Südafrika: Das Finale

Ihr Lieben,

die erste Woche in Quarantäne ist heute Abend um, und trotz auferlegter Isolation bin ich noch nicht dazu gekommen, ein paar weitere Fotos einzustellen. Klar, tagsüber arbeite ich aus dem Homeoffice und abends nehme ich Lieferdienste in Empfang – coronakonform natürlich. Dann wird zuweilen gekocht und immer genetflixt. Außerdem gibt es hie und da eine Videokonferenz mit Freunden oder Telefonate mit Verwandtschaft. Gestern dann packte mich die Aufräumwut: Der Kleiderschrank wurde radikal ausgemistet, das Esszimmer umdekoriert, Papiere sortiert. Schwupps, war der Tag auch schon rum.

Heute warte ich auf den angekündigten Besuch durch eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes. Nun, das Gesundheitsamt Köln macht bis dato einen eher verwirrten Eindruck. Montagmittag der erste Anruf: „Wir kommen Sie dann PCR-testen.“ Auf den Einwand, dass dies ja schon die bayerischen Kollegen frühmorgens erledigt hätten, wurde der Besuch – „nach Rücksprache mit den Kollegen“ – auf Freitag vertagt. Dienstagfrüh ein zweiter Anruf, andere Dame. Sie käme jetzt vorbei. Ich fragte nach der Sinnhaftigkeit. „Ach so, da frage ich mal die Kollegen und melde mich gleich wieder.“ — „Ich komme dann Freitag.“ Ich wünschte mir dann noch, dass nicht zwei Mitarbeiterinnen kommen, diese Bemerkung wurde nicht verstanden.

Dann war einige Tage Ruhe, Freitag kam natürlich niemand. Gestern dann ein Anruf: „Hatten Sie heute einen Abstrich?“ – „Nein.“ – „Wieso nicht?“
Äh, woher soll ich das wissen? „Wo wohnen Sie denn?“ – „Ja, steht das denn nicht auf Ihrem kleinen Zettel?“ – „Jaja, das tut es natürlich. Waren Sie denn die ganze Zeit zuhause?“. Puh! Heute früh um 9 Uhr (an einem Sonntag !!!!): „Wir sind in einer Stunde bei Ihnen.“ Um 10 Uhr: „Wir haben die Route geändert, wir kommen am Nachmittag.“ Also, ich bin ja sowieso zuhause. Aber ich wüsste trotzdem gerne, wann ich mal ein Nickerchen machen oder mal in die Badewanne hüpfen kann.

Prinzipiell ist diese ganze Nachverfolgung ohnehin für die Tonne. Ich habe von Rückkehrern aus Südafrika erfahren, die über ein Drittland ohne PCR-Test oder Einreiseerklärung ins Land kamen. Gestern stand in der Zeitung, dass Frankfurt keine Einreisetests durchführt. Die linke Hand im Gesundheitsamt weiß nicht, was die rechte tut. Ich halte Nachverfolgung für ein sinnvolles Instrument der Pandemieeindämmung. Aber nicht mit so unabgestimmten und chaotischen Mechanismen.

Was ist denn nun noch vom Südafrika-Urlaub geblieben? Oho, eine ganze Menge. Die Erholung hat nach Arbeitsbeginn ja immer einen kleinen Kurveneinknick, aber sooo viele schöne Erinnerungen überwiegen: die Sonne, das Essen, die Erlebnisse, der Wein natürlich. Hier noch ein paar – vielleicht bisher auch unveröffentlichte – Fotos, die möglicherweise auch aus Rolfs oder Ottos Linse stammen könnten.

Mit Fotos lief das nämlich immer etwa so ab:
„Oh seht mal, ein/e Echse / Tempel / C-Promi!“
Alle machen durchschnittlich 17,33 Fotos.
„Ich schicke Euch das gleich!“
Wenn der erste seine Bilder geschickt hat, schickt der Zweite dann schon dessen und seine. Und der Dritte… Nr. 1 hat dann halt über 100 Fotos ein und derselben Echse, seine eigenen dann dreifach.

Aber genug Pseudomathematik, here we go:

Es gibt natürlich 29.401 weitere Fotos, die zeige ich aber nur ausgewählten Freunden bei einem mehrstündigen Diaabend. Es gibt eine Tüte Salzbrezeln!

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an meine real und surreal Mitreisenden, es hat Spaß gemacht mit Euch!

Bis zum nächsten Mal, alles Liebe und Gute, bleibt gesund! Euer

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