ein kräftiger Esslöffel grobes Salz. Wenn’s brodelt, so weit herunterstellen, dass es nur noch simmert. Nach etwa 100 Minuten das Huhn aus der Brühe (diese aufheben!) angeln, erkalten lassen und das enthäutete und von den Knochen gelöste Fleisch dann in mundgerechte Stücke zupfen.

Jetzt wird eine Mehlschwitze zubereitet: 45 Gramm Mehl und 45 Gramm Butter* zusammen schmelzen, dabei kräftig mit dem Schneebesen dazwischengehen, um Klümpchenbildung zu vermeiden. Peu à peu mit einem dreiviertel Liter der Brühe auffüllen, dabei kräftig weiterrühren, 10 Minuten köcheln lassen. Einen Becher Sahne dazugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zucker und einem Spritzer Zitrone würzen. Jetzt das Huhn, ein kleines Glas abgetropfte Spargelköpfe, eine kleine Dose abgetropfte Möhrchen mit Karotten sowie die abgetropften Champignons aus dem Glas dazugeben. Kurz alles erhitzen, abschmecken, fertig. Wer’s glänzend haben will, kann noch ein Eigelb mit ein bisschen der Sauce verrühren und dann dazu geben. Aber Achtung, das Eigelb gerinnt leicht.

Gegessen wird es mit Reis oder in Blätterteigpastetchen serviert, keinesfalls die Petersilie sowie einen Spritzer Wosterche… Wershist… Worchoche… Maggi** darauf vergessen!

*) Dünne Sauce je 30 , mittlere je 40, dicke je 50 Gramm.

**) natürlich weiß ich, wie man Wostchersherster-Sauce schreibt!!

Rhabarberkompott mit Vanille-Creme

Ihr Lieben,

in Dublin hatte ich ja letzten Sonntag ein „industriell“ hergestelltes Rhabarbermus mit Custard. Das fand ich schon sehr lecker, dachte aber, das kann ich noch besser. Als Kind hatten wir oft Rhabarberkompott, heute ist es ja ein viel zu unterschätztes Gemüse. Yep, Gemüse, gehört zu den Knöterichgewächsen, wie auch Buchweizen oder Sauerampfer.

Leider erwischte ich nur mäßige Qualität (die Saison ist ja auch fast um) und musste viel schnibbeln. Die Schale kommt bei mir ohnehin immer ab, da sitzt die meiste Oxalsäure drin. Ich schneide kleine Würfel, ich mag das Kompott eher zerkocht als stückig. Los geht’s:

750 Gramm Rhabarber in kleinen Würfeln in einen Topf geben und 50 Gramm Rohrzucker, zwei Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz und eine halbe Tasse Wasser dazu. So lange zum Kochen bringen und dabei öfter umrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Auch Freunde der stückigen Variante sollten nicht zu früh aufhören, roher Rhabarber ist schwer verdaulich. Abkühlen lassen und kalt stellen.

450 ml Milch mit einer ausgekratzten Vanilleschote aufkochen. Uffpasse, das nichts überkocht! 50 ml Milch mit 50 Gramm Zucker, 25 Gramm Speisestärke, einem ganzen Ei und einer Prise Salz klümpchenfrei verrühren und in die kochende Milch geben (ggf. vorher die Vanilleschote herausnehmen). Rühren, rühren, rühren, sonst brennts an. Sobald die Masse angedickt ist, in eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken (es sei denn, man ist ein Puddinghaut-Fan!) und ebenfalls kalt stellen. Am nächsten Tag (oder abends) Kompott auf Glasschälchen aufteilen und die noch einmal stark durchgerührte Vanillecreme darüber geben.

Reicht für 4 bis 6 Portionen. Es ist sooooo lecker! Kann auch noch garniert werden, ich hatte mal wieder nix Gscheit’s zur Hand außer Rosmarin 🙂

Noch ein Hinweis: Es ist schon ein sehr süßes Dessert. Im Zweifel etwas weniger Zucker nehmen.

Blumenkohl-Kartoffelsuppe im Brotlaib

Ihr Lieben,

der Herbst ist über uns hereingebrochen. Anfang Mai. Temperatursturz mit Regengüssen. Heißa. Und da es bei einem Discounter heute Minibrote zum Brötchenpreis gab, gönnte ich mir ein Herbstessen. Blumenkohlsuppe im Brotlaib. Ein bisschen inspiriert durch die Blumenkohl-Apfel-Suppe, die meine vegan kochende Freundin Jasmina Anfang des Jahres zum Geburtstag ihrer Frau kredenzte.*

Vom Blumenkohl nahm ich nur die Hälfte, die übrigen Röschen fror ich ein. Von Ingwer- und Knoblauchpüree jeweils einen halben Esslöffel. Mitgekocht habe ich vorsichtshalber erst einmal nur eine Chilischote. Aus der anderen dann hauchdünne Ringe schnibbeln, da können sich die ganz Heißen von uns welche auf die Suppe streuen.

In einem Topf brate ich zwei kleingewürfelte Zwiebeln, etwas Knoblauch sowie etwas Ingwer und Chili in Sonnenblumenöl an. Dann fülle ich mit 1 Liter Gemüsebrühe auf, darin koche ich geputzte und kleingeschnittene Kartoffeln, nach etwa 10 Minuten gebe ich gewaschene Blumenkohlröschen sowie weitere 10 Minuten später einen geschälten und entkernten Apfel dazu.

Wenn alles einigermaßen weichgekocht ist, püriere ich den ganzen Sums einmal durch. Das geht im Topf genau so gut wie mit meinem Auguste. Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und ggf. mehr Chili (ich habe noch Piri-Piri reingemixt), in den ausgehöhlten Brotlaib geben und geröstete Cashews (oder andere Nüsse oder Saaten) sowie fertige Krabben in Chili-Öl dazu, ggf. etwas Grünzeug zur Zierde.

Fertig ist der Seelentröster.

P.S.: Das Innere des Brotes (aka die Krume) kann man trocknen und als Brösel verwenden oder Croutons daraus machen.

P.P.S.: Die Crème fraîche sollte auch noch als Deko-Klacks fungieren. Aber dann hätte das Ganze doch ein wenig überladen gewirkt.

*) Krabben und Creme fraîche weglassen (letztere hatte ich heute auch nicht genutzt), dann ist es auch vegan.

Einfacher Kartoffel-Hack-Tomatenauflauf, orientalisch gewürzt

Ihr Lieben,

ich weiß, ich weiß, ich habe schon tausend Aufläufe hier im Blog. Dieser aber sticht hervor, weil er nur etwa 10 Minuten Vorbereitung erfordert.

Vier große Kartoffeln und vier große Tomaten in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Eine grüne Paprika in kleine Stücke schneiden. 800 Gramm Hackfleisch mit einer Dose pürierter Tomaten, etwas Chili, zwei Esslöffeln „7 Gewürze“ (türkischer Supermarkt), Salz und extra Kreuzkümmel vermengen.

Jetzt die Kartoffelscheiben in eine breite Auflaufform geben, salzen, pfeffern, Muskatnuss drüberreiben. Die Paprikaschnipsel darauf, dann die Hackfleischmasse. Mit den Tomatenscheiben bedecken, salzen, pfeffern, zuckern. Ab in den kalten Ofen und auf 180°C aufheizen. Bei Erreichen der Temperatur noch etwa eine Stunde weiterbrutzeln lassen. Nach der Hälfte der Zeit mit Alufolie abdecken, sonst bekommen die Tomaten Sonnenbrand.

Wo der Käse ist? Ja Leute, dann macht halt welchen rein. Ich wollte heute keinen. 🙂 Schmeckt trotzdem lecker!

Haut rein!

Schichtdessert mit Erdbeeren nach Art eines Tiramisu

Ihr Lieben,

alles zum Thema Tiramisu ist schon gepostet worden, nur noch nicht von mir. Heute gibt es Erdbeer-Tiramisu, das man aber Puristen zufolge nicht so nennen darf. Denn das „Zieh-mich-hoch“, so die Übersetzung, ist ein heiliges Gericht. Man könne ja auch nicht Lasagne einfach „Nudeltiramisu mit Hackes“ nennen. Obwohl eine gute Lasagne mich auch immer außerordentlich hochzieht 🙂

Also: 3 Schalen Erdbeeren putzen und zwei davon in kleine Stücke schnibbeln. Die Erdbeeren, nicht die Schalen. Etwas zuckern und ziehen lassen. In der Zwischenzeit 1 kg Mascarpone mit 500 Gramm Speisequark, etwas Zitronensaft, zwei Beuteln Vanillezucker und Puderzucker nach Belieben (etwa drei oder vier gehäufte Esslöffel bei mir) mit dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Sodann (hier ein spezieller Gruß an Petra S.) die Erdbeeren unterheben.

In einen Suppenteller gieße ich einen guten Schuss 43, das ist ein sehr leckerer spanischer Likör. Die gezuckerten Biskuitstangen rolle ich in dem Likör einmal kurz herum und lege damit den Boden einer sehr großen Auflaufform aus. Den Biskuit nicht ersäufen!!! Auf diesen Boden kommt die Hälfte der Erdbeermasse. Wieder eine Schicht befeuchtete Biskuits, Rest der Creme. Mit Erdbeerscheiben und etwas Grünzeug (Minze oder Zitronenmelisse oder Basilikum oder Rosmarin, egal) dekorieren. Ich hatte leider keins zur Hand. Bis zum kommenden Tag kühl stellen und verputzen.

Und nein, ich habe keine zweieinhalb Kilogramm Erdbeer-Tiramisu gegessen, ich habe das für meinen lieben Luis zum Geburtstag gemacht 🙂

Ach, und aus der halben Schale Erdbeeren, die übrig blieb, hat sich der Gerry eine kleine Erdbeerbowle gezaubert. Das kam natürlich völlig überraschend und war so keineswegs geplant…. 🙂