ich weiß, ich weiß, ich habe schon tausend Aufläufe hier im Blog. Dieser aber sticht hervor, weil er nur etwa 10 Minuten Vorbereitung erfordert.
Vier große Kartoffeln und vier große Tomaten in nicht zu dünne Scheiben schneiden. Eine grüne Paprika in kleine Stücke schneiden. 800 Gramm Hackfleisch mit einer Dose pürierter Tomaten, etwas Chili, zwei Esslöffeln „7 Gewürze“ (türkischer Supermarkt), Salz und extra Kreuzkümmel vermengen.
Jetzt die Kartoffelscheiben in eine breite Auflaufform geben, salzen, pfeffern, Muskatnuss drüberreiben. Die Paprikaschnipsel darauf, dann die Hackfleischmasse. Mit den Tomatenscheiben bedecken, salzen, pfeffern, zuckern. Ab in den kalten Ofen und auf 180°C aufheizen. Bei Erreichen der Temperatur noch etwa eine Stunde weiterbrutzeln lassen. Nach der Hälfte der Zeit mit Alufolie abdecken, sonst bekommen die Tomaten Sonnenbrand.
Wo der Käse ist? Ja Leute, dann macht halt welchen rein. Ich wollte heute keinen. 🙂 Schmeckt trotzdem lecker!
alles zum Thema Tiramisu ist schon gepostet worden, nur noch nicht von mir. Heute gibt es Erdbeer-Tiramisu, das man aber Puristen zufolge nicht so nennen darf. Denn das „Zieh-mich-hoch“, so die Übersetzung, ist ein heiliges Gericht. Man könne ja auch nicht Lasagne einfach „Nudeltiramisu mit Hackes“ nennen. Obwohl eine gute Lasagne mich auch immer außerordentlich hochzieht 🙂
Also: 3 Schalen Erdbeeren putzen und zwei davon in kleine Stücke schnibbeln. Die Erdbeeren, nicht die Schalen. Etwas zuckern und ziehen lassen. In der Zwischenzeit 1 kg Mascarpone mit 500 Gramm Speisequark, etwas Zitronensaft, zwei Beuteln Vanillezucker und Puderzucker nach Belieben (etwa drei oder vier gehäufte Esslöffel bei mir) mit dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Sodann (hier ein spezieller Gruß an Petra S.) die Erdbeeren unterheben.
In einen Suppenteller gieße ich einen guten Schuss 43, das ist ein sehr leckerer spanischer Likör. Die gezuckerten Biskuitstangen rolle ich in dem Likör einmal kurz herum und lege damit den Boden einer sehr großen Auflaufform aus. Den Biskuit nicht ersäufen!!! Auf diesen Boden kommt die Hälfte der Erdbeermasse. Wieder eine Schicht befeuchtete Biskuits, Rest der Creme. Mit Erdbeerscheiben und etwas Grünzeug (Minze oder Zitronenmelisse oder Basilikum oder Rosmarin, egal) dekorieren. Ich hatte leider keins zur Hand. Bis zum kommenden Tag kühl stellen und verputzen.
Und nein, ich habe keine zweieinhalb Kilogramm Erdbeer-Tiramisu gegessen, ich habe das für meinen lieben Luis zum Geburtstag gemacht 🙂
Ach, und aus der halben Schale Erdbeeren, die übrig blieb, hat sich der Gerry eine kleine Erdbeerbowle gezaubert. Das kam natürlich völlig überraschend und war so keineswegs geplant…. 🙂
ich hatte zwar schon oft etwas ähnliches gezaubert (Mafé z.B.), aber meine Erdnusssaucenkreationen nie Saté- oder Satay-Sauce genannt. Damit man das jetzt auch mal findet…
Die Sauce heute hatte ich folgendermaßen zubereitet: Eine gewürfelte Zwiebel wird mit drei kleingehackten Knoblauchzehen, einem großen Löffel Ingwer (das Püree aus dem Asia-Shop) und einer kleingehackten gelben Habanero-Chili (nach dem Schneiden nicht die Augen reiben!!!) in Öl angeschwitzt. Dazu geben wir eine grüne Paprika, kleingewürfelt. Dann kommt ein halbes Glas Erdnussmus dazu, viel Pfeffer, ein guter Schuss Soja-Sauce sowie eine Dose Kokosmilch. Auf kleiner Hitze glattrühren.
Unangebratene Hühnerbrüste in eine Auflaufform legen, salzen, pfeffern. Dann die Sate-Sauce aus der Pfanne darübergießen. Ab in den kalten Ofen, auf 180°C stellen und 45 Minuten schmoren lassen. Währenddessen Klebreis zubereiten. Den Reis bitte vorher waschen und das Wasser leicht salzen! Verhältnis 1 Tasse Reis, zwei Tassen Wasser. Dauert etwa 20 Minuten.
heute ist St. Patrick’s Day und somit Gelegenheit, mal ein typisch irisches Abendessen zuzubereiten. Und das geht so: Man öffne eine Flasche Guinness.
Nee, quatsch. Gelegenheit, ein Irish Stew zu kochen. Zumal ich auch, wie berichtet, im Juni nach Dublin fahren werde. Da muss ich mich ja kulinarisch drauf einstellen. Wikipedia erläutert, dass in ein originales Irish Stew nur alter Hammel, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie gehören. Alter Hammel, da es ein typisches Schäferessen war, bei dem betagte, unrentable Tiere als Fleisch verwendet wurden. Auch sei es als Nationalgericht von dem Eintopf „Coddle“ überholt worden, weil Irish Stew im Ruf stehe, ein Arme-Leute-Essen zu sein. Naja, räusper, habt Ihr schon einmal ein Kilogramm Lamm in Köln gekauft?
Ich halte mich mal nur bedingt an die wikipedianisch-puristischen Vorgaben (schlage aber bei der Sauce ein paar Kapriolen) und bereitete es folgendermaßen zu:
Der Mist-am-Platz. Ich liebe das vorgeschnittene Suppengrün, das genau so viel kostet, wie das ungeputzte! 🙂
In heißem Butterschmalz (alternativ hoch erhitzbares Öl) brate ich 1 kg Lammgulasch scharf an, ich habe es nicht so mit Hammel. Das Fleisch nehme ich dann heraus und stelle es im Ofen warm. Dann gebe ich etwas Sonnenblumenöl in den Topf und brate darin unter Zugabe von zwei gehäuften Esslöffeln Tomatenmark drei kleingeschnittene Zwiebeln, etwas gehackten Knoblauch, eine große Packung Suppengrün (siehe Foto) und eine Handvoll gewürfelter Karotten sowie zwei Handvoll gewürfelter Kartoffeln an. Dann gebe ich das Fleisch wieder dazu und lösche alles mit einem Glas Rinderfond und einer kleinen Flasche Guinness ab, salze und pfeffere das ganze, gebe ein paar Chiliflocken (ersatzweise Cayennepfeffer) dazu, versenke zwei Lorbeerblätter und ein paar Zweige Thymian und schmore das Ganze etwa eine Stunde lang im Schnellkochtopf; im klassischen Topf oder Bräter dauert es dann eher zweieinhalb Stunden. Thymian und Lorbeer rausfischen, abschmecken, ggf. mit etwas Mehlbutter binden (ich mag es lieber flüssig), viel gerupfte Petersilie drauf und ab auf den Tisch. Baguette und der Klacks Crème fraîche sind jetzt auch nicht typisch irisch, aber wir sind ja in Europa 🙂
Gestern gab es etwas sehr einfaches, aber auch raffiniertes: Ein One-Casserole-Dish mit Huhn und Kartoffeln in Gorgonzola-Sauce.
Ich schälte zwei Handvoll Drillinge und bepinselte diese mit etwas Sonnenblumenöl, in das ich einen gehäuften Esslöffel gefriergetrocknete Salatkräuter (die mit Knoblauch!) sowie Pfeffer und Salz gegeben hatte. Die drapierte ich in einer Auflaufform. Mit zwei Brustfilets wischte ich die Ölschüssel aus (so bekamen die auch etwas von der Marinade ab) und legte sie zwischen die Kartoffeln.
Auf das gesalzene und gepfefferte Huhn dann je eine dicke Scheibe Gorgonzola, ich nehme den pikanten, Weicheier nehmen dann den milden. Über alles etwa 100 ml Sahne gießen und ab in den kalten Ofen. 180°C Umluft, nach ca. 45 bis 50 Minuten sind die Kartoffeln durch und das Huhn noch schön saftig.
vor ein paar Jahren habe ich schon einmal das Rezept für ein Masur Dal eingestellt, für das ich rote Linsen benutzt hatte. Heute gibt es geschälte und halbierte Bengal-Kichererbsen als Dal, ich bereite es heute auch etwas anders zu.
Zuerst wasche ich gründlich 250 Gramm getrocknete Chana Dal (noch ein Name: Bengalgramm), die gibt es in indischen Supermärkten, danach röste ich die nicht pulverisierten Gewürzbestandteile Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriandersaat und Kardamom kurz (2 bis 3 Minuten) in einer beschichteten Pfanne an, lasse sie abkühlen und mahle sie einigermaßen fein. Die Schalen der Kardamomkapseln brechen schon nach einmal mörsern auf, die picke ich als nicht so verdaulich noch raus.
Dann mische ich das mit den sonstigen Gewürzen (Garam Masala, Rosenpaprika und Kurkuma). Ingwer und Knoblauch werden sehr fein gehackt, die Zwiebeln fein und die Tomaten grob gewürfelt. Die Chili in ganz feine Stücke schneiden und je nach Tapferkeitsgrad die Kerne mit verwenden oder vorher rausnehmen. Bei zwei Chilis kann man das machen! Eine Handvoll Petersilie hacke ich grob.
Jetzt in zwei Esslöffeln Ghee (wahlweise Butterschmalz oder hocherhitzbares Speiseöl) Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln anbraten, nach ein paar Minuten einen gehäuften Esslöffel der Gewürzmischung sowie die Kichererbsen dazugeben und darüber eine Dose pürierte Tomaten. Mit vorbereiteter Brühe ablöschen (ich mache das immer peu à peu, aber insgesamt sind das etwa 750 ml) und so lange köcheln lassen, bis das Dal fast die für Euch richtige Konsistenz hat (Manche mögen es eher breiiger, manche knackiger – ich bin die neutrale Mitte, es hat etwa 2 Stunden gedauert. Wenn man die Kichererbsen über Nacht einweicht oder einen SKT benutzt, ginge es womöglich schneller.). Schnell die frischen Tomaten dazu und noch ein bisschen mitkochen lassen. Mit ein paar Spritzern Limette und einem Teelöffel Zucker nachwürzen, weißen Sesam (auch angeröstet, aber Vorsicht, nach 30 Sekunden schon ist er fertig!!) beifügen und ein bisschen Joghurt oder Crème fraîche für die Optik und ein wenig Cremigkeit unterrühren.
Ich servierte das Dal heute mit nicht zu hart gekochtem Ei und aufgebackenem Fladenbrot. Und der Petersilie! Ihr wisst ja… Koriandersamen gehen, Koriandergrün nicht. Es ist superlecker geworden!
Einige wissen ja, dass ich mal einen pakistanischen Mitbewohner und Schüler (Deutschkurs B1) hatte, der hatte das so ähnlich gekocht, aber etwa 10 Chilis reingeschnibbelt.
man könnte das Rezept auch Zucchini-Lasagne nennen, aber das gäbe ja wieder einen Aufstand der Küchengöttergattinnen und -gatten. Lasagne sind Nudeln! Pasta! Äh, basta!
Hier machen wir die kohlenhydratreduzierte Variante. Wir kochen eine Hackfleischsauce aus:
und fügen noch Knoblauch und allerhand Gewürze zu. Das Gemüse wird kleingewürfelt, angebraten, dann kommt das Hack dazu. Die geschälte Zucchini (ich mag die Schale irgendwie nicht, die ist ja manchmal so ein bisschen glitschig) wird in dünne Scheiben geraspelt und bildet die Zwischenschichten zum Hack-/Gemüse-Mischmasch.
Zucchinischeiben, Hack, Zucchinischeiben, Mozzarella, Zucchinischeiben, Hack, Zucchinischeiben, Hack, Gouda-Scheiben. Gouda-Scheiben? Yep, der Gerry hatte vergessen, Raspelkäse zu kaufen. Mist! Dafür erstand er aber zwei Tuben Zahncreme, die er in die Schublade mit den anderen 27 Tuben legte. Mist! Ab in den Ofen damit. Was? Natürlich mit dem Auflauf, mein Gott, denkt doch mal mit!!! Was soll denn die Zahncreme…. Wie? Deutlicher ausdrücken??? Raus!!!
Wo war ich? Ach ja, schmeckt gut!
P.S.: Ja, ich weiß, irgendwie sehen sich alle Auflaufrezepte nicht unähnlich. Liegt daran, dass sie alle den gleichen Vater haben 🙂
der Rezeptname klingt zwar, als ob es für eine sofortige Gefäßverstopfung geeignet wäre, aber wahrscheinlich ist das sogar zutreffend. Die Basissauce für diesen Auflauf ist mein Chili con Carne, wobei ich diesmal noch Paprikawürfel hineingegeben habe, sowie frische Tomaten.
Hier mal der „Mist am Platz“:
Statt der roten Chili habe ich das Chili-Öl von den Kapverden und Harissa aus dem Glas genommen. Weitere Scharfmacher sind Rosenpaprika und Chiliflocken. Außerdem an Gewürzen: Zimt, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Oregano. Im großen Glas meine Gemüsebrüh-Paste. Nudeln habe ich noch ein halbes Paket mehr genommen.
An Brühe habe ich einen halben Liter zugegeben, dafür das Chili aber lange einkochen lassen, damit die Sauce nicht zu dünnflüssig wird. Die Nudeln habe ich ganz kleines bisschen mehr als ‚al dente‘ vorgekocht.
Geschichtet habe ich dann folgendermaßen: Nudeln, Sauce, Feta, Nudeln, Sauce, Mozzarella, Nudeln, Sauce, Gratinkäse.
FetaMozzarellaGratinkäse
Als der Besuch da war, den Ofen auf 190°C vorgeheizt und den Auflauf (da können ein paar Butterflocken auf den Käse) für etwa 25-30 Minuten aufgeheizt.
Tja, wie immer reicht es bei mir für einen ganzen Wohnblock.
gestern hatte ich ja diesen Spinatsalat gemacht. Dafür brauchte ich nicht gerade viel und ich hatte noch einen gefühlten „Fatboy“ (hier könnte IHRE Werbung stehen!) voll. Also machte ich mich nach dem Abendessen daran, auch den zu verwursten, er war zu schade zum Vorsichhingammelnlassen.
Ich putzte und würfelte grob etwa ein halbes Kilogramm Kartoffeln und 5 sehr große Karotten, schälte und zerhackte 4 Schalotten und 3 Knoblauchzehen. Die Zwiebeln und die Zehen briet ich im Auguste mit etwas Öl an. Dann gab ich die Gemüsewürfel dazu und kochte alles für eine halbe Stunde in einem Liter Gemüsebrühe. Anschließend gab ich die geschätzten 450 Gramm Spinat dazu und kochte alles für weitere 5 Minuten und pürierte die Masse anschließend.
Jetzt wurde abgeschmeckt. Man kann sich überlegen, in welche Richtung das gehen soll. Scharf oder Ingwer und Sesam oder mediterran?! Ich entschied mich für Kräuter und Schärfe und gab Oregano, Thymian, Rosmarin und Chili dazu, ebenso die obligatorische Prise Zucker.
Serviert werden kann das dann pur oder aber mit Croutons, Schinkenwürfeln, sehr kross gebratenen Speckstreifen oder wie ich es machte – dann aber mit dem Salz in der Grundsuppe vorsichtig sein – mit Räucherlachsstreifen. Bei herzhaften Suppen kann man auch mal süße Schlagsahne als „Krönchen“ draufsprühen. Der Phantasie sind bei der Auswahl sowohl der Gemüse, als auch der Zugaben keine Grenzen gesetzt. Nur sollte ein Wurzelgemüse dabei sein, das die nötige Bindung schafft. Und klar, Stangenbrot dazu.
Natürlich lässt sich das alles auch auf dem Herd machen, aber Auguste nimmt mir die Pflicht ab, dabeistehen zu müssen und umzurühren. Außerdem ist er der weltbeste Pürierer.
den Was-muss-weg-Tag kennt Ihr ja schon, gelle? Ich hatte aus irgendeinem Grund einen Riesenbeutel Spinat erstanden, der liegt schon drei Tage im Kühlschrank, zudem näherten sich die Verfallsdaten von Blätterteig und Ziegenkäse. Daher schnell heute nach der Arbeit noch ein paar Himbeeren und zwei Birnen gekauft.
Die Idee zu den Törtchen ist nicht neu, viele Varianten kursieren bei Youtube oder in anderen Sozialen Netzwerken. Man gibt auf ein Backpapier, das auf einem Backblech liegt, einen Klacks Honig, auf den ein paar Kräuter (ich habe Thymian genommen), darauf eine Ziegenkäsescheibe (von der Rolle), darauf eine dünne Scheibe Birne. Den passend ausgeschnittenen, runden Blätterteig stülpen wir mit einem bisschen Rand darüber. Hier mal Schritt für Schritt:
Ab damit in den vorgeheizten Ofen, bis der Blätterteig schön goldgelb gebacken ist.
Den gewaschenen Spinat verrühren wir mit einer Vinaigrette (1 EL Öl, 1/2 EL weißer Balsamico, 1/ Teelöffel Senf, Pfeffer, Salz, Prise Zucker und bisserl Wasser, alles gut durchgeschüttelt), legen ein paar gewaschene Beeren und Walnusskerne dazu und akrobatisieren die Blätterteigtörtchen mit einem Salto Mortale oben drauf.
Dazu ein Schluck Gewerkschaftsbrause. Hmmm, legga!