Tag 8: MOCAA und Abreise

Liebe Lesenden!

Heute letzter Tag. ?

Gegen 10 Uhr kamen Lance und sein Reinigungstrupp. Unsere Koffer wurden in einen abgeschlossenen Raum in einem anderen Gebäude verfrachtet, zu dem wir den Schlüssel erhielten. Das Auto konnten wir vor der Tür parken.

Nach der tränenreichen Abschiedszeremonie ( 😉 ) beschloss Stephan in die Stadt zu laufen, während ich meinen noch offenen Programmpunkt Museum of Contemporary Art Africa (MOCAA) abhaken wollte.

Das Museum ist sehr schön und hat auf 5 Etagen viele interessante Werke  ausgestellt. Insgesamt habe ich zweieinhalb Stunden dort verbracht.

Besonders beeindruckt hat mich eine Videoinstallation, von der ich nur einen kurzen Ausschnitt fotografiert habe. Ich hoffe, dass ich im Netz die gesamte Installation mal zum Abspielen finde.

In einem Bereich war eine mehrzimmrige Installation untergebracht, die etwas gruselig war. Düstere Laute, düstere Stimmung, ein bisschen wie ein Gruselfilm. Als ich in das letzte Zimmer ging, sprang ein anderer Besucher aus einem Versteck und schrie „Boooh!“. Ich hatte fast einen Infarkt. Er fand das aber ganz lustig und schlug vor, ich solle das beim nächsten Besucher auch machen. Ich habe es mir verkniffen.

Das Zeitz, wie das Museum auch heißt, von innen zu sehen, war auch interessant, da es ja zeigt, wie die alten Silos entkernt wurden. Alles in allem ein lohnenswerter Besuch.

Mit Stephan verabredet ich mich dann zu einem Snack im Quay 4 an der Waterfront. Ich aß ein Hähnchen mozambikanischer Art, das sehr scharf war. Als ich geendet hatte, habe ich den Teller beiseite gestellt. Sofort stürzte (!) sich eine Möwe drauf und entführte Teile der Reste, um die sie dann mit anderen Möwen kämpfen musste. Auch hier war ich ziemlich erschrocken. Und ist das eigentlich Kannibalismus, wenn Möwen Hühnchen essen? Und ich frage mich, ob die mosambikanischen Gewürze auch bei denen im Hals gekratzt haben.

Da wir nun nicht Stunden an der Waterfront verbringen wollten, beschlossen wir, noch einmal Richtung Green Market zu gehen. Ich erstand eine kleine Skulptur und Stephan nach langwierigen Verhandlungen ein weiteres Bild und ebenfalls eine Skulptur. Ehrlich, ich bin immer froh, wenn Sachen ein Preisschild haben. Diese Basarmentalität liegt mir nicht sehr.

Essen wollten wir dann abends in Camps Bay. Da es aber noch zu früh war fuhren wir noch in einen Ort namens Llandudno zu dem gleichnamigen Strand dort. Der ist sehr schön.

Ein paar mutige waren auch im Wasser, das hier ganzjährig sehr kalt ist.

In Camps Bay aßen wir dann zu Abend, Fisch und Burger und haben noch einmal einen Sonnenuntergang genossen.

Dann suchten wir das Haus mit unseren Koffern. Trotzdem es inzwischen dunkel war, haben wir es gut gefunden und die Koffer auch schnell verladen können. Nur die Fahrt zum Airport war dann etwas anstrengend, da ich ja nachts nicht so rasend gut sehe und wir uns leider verfahren haben. Wir bzw. vielmehr das Navi hatte(n) Schwierigkeiten, die BP-Tankstelle zu finden. Naja, irgendwann hatte auch das geklappt und Wagenrückgabe, Einchecken und Passkontrolle liefen dann wie geschmiert. In 30 Minuten geht es an Bord. Das war’s dann für dieses Mal in Kapstadt. Eine wunderbare Woche war das.

Wenn ich die Fotos mal gesichtet habe, wird es hier einen link zu der entsprechenden Google-Fotoseite geben.

Danke für Eure virtuelle und an Stephan für seine reale Begleitung.

Alles Liebe und Gute

Euer Gerald

Nein, es ist nicht das, wonach es aussieht 🙂

Ein Gedanke zu „Tag 8: MOCAA und Abreise“

  1. Lieber Gerald,
    Dein Reisebericht war wieder sehr interessant und die Fotos sind gut gelungen. Schön, dass es Dir wieder gut in SA gefallen hat. Bei der Überfahrt nach Robben Island hatten wir damals ruhigere Gewässer, aber waren auch froh, wieder an Land zu sein. Der Besucher im MOMA, der aus aus dem Versteck sprang, hatte wohl die moderne Kunst nicht vertragen.

    Herzliche Grüße
    Bärbel und Ernst

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