Rom wurde nicht an einem Tag gebaut

Ihr Lieben,

ich war 2012 rum in Rom und da wurde immer noch gebaut. Umziehen ist ähnlich. Den meisten Teil der Zeit verbringt man damit, Dinge von A nach B zu verräumen. Irgendwann sagte ich mir, Hauptsache erstmal alles in die Schränke und dann räume ich da drin später eben nochmal auf. Und während ich das schreibe, muss ich kichern. Wir wissen alle, dass das nicht passieren wird. Aber immerhin habe ich auf Glühbirnen als Provisorium verzichtet und direkt alle fehlenden Lampen gekauft.

In einer Nachbarschafts-App fand ich auch jemanden, der bereit war, mir beim Anbringen zu helfen. Leute, so ein Allrounder ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Er brachte meine tropfende Waschmaschine in Ordnung und erhellte mich in fast allen Räumen in weniger als drei Stunden. Wahnsinn. So lange brauche ich, um eine Glühbirne einzudrehen. Er kommt demnächst noch einmal vorbei und hängt Spiegel im Bad und die Lampe über dem Esstisch auf. Ok, die Küchenlampe ist nicht ganz gerade und der Monitor an der Wohnzimmerwand hat zwei überflüssige Bohrlöcher spendiert bekommen. Aber ich bin happy.

Die Lampe im Bad weigerte sich dann, sich den zuletzt eingestellten Modus zu merken und leuchtete beim Wiederanschalten unbeirrt wechselnd hell und weniger hell (erst wollte ich dunkel schreiben, aber das ist ja Unsinn: dunkel leuchten). Ich schrieb an den Otto-Versand, wo ich das gute Stück erworben hatte, und bekam eine ausführliche Antwort, dass die Lampe mir damit signalisieren wolle, dass sie gerne Teil meines smarten Zuhauses wäre. Also, in die App eingebunden, jetzt funzt es. Apropos Smart Home. Man muss ja alles, ALLES wieder neu einrichten. Und das läuft meist sehr unsmart ab, kostet einen Haufen Zeit und knabbert an den Nerven. Aber das meiste habe ich tatsächlich schon entsprechend programmiert.

Diese Woche habe ich vier Möbelstücke zusammengeschraubt, war wegen Gardinen freitagnachmittags (!) bei Ikea, wegen anderer Kleinigkeiten samstagvormittags (!!) im Baumarkt. Aber erstaunlicherweise war wenig los. Blöderweise habe ich Teelichter bei Ikea vergessen, dafür aber Birnenlimonade und Marmeladenkekse gekauft. Die Birnenlimonade war ein Versehen, ich hielt es für Cidre de poires. Ich werde das Prickelwasser in irgendeinem Cocktail verwursten. Und ich habe ohne Erfolg nach Daim gesucht. Ich meine, warum sollte man sonst zu IKEA fahren?

Am Samstagnachmittag hatte ich mal die Faxen dicke und machte einen Straßenbahnausflug nach Dellbrück, dem Nachbar-Veedel. Das hatte ich mal vor einigen Jahren als sehr nett in meinem Blog beschrieben. Was soll ich sagen? Ist ein bisschen die Schildergasse des Ostens, nahe der Haltestelle sehr trubelig (das Eiscafé hatte 2.000 besetzte Stühle draußen), aber hat wie selbige auch ein bisschen an Charme verloren. Aber so kam ich mal zu einem längeren Spaziergang an frischer Frühlingsluft, auch prima.

Heute wäre hier eigentlich Doppelkopf gewesen, aber ich bat, es zu verschieben, da hier einfach noch zu viel rumstand und nicht funktionierte. Aber ab dem 7. Mai trudeln hier die ersten Gäste ein, bis dahin bin ich aber auch fertig.

Es wird. Und ich freue mich darüber. Liebe Grüße, Euer

P.S.: Meine Kollegin Nicole hat mir dieses Wunderwerk einer Schokotorte-mal-anders noch nachträglich zum Geburtstag gebastelt. Die wird nicht angerührt! Die kommt mit in die Gruft.

P.P.S.: Und richtig guten Spargel gab es auch mal wieder, ich liebe ihn!

Ein Kommentar zu „Rom wurde nicht an einem Tag gebaut“

  1. Es heißt Teelichte und nicht Teelichter. Wollen wir wetten? Ach, Moment… habe ich die Wette nicht schon vor rund 30 Jahren gewonnen? Aber allgemeinsprachlich sind die Teelichter mittlerweile wohl auch ok 😊

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