Der Tag, an dem ich kein Sofa kaufte

Ihr Lieben,

es ist wieder mal Zeit für Klatsch und Tratsch und zwei oder drei kleine Rezepte.

Am Montag war meine Vermieterfamilie hier, um mit mir schon einmal die Übergabe vorzubereiten. Denn ich wollte mir jetzt nicht noch im April mögliche weitere Arbeiten ans Bein binden. Erfreulicherweise gibt es keine Beanstandungen an dem Zustand der Wohnung (sie ist, wenn man die Mietzeit betrachtet, auch erstaunlich wenig abgewohnt) und wir kamen sogar überein, dass die Küche wegen Abkaufs verbleiben kann. Das ist eine Erleichterung für mich, ich sah mich schon drei Tage lang Arbeitsplatten zersägen. Die den Neffen versprochenen Küchengeräte bleiben allerdings auch drin, dafür erhalten sie dann Geld, womit sie sich wenigstens eine Spülmaschine kaufen können.

Ansonsten bilde ich mir ein, dass ich jeden Tag etwas packe, aber in Wirklichkeit schiebe ich Dinge einfach nur von einer Stelle an die andere. Ich werde die Ostertage wohl aufs Packen verwenden und alles, was ich danach noch wirklich benötige, kommt am Tag vor dem Umzug in die Kiste. Der Umzug ist übrigens am 16. April, ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnte.

Man muss sich ja auch um Strom, Internet, Ummeldung und dergleichen kümmern. Ich war bei meinem Internetanbieter im Laden, die wollten mir ohne Entgegenkommen einfach für ein Heidengeld alles neu verkaufen („Nein, Ihr teuer bei uns gekaufter Router kann dann nicht mehr eingesetzt werden.“), inkl. Anschlussgebühren!!!! Sachma!? Ich kündigte und bekam umgehend Post, man wolle mich doch soooo gerne behalten. Diese Flachpfeifen. Sorry. Wieso muss man erst das Klientel verärgern und dann angeschlichen kommen? Problem ist, dass andere Anbieter sich ja auch so verhalten.

Am Samstag hätten wir eigentlich Familientreffen in Grevenbroich gehabt, daher entschloss ich mich, erst ein paar Sachen zu Luis zu bringen, um dann nach einer Couch in einem Möbelhaus in Pulheim zu schauen. Ich saß im Beratungsgespräch, als mein jüngerer Bruder schrieb, ob ich meinen jüngsten Neffen in Mönchengladbach abholen könne, er selbst sei krank. Ich sagte dem freundlichen Möbelverkäufer Tschüss (was der jetzt wohl denkt) und flitzte mit Benjiro gen Norden. Auf dem Weg dorthin klingelte mein älterer Bruder durch, mein Vater sei gestürzt und mit RTW auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir riefen zusammen meinen ältesten Neffen an, der hatte Kuchen gebacken. Ich hatte übrigens Mousse au chocolat im Kofferraum. Langer Rede… es gab kein Familientreffen, alles war sehr chaotisch. Gottseidank ist Papi wieder daheim, die Platzwunde wurde geklebt.

Wie findet Ihr die? Natürlich nicht so hell.

Aber auch sonst war Chaos^10: Am Sonntag wollte ich für einen Kollegen herzhafte Knabbereien backen, die Abteilung hatte sich überlegt, ihm ein kleines Buffet zu zaubern. Er ist der Haustechniker und uns war klar, das gibt mächtig viel Kolleg*innen-Besuch. Ich bestellte alles nötige für Freitagabend beim REWE Lieferdienst. Der Fahrer verspätete sich, drückte mir hastig die Tüten in die Hand und purzelte die Treppe hinunter. Leider fehlte mindestens eine Tüte, denn wirklich alles für den Geburtstag fehlte. Die fehlenden Waren besorgte ich dann quasi Samstagnacht noch im Supermarkt. Die Reklamationsbearbeitung bei REWE war dann unterirdisch, ich werde da nicht mehr bestellen. Da hat mich Stunden gekostet. Ich hatte übrigens auch einen Reklamationschat mit einem Versandhändler über verdorbenen Wein. Der war so absurd, aber so kompliziert, das muss ich Euch persönlich erzählen. Festhalten kann man aber, dass Chat-Bots ziemlich dumm sind.

So, was gab es denn zu essen? Die Mousse ist einfach: 300 Gramm Zartbitterschokolade werden im Wasserbad in 200 ml Sahne aufgelöst, diese Mischung wird, aber abgekühlt!, unter 400 ml geschlagene Sahne gehoben. Eigentlich ist es eher eine Ganache, kommt aber sehr nah an eine Mousse au Chocolat dran. Fotos habe ich leider keine gemacht.

Dann gab es noch ein Saté-Huhn, das hat mal wieder für drei Tage gereicht, war aber sehr lecker.

Die Blätterteigschnecken habe ich fast so wie hier gemacht, aber die Füllung setzte sich diesmal aus 150 Gramm Kräuterfrischkäse, zwei Eiweiß, zwei kleinen Packungen Schinkenwürfeln und 150 Gramm geriebenem Emmentaler zusammen. Das reichte für zwei Blätterteigrollen aus dem Kühlregal. 20 Minuten backen, Eigelb drüber nicht vergessen.

Die Lachsrolle gehört ja inzwischen auch zum Standardrepertoire in jedem Haushalt: 300 Gramm Spinat gehackt und einmal mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss erwärmen. Sehr gut ausdrücken, sonst wird der Teig zu wässrig! Mit 150 Gramm geriebenem Gouda, 5 Eiern und italienischen Salatkräutern (da ist dann Knobel drin) vermengen und bei 160°C im Ofen auf einem Backblech verteilt 12-13 Minuten stocken lassen. Wenn man auf das Backpapier Trennspray sprüht, hat man nachher auch keine Probleme beim ablösen. Abkühlen lassen, eine Packung Meerrettich-Frischkäse mit ein bisschen Crème fraîche verrühren (sonst ist der zu „hart“) und würzen, auf der Spinat-Ei-Käse-Platte verstreichen, Räucherlachs darauf verteilen und in Frischhaltefolie einrollen. Beides kam übrigens ganz gut an, aber die anderen Sachen auf dem Buffet waren auch mehr als genießbar! Das Geburtstagskind hat sich gefreut.

So, Ihr Lieben, es wird Zeit fürs Abendessen. Es könnte der Eindruck entstehen, dass mein Leben fast nur aus Essen besteht. Ähm. Ja. Also.

Liebe Grüße, bis bald, Euer

P.S.: Wie schlau ist es eigentlich, sich in meinem Alter noch eine teure Wohnlandschaft zu kaufen? Ich hadere gerade.

P.P.S.: Ich sollte übrigens über die Kölner Olympiabewerbung abstimmen… Auf der einen Seite hätte man sich ja eine Modernisierung der Kölner Sportstätten wünschen können, die sind nämlich unter aller Sau. Aber ob da Geld für aus dem Olympiatopf geflossen wäre? Man darf es bezweifeln. Und da Köln ja nun wirklich NICHTS auf die Reihe bekommt…

Gib mir mein Herz zurück, bevor’s jemand anbeißt…

Irish Dance in June

Ihr Lieben,

heute mal nur ein kurzer Schnipsel, ich möchte ausnahmsweise mal nicht mit der Umzieherei und den damit verbundenen Mühsalen langweilen. Und dä! Schon passiert. Naja.

Das wichtigste Ereignis zuerst: Meine Gattin hatte Geburtstag und sieht aber keinen Tag älter aus als letztes Jahr. Sie hat ein kleines, aber sehr feines portugiesisches Buffet auffahren lassen und einen kleinen Kreis dazu eingeladen. Ein Drittel der Geladenen waren Hunde, die es sich nicht nehmen ließen auch hier und da mal auf mir rumzukraxeln. Wenn ich nicht so viel reisen würde, würde ich vielleicht auch gerne einen vierbeinigen Begleiter haben.

Mit Benjiro bin ich das erste Mal durch Regen gefahren, daher musste ich mal den Scheibenwischer bemühen. Herrjeh, ich sah überhaupt nichts mehr durch die Windschutzscheibe. Ich bin dann auch umgehend zu einer berühmt-berüchtigten Autozubehör- und Reparatur-Kette gefahren, um den tauschen zu lassen. 30 Euro. Naja, meine Brille war deutlich teurer. Ansonsten freue ich mich fast jeden Tag über meinen, naja wenigstens das, vierrädrigen Begleiter (Donnerstag fuhr ich ausnahmsweise wieder ÖPNV und hatte wegen der Linie 7 morgens fast einen Kreischanfall!).

Das Wochenende wollte ich eigentlich etwas Schönes unternehmen, die ganze Woche war blauer Himmel bei angenehmen Graden. Pünktlich dann zum Büroschluss Nieselregen und Temperatursturz. Die Reise nach Belgien war damit hinfällig.

Aber ich habe mir ein paar Tage Dublin im Juni gebucht. Da die Hotels dort Fantasiepreise aufrufen, habe ich mir ein spartanisches Zimmer in einem Studentenwohnheim gemietet. Ich bin gespannt, die Rezensionen sind sehr kontrovers.

So, nu aber Schluss, sollte ja kurz werden. Bis die Tage, Euer

P.S.: Das Vorschaubild war mal wieder eine KI-Spielerei von mir. Der Titel lautet „Sehr geehrte Präsidenten a.D., wie beurteilen Sie die Arbeit des aktuellen Amtsinhabers im weißen Haus?“

P.P.S.: Elke hat nur Sachen für Nora geschenkt bekommen, außer den Blumen, auf die ich jetzt selbst neidisch bin. Ich hoffe, es gibt sie morgen noch im Blumenladen.

Dies ist die Nationalblume Südafrikas, die Protea. Ich habe sie oftmals live gesehen, es gibt sie in vielfältiger Form und fast ebenso vielen Farben.

Kunst, Kuchen und Keller

Ihr Lieben,

der noch nicht erfolgte Wohnungswechsel hält mich immer noch auf Trab. Am Montag letzter Woche war abends ein Umzugsfirmenvertreter bei mir, der sich angeschaut hat, was ich alles mitnehmen möchte. Und obwohl Küche (bis auf die Elektrogeräte, die an die Neffen gehen), Bett und Wohnlandschaft auf den Sperrmüll wandern, zahle ich zweieinhalb mal so viel, wie bei meinem letzten Umzug, und der war mit doppelt so vielen Plünnen. Ob ich gedenke, ein Gegenangebot einzuholen? Echt, ich habe keine Nerven mehr und beiße in den knapp 2.500 € teuren Apfel. Dann Sperrguttermine ausgemacht, dann versucht, einen Ummeldetermin bei der Stadt Köln zu bekommen… tja, Ende Mai wäre da was frei. Sachma. Geht’s noch? Dieses kleine, piefige Provinzkaff, dass sich so selbstbesoffen in Selbstüberschätzung feiert, bekommt nix, aber auch wirklich NIX auf die Kette.
Gestern war dann Luis da, der hilft mir mit seinem Freund, Dinge zu verscherbeln und hat auch beim Ausmisten des Kellers und diverser Schränke schon gut mit angepackt. Aber es werden definitiv mehr als die von mir geschätzten 50 Kartons.

Letzte Woche brauchte ich eine Verschreibung für ein Medikament, das auszugehen drohte. Da ich auch noch auf eine Rechnung wartete und Untersuchungsergebnisse abholen sollte, fuhr ich in die Praxis. „Der Herr Doktor ist in Urlaub, eigentlich müssten Sie zum Vertretungsarzt, aber ich will mal nicht so sein. Außerdem sind Sie ab 1. April nicht mehr unser Patient, der Herr Doktor nimmt ab da nur noch Privatpatiententermine wahr!“ WHAT??? Ich habe mir sofort einmal alles an Pillen aufschreiben lassen, was mir einfiel. Was ich denn nun tun solle? Wisse man auch nicht. Nach mindestens 25 Jahren kann ich jetzt von vorne starten. Ich sollte wegen meiner multiplen Erkrankungen in eine Kur, das war alles in Vorbereitung. Ich bin wie vor den Kopf gestoßen. Streicht das „wie“. So einen Mist kann ich gerade nicht wirklich gebrauchen.

Die KVB haben mal wieder gestreikt (man merkt den Unterschied zum Regelbetrieb aber kaum), da war ich froh, dass ich Benjiro hatte. Es kümmert mich nicht mehr. Ich würde gerne ein Fahnenträger der Verkehrswende sein, aber da ist ja keine in Sicht. Und unsere Regierungen auf allen Bundes-, Landes- und Kommunal-Ebenen sind so zugelobbyt, dass ich die in 300 Jahren nicht sehe. Aber auch mit Auto sieht man, was für ein Wrack unser Land geworden ist. Schlaglöcher ohne Ende, unbesetzte Baustellen, defekte Verkehrssteuerungen… Erwähnte ich, dass Benjiros rechter Außenspiegelblinker seine Abdeckung verloren hatte? Ich habe das Ersatzteil im Internet bestellt, eine YouTube-Video zur Montage angeguckt und tatsächlich alleine geschafft, es einzubauen. Das Ersatzteil, nicht das Video. Mannmannmann! (Ja, ich schaue gerade mal wieder „Mord mit Aussicht“). Dann bemerkte ich, dass der Blinker an sich aber auch defekt war. Grmpft. Aber ist ja wohl keinesfalls TÜV-relevant, so ein Außenspiegelblinker, oder?

Mit Ruth war ich schon vor zwei oder drei Wochen fürs Museum verabredet. Da kam auch ein KVB-Streik dazwischen und ich hatte Benjiro noch nicht. Wir holten den Termin dann letzten Donnerstag nach. Sebastiao Salgados AMAZONIA im Rautenstrauch-Joest-Museum. Als Kölner kommt man ja am ersten Donnerstag im Monat immer für umme in die Kölner Museen. Dementsprechend voll war es. Ruth als Auswärtige, die einen ganz schönen Happen Geld für den Eintritt blechen musste, durfte dann auch kommentieren, dass der eher träge Kölner immer ganz schön flink ist, wenn es etwas umsonst gibt.

Die Ausstellung war sehr schön aufgemacht. Salgado ist ein unglaublich guter Fotograf! Wir beide waren uns aber einig, dass Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Regenwaldes nur bedingt etwas für uns transportieren, während die Portraits und Gruppenfotos in s/w eine unfassbare Begreifbarkeit ausstrahlten. Dazu Videodokumentationen, Reliefs für Sehbehinderte, Musik und eine Dokumentationsecke über die Regenwaldstiftung der Salgados. Wirklich, wirklich sehenswert. Leider nur noch bis 15. März, Ihr müsstet Euch sputen.

Ich habe bestimmt schon einmal über „Toogoodtogo“ berichtet, die App, in der vor allem Lebensmittelhändler ablaufende oder nicht mehr verkaufbare Ware zu einem i.d.R. Drittel des Preises anbieten. Ich hole mir öfter solche Tüten. Und da am Tag des Museumbesuches eine Konditortüte fällig war, aßen wir dort auch zusammen zu Abend. Strammer Max für 18 Euro. Ich meine, wie reden von einem belegten Brot mit Kartoffelsalat. Aber sehr lecker! Habe übrigens vorhin bei einem anderen Konditor wieder eine Tüte Kuchen abgeholt. Habe jetzt drei Stücke Schokotorte; da Mittwoch aber Luis wieder kommt, teile ich das natürlich mit ihm. So jedenfalls die Planung, *räusper*.

Freitag war ich dann bei meiner Gattin, der lieben Elke. Es gab einen leckeren Nudelauflauf und natürlich wieder Selfies mit Nora. Da wir immer ein Gläschen Sekt trinken und ich eine Null-Alkohol-am-Steuer-Politik bevorzuge, fuhr ich mit der DB. Den Rückweg musste ich mir mit Umwegen zusammenbasteln, es war wieder chaotisch ohne Ende. Erinnert Ihr Euch noch an die Odyssee mit Longerich letztes Jahr? Wäre heute wieder so weit gewesen. Hat dann aber mit Umwegen ganz gut geklappt. Elke sehe ich schon am Donnerstag wieder, aber ich verrate nicht, wie alt sie wird.

Auf der Arbeit kann ich mich über Langeweile nicht beklagen. Naja, wird ja jeder behaupten, der seinen Job behalten möchte. Aber ich muss mal über das Phänomen Sitzung berichten: das ist ein Konstrukt, das mir zusehends auf die Nerven geht. Alles ist eigentlich nach 10 Minuten gesagt worden, aber noch nicht von jedem und in aller Ausführlichkeit, was die Sitzung immer zu einem stundenlangen Ereignis aufplustert. Ich plane daher eine Eingabe, Sitzungen zu verbieten. Mal sehen, mit den Rasern war ich ja nicht ganz erfolglos. Am Montag habe ich auch auf dem Dach eine Handwerkertruppe begleitet. Da war das Wetter so schön, da musste ich mich mal mit dem Dom…

Ihr Lieben, lange habe ich überlegt, ob ich diese schreckliche Nachricht in einen „Schnipsel“ packe, denn es ist ganz und gar nicht nur ein Schnipsel. Aber da Ike in meinem Blog ab und zu vorkam, sollte ich auch hier berichten, dass sie im Alter von 61 Jahren zu unserer aller Bestürzung den Kampf gegen den Krebs verloren hat und letzten Mittwoch verstarb. Wir kannten uns etwa 30 Jahre, waren in unzähligen Urlauben zusammen (Portugal, Türkei, Südafrika, Schottland usw.) und haben so einigen Blödsinn, aber auch ernste Sachen erlebt. Sie war eine lebenslustige, witzige, warmherzige Freundin, und am Ende eine tapfere Person, die eine schmerzliche Lücke hinterlässt. Ich weiß, sie ist jetzt an einem besseren Ort.

Alles Gute Euch, Euer

Benjiro bedeutet „Genieße den Frieden“

Ihr Lieben,

man soll ja nicht alles glauben, was im Internet steht. Aber der Reihe nach: Mein Vater und meine Mutter haben endgültig zugunsten ihrer Brut auf ihre Autos verzichtet und so kam es zu einem Ringtausch, da der Wagen meines Vaters schon auf Leihbasis bei meinem jüngeren Bruder war. Der bekam jetzt den Toyota meiner Mutter, der wegen Reparatur an dessen Wagen als Leihfahrzeug bei meinem älteren Bruder stand, ich den Toyota meines Vaters. Mein älterer Bruder erhielt schon früher einen Zuschuss zu seinem Gefährt. Blickt Ihr noch durch? Ja? Schön!

Der knallrote Yaris, der mir gestern von älterem Bruder und einem Neffen vorbeigebracht wurde, ist ein wirklich schöner Wagen. Ich suchte sofort nach einem passenden Namen und wollte diesmal einen japanischen Vornamen mit der Bedeutung „rot“ im Namen. Die KI schlug mir „Benji“ vor, das bedeute „tiefrot“ und wäre ein beliebter Jungenname. Ich forderte dieselbe KI auf, mir Belege dafür zu liefern, worauf diese einknickte. Sie fände keine. Ich blätterte daraufhin in den einschlägigen Vornamensseiten und stieß, da ich Benji schon schön fand, auf den Namen Benjiro. Der eben „Genieße den Frieden“ bedeuten soll. Ob’s stimmt? Ich weiß es nicht. Aber mir wird der Wagen viel Frieden bringen, da ich inzwischen von Nahverkehr und deutscher Bahn mehr als genervt bin. Ich erwähne es hier ja auch von Zeit zu Zeit.

Ich war Mitte der Woche wieder zwei Tage dienstlich in Braunschweig und wie zwei Wochen zuvor war es bahntechnisch wieder eine Katastrophe! Meine Kollegen und ich mussten Zughopping machen, um irgendwie halbwegs voranzukommen. Als wir uns endlich auf der letzten Teilstrecke wähnten, beschied uns der Zugführer, der Halt in Braunschweig entfiele und wir führen jetzt nach Wolfsburg. Das ist schon eine neue Qualität, die Passagiere zu quälen. Hier in Köln dieses Jahr schon drei Tage Streik der KVB, ebenfalls ein Ärgernis, wenn man dann – ohne Auto – Verabredungen absagen muss. Ich hoffe, mit Benjiro kann ich nun entspannter planen. Papi, ganz lieben Dank an Dich! Du bist der Beste!!

Wolfsburg auch beim Rückweg…

Ich habe natürlich gerade viel mit meinem Umzug zu tun. Die Vormieterin ließ mich noch einmal zum „Nochmalnachsehen“ und Ausmessen der Wohnung herein, so konnte ich entscheiden, welche Küchengeräte ich nutzen werde; meine recht neu erworbenen aus Poll oder die abgekauften aus Holweide. Spoiler: Es wird gemischt und die anderen Geräte bekommen meine Neffen. Mit Schrecken musste ich aber feststellen, dass ich meine Wohnlandschaft (schönes Wort) nicht mitnehmen kann, da sich der Ottomanen-Schenkel an der falschen Seite befindet und nicht getauscht werden kann. Naja, hat ja auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, daher jetzt keine Tragödie.

Einen Maler habe ich inzwischen beauftragt, noch einmal komplett durchzupinseln, ein erstes Umzugsunternehmen kommt Montag zur Bestandsaufnahme und Abgabe eines Angebotes. Ich werde so einiges vorher noch ausmisten bzw. versuchen, zu verkaufen.

Klar habe ich auch wieder etwas in den Food-Blog eingestellt, aber ich komme gerade nicht viel zum Kochen. Ich merke auch die ganzen Pizzen und Fertiggerichte, man isst insgesamt doch ungesünder und wird schlapper. Da ist das Huhn in Gorgonzola-Sahnesauce jetzt zwar auch keine Vitaminbombe, aber wenigstens war es richtig lecker (dafür war der Salade Russe ein paar Tage zuvor mit viel Gemüse).

Vor ein paar Wochen war ich beim Betriebsarzt, meine Augen haben sich verschlechtert. Auf den Befund musste ich fast vier Wochen warten, dann kam die Karnevalsflucht dazwischen. Daher war ich erst die letzte Woche beim Optiker. Die Bildschirmarbeitsplatzbrille schlug mit nur ein paar Euro zu Buche, aber die Gleitsichtbrille macht mich arm. Seufz. Ich konnte aber auch vor Ort für 35 Euro eine Augeninnendruckmessung und eine Netzhautfotografie machen lassen. Das nahm ich mal wahr, denn beim Augenarzt wartet man ja monatelang auf einen Termin (zumal meine letzte Ärztin während der Untersuchung die ganze Zeit privat am Handy quasselte, das war nicht vertrauenerweckend). Jetzt bin ich stolzer Besitzer zweier wunderhübscher Fotografien meines Augenhintergrundes.

So, noch einmal zurück: Benjiro war inzwischen im Luxus-Spa. Komplette Handpflege innen und Wachsen außen mit allem Pipapo. Ich fand beim vorherigen Ausräumen insgesamt 4 Erste-Hilfe-Kästen mit verschiedenen Verfallsdaten, 3 Schirme, ein halbes Dutzend Eiskratzer und zwei Lackreparatursets, drei Rosinen und diverse Schutzelemente (Fatimas Hand, das blaue Auge, ein Kreuz). Nach der Kosmetik fuhren wir noch zum Handelshof und kauften eine Handyhalterung. Eine Abdeckung für den Außenspiegelblinker braucht Benjiro auch noch, die hat er irgendwie verloren, aber wenn ich die Schlüsselnummer zur Identifizierung des Yaris angebe, bekomme ich 20 Modelle angezeigt. PUH! Und außerdem: heißt „links“ von vorne oder vom Fahrersitz aus gesehen? Ich habe mir das so genau wie möglich angeguckt und hoffe, dass das richtige Ersatzteil kommt.

So, das war mal wieder ein kurzer Einblick in mein Treiben. Bis zum nächsten Schnipsel, macht es gut, Euer

Die hat es gut, die muss nicht ständig umziehen. Aber das Gewicht ist natürlich… puh!

Heute hier, morgen dort…

…und nein, Ihr Lieben,

ich bin dann nicht – wie Hannes Wader – kaum da und muss schon wieder fort: Denn ich habe eine seeeehr schöne, neue Bleibe. Gottseidank! Aber der Reihe nach, wie immer:

Oliver zieht jetzt zu meinen Eltern, er ist wirklich eine Seele von einem Mensch! Zu wissen, dass sie eine so tolle Unterstützung haben, ist sehr beruhigend. Er fragte mich, ob ich denn an seiner Wohnung Interesse hätte, die er nun aufgäbe. Aber er hat immer so über den Vermieter geschimpft und über die benachbarte Kneipe… Och… nöööö. Ein Pflegedienst ist auf Anraten von Elke auch hinzugezogen und schon aktiv.

Am Dienstag gab es ein veganes Menü in Sürth. Jasmina hat wieder super gekocht! Monika feierte (übrigens zeitgleich mit Oliver, sie sind am selben Tag geboren) ihren §?“!* (immer dieses atmosphärische Rauschen!!) Geburtstag am Abend in kleinem Rahmen. Das war eine sehr schöne Zusammenkunft mit vielen Storys und entsprechend viel Gelächter und das Essen war ausgezeichnet. Pilz Wellington! Da muss man erst mal drauf kommen! Und die Blumenkohl-Apfel-Suppe. Vor lauter Gier habe ich dann vergessen, die Rote Grütze mit Skyr-Erbsprotein-Schaum zu fotografieren. Fragt mich mal bei Gelegenheit zur Roten Grütze von Oma Hamburg. Da gibt es eine Geschichte zu.

Ansonsten war meine knapp bemessene Freizeit natürlich einer Wohnungsbesichtigung nach der anderen gewidmet. Ich erwähnte es bereits, es ist nicht alles Gold, was glänzt. Wieder hätte ich zwei Wohnungen aus dem Stand haben können (alte Männer sind wenigstens auf dem Wohnungsmarkt begehrt!), aber es passte nicht. Donnerstag wurde es surreal, als ich eine Wohnung in Kalk (unweit meiner früheren Wohnung in der Remscheider Straße) besichtigen wollte; die Frau von der Vermietungsgesellschaft und ich waren vor Ort, aber der aktuelle Mieter nicht. Sie war – verständlicherweise – auf 180. „Ich gucke mir jeden Knubbel auf der Raufasertapete an! Der kann was erleben!!!“. Ich fürchte, die Wohnungsübergabe wird ein Debakel für ihn. Wusstet Ihr übrigens, dass die Rauhfaser (so die Schreibweise vor der Rechtschreibreform) um 1900 herum von einem Apotheker namens Erfurt erfunden wurde? Aber wo war ich? Ach ja, die Dame zeigte mir dann eine ganz andere Wohnung, die mich aber nicht ansprach. Blick auf eine nackte Beton-Mauer.

Jetzt aber, Tusch bitte!, TaDaaaa!, das Ereignis der Woche: Am Mittwoch schaute ich mir eine Wohnung an, für die ich mich schon knapp eine Woche vorher beworben hatte. Herr B. rief mich übrigens zur Terminvereinbarung an, als ich von der Besichtigung einer Wohnung in Dormagen zurückfuhr, die auf den Bildern super aussah, aber in live leider völlig verwohnt war. Die Bilder waren schlicht mehrere Jahre alt*. In Dormagen hatte ich ja einige Zeit im Krankenhaus Hackenbroich gearbeitet. Bezeichnenderweise ist das in der Dr.-Geldmacher-Straße. Ich wohnte aber in den Schwesternwohnheimen in der Elsa-Brändström-Straße, die nach der aufopferungswürdigen schwedischen Philanthropin benannt wurde. ICH SCHWEIFE JA SCHON WIEDER UNGLAUBLICH AB! Menno! Also, ich saß im Zug und war am Telefon verwirrt. Welche Wohnung in Holweide??? Aber ja, ich komme Mittwoch! Zuhause musste ich dann erst einmal ermitteln, um welches Objekt es ging. Oh! Diese! Ja! Die sieht super aus! Die will ich!!!

Und die Wohnung war sogar besser als auf den Bildern und wegen denen hatte ich mich ja schon verguckt. Und die Vermieter sehr sympathisch! Und die Vormieter entzückend! Das Haus gepflegt, die Anbindung zum Büro sehr gut (35 Minuten), die Umgebung mit allem, was man so benötigt. Ich war schockverliebt! Und rechnete mir kaum Chancen aus, da die Konkurrenz groß war. „Wir melden uns“.
Samstagmittag klingelte das Telefon. „B. hier“. Ich bekam fast einen Infarkt! Ruft der wegen einer Absage an? Wie mutig und gleichzeitig bewundernswert! „Na, noch Interesse?“ und „Gab zwar Hübschere, aber Sie brauchen ja zeitnah was.“. Muss man mehr über so einen Vermieter sagen? Genau mein Humor. Mittwoch unterzeichnen wir unter großem Presseaufgebot und mit dem Segen des örtlichen Kirchenvertreters und des Bezirksvertretungsvorsitzenden den Vertrag und die Vereinbarung zu Ablöse mit dem Vormieter, der für die Küche absolut faire Preise aufgerufen hat. Übrigens: die Vormieter haben Nachwuchs bekommen und beziehen deshalb ein Haus. Sie haben da wohl sehr gerne gewohnt.

Bedanken muss ich mich mal bei den vielen Menschen, die sich so eingesetzt haben. Ein paar meiner jetzigen Nachbarn haben mich mit Vorschlägen bombardiert (hmmm, wollten die mich loswerden?), Andrea M. hat fast mehr Inserate studiert als ich selbst, Kollegen haben mir Tipps gegeben. Es ist schön, solche Menschen zu kennen. Und jetzt freue ich mir ein Loch in den Bauch! Leider gibt es keine Bilder; das Exposé ist deaktiviert und ich habe versäumt, Screenshots zu machen und konnte natürlich auch keine Bilder während der Besichtigung aufnehmen, da die Wohnung ja noch bewohnt ist.

Und sonst? Habe ich auch wieder was gekocht? Ja, klar, ein Zucchini-Hack-Auflauf hat den Weg ins Rezeptmenü gefunden. Kohlehydratfrei und trotzdem sättigend und lecker. Und letztes Wochenende waren Elke und Nora bei mir. Da gab es Chili con Carne-Nudeln. Bisserl ähnlich alles, aber Winterzeit ist Auflaufzeit. Nora scheint im Freien etwas zickig zu sein, aber hier hat sie sich wieder vorzeigbar und vorzüglich benommen.

Auf der Arbeit nehmen die Pläne für die Umbauarbeiten am Standort Braunschweig Gestalt an. Da muss ich jetzt wohl öfter hin, auch wenn die Geschäftsführung da eher meinen Chef in der Pflicht sieht. Es wird aber auf jeden Fall halb so wild, wie hier in Köln.

Was für eine Achterbahnwoche! Mit einem fulminant schönen Ende!!! Ich freue mich so sehr auf die neue Bleibe, das könnt Ihr gar nicht ermessen. Und ich kann jetzt entspannt in den Kurzurlaub fahren!

Ihr Lieben! Wir lesen und spätestens zum Prolog meiner Fahrt nach Ljubljana wieder. Bis dahin allen eine gute Zeit! Euer

Der Autor ist in Feierlaune! Aber wieso hat er einen Truthahnhals? Und rasiert hat er sich auch nicht!

*) In Brühl haben Vermieter den „sagenhaften Weitblick auf der Dachterrasse“ mit KI verändert. Statt in grüne Auen zu schauen… blickte man auf das Oberdeck des Parkhauses eine geschäftigen Einkaufszentrums. SACHMA!

Kunst, Kochen und Karnevalsflucht

Ihr Lieben,

zwei Wochen bin ich schon wieder im Land; das reicht, um alle Erholung abbröckeln zu lassen. Es geht ja schon los mit diesem Wetter. Während andere über Schnee jubeln, bekomme ich das kalte Grausen. Ich hasse Winter. Kalt, nass, grau, dreckig.

Nachdem ich jetzt wieder ausreichend davon habe, investiere ich die meiste Zeit natürlich in die Wohnungssuche. Man liest ja viel vom heißumkämpften Wohnungsmarkt, aber ich habe in meinem Größenwahn gedacht, ich sei nicht betroffen. Ich bin ja schließlich gesittet, habe einen Job, bei dem Vermieteraugen glänzen, eine astreine Schufa-Auskunft… ich bin quasi ein Schwiegermuttertraum der Haus- und Wohnungsbesitzer. Ach, Unsinn, weit gefehlt. Auch ich stehe dann in einem Pulk von 200 Menschen, die alle eine kleine Wohnung besichtigen wollen. Da habe ich keinen Nerv zu, tottrampeln lassen kann ich mich auch auf dem Oktoberfest oder beim Kölner Karnevalsauftakt; und da geht es wahrscheinlich lustiger zu.

Dazu kommt die ausschweifende Phantasie in manchen Inseraten. Ein herrlicher Ausblick? Ja, auf eine Müllkippe! Die zum Träumen einladende Dachterrasse? Ja, wenn man denn einen Austritt in der Größe eines Gästehandtuchs „Terrasse“ nennen mag. Und nein, liebe Vermieter: Nadelfilz ist keine „behagliche Auslegeware“!

Naja, zwei, drei ganz passable Wohnungen hatte ich auch dabei, eine allerdings direkt an der zweitmeistbefahrenen Straße Kölns (da hilft auch kein Schallschutzfenster), zwei andere mit winzigen Küchen, was für einen Hobbykoch schon ein No Go ist. Aber die Suche geht weiter, ich habe ja noch Zeit. In meinem Kündigungsschreiben wurde übrigens auch eine Umzugsbeihilfe in Aussicht gestellt, auf Rückfrage hieß es dann, jahaaa, wenn ich auf der Intensiv läge und nicht umzugsfähig wäre. Auch will man sich mit Mietzinsreduzierung in der Überbrückungsphase (z.B. Renovierung der anderen Wohnung) nicht anfreunden. Ehrlich? Der Rauswurf krempelt mein ganzes Leben um und dann null Entgegenkommen?! Ich bin versucht, aus lauter Frackigkeit doch mal meine Rechtschutzversicherung zu bemühen, immerhin hat der Sohn ja eine Bleibe und daher keine Not. Aber ich bin ja „leider“ nicht so gestrickt.

Die Arbeit hat mich natürlich auch wieder. Was soll ich sagen: Ich brauche sie nicht, um glücklich zu sein. Ich brauche nur das Gehalt. 🙂 Aber ich will fair sein, im Moment ist es ziemlich ruhig. Nur der Arbeitsweg ist die Pest! Die beiden linksradikalen Gören Schneeflöckchen und Weißröckchen besetzen die Schienen der Straßenbahn und schon geht nichts mehr. Ich bin zu einer Wohnungsbesichtigung, ich hatte Kulanz von 20 Minuten eingeplant, 20 Minuten zu spät gekommen. Die KVB sind die 11. biblische Plage!

Ich habe natürlich auch wieder ein paar Sachen gekocht, aber nichts so dramatisch schwieriges oder besonderes, dass es einen eigenen Eintrag in der Kochecke würdig gewesen wäre. Ich habe das Boeuf Bourgignon noch mal gemacht, ich habe Lachs auf Chicorée-Gemüse gebrutzelt und Huhn mit Knoblauch und Kartoffeln gebraten.

Was ich aber mal anders gemacht habe: Meine Orangenmarmelade. Diesmal wollte ich eine bittere und habe ein Rezept von Ines Bitsch auf Youtube befolgt. Ich sage Euch, das ist eine zwar zeitlich aufwändige, aber auch tolle Methode: 2 mal 2 Stunden kochen die Orangen und das Ergebnis schmeckt toll! Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=GWu7dxijonM

Verabredet war ich auch mehrmals, aber die meisten Treffen sind geplatzt. Schneeflöckchen und Weißröckchen lösen ja inzwischen immer sofort Katastrophenalarm aus, der sich dann nicht bewahrheitet. So blieben einige Besucher dann zuhause, obwohl es eigentlich unnötig war. Ich vermute, dass diese Panik ausgelöst wird, weil sich die entsprechenden Stellen denken, lieber zu laut geschrien, als zu leise gewarnt. Ist ja auch verständlich, wird aber über kurz oder lang so ausgehen, wie mit dem Kind und dem Wolf, der aus dem Wald kommt…

Heute dann habe ich mal wieder für Kultur gesorgt. Ich chatte seit einem Monat mit einem netten Mann in Düsseldorf und heute haben wir uns dann auch mal getroffen. In der Kunstsammlung Düsseldorf zur Ausstellung „Queere Moderne“. Das war schön und sehr interessant kuratiert. Auch haben wir dann noch die ständige Sammlung angeschaut. Da sind dann Dinge dabei, die ich nicht verstehe, aber auch wertvolle und bekannte Stücke von Kirchner, Grosz, Chagall, Picasso, Baselitz und und und. Ein Raub würde sich hier definitiv lohnen! Ich habe mir einen kleinen Léger mitgenommen, ich hoffe, das fällt nicht auf. Nein, Quatsch!!! Ja, und das Treffen war auch nett, wir haben dann noch ein Weinlokal besucht und sehen uns wohl auch wieder.

Ja, zu guter Letzt habe ich noch eine Reise gebucht, über Karneval. Ich habe so gar keine Lust, schon wieder mit dem in Köln gelassenen Dom oder dem gehenden Trömmelsche dauerberieselt zu werden. Das macht mich fast aggressiv. Daher fahre ich auf abenteuerlichen Wegen nach Slowenien und dann in die Slowakei. Meine Länder 73 und 74 nach konservativer Zählweise. Da werdet Ihr dann spätestens in dreieinhalb Wochen drüber lesen können. Vorher kommt aber bestimmt noch der ein oder andere Schnipsel ins Haus geflattert.

Liebe Grüße, Euer

P.S.: Meine kapverdischen Schmetterlingsbilder sind gerahmt und ich finde, sie sehen gut aus:

Adventsaktivitäten

Ihr Lieben,

es war wieder einmal eine ziemlich vollgestopfte Woche, es wird dringend Zeit, dass ich Urlaub habe (denn der ist ja bekanntlichermaßen bei mir nie vollgestopft).

Montags ging es schon gut los mit einem drei Tage dauernden Kombi-Audit in der Firma. Bis auf eine kleine Rüge haben wir das aber einigermaßen unbeschadet überstanden. Dennoch ist sowas mental ja auch kraftraubend.

Am Donnerstag gab es die Abschiedsparty eines langjährigen Mitarbeiters. Da habe ich spaßeshalber mal wieder eine Rede von ChatGPT schreiben lassen, aber die war so grottig, dass ich den Kollegen bat, mir nur ein paar Stichpunkte aufzuschreiben, die ihm wichtig waren, und habe doch frei vorgetragen. Das war eine sehr ruhige, aber schöne Party.

Freitag zog es mich dann direkt nach der Arbeit zu Stefan und Lars nach Hattingen, die beiden kenne ich – treue Leser wissen das – von einer Asienreise. Sie veranstalteten einen Currywurst-/Sekt-Empfang zu Advent. Da ich noch nie in Hattingen war, fuhr ich früh los, um mir den Ort ansehen und den Weihnachtsmarkt besuchen zu können. Herrjeh! War das überlaufen. Aber der Ort scheint wirklich nett zu sein. Am Glockenturm wartete ich vergeblich auf das für 18:05 Uhr angekündigte Glockenspiel, allein, der Glöckner schien mit seiner Esmeralda auf Karibikreise zu sein. Immerhin hatte ich dadurch Gelegenheit, am französischen Weihnachtsmarkt 8 Galettes für 8 Euro 10 zu erstehen. Waren aber auch lecker, muss man zugeben. Frau oder Herr Bürgermeister/in: Bitte erstatten Sie mir die Keksausgaben, die ich ja nur wegen des ausgebliebenen Musikgenusses erstand.

Auf der Partyeinladung war – das hatte ich wieder vergessen – der Dresscode feierlich bzw. weihnachtlich vorgegeben. Ich ergatterte in einem Hattinger Fachgeschäft für elegante Herren-Garderobe (Inh. Erwin Lindemann) eine rosafarbene Weihnachtsmütze und war dann wenigstens nicht der dresscodeloseste Besucher. Das Fest war eine (be)rauschende Ballnacht. Ich taumelte gegen zwei Uhr zu meinem Hotel, erstes Haus am Platze für 54 Euro, ohne Frühstück, ohne alles, und wachte mit leicht erweiterter Hutgröße wieder auf. Zwar wollte ich noch einmal bei Tageslicht durch Hattingen laufen, aber da ich mein Gepäck dabei hatte, der Kater schnurrte und es auch noch nieselte, begab ich mich nach Hause. Ihr Hasen, war schön, gerne wieder!

Am Wochenende habe ich dann sehr viel telefoniert. Meinen Eltern geht es nicht so gut, mein Vater war beim Telefonat sehr niedergeschlagen, das beschäftigt mich natürlich sehr. Er schimpft sehr aufs Altsein mit den einhergehenden Schmerzen und Beeinträchtigungen. Dann denke ich immer, wie viele Wehwehchen ich schon habe und welche Mühen sich jetzt schon abzeichnen.
Mit Matthias habe ich auch gequasselt, das war mal wieder schön, voneinander zu hören.

Sonntag traf ich mich dann mit ein paar Nachbarn beim Griechen mit „dem schönsten Rheinblick“. Leider ruht man sich im Oasis da ein bisschen drauf aus, denn obwohl es recht leer war, war man zwar freundlich, aber total unaufmerksam. Das Essen ist gut, die Weine sind so lala, dafür aber extrem teuer. Für Menschen, die vor allem den Blick haben wollen, ist es aber völlig okay. Wir haben uns dennoch amüsiert. Alle gucken jetzt auch mal verstärkt nach einer Bleibe in Deutz oder Poll, damit wir nicht ganz so weit auseinanderdriften.

Kommende Woche wird es noch einmal etwas dichter, insbesondere beruflich. Sitzungen, Weihnachtsfeier, Übergabe. Freitag werden Elke und Nora mich besuchen, ab da gilt nur noch: Urlaubsrestvorbereitungen. Ich weiß, dass ich diesmal wesentlich länger brauchen werde, störenden mentalen Ballast abzuwerfen, um mich ganz auf Land und Leute einlassen zu können, auf der anderen Seite freue ich mir aber schon ein Loch innen Bauch!

Ich denke und hoffe mal, wir sehen uns dann kommenden Montagabend in Lissabon. Am Sonntag wird es zudem wieder einen Prolog zur Reise geben. Ich freue mich schon sehr auf Eure Begleitung.

Liebe Grüße, habt eine tolle dritte Adventswoche, Euer

P.S.: Die Geschlechtsteile der drei Ritter (?) vor der Stadtmauer in Hattingen sind mit dem geeigneten Werkzeug wohl abzumontieren und ein beliebtes Souvenir. Es soll ein Depot mit Ersatz… äh… also…

Mein Thanksgiving

Ihr Lieben,

Thanksgiving, in den USA immer am 4. Donnerstag im November gefeiert, heißt ja nichts anderes als Danksagung. Im Moment tue ich mich schwer damit, Dank zu versprühen, ist doch in letzter Zeit der Wurm drin.

Auf der Suche nach einer neuen Wohnung stieß ich auf eine Perle, die nur drei Minuten Fußweg von meiner Firma entfernt ist. Einzig wirklich offensichtliche Makel bei der Besichtigung am Dienstag war die briefmarkengroße Küche sowie der Wunsch des Vermieters, die Kaution in bar auszuhändigen. Da schleichen sich mir Scamming-Gedanken ein: Vorzugeben, man hätte eine Wohnung und dann von Dutzenden von Interessenten Bargeld abzugreifen. Ds kommt übrigens recht häufig vor. Am Ende entschied ich mich, zuzusagen, aber u.a. mit der Forderung, die Küche modifizieren zu dürfen und einen langjährigen Mietvertrag auszustellen, da es eine Tochter mit Interesse an der Wohnung gäbe, die man aber nicht ausziehen lassen wolle. Danach habe ich dann nichts mehr gehört. Naja, wer weiß, wofür es gut ist… Von einem Eigenbedarf in den nächsten macht ja auch keinen Spaß.

Am Mittwoch dann wusch ich abends Wäsche und schmiss danach den Trockner an. Als ich die Wäsche dann abholen wollte, war sie noch pitschnass. Die Trommel dreht sich, aber es wird nicht mehr getrocknet. So ein Mist, das fehlte mir echt noch! Ich habe mich mal nicht dazu hinreißen lassen, am Schnäppchenfreitag ein neues Gerät zu erstehen. Ich werde den Rest der Zeit in Poll den Trockenraum benutzen und meine Socken zwischen die Negligés von Frau Katz und den Schießer-Feinripp von Herrn Schneider hängen müssen. Finde ich nicht so wirklich prickelnd.

Herumschlagen musste ich mich auch mit der falschen Rechnung einer Versandapotheke. Auf meine erboste Mail hin rief man mich an, man verstehe meinen Unmut und würde mir 10 Euro von den 20 zu viel abgebuchten auf mein Kundenkonto gutschreiben. Sachma! Ich schrieb das in drei Bewertungsportale, schwupps, bekam ich mein Geld zurück. Ich höre immer öfter, dass man seinem Geld massiv hinterherrennen muss. Was soll das? Ist das so eine Art Ermüdungsstrategie? Wahrscheinlich, bei mir hat es auch schon einmal funktioniert damit, ich verzichtete nach Stunden Nachbohrerei auf Erstattung von 100 Euro durch Ethiopian Airlines. Der zeitliche Aufwand stand in keinem Verhältnis mehr.

Freitagabend gab es dann Ablenkung. Meine Lieblingslyrikerin Ruth Forschbach führte durch einen Abend zum 50. Todesjahr meiner Lieblingslyrikerin Mascha Kaleko in der Volkshochschule Frechen. Doch doch, selbstverständlich man kann zwei Lieblingslyrikerinnen haben!! Begleitet wurde sie vom Gitarristen Johannes Krause. Das war ein sehr schöner, nachdenklicher und auch informativer Abend.

Das Wochenende hatte ich mir freigehalten, um weiter nach einer neuen Bleibe Ausschau zu halten. Die Einkäufe ließ ich mir bringen, ich musste das Haus nicht verlassen. Das ist bei so einem Driss-Wetter schon sehr schön. Leider waren die Eier zerbrochen, also diesen Montag kein Kuchen für die Abteilung. Der Inhalt hat sich übrigens über die darunter befindlichen Einkäufe ergossen, aber das waren gottseidank alles abwaschbare Artikel.

Am Abend ich wollte mir etwas gutes tun und bereitete mir ein verspätetes Thanksgiving-Essen zu. Ein Truthahn für mich alleine wäre etwas übertrieben gewesen, daher downgradete ich diesen zu einer Maispoularde. War sehr lecker!

Morgen lasse ich Gott mal einen guten Mann sein (schon witzig, dass die Altvorderen das so formuliert haben, denn im Umkehrschluss bedeutet das ja, dass… ach, ist ja auch wurscht) und mache mal gar nichts.

Habt alle einen tollen Restsamstag und einen gemütlichen Sonntag!

Ich auch zuweilen, kleine Tomate, zuweilen auch ich!

P.S.: Ich habe in der Black-Friday-Woche uuuuunglaublich viel Geld gespart. Ich habe nämlich nichts gekauft.

P.P.S.: Zum Beitragsbild… der alte weiße Mann hat etwas sehr unschönes zum Engel gesagt, da musste ich ihm den Kopf abbeißen. Der Engel hat darüber sehr dreckig gelacht, daher musste er später auch dran glauben.

Verfrühte Auswanderungsvorbereitungen

Ihr Lieben,

heute Morgen wollte man mich überfahren. Der Pickup eines Gartencenters von der Größe eines Elefanten (das Auto, nicht das Gartencenter) raste (!) ungebremst auf den Zebrastreifen zu und nietete mich fast um. Ich konnte mich nur durch einen beherzten Rückwärtssalto in Sicherheit bringen. Der Fahrer hing am Handy. Ich zeterte, er fing an zu diskutieren. Ich hoffe, der fährt nicht mal Mutter und Kind über den Haufen, die nicht so reaktionsschnell sind. Leider habe ich – ich war zu geschockt – mir die Nummer nicht gemerkt. Was für Armlöcher im Straßenverkehr unterwegs sind!

Ansonsten war die letzte Zeit außerordentlich ereignisreich. Ich fange mal mit dem einschneidensten Ereignis an: Mir wird wegen Eigenbedarfs meine Wohnung gekündigt. Das passt nun einmal so gar nicht in meine Lebensplanung, da ich ja ohnehin mit 63 ausziehen wollte. Zudem hatte ich eine neue Duschkabine gekauft, die ich gottseidank noch nicht montiert habe, aber die ich auch nicht mehr zurückgeben kann. Vielleicht richtet es eBay. Auch einen neuen Kühlschrank hatte ich mir gegönnt, ich hoffe, ich kann den mitnehmen und muss den nicht auch für ’n Appel und ’n Ei verscherbeln. Die Ungewissheit, wann ich wo wohne und was das kostet, führte dann auch zwangsweise zur Absage meiner Geburtstagsfeier zum 60. Was soll ich im Bürgerzentrum Poll feiern, wenn ich vielleicht schon in Brühl wohne? Und wenn ich bis April noch nichts gefunden habe, habe ich auch ganz andere Probleme als mein Alter. Gottseidank haben alle mit Verständnis reagiert. Ein paar Freunde hatten schon unstornierbare Flüge und/oder Hotels gebucht, mit denen gehe ich dann einen picheln. Alles eine große, grüne Scheibe. Ich warte noch auf eine Antwort der „Ahl Schull e.V.“ bzgl. meiner Stornierung, die Location hatte ich nämlich schon bezahlt.

Überlegen muss ich, ob ich jetzt schon alles ausmiste und nur noch mit kleinem Gepäck existiere. Was mir, solange ich noch arbeiten muss, eigentlich nicht passt. Ich wollte bis zur Rente auch meine Kunst und meine Möbel um mich rum haben. Vor ziemlich genau 2 Jahren habe ich schon einmal alles gepackt, als die Wohnung durch den Tornado Schäden gelitten hatte und renoviert werden musste. Ich hätte einiges verpackt gelassen, wenn ich die Entwicklung geahnt hätte.

Für letzten Samstag war dann unser Familienkaffeeklatsch terminiert, in Mönchengladbach. Ich brach auch rechtzeitig auf, nachdem ich DB-Seiten, VRS- und Öffi-App konsultiert hatte. Ja, ich käme trotz der eigentlich unnötigen Sperrung des Hauptbahnhofs (übrigens wieder ein Schildbürgerstreich sondergleichen!) ans Ziel, aber leider wurde ich veräppelt. Ab Ehrenfeld ging nichts mehr. Die Züge wurden angezeigt, aber fuhren nicht. Eine viel zu späte Durchsage verriet, wir hätten den Schienenersatzbus zu nehmen. Allein, den fanden wir nicht. Keine Ausschilderung, kein Servicepersonal, kein Nichts. Die Regelbusfahrer wussten auch von nichts. Ich machte kehrt, fluchend wie ein Kesselflicker. Die Bahn ist so ein heruntergekommener Verein geworden!

Angenehme Ereignisse gab es gottseidank auch: ein sehr lustiger Doppelkopfabend, an dem ich haushoch verloren habe, und ein Treffen mit Elke und zweiter Zusammenkunft mit Nora. Elke hat ein fantastisches Rezept für einen Nudel-/Hackauflauf mit Cheddar. Hier mal Bilder:

Es gibt auch seit dem letzten Schnipsel zwei neue Rezepte, Pasta mit Räucherlachs und Krabben und Champignons in Knoblauch-Crème, beides sehr lecker.

Kennt Ihr eigentlich die App „Toogoodtogo“? Da konnte ich letztens eine Tortenplatte von Printen Schmitz ergattern. Die gab es dann Montagmorgen zur Abteilungsbesprechung. Die Konditoreiwaren sind dreimal so teuer, wie die Backwaren der umliegenden Butter- und Mehlverwurster, aber dafür auch zehnmal so lecker! Da steckt echt viel Liebe drin. Und dass die Konditoreien Riese und Printen Schmitz sich an dem Programm beteiligen, finde ich mal eine Erwähnung wert!

Am Montagabend dann hatte ich ein Zoom-Meeting mit meinem Reisebetreuer von den Kapverden, Elber. Da sind wir kurz den Ablauf durchgegangen und haben offene Fragen geklärt. Da ich die Reise nicht stornieren kann, werde ich sie auch antreten; wenn auch meine Stimmung zur Zeit noch etwas getrübt ist. Ich hoffe, ich kann vor Ort abschalten.

Kommendes Wochenende wollte ich eigentlich zu einem Freund nach München, aber dem habe ich abgesagt, weil ich ihm nicht mit meiner schlechten Laune daherkommen will. Auch er hat Verständnis. Ich nehme mir das Wochenende mal die Zeit, Pläne zu erdenken.

So, das war jetzt leider ein etwas gegreinter Schnipsel, aber man muss ja auch mal seinen Unmut loswerden.

Liebe Grüße, Euer

P.S.: Habe ganz vergessen, Euch mein neues Haustier vorzustellen. Kurti, er lebt in meiner Fächerpalme und ist ein Myriopode der Gattung Amplinus, die in Mexiko beheimatet ist. Daher sprechen wir spanisch miteinander.

P.P.S.: Mein neuer Kühlschrank, den ich sehr schön finde:

Von Zähnen und Mäusen

Ihr Lieben,

wenn das so weitergeht, dann komme ich bald nicht mehr durch den TÜV. Mein gerade mal 2 Wochen altes Implantat ist an der Basis zerbröselt und ausgefallen; und dabei habe ich noch nicht einmal gebrannte Mandeln gegessen (alter Insider). Dann hatte ich einen Tag später mein Punkteheft vom Supermarkt voll und konnte so ein Santoku-Messer für nur einen Euro erstehen. Als ich dieses abends spülte, glitt es mir aus der Hand. Ich gebe Euch mal einen Tipp: Nicht reflexartig danach schnappen!! Es war eine Schweinerei sondergleichen und ich habe bis heute Probleme mit der Wunde am Finger. Aber es wird besser.

Ja, und diese beiden Ereignisse haben mir die Lust auf die Lüttichreise genommen, die ich Freitag antreten wollte. Dabei hatte ich mich sehr gefreut, meine „Gartenparty“-People wiederzusehen. Aber essen mit Zahnproblemen (das war unsere Hauptintention für die Reise) und mit dem puckernden Finger? Das Hotel konnte ich noch stornieren, aber die Bahntickets waren perdu.

So saß ich heute bei strömendem Regen in meiner Butze fest und entschied mich, die gewonnene Zeit sinnvoll zu nutzen. Zuerst bereitete ich einen Jahresvorrat an Gemüse-Paste zu und buk im Anschluss Körnerbrote. Beides nicht 100%ig nach den verlinkten Rezepten, aber im Grunde ist es immer sehr ähnlich. Danach räumte ich meinen Kühlschrank auf. Denn ich muss den inzwischen fast monatlich abtauen und habe das satt. In einem Anfall von Wahn kaufte ich mir daher in einer Nacht-und Nebelaktion eine No-Frost-Kombi, die wird am Donnerstag geliefert. Naja, mein alter Schrank hat immerhin ca. 14 oder 15 Jahre durchgehalten.

Da wir schon in der Küche sind: Ich habe letzte Woche auch das erste Mal in meinem Leben Grünkohl gemacht. Natürlich VÖLLIG falsch, wie ich mir von einem halben Dutzend Experten anhören musste. Aber ich fand es megalecker und es wurde von Tag zu Tag besser. Tja, Single-Haushalte haben mehr vom Essen 🙂

Dann habe ich noch ein Coq-au-vin für gestresste Menschen gezaubert. Nicht so lecker, wie die langsam vor sich hinköchelnde Variante, aber dennoch ein adäquater Ersatz, wenn’s schnell gehen soll.

Was ist sonst so passiert? Die Bürgerinitiative (aka liebe Nachbarn) traf sich in Deutz im Brauhaus und beschloss, die Petition gegen Raser vom Netz zu nehmen, da wir erreicht haben, was erreichbar war. Hat auch viel Zeit und Nerven gekostet. Vielleicht haben einige von Euch ja unseren „Abschiedsbrief“ erhalten. Ggf. ist er noch auf der Petitionsseite abrufbar. Wir haben zudem beschlossen, den absolut erfreulichen Kontakt untereinander nicht abreißen zu lassen.

Letztlich fiel mir dann noch auf, dass meine IKEA-Papierschirm-Lampe im Schlafzimmer schon bessere Zeiten gesehen hatte („Schau Dich doch an!“, empörte sie sich) und bestellte eine sog. Puzzle-Lampe. Puh! Ich brauchte heute mehrere Anläufe, um die zusammenzubasteln, das ist iwie nix für mich. Was ich für Flüche kenne, unglaublich! Aber jetzt hängt sie und ist definitiv besser sauber zu halten.

Das Implantat wird übrigens kommenden Dienstag erneuert. Die ganze Zahnchose (inklusive Ersatz der schadhaften Kronen) hat alles in allem über 6.500 Mäuse gekostet, was aber nur 60% von dem ursprünglichen Heil- und Kostenplan ausmachte, da meine Zusatzkasse diesen Plan abgelehnt hatte. Mein Anteil waren dank der Versicherungen „nur“ ca. 1.500 Euro. Blöd nur, dass ich just einen Tag nach Überweisung an meinen Zahnarzt eine Nachforderung für Heizkosten in Höhe von 650 Euro hatte. Große Freude! Aber ich habe bekanntlicherweise seit einem Jahr die neuen Thermostate im Einsatz, das wird nicht noch einmal passieren. Ich hatte nebenbei bemerkt nur geringfügig mehr verbraucht, der Preissprung ist durch die Energiepreisentwicklung bedingt.

So, ich gehe jetzt Museen überfallen, mir geht das Geld sonst aus.

Habt alle einen schönen Restabend und einen tollen Sonntag! Euer

Nee, ich weiß nix über den Louvre-Raub…