Ihr Lieben,
vor ein paar Jahren habe ich schon einmal das Rezept für ein Masur Dal eingestellt, für das ich rote Linsen benutzt hatte. Heute gibt es geschälte und halbierte Bengal-Kichererbsen als Dal, ich bereite es heute auch etwas anders zu.

Zuerst wasche ich gründlich 250 Gramm getrocknete Chana Dal (noch ein Name: Bengalgramm), die gibt es in indischen Supermärkten, danach röste ich die nicht pulverisierten Gewürzbestandteile Pfeffer, Kreuzkümmel, Koriandersaat und Kardamom kurz (2 bis 3 Minuten) in einer beschichteten Pfanne an, lasse sie abkühlen und mahle sie einigermaßen fein. Die Schalen der Kardamomkapseln brechen schon nach einmal mörsern auf, die picke ich als nicht so verdaulich noch raus.

Dann mische ich das mit den sonstigen Gewürzen (Garam Masala, Rosenpaprika und Kurkuma). Ingwer und Knoblauch werden sehr fein gehackt, die Zwiebeln fein und die Tomaten grob gewürfelt. Die Chili in ganz feine Stücke schneiden und je nach Tapferkeitsgrad die Kerne mit verwenden oder vorher rausnehmen. Bei zwei Chilis kann man das machen! Eine Handvoll Petersilie hacke ich grob.

Jetzt in zwei Esslöffeln Ghee (wahlweise Butterschmalz oder hocherhitzbares Speiseöl) Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln anbraten, nach ein paar Minuten einen gehäuften Esslöffel der Gewürzmischung sowie die Kichererbsen dazugeben und darüber eine Dose pürierte Tomaten. Mit vorbereiteter Brühe ablöschen (ich mache das immer peu à peu, aber insgesamt sind das etwa 750 ml) und so lange köcheln lassen, bis das Dal fast die für Euch richtige Konsistenz hat (Manche mögen es eher breiiger, manche knackiger – ich bin die neutrale Mitte, es hat etwa 2 Stunden gedauert. Wenn man die Kichererbsen über Nacht einweicht oder einen SKT benutzt, ginge es womöglich schneller.). Schnell die frischen Tomaten dazu und noch ein bisschen mitkochen lassen. Mit ein paar Spritzern Limette und einem Teelöffel Zucker nachwürzen, weißen Sesam (auch angeröstet, aber Vorsicht, nach 30 Sekunden schon ist er fertig!!) beifügen und ein bisschen Joghurt oder Crème fraîche für die Optik und ein wenig Cremigkeit unterrühren.

Ich servierte das Dal heute mit nicht zu hart gekochtem Ei und aufgebackenem Fladenbrot. Und der Petersilie! Ihr wisst ja… Koriandersamen gehen, Koriandergrün nicht. Es ist superlecker geworden!
Einige wissen ja, dass ich mal einen pakistanischen Mitbewohner und Schüler (Deutschkurs B1) hatte, der hatte das so ähnlich gekocht, aber etwa 10 Chilis reingeschnibbelt.



