Ihr Lieben!
Fast rechnete ich damit, dass beim Checkout mein Gepäck durchsucht wird, um das verloren gegangene Fritzchen zu finden. Aber es gestaltete sich ganz unproblematisch. Beim Frühstück gab es heute Kaiserschmarrn, zumindest jedenfalls eine Art zerrupfter Pfannekuchen mit Rosinen. Davon ließ ich erstmal was von der Gabel in meinen Kaffee plumpsen. Ich nenne das so neu kreierte Gericht Gerryschmarrn. Ist lecker, probiert mal aus.
Irgendwie kann ich ja nicht aus meiner Haut raus, ich misstraue allen öffentlichen Verkehrsmitteln! Das führte dazu, dass ich überall zu früh war, denn auch die österreichischen Bahnen fahren, wie fast alles Verkehrsmittel auf meinen letzten Reisen, pünktlich und ohne Zwischenfälle. Ich bin einfach durch den katastrophalen deutschen Nah- und Fernverkehr verbrannt.
Am Flughafen gab es dann ein kleines Problem beim Einchecken, für Eurowings war nur self-check-in vorgesehen, aber die Automaten funktionierten nicht. Wir wurden gebeten, zu dem einzigen (!) Schalter für Gepäckaufgabe zu gehen, der eigentlich den Vielfliegern vorbehalten war. Dort tummelten sich natürlich schon 500 Menschen. Der Mann am WIZZ-Schalter zwei Plätze weiter schaute sich das eine Weile an und rief dann zu uns herüber, Eurowings-Passagiere könnten auch bei ihm einchecken. Niemand von den 500 Menschen vor mir ging hin. Also drängelte ich mich an allen vorbei und war nach 3 Minuten durch. Erste dann regte sich etwas in der vorher misstrauischen Schlange. An der Security gab es dann auch noch einen kleinen Zwischenfall, von dem ich aber nicht direkt betroffen war. Eine Gruppe von Passagieren musste alle Handgepäckstücke öffnen und ihn wurde Käse und Wurst, Scheren, Wasserflaschen, Alkoholika und dergleichen abgenommen, was zu hysterischen Ausbrüchen führte (Das erinnerte mich an eine Dienstreise, die sehr lange her ist, ich war in Paris mit einem Kollegen, der dort ganz viel Käse einkaufte und es gegen meinen Rat ins Handgepäck packte. Natürlich wurde ihm alles abgenommen, er sprach drei Tage nicht mehr mit mir.). Naja, beim nächsten Mal wissen sie Bescheid. Ich hatte ja auch Angst um meine Weine.
Ansonsten lief alles glatt. Bier am Flughafen schmeckte schon wieder, Flieger halbleer, pünktlich… Nur beim Landeanflug hatte ich wegen des Schnupfens einen Mega-Druck auf dem Schädel. Der Nase-zu-und-pusten-Trick ging natürlich unter den Umständen nicht. Freue mich auf zwei bis drei Tage Spaß mit den Nachwehen.
Im Duty-Free (der ja keiner mehr ist) erstand ich übrigens noch eine Flasche Mozartlikör, der war so runtergesetzt, das bekommt man in keinem Laden so billig. Nicht, dass ich nicht noch Dutzende Flaschen Baileys und Toffeelikör und Caramel-Cream hätte. Neeee!
Ich wiederhole mich jetzt nochmal, fahrt mal in die beiden schönen Städte, ist wirklich nett da. Vielleicht macht Ihr ja auch ein Schnäppchen in einem Luxushotel. Liebe Grüße, Euer

P.S.: Am Nachbartisch am Wiener Flughafen hatte eine Dame Wiener Schnitzel bestellt. Meine Güte, war das ein Lappen! Und nur 22 Euro teuer. Am Flughafen! Man stelle sich vor.

P.P.S.: Bin ein bisserl erschöpft, wie kommt das?