man könnte das Rezept auch Zucchini-Lasagne nennen, aber das gäbe ja wieder einen Aufstand der Küchengöttergattinnen und -gatten. Lasagne sind Nudeln! Pasta! Äh, basta!
Hier machen wir die kohlenhydratreduzierte Variante. Wir kochen eine Hackfleischsauce aus:
und fügen noch Knoblauch und allerhand Gewürze zu. Das Gemüse wird kleingewürfelt, angebraten, dann kommt das Hack dazu. Die geschälte Zucchini (ich mag die Schale irgendwie nicht, die ist ja manchmal so ein bisschen glitschig) wird in dünne Scheiben geraspelt und bildet die Zwischenschichten zum Hack-/Gemüse-Mischmasch.
Zucchinischeiben, Hack, Zucchinischeiben, Mozzarella, Zucchinischeiben, Hack, Zucchinischeiben, Hack, Gouda-Scheiben. Gouda-Scheiben? Yep, der Gerry hatte vergessen, Raspelkäse zu kaufen. Mist! Dafür erstand er aber zwei Tuben Zahncreme, die er in die Schublade mit den anderen 27 Tuben legte. Mist! Ab in den Ofen damit. Was? Natürlich mit dem Auflauf, mein Gott, denkt doch mal mit!!! Was soll denn die Zahncreme…. Wie? Deutlicher ausdrücken??? Raus!!!
Wo war ich? Ach ja, schmeckt gut!
P.S.: Ja, ich weiß, irgendwie sehen sich alle Auflaufrezepte nicht unähnlich. Liegt daran, dass sie alle den gleichen Vater haben 🙂
der Rezeptname klingt zwar, als ob es für eine sofortige Gefäßverstopfung geeignet wäre, aber wahrscheinlich ist das sogar zutreffend. Die Basissauce für diesen Auflauf ist mein Chili con Carne, wobei ich diesmal noch Paprikawürfel hineingegeben habe, sowie frische Tomaten.
Hier mal der „Mist am Platz“:
Statt der roten Chili habe ich das Chili-Öl von den Kapverden und Harissa aus dem Glas genommen. Weitere Scharfmacher sind Rosenpaprika und Chiliflocken. Außerdem an Gewürzen: Zimt, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Oregano. Im großen Glas meine Gemüsebrüh-Paste. Nudeln habe ich noch ein halbes Paket mehr genommen.
An Brühe habe ich einen halben Liter zugegeben, dafür das Chili aber lange einkochen lassen, damit die Sauce nicht zu dünnflüssig wird. Die Nudeln habe ich ganz kleines bisschen mehr als ‚al dente‘ vorgekocht.
Geschichtet habe ich dann folgendermaßen: Nudeln, Sauce, Feta, Nudeln, Sauce, Mozzarella, Nudeln, Sauce, Gratinkäse.
FetaMozzarellaGratinkäse
Als der Besuch da war, den Ofen auf 190°C vorgeheizt und den Auflauf (da können ein paar Butterflocken auf den Käse) für etwa 25-30 Minuten aufgeheizt.
Tja, wie immer reicht es bei mir für einen ganzen Wohnblock.
gestern hatte ich ja diesen Spinatsalat gemacht. Dafür brauchte ich nicht gerade viel und ich hatte noch einen gefühlten „Fatboy“ (hier könnte IHRE Werbung stehen!) voll. Also machte ich mich nach dem Abendessen daran, auch den zu verwursten, er war zu schade zum Vorsichhingammelnlassen.
Ich putzte und würfelte grob etwa ein halbes Kilogramm Kartoffeln und 5 sehr große Karotten, schälte und zerhackte 4 Schalotten und 3 Knoblauchzehen. Die Zwiebeln und die Zehen briet ich im Auguste mit etwas Öl an. Dann gab ich die Gemüsewürfel dazu und kochte alles für eine halbe Stunde in einem Liter Gemüsebrühe. Anschließend gab ich die geschätzten 450 Gramm Spinat dazu und kochte alles für weitere 5 Minuten und pürierte die Masse anschließend.
Jetzt wurde abgeschmeckt. Man kann sich überlegen, in welche Richtung das gehen soll. Scharf oder Ingwer und Sesam oder mediterran?! Ich entschied mich für Kräuter und Schärfe und gab Oregano, Thymian, Rosmarin und Chili dazu, ebenso die obligatorische Prise Zucker.
Serviert werden kann das dann pur oder aber mit Croutons, Schinkenwürfeln, sehr kross gebratenen Speckstreifen oder wie ich es machte – dann aber mit dem Salz in der Grundsuppe vorsichtig sein – mit Räucherlachsstreifen. Bei herzhaften Suppen kann man auch mal süße Schlagsahne als „Krönchen“ draufsprühen. Der Phantasie sind bei der Auswahl sowohl der Gemüse, als auch der Zugaben keine Grenzen gesetzt. Nur sollte ein Wurzelgemüse dabei sein, das die nötige Bindung schafft. Und klar, Stangenbrot dazu.
Natürlich lässt sich das alles auch auf dem Herd machen, aber Auguste nimmt mir die Pflicht ab, dabeistehen zu müssen und umzurühren. Außerdem ist er der weltbeste Pürierer.
den Was-muss-weg-Tag kennt Ihr ja schon, gelle? Ich hatte aus irgendeinem Grund einen Riesenbeutel Spinat erstanden, der liegt schon drei Tage im Kühlschrank, zudem näherten sich die Verfallsdaten von Blätterteig und Ziegenkäse. Daher schnell heute nach der Arbeit noch ein paar Himbeeren und zwei Birnen gekauft.
Die Idee zu den Törtchen ist nicht neu, viele Varianten kursieren bei Youtube oder in anderen Sozialen Netzwerken. Man gibt auf ein Backpapier, das auf einem Backblech liegt, einen Klacks Honig, auf den ein paar Kräuter (ich habe Thymian genommen), darauf eine Ziegenkäsescheibe (von der Rolle), darauf eine dünne Scheibe Birne. Den passend ausgeschnittenen, runden Blätterteig stülpen wir mit einem bisschen Rand darüber. Hier mal Schritt für Schritt:
Ab damit in den vorgeheizten Ofen, bis der Blätterteig schön goldgelb gebacken ist.
Den gewaschenen Spinat verrühren wir mit einer Vinaigrette (1 EL Öl, 1/2 EL weißer Balsamico, 1/ Teelöffel Senf, Pfeffer, Salz, Prise Zucker und bisserl Wasser, alles gut durchgeschüttelt), legen ein paar gewaschene Beeren und Walnusskerne dazu und akrobatisieren die Blätterteigtörtchen mit einem Salto Mortale oben drauf.
Dazu ein Schluck Gewerkschaftsbrause. Hmmm, legga!
ein ganzer Truthahn wäre für mich vielleicht doch ein wenig mächtig. Zwar esse ich gerne zwei oder drei Tage das gleiche Gericht, aber 14 Tage? Ich weiß nicht. Daher gibt es heute die abgespeckte Version eines Thanksgiving-Essens. Maispoularde mit Apfelfüllung, Semmelknödelchen und Rotkohl. Die Beilagen habe ich als Convenience-Produkte gekauft, ich leide gerade unter akuter Herbstfaulheit.
Die Butter war zu schüchtern für den Fototermin.
Die Poularde wird gewaschen und geputzt. Drei gewaschene und klein gewürfelte Äpfel sowie zwei Karotten mische ich mit Salz, Pfeffer, ganz wenig Zucker & Zimt und in Weißwein eingelegten, kleingehackten getrockneten Aprikosen. Weiße Zwiebelwürfel, eine milde Chili und ein paar Kräuter der Provence kommen auch noch in die Mischung. Die Poularde mit der Menge füllen. Nun ein wenig neutrales Öl mit Salz und Pfeffer, Gemüsebrühe sowie Rosenpaprika anrühren, das Geflügel damit bestreichen und ab in einen Bräter auf einem Bett der restlichen Füllung. Wer kenn ihn nicht, den Song „I wanna lay you down in a bed of filling“? Ein ganz kleines bisschen Weißwein angießen und nun bei 180°C ohne Deckel etwa eine Stunde brutzeln. Nach einer halben Stunde die Poularde wenden, noch einmal mit dem Öl bestreichen.
Jetzt sich den Knödelchen und dem Rotkohl widmen. Selbstgekauft natürlich! Das Huhn nach Kerntemperaturprobe aus dem Bräter nehmen und das Gemüse mit ein bisschen Weißwein, Butter und Sahne zur Soße aufbereiten. Ggf. nachwürzen. Das Huhn zerteilen und mit den Beilagen sowie einem guten Klacks Preiselbeeren servieren.
Das war schon sehr lecker, aber die Karottenwürfel würde ich nächstes Mal kurz vordünsten, sie sind noch sehr knackig gewesen, was zur restlichen Textur der Füllung nicht hundertprozentig gepasst hat.
Guten Appetit!
P.S.: Wenn ich Gäste habe, mache ich Rotkohl und Klöße natürlich selbst. Kleine Anekdote: Da muss man auch Rückschläge hinnehmen. Als ich das erste Mal Rotkohl wie meine Oma Olfen oder meine Mutter machen wollte, beides ausgezeichnete Köchinnen, rief ich meine Mutter an und fragte, wie das ginge. Gaaaanz einfach, fing sie an… Bei dem Punkt „die Zwiebeln dann mit Gewürznelken spicken“ hätte ich aber besser mal nachgefragt, ich habe das ganze Tütchen verbraucht, entsprechend war der Kohl ungenießbar. Meine ersten Klöße hätten bei so einigen mit Kanonen geführten Schlachten den Wendepunkt bringen können, so hart und dennoch gummihaft waren die. Eine Kloßkugel und ding, pling, plong, ganze Stadtmauer eingerissen.
eigentlich ist das hier vorgestellte Rezept gar kein Massaman-Curry. Erstens, weil Kaeng-Masaman (so der thailändische Name) übersetzt Muslim-Suppe bedeutet und ich Schwein verwendet habe (was man aber durch Huhn, Rind oder Tofu ersetzen kann) und ich zweitens auch sonst bei den Zutaten ein bisschen gepfudelt habe. Was es aber dann zum Massaman-Curry macht, ist die Massaman-Paste, die ich verwendet habe:
Die Mango oben im Bild konnte ich nicht verwenden, die war innendrin ganz braun, ich ersetzte sie einfach durch einen zweiten Apfel.
Karotte ganz klein würfeln und in Öl anbraten, dann das in dünne Scheiben geschnittene Fleisch dazu. Ingwer, Knoblauch, Chili drauf und weiterbraten. Dann die Paste unterrühren und eine Dose Kokosmilch dazu. Salzen, pfeffern, etwas Zucker und Limettensaft dazu, köcheln lassen. Apfelstücke und Frühlingszwiebelringe einrühren, kurz mitbrodeln lassen, abschmecken (Schuss Sake bei mir) und mit Reis und Sprossengarnitur servieren.
Am nächsten Tag hatte ich noch gut was übrig, da habe ich dann statt Reis als Beilage gekochte Kartoffelwürfel im Curry aufgewärmt und auch noch ein paar Champignons hinein gegeben. Sehr lecker!
in der Abteilung gab es kürzlich eine Diskussion, ob man die Pilzpfanne mit Knoblauch-Créme daheim auch so gut hinbekommen könnte, wie auf den Weihnachtsmärkten. Ich war der festen Überzeugung, dass ich schon ein Rezept für diese berühmt-berüchtigten Weihnachtspilze hier eingestellt hatte und verwies darauf. Es stellte sich raus, ich habe mir das wohl nur eingebildet.
Vorwegschicken möchte ich, dass die Pilze auf dem Markt natürlich auch deswegen unschlagbar schmecken, weil man dann schon Glühwein oder Punsch intus hat, ein Kinderchor im Hintergrund „Süßer die Glocken nie klingen“ trällert und der Schnee leise auf die pudelmützbedeckten Häupter rieselt.
Wenn Ihr oben genannte Umstände zuhause nachstellt (s.u.), kann man auch gut diese Version essen:
Eine große Portion kleiner Pilze putzen und ggf. halbieren oder vierteln. Für ein paar Minuten mit nur etwas Butter unter stetigem Wenden in einer Pfanne anbraten, bis sie glasig und etwas geschrumpft sind, und beiseite stellen. Jetzt eine kleingewürfelte Zwiebel und ein bis 20 gehackte Knoblauchzehen (je nach Geschmack) in Butter anbraten, mit 1 EL Gemüsebrühe, die in 50 ml Weißwein aufgelöst wurde, ablöschen und einen Becher Schmand hineinrühren. Kurz köcheln lassen, mit etwas Salz, etwas Zucker, Rosenpaprika, viel Pfeffer und massenhaft Schnittlauch würzen und die Pilze wieder hinzugeben. Noch einmal gut erhitzen. Geröstetes Baguette ist immer ein guter Begleiter.
Dazu passt hervorragend ein Becher Glühwein der Marke Château Migraine. Tipp: Bei Schneesturm ans geöffnete Fenster stellen, Pudelmütze auf und Alexa oder Siri bitten, Weihnachtsmusik zu spielen.
Übrigens: Wenn man das ganze püriert, hat man eine prima Pilzsuppe.
heute gab es mal wieder ein supereinfaches, aber leckeres Nudelgericht, von dem ich dachte, ich hätte es schon längst hier eingestellt. Wahrscheinlich hatte ich es mal überlegt, mir dann aber gedacht, jeder kann Fisch in Sahne schnibbeln und dann über Nudeln gießen. Aber manchmal dient ein Rezept ja auch nur der Inspiration, daher…
Einen Becher Sahne mit ein paar klein geschnibbelten Scheiben Räucherlachs und einer kleinen Packung Krabben (ich nehme die in Knoblauch eingelegten dafür) bei mittlerer Hitze erwärmen, einen Klacks Meerettich dazugeben, pfeffern, Spritzer Zitrone oder Wermut dran und dann – je nach Geschmack – frische Kräuter, Dill passt natürlich prima, aber ich hatte Schnittlauch und Petersilie vorrätig. Für ein bisschen Farbe sorgen geachtelte Kirschtomaten.
Ich nahm aus Faulheit heute mal wieder Tagliatelle aus der Kühlung, die ich kurz kochte und nach dem Abgießen mit einem großzügigen Stich Butter versah. Eine Scheibe Räucherlachs auf den angewärmten Teller, Nudeln drauf drapieren, mit Soße übergießen, für die Optik noch ein paar Kräuter und ein paar halbierte Kirschtomaten an die Seite. Wer mag, kann Käse darüber raspeln, ich finde aber, dass der hierzu nicht so gut passt.
Anisliebhaber können statt des Wermuts auch Ouzo oder Pastis nehmen.
es war wieder einmal „Was-muss-weg-Tag“. Kartoffeln, Joghurt, Schmand und Krabben zitterten ihrem MHD entgegen. So entschied ich mich für Ofenkartoffeln mit o.g. Dip. Wie eine Ofenkartoffel geht, muss ich hoffentlich nicht dezidiert erklären. Große Kartoffeln schrubben, einpieksen, in Alufolie wickeln und eine Stunde bei 170°C garen.
Der Dip wird zusammengerührt aus einem kleinen Becher griechischem Joghurt, einem kleinen Becher Schmand, einem halben Teelöffel Chili, einer gepressten Knoblauchzehe, einem dreiviertel Teelöffel Meersalz und einem Dutzend Umdrehungen mit der Pfeffermühle. Eine Prise Zucker, einen Spritzer Zitrone und einen Esslöffel Kräutermischung aus der TK dazu. Eismeergarnelen unterheben und alles etwas ziehen lassen.
Die grüne Tomate gab’s im Rewe, die war leicht süßlich und sehr fest. Mochte ich. Da kam nur Salz, Pfeffer und Chili drauf.
Schnell? Nein. Aber einfach und mit wenig Aufwand. Und seeehr lecker!
Gegessen wird das dann bei „Grüne Tomaten“, einem meiner Lieblingsfilme!
zum ersten Mal in meinem Leben koche ich Grünkohl (Erikas legendäre Grünkohlschlachten finden ja leider schon lange nicht mehr statt!) und begehe direkt mehrere Sakrilege hintereinander.
Erst einmal gab es noch keinen Frost. Wie kann man nur? Dann auch noch die Zubereitung im Auguste. Nach Rezept vom LIDL!! Herrjeh! Und dann auch noch mit Salsiccia statt mit Grützwurst? Anzeige ist raus!
Ja, das mit der Wurst kann ich aber erklären. Ich habe beim Rewe alles, aber auch wirklich alles für ein Grünkohlessen schon in den Wagen geworfen, Kartoffel, Kohl, Senf, Speckstreifen, Zwiebeln etc. und ging als letztes zur Fleischtheke. Der italienische Metzger wusste weder mit Grützwurst, noch Haferwurst noch Pinkel etwas anzufangen und empfahl mir rheinische Mettenden. Die mag ich jetzt sooo sehr auch nicht und da er immer Fenchelsalsiccia vorrätig hat, nahm ich einfach die. Dä!
Dass Grünkohl Frost braucht, um die Bitterstoffe zu verlieren, hat sich auch eigentlich erübrigt, da die im Verkauf erhältlichen Sorten von Natur aus mehr Zucker haben, als die alten. Steht im Internet, muss also stimmen.
Es ist jetzt nicht besonders originell, das Rezept von LIDL hier abzutippen, man findet es hier: https://www.lidl-kochen.de/rezeptwelt/gruenkohl-mit-mettwurst-und-kartoffeln-335445. Ich habe nur noch Knoblauch (zwei Zehen) mitgegart und Muskatnuss zum Abschmecken benutzt, ansonsten alles wie beschrieben gemacht. Achso, Kassler war neben der Bratwurst auch noch im Dampf.
Zu dem Essen wird dann auch noch einmal ein kräftiger Klacks Senf serviert und ich, Sakrileg Nr. 4!, trinke einen furztrockenen weißen Wein dazu. Es war saulecker! Das mache ich auch demnächst mal für Besucher.