Wassermelonensalat mit asiatischem Dressing

Ihr Lieben,

der Hochsommer hat das Rheinland jetzt drei Tage in seiner tödlichen Umklammerung….. äh…. ups… da habe ich mich wohl von der Berichterstattung mitreißen lassen. Dennoch ist jetzt eine gute Zeit für einen erfrischenden Wassermelonensalat. Ist es eigentlich immer.

In einen Wassermelonensalat gehören, wer hätte es gedacht? Ah, Sie dahinten!, Wassermelonen. Die werden in kleine Würfel geschnitten und dann mit allem angereichert, was das Herz begehrt. Da ist Eurer Phantasie fast keine Grenze gesetzt. Ich wollte es schön bunt, habe gelbe Cherrytomaten, grüne Gurke (im Gegensatz zur Melone mit Schale), weiße Zwiebeln sowie Frühlingszwiebel hineingeschnibbelt. Ein paar Minzblätter kleinzupfen und unter alles heben. Vor dem Servieren kann man dann auch noch Cashewkerne oder gesalzene Erdnüsse drüberstreuen. Ich frage da immer nach, es haben viele eine Allergie. Granatapfelkerne machen sich auch prima. Klar, auch Koriander passt für…. igitt…. also für einige Menschen…. herrjeh…. wie kann man nur…. aber auch hier besser… puh… nachfragen. 🙂

Nützliche Küchengeräte, Teil 2714: Die Knollenreibe

Das Dressing machen wir wie folgt: Ein Stück Ingwer fein reiben, etwas eingelegte Chili sowie gepressten Knoblauch dazu und mit je einem Esslöffel Mirin, Sake, Sesamöl, Sojasauce und zwei Esslöffeln neutralem Öl aufgießen. Pfeffern und etwas süßen (honigen/ahornsirupen/zuckern, je nach Belieben). Ggf. mit einem winzigen Schluck Wasser strecken. Auch hier gilt: Man muss nicht nach Japan reisen, wenn man kein Mirin hat. Einfach ein bisschen Essig stattdessen, das Öl kann auch Nussöl sein. Der Alkohol verteilt sich sehr, größere Kinder sollten mitessen dürfen. Kleinere dann aber bitte nicht.

Das Dressing erst kurz vor dem Servieren unter den Salat mischen. Und wer immer fleißig mitliest weiß, dass aus meiner Sicht der Salat nicht schwimmen darf. Hier noch interessant zu wissen: Wenn man das Dressing mit einem Löffel über die Portion träufelt und dann daruntermischt, kann man entscheiden, wie viel vom Ingwer-Knoblauch-Chili-Gemisch man haben möchte, denn die Feststoffe setzen sich im Glas unten ab. Ich mag es scharf. Ausreichend aromatisiert ist das Dressing aber auf jeden Fall.

Frisch und ein bisschen exotisch. Ich liebe es!

Dörthe – ein Nachruf

Viele Menschen denken, eine Kolumne, ein Blog sollten immer witzig oder unterhaltsam sein, erheiternd und schön. In der Regel bevorzuge ich es auch genau so.

Aber es muss auch Platz für das Nachdenkliche geben. Wie aus den letzten Eselpark-News herauszulesen war, ist Dörthe nicht mehr bei uns. Erstaunlicherweise hatte ich vor Jahren mal ein Keramik-Schaf in Norddeich erstanden, das ich Deichgräfin Dörte taufte. Es ziert mit Moorprinzessin Mathilde meinen Balkon. Und nun durfte ich eine Dörthe live erleben. Nun, sie hatte ein „h“ mehr als meine. Aber immer, wenn ich jetzt Dörte ansehe, muss ich natürlich an Dörthe denken.

Darinka drückte mir vor ein paar Monaten eine Schüssel mit Brei in die Hand und bat mich, die zahnlose Dörthe mit der Hand zu füttern. Ich wusste nicht, worauf ich mich einließ. Man muss dazu wissen, dass Dörthe auf dem östlichen, umzäunten Gelände stand, wo auch die Bienenstöcke der Imker stehen. Zusammen mit den anderen Schafen und den Ziegen. Ich versuchte, der scheuen Dörthe ihr Essen zu reichen, aber die Ziegen und Kamerunschafe fanden plötzlich Dörthes Essen viel interessanter als ihr eigenes (welches ich – ehrlich gesagt – bevorzugt hätte) und Dörthe floh ständig vor den ungestümen Mitessern. Sie war auch, was mich anging, sehr scheu. Ich verscheuchte die Nimmersatts und versuchte, Dörthe wieder zum Essen zu bewegen.

Es hat ewig gedauert, bis ein Großteil verfüttert war. Und es war mir wichtig, waren doch Medikamente in den Brei gemischt. Ein solch intensiver Kontakt verbindet. Was mag das arme Ding von mir gedacht haben? „Warum hält er die Futterneider nicht fern?“ oder „Wieso lässt der mich nicht einfach in Ruhe?“. Leider habe ich Dörthe danach nur noch zweimal gezielt besucht. Ich wünschte, ich hätte es öfter gemacht.

Nach Dörthes Tod hatte ich einen Austausch mit einigen Eselleuten, z.B. Nicole, die im letzten Newsletter des Parks ja bekannte, dass Dörthe zu ihren Lieblingen gehört, aber auch mit Micky. Alle sind furchtbar traurig. Ich verstehe das. Unser Herz hängt besonders an den verletzlichsten und kränksten Tieren. Aber das ist nicht alles. Dörthe war eine Herzensbrecherin. Für mich nicht durch ihr Leid, sondern durch ihren Mut (ist sie doch immer wieder tapfer zur Futterschüssel zurückgekehrt), ihre Liebenswürdigkeit (Ihr könnt vielleicht erahnen, wie das Herz schmilzt, wenn ein Tier langsam Vertrauen entwickelt) und ihren Blick. Ja, lacht mich ruhig aus, Dörthe konnte einen anschauen… Die Mata Hari unter den Schafen. Natürlich nicht mit deren berüchtigter Verschlagenheit.

Im Gedenken an Dörthe sollten wir aber auch darüber nachdenken, warum wir, wenn es um Tiere geht, gerne bei den Schwachen sind, bei Menschen aber die (vermeintlich) Starken bewundern. Wenn es gute Menschen sind, ist das ja okay. Aber ich fürchte, der Trend ist nicht in meinem Sinne. Lasst uns auch bitte der schwachen Menschen gedenken und sie annehmen.

Ach, Dörthe, Dein Weggang tut weh. Wo auch immer Du jetzt bist, Liebes, wir wünschen Dir im Jenseits alles Liebe und Gute. Ich weiß, wenn ich Schäfchen zählen muss, bist Du auf jeden Fall dabei und bleibst so in meiner Erinnerung. Und wenn Du mal nicht über Zäune springen kannst, mache ich Dir im Halbschlaf ein Gatter auf. Dann hast Du es leichter.

Das Titelbild von Dörthe hat mir freundlicherweise Nicole Förster zur Verfügung gestellt. Das Weihnachtsbaumbild ist von Micky Rump. Danke an Euch Beide!

Pils und Pommes

Ihr Lieben,

zwar in der Rubrik „9-Euro-Ticket“, aber völlig ohne Bezug dazu: unsere heutige Tagesfahrt nach Maastricht. Diesmal wurde ich sogar abgeholt, denn es gab einen Plan, Elkes Navi auf den neuesten Stand zu bringen, dazu empfahl Ford eine längere Autofahrt ohne Unterbrechung.

Wir hatten schon vor einiger Zeit abgesprochen, dieses Wochenende mehrere Tage an der Küste zu verbringen. Als wir aber nach Unterkünften suchten, stockte uns der Atem: Für die schäbigsten Bruchbuden wurden Preise aufgerufen… wir hätten eine Bank überfallen müssen. Aber ein Tagesausflug ist dann ja auch ganz nett. Maastricht, das ich wegen eines Doppelkopfausflugs 2010 in guter Erinnerung hatte, liegt auch schön nah, da fiel die Wahl leicht.

Wir hatten uns für einen Park-and-Walk-Platz etwas außerhalb entschieden, der aber, als wir ankamen, schon völlig überfüllt war. Wir folgten einer weiteren Parkplatzbeschilderung: Autoschlangen davor, die sich nicht rührten. Wir bissen in den sauren Apfel und fuhren ins Mosae-Forum-Parkhaus. Da darf man in höheren Wagen keinen Schluckauf bekommen, denn sonst kracht der Wagen gegen die Decke. Es ist unglaublich niedrig. Und groß und eng. Und preisintensiv, wie wir später merkten. Dafür waren wir aber sofort an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten.

Unser erster Besuch galt dem Maastricht Visitor’s Centre, wo ich für 1,75 Euro einen Stadtplan erwarb. Was ist eigentlich aus den schönen, kostenfreien Plänen von Abreißblöcken von früher geworden? Wir liefen etwas ziellos durch die Gassen und Straßen und stellten fest: a) Man kann sich nicht wirklich verlaufen, es liegt alles nah beieinander. b) Es ist alles sehr nett. Im positivsten Wortsinne. Und c) überall in der Gastro ist es rappelsvoll.

Das Willkommensbier wollten wir an der Maas in der Nähe der Sint-Servaas-Brug, der ältesten Brücke der Niederlande, zu uns nehmen. Kein Platz mehr frei. Wir liefen auf die andere Maas-Seite zur Stadtbrauerei, wo wir auf der überfüllten Terrasse ein winziges Tischchen erhaschten. Das Bier war dann … naja, wer mich kennt, ich mag keine großen Bierexperimente… Elkes hieß „De royale Martinus“ und meins „De dorstige Lambertus“. Aber man konnte es trinken. 250 ml für ’nen modernen Heiermann. Durch die Massen an Gästen war die Stimmung leider bei allen etwas gereizt, es wurde viel gepöbelt.

Die andere Seite ist nett, viel Gastronomie und natürlich der schöne Ausblick auf die Altstadtseite. Wir liefen zurück und ließen uns wieder durch die Gässchen treiben. Wir passierten die Basiliek van Onze Lieve Vrouwe, überquerten den Vrouweplan – wieder ein sehr schöner, aber völlig überfüllter Platz- und gelangten irgendwann an den Vrijthof, der ganz im Zeichen André Rieus stand. Dieser ist Maastrichter, gibt einmal im Jahr eine Konzertreihe und wird vergöttert wie nix! Die Bars und Restaurants buhlen mit Rieu-Speisen und -Getränken um Kundschaft, kein Zipfel der Stadt ohne ein Plakat mit dem Maestro. Nach Umrundung der ganzen Absperrzäune warteten dann wieder sehr schöne Gebäudeensembles auf uns.

Wir eilten zurück zum Markt, wo wir uns in eine Schlange an die berühmt-berüchtigte Imbissbude Reitz anstellten, der Pommesinstitution der Stadt. Da wir nur eine Portion Pommes schafften, haben wir keinen Vergleich, aber die waren schon lecker! Pommes sind salzig und Salz macht Durst: Wir wollten ein unexperimentelles Bier. Das bekamen wir in der Boschstraat im Café Cocotte. Lecker Pilsken halt. Der freundliche Wirt/Kellner war recht herzlich (er nannte mich Süßer) und war so gut, uns noch den Weg zur Buchhandlung Dominicanen zu erläutern. Ja, will der alte Mann jetzt auch noch niederländisch lernen? Nein. Oder vielleicht irgendwann mal. Aber die Buchhandlung ist in einem alten Sakralgebäude untergebracht und macht ganz schön was her. Daneben übrigens ein Restaurant, dass ich von meinem Besuch 2010 wiedererkannte.

Was haben die Niederlande, was wir hier nicht (mehr oder so gut) haben? Na, ne ganze Menge, aber auch die Supermarktkette Albert Heijn, zu deren glühendsten Verehrerinnen Elke gehört. Da der Heijn in der Altstadt ihr zu klein erschien, fuhren wir zu einem größeren auf der anderen Maasseite. Was soll ich sagen: Elke wollte hin und ich hatte die größere Einkaufstüte. Sirups für Cocktailexperimente, Unmengen von Waffeln, Erdnusscreme (Pindakaas), schwarze Kirschen und vier Sorten Käse.

Auf dem Weg nach Hause dann das Update-Experiment. Leider wohl erfolglos. Das ist aber auch kein leichtes Unterfangen, wenn man sich dazu die ganzen Foren (und dazu gibt es einige) ansieht. Dennoch war es ein wunderbarer Tagesausflug. Maastricht hat sehr viel Charme, man könnte, wenn man wollte, exzellent shoppen, den ganzen Tag fressen und dann auch noch Ausflugsdampfer fahren. Ich mach mal den Kölner Markenbotschafter: Hinfahren lohnt sich!

Und wieso jetzt nochmal 9-Euro-Ticket? Nun ja, ich hatte es dabei.

Bis zum nächsten Mal, Grüße auch von Elke, Euer

Finde Dein Fahrrad, Du hast drei Tage Zeit. Ab jetzt!
Zum Glück für seine Fans tritt der Meister der seichten Klassik heute wieder auf.
Zu unserem Glück erst abends, wenn wir wieder daheim sind.
Man stelle sich vor, man wohnt an dem Platz und muss sich 24 Tage (!!!!!) lang dieses Gedudel anhören…..

Faulenzerauflauf

(mit Hack, Kartoffeln, Möhren, Feta und Paprika)

Ihr Lieben,

heute war seit dem Aufstehen irgendwie Auflauftag. Mit Hackfleisch und Familienpackung Käse obendrauf. Kennt Ihr das auch? Wenn ich erst einmal eine fixe Idee habe, dann zementiert die sich im Laufe des Tages in meinem Schädel ein.

Als ich aber abends nach dem Einkaufen nach Hause kam, hatte ich gar keine große Lust*, hier Kartoffeln zu kochen, dort eine Tomatensauce zu machen und da Hackfleisch anzubraten. Ich tat, was faule Menschen am besten können – ich dachte mir eine zeit- und arbeitsparende Strategie aus: Alles kleinschneiden und roh in die Auflaufform, durchmischen und zipp-zapp in den Ofen.

Ich bin stolzer Besitzer eines Küchengerätes, das man grob mit „netter Schneider“ übersetzen könnte. Ich habe diesen Kauf nie bereut. Angeblich von UVP 29.999,99 Euro auf 35 runtergesetzt, mit 99 1/2 Funktionen, von denen ich aber nur wenige nutze. Ich jagte durch den großen Würfelschneider 2 große Kartoffeln, 3 mittlere Möhren, 3 große Tomaten, 1 grüne Paprika, 2 Zwiebeln, einen Block Feta und durch den kleinen Würfelschneider 3 Chilis und einen Soloknoblauch. Die kleinen Würfel hackte ich zusätzlich noch feiner. Alles ab in eine bereitgestellte Schüssel.

In einer Tasse vermengte ich dann Salz, Pfeffer, zweierlei Paprikagewürz, Zucker, Kreuzkümmel und Öl und rührte meine Gemüsewürfel mit diesem Dressing gut an. Dann zupfte ich einen Laib Hackfleisch über das Gemüse – dabei rührte ich ab und zu wieder um. Dann gab ich alles in eine Auflaufform. In der nun leeren Schüssel vermengte ich eine Dose passierte Tomaten mit Salz und Pfeffer, gab sie über den Auflauf und bedeckte alles mit einer Großpackung Emmentaler.

Die Würfel sind gefallen

Bei 200°C (ohne Vorheizen wegen der Energie) habe ich alles für eine Stunde erhitzt. Wenn der Käse zu dunkel wird, Aluhut…. äh…. folie drüber.

Zwar gibt es immer noch einiges zu tun, aber ehrlich: Das war ratz-fatz gemacht und schmeckte gar nicht mal so übel, auch ohne Röstaromen und sonstiges Gedöns 🙂 Und abgesehen von der Auflaufform habe ich nur einen Sparschäler, ein Brettchen, das Würfelwunder, ein Messer und eine Tasse dreckig gemacht.

Und wie üblich reicht es für eine ganze Kompanie.

*) Seit meiner Corona bin ich dauerschlapp, das geht aber anderen Menschen wohl auch so.

Wenn Sie mit dem 9-Euro-Ticket in die Niederlande reisen möchten, müssen Sie GENAU DAS tun!

Ihr Lieben,

die Überschrift ist natürlich ein Clickbait: wie erziele ich möglichst viele Klicks mit möglichst wenig Aufwand. Und die Auflösung solch reißerischer Nachrichtenzeilen ist in der Regel trostlos: Es gibt keinen Trick, wie man mit dem 9-Euro-Ticket nach Holland kommt, es sei denn, man fährt mit diesem mit der S-Bahn von Köln nach Neuss und lässt sich von dort aus im Auto einer Freundin – in diesem Fall war das Elke – an den Zielort kutschieren…

Aber erst einmal zum 9-Euro-Ticket-Teil. Der Bus in Poll kam pünktlich, soweit alles gut. In Kalk musste ich in die S6 einsteigen, die mich nach Deutz bringen sollte, wo die S11 nach Neuss abfährt. Dieser S6 fehlte ein Waggon und der verbliebene war pickepackevoll mit Menschen, von denen einige leider das Konzept des Waschens nicht wirklich verinnerlicht hatten. Mir schwante Übles. Aber dann, große Freude, die S11 von Köln-Deutz nach Neuss leer wie nix, natürlich mit den üblichen Schwachmaten ohne Maske oder mit Ghettoblaster – also die Freude eines eines jeden Bahnreisenden, aber sonst sehr angenehm leer. Bei Elke angekommen nahmen wir noch ein Käffchen zu uns und dann fuhren wir zügig Richtung Oss, der Wirkstätte unseres Künstlers. Unsere Fahrt war nämlich schon länger geplant und unser Ziel war das Atelier von Theo Broeren, von dem quasi schon ein Bild in meinem Esszimmer hängt. Quasi, da es wohl eine Fälschung ist. Aber immerhin von guter Qualität. Theo Broeren ist schon recht bekannt, vor allem in den Niederlanden und in Deutschland, aber seine Werke finden sich in aller Welt, quasi von Spanien bis nach Südkorea.

Wir kamen gut durch und zu unserer großen Überraschung erwartete uns als erstes gegenüber des Ateliers ein winzig kleiner Hof mit Hühnern und zwei Eseln, einer davon besonders zottelig. Da mussten wir natürlich erst einmal hin, Fotos schießen.

Im Atelier angekommen begrüßte uns der Sohn samt Nachwuchs sowie der Künstler selbst. Wir tranken erst einmal einen Kaffee und dann haben wir viel geplaudert. Wir konnten uns prima auf Deutsch unterhalten und wenn es gar nicht mehr weiter ging, haben wir uns mit Englisch beholfen. Wir haben das Atelier besichtigt, auch die ganze Wohnung hängt voller Bilder, und wer sich die Werke im Internet einmal anschaut: sie strahlen alle eine solche Positivität aus, man fühlt sich sofort wohl. Die Originale von Theo Broeren sind immer sehr schnell verkauft, wir wollten aber statt sofort erhältlicher Giclées-Drucke lieber etwas „Echtes“ erwerben und haben uns daher für Auftragsarbeiten entschieden. In ein paar Wochen können wir dann unsere bestellten Meisterwerke abholen, wir sind schon sehr gespannt. Es war ein sehr schönes Treffen!

Ich glaube übrigens, dass Herr Broeren gegen ein bisschen Werbung nix hat:
https://www.theobroeren.com/

Da wir jetzt nun schon in den Niederlanden waren, wollten wir auch noch ein bisschen Sightseeing in der Nähe machen; wir entschieden uns für Nijmegen. Ich kannte diesen Ort eigentlich nur von Abfahrtstafeln in Bahnhöfen und hatte überhaupt keine Vorstellung, was uns dort erwartet. Aber vorweg, ein Ausflug dahin lohnt sich absolut. Es ist ein wunderschönes Städtchen, am Fluss Waal gelegen, wo wir auch erst einmal ein Bierchen tranken. Wir besuchten dann den großen Markt, schlenderten durch die vielen Gassen, passierten viele schöne Plätze und auf dem Rückweg zum Parkhaus führte unser Weg auch noch durch einen wunderschönen Park. Wenn man möchte kann man dort wahrscheinlich einiges mehr sehen. Allein der Marktplatz ein Traum mit seinen vielen historischen Häusern. Auch kulinarisch scheint einiges möglich zu sein. In einer Bäckerei kauften wir noch Honigkuchen, der hier allerdings Peperkoek bzw. Ontbijtkoek heißt. Die Bäckerei hatte eigentlich schon geschlossen, aber die Damen haben sich sichtlich über unsere Kuchenhamsterkäufe gefreut. 🙂

Hier mal ein paar Eindrücke von unserer Flaniererei:

Auf dem Rückweg fuhren wir bei Maren vorbei, die sich bereit erklärt hatte, auf Amy aufzupassen. Der wollten wir die Fahrt bei einem solchen Wetter nicht zumuten. Bei Elke angekommen orderten wir noch eine Pizza und tranken uns ein Weinchen auf diesen wunderschönen Tag.

Wenn unsere Bilder fertig sind (wir bekommen von Zeit zu Zeit Fotografien, um Änderungen vornehmen zu können), dann holen wir sie auch wieder in Oss ab und besuchen dann das nahegelegene ’s-Hertogenbosch. Wir hoffen sehr, dass wir bis dahin den Namen dieser Stadt aussprechen können.

Ihr Lieben, bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Euer Gerry

Dampfkartoffeln mit Räucherlachsquark

Ihr Lieben,

was, bitte schön, ist denn so schwer an so einem Rezept?, werdet Ihr Euch fragen. Ich antworte: Nix!

Ein bekannter Kölnischer Verlag forderte seine Leser mal auf, urkölsche Rezepte einzusenden. Daraus wurde ein Buch gemacht. Rezept Nr. 1: Leberwurstbrot. Und ja, das Rezept basierte auf gekauftem Brot und gekaufter Wurst.

Wir (wie, Ihr wart nicht alle dabei?) verrühren ein Päckchen Magerquark (250 g.) mit einem Päckchen Sahnejoghurt (150 g.), fügen einen Esslöffel Olivenöl, einen halben Teelöffel Salz, ein paar Umdrehungen mit der Pfeffermühle, einen halben Teelöffel Zucker, drei gepresste Knoblauchzehen sowie einen Esslöffel gehackten Dill hinzu. Gut verrühren und durchziehen lassen.

3 Eier hart kochen, zwei hacken und ab in den Quark. 100 Gramm Räucherlachs kleinschneiden und ab in den Quark.

Am Abend dann Pellkartoffeln dämpfen. Entsprechende Aufsätze gibt es für ’n Appel und ’n Ei. Sie schmecken so viel besser als gekochte. Durchschneiden, auf Teller anrichten, Quark drauf und mit Schnitzen aus dem übriggeblieben Ei und ggf. etwas Grünzeug dekorieren.

Ich mag das im Sommer gerne, heiße Kartoffeln mit kaltem Quark.

Haut rein!

P.S.: Und wenn man von allem etwas mehr macht, hat man für den nächsten Tag alles für einen leckeren Kartoffelsalat, indem man dann nur noch Radieschen, Paprika, Tomaten, Gurken etc. zum Quark hinzugibt, diesen etwas mit Milch verdünnt und Kartoffelwürfel hineinschneidet.

Und täglich grüßt der Covid-Test

Ihr Lieben,

es ist nicht zu fassen, das 9-Euro-Ticket-Tagebuch wird weiterhin von bösen Mächten torpediert. Der Test schlägt immer noch positiv aus. Und so langsam ist es nervtötend. Aber es ist, wie es ist: Auch dieses Wochenende keine Reise und das lange geplante Essen mit der Gartenparty-Runde (ja, die hat tatsächlich einen so schönen Namen) in der Südstadt morgen Mittag entfällt auch. Aber nicht nur wegen mir, auch andere liegen flach.

Tja, mal sehen, was die nächste Woche so bringt. Geplant ist eine Autofahrt, zusammen mit Elke, in das Atelier eines niederländischen Malers. Hat natürlich nix mit dem Ticket zu tun, aber ich würde mich freuen, wenn wenigstens das dann endlich mal klappt.

Bleibt’s gsund, Ihr Hoasn!

Euer Gerry

Und noch ein Hackfleischstrudel

Ihr Lieben,

ich habe hier schon einige Hackfleisch-mit-Teig-Rezepte eingestellt. Heute kommt eine weitere Variante dazu. Das besondere ist, dass das Hackfleisch diesmal nicht angebraten wird. Denn heute sollte es unkompliziert und schnell gehen.

Ich würfele je eine kleine rote Paprika, eine Zwiebel und vier Knoblauchzehen. Ab in eine Schüssel. Darauf einen großen Löffel Gemüsepaste, einen kleinen Löffel Chilipaste, einen Esslöffel Oregano, einen Teelöffel Salz, zwei Eier, 500 gr. gemischtes Hackfleisch und alles mächtig durchkneten.

Die Masse auf eine Blätterteigplatte aus der Kühlung streichen und locker zusammenrollen. Enden verschließen. Den Strudel mit verquirltem Eigelb bestreichen, oben einschneiden und 45 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 °C backen.

Schon fertig 🙂

Eignet sich auch prima als kaltes Buffet-Mitglied.

Tagliatelle alla quarantena

Ihr Lieben,

heute mal improvisiert, ich musste ja nehmen, was im Hause war. Und da es erstaunlich lecker für so eine einfach Sache war, hier das Rezept in Kurzfassung.

Tagliatelle al dente kochen. In der Zwischenzeit einen Block Gorgonzola „piccante“ mit 100 ml süßer Sahne und 100 ml Milch bei niedriger Hitze schmelzen. Paprikawürfel und Schinkenwürfel rein, grob pfeffern („Da, nimm das, Du Nudelsoße!“ ist grob genug). Die Nudeln mit einer Kelle Kochwasser reinrühren, einmal unter Aufkochen umrühren und voilà…. Schnittlauch drüber und verputzen.

Nicht der Welthit, aber für den minimalen Aufwand ein guter Seelentröster.

Bananenscherbett

Ihr Lieben,

zur Zeit liege ich ja flach und darf wegen der Quarantäne auch nicht aus dem Haus. Und wegen des Fiebers, das bei der sommerlichen Hitze in meiner Wohnung besonders angenehm ist, war mir soooo nach einem Eis. Schnell zum Kiosk? Nee, nicht drin! Aber, warum nicht selbst eins kreieren, wenn auch erst für den Tag danach? Mal sehen, was ich im Kühlschrank habe.

Ich habe mein geeistes Bananenpüree mit Auguste gemacht, es geht aber auch mit jedem anderen kraftvollen Mixer. Für eine große Einzelportion (sic!) habe ich 2 Bananen in kleine Stücke geschnitten und in den Froster gelegt. Am kommenden Tag gab ich dann 3 Esslöffel Puderzucker*, ein Päckchen Vanillezucker und die gefrorenen Bananenstücke in den Mixer, dazu einen Schuss süße Sahne. Mix it, mix it, mix it, mix it, Baby!! Sukzessive so viel Sahne dazugeben, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist. Bei mir war es mit ca. 75 ml ein bisschen zu flüssig für den Direktverzehr, da habe ich die Masse nochmal für drei Stunden in den Gefrierschrank gegeben. Wer mag, kann noch Minze mit reinmischen, eine Prise Zimt, Rumrosinen, Tonkabohnenabrieb (das tat ich) oder Mandelstifte. Der Phantasie sind wie immer keine Grenzen gesetzt (Rosenkohl?).

Resümee? Sehr süß und dennoch viel zu wenig! Und warum Scherbett? Weil ich das Wort lustiger finde als „Halbgefrorenes“.

Euer Gerry

*) Auguste und seine Verwandten können auch Kristallzucker verwenden, der zuerst ohne Beigabe zu Puderzucker pulverisiert wird.