Tag 3: Kloster und Strand

Bienvenidos oder auch ben vinguts, Ihr Lieben!

Insbesondere natürlich ein herzliches Willkommen an meine zweite Nichte Theresa Katharina, die gestern am Anfang des dritten Aktes von Madama Butterfly zur Welt kam (natürlich nicht vor Ort). Wir freuen uns alle sehr über Dich und wünschen Dir alles Liebe und Gute!!! Und ich wünsche Inga, dass sie sich schnell von den Strapazen erholt. Und beiden Eltern und den Geschwistern einen herzlichen Glückwunsch!

Heute war ein eher ruhiger Tag angesagt; zumindest hatten wir keine Pläne. Ich kam recht schnell aus dem Bett, da wohl quer über den Hinterhof ein Kindergarten oder eine Schule ist. Das glockenhelle Lachen trieb einen quasi selber ins Leben hinaus. Glockenhell und mit der Wucht des großen Pitters vom Dom zu Köln.

Nach dem Frühstück lief ich zur Plaza España und suchte dort das Büro der städtischen Nahverkehrsbetriebe EMT auf, um mir ein 10er-Ticket für die Buslinien zu besorgen. Das Büro war ganz gut versteckt. Die Damen hatten dann aber viel Spaß mit mir. Ich weiß nicht genau, ob sie sich freuten, dass ich Spanisch versuchte zu sprechen, oder weil es so erbärmlich war. 🙂

Dann schlenderte ich durch einen anderen Teil der Altstadtgassen, den ich noch nicht kannte. Es gibt schöne Plätze und Gässchen hier! Mit Orangenbäumen voller Früchte und schattigen Plätzchen mit einladenden Cafés. Ich mag diese Stadt.

Orangenbäume – ich liebe sie 🙂

Stephan meldete sich, und fragte, was wir machen wollten, er hätte das Auto. Wir einigten uns auf einen Besuch von Llucmayor und trafen uns am Parc de la Mar zum Zusteigen. Die Fahrt zum Kloster ging zuerst über Autobahn, nach der Abfahrt über eine Landstraße und verlief problemlos. Wir mußten ein bisschen durch den Ort kurven (eigentlich ja Stephan, aber ich habe alles schön vom Beifahrersitz aus kommentiert), bis wir einen Parkplatz fanden. Wie mag das erst in der Hochsaison sein? 😉

Llucmayor

Es ist ein schöner Ort, schmale Gassen prägen ihn. Der zentrale Platz wird von einer Kirche dominiert und hat recht viele gastronomische Betriebe zu bieten, von denen aber noch nicht alle geöffnet hatten. Dominiert haben neben der Kirche auch Rennradfahrer den Platz. Ganz ehrlich, Mode ist ja Geschmackssache. Aber kann sich mal einer hinsetzen und sich Gedanken zur Optik der Funktionskleidung von Rennradlern machen? Und nebenbei auch Überlegungen dazu anstellen, warum für diese spezielle Gruppe bestimmte Regeln des Umgangs nicht gelten? Es wird getrötet, geschubst, gefläzt… Und auch noch, warum Verkehrsregeln für sie nicht gelten?

Denn nach einem kleinen Snack fuhren wir nach Randa, um dort das obere Kloster, Santuari de Nostra Senyora de Cura, zu besuchen. Auf der Strecke dorthin…. also, man müsste mal die Unfallstatistik untersuchen. In Serpentinen werden Kurven geschnitten, es wird im Pulk nebeneinander die Berge hoch gestrampelt oder aber auch im Pulk mit ca. 80 bis 120 km/h den Berg runtergerast. Und wir reden hier von Hundertschaften. Naja, Stephan sei Dank kam durch uns keiner zu Tode.

Das Kloster ist sehr nett, Ramon Llull war hier tätig und wird hier sehr verehrt. Die Ausblicke von dort oben sind wahnsinnig schön. Ein Besuch lohnt definitiv.

Blick vom Kloster
Ramon Llull

Wir beschlossen, nach Can Pastilla zu fahren, damit ich mir den Ort und Stephans Unterkunft mal ansehen konnte. Sehr touristisch, aber schöne Strände und wir fanden auch einen Platz in der Sonne, um ein Bierchen zu zischen. Von Can Pastilla aus fuhr ich abends mit dem Bus nach Hause und habe dort ein paar letzte Sonnenstrahlen auf dem Balkon genossen.

Das Wetter war am Nachmittag sehr schön, aber es ist dann doch insgesamt sehr durchwachsen. Für morgen ist ein kompletter Sonnentag vorhergesagt, daher haben wir uns Outdooraktivitäten vorgenommen.

Allen liebe Grüße aus Palma!

Euer Gerald

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