Altenberg

Ihr Lieben, die übliche Morgenroutine: Den nichtvorhandenen Bart kraulen, aufstehen, Kaffee kochen, Regenradar ansehen und die Wanderapp öffnen. Heute fiel das Los auf den Altenberger Dom. Waschen, Zähne putzen, Kaffee trinken und ab zu Cora.

Bei Ankunft in Altenberg kam hier und da die Sonne durch, das war echt nett von ihr. Ich schlich einmal um die Kirche herum (es gibt einen Th.-Heuss-Päddchen), begutachtete auch die Nebengebäude, betrat den Dom und zündete für uns alle ein Kerzlein an.

Jetzt ging es auf Wandertoursuche. Nachdem meine Stamm-App schon nach 3 Minuten nicht mehr wusste, wo sie gerade war, lief ich Richtung Märchenwald. Dort am Parkplatz angekommen, wurden mir 284917 mögliche Wanderungen auf einer Schautafel gezeigt. Ich beschloss, die „unverDhünnt“-Wasserroute zu nehmen.

Nach nur 10 Minuten war ich verloren, sah aber irgendwann, dass ich auf der Hexenroute war. Auch okay. Irgendwann musste ich quasi durch die/den/das Dhünn waten. Und irgendwie war irgendwann alles dermaßen schlammig, dass ich bis zu den Knöcheln versank. In Turnschuhen. Juchhee!

Also weiter auf den Höhenweg, von dem ich mir etwas trittfesteren Boden versprach. Der brachte mich dann – ich war ein wenig orientierungslos – wieder nach Altenberg zurück. Hmmmm. Also, dann eben Märchenwald. Aber der hatte geschlossen. Hmmmm. Also dann eben zum Auto und zur Dhünntalsperre fahren.

Ja, mein Navi feierte Nikolaus und Ostern zusammen und schickte mich über Forstwege zur Talsperre. Irgendwann musste ich dann den Wagen abstellen und zu Fuß weiter. Leider war ich wohl auf irgendeiner Höhe, denn es ging steil bergab und dass auf sehr schlammigem Grund. Mein Gleichgewicht war in schwerer Gefahr und ich beschloss, nachdem ich einen Hauch von Wasser durch die Bäume schimmern sah, es für den Tag gut sein zu lassen.

Ab nach Hause durch wieder abenteuerlichen Berufsverkehr, kurz geduscht und dann schon weiter zu Rolf, der für uns ein Steak in die Pfanne hauen wollte. Das war dann ein sehr schöner Abend mit guten Gesprächen, einem leckeren Essen und einem oder zwei Gläschen Wein 🙂

Rolf erzählte mir dann, dass der Märchenwald mich wahrscheinlich nicht begeistert hätte. Und da er mich gut kennt, glaube ich ihm das mal. Aber ansonsten war es ein schöner Tag. Ich wüsste jetzt gar nicht, ob ich schon einmal am Altenberger Dom war. Zwar bilde ich es mir ein, aber ich hatte ein ganz anderes Bild im Kopf. Was soll ich sagen, es gibt auch in der Nachbarschaft einiges zu entdecken.

Morgen werde ich mal mit Wandern wahrscheinlich aussetzen, denn ich habe daheim einiges zu erledigen. Früher hatten wir in der Firma dafür einen sogenannten Hausfrauentag. Zwei halbe pro Jahr, um genauer zu sein. Den durften dann auch die damals noch völlig unbekannten Hausmänner nehmen. Irgendwann war der dann aber fott, wie der Kölner sagt. Schaad.

Bis bald, liebe Grüße, Euer Gerry

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