Langohr-Wochenende

Ihr Lieben,

letztes Wochenende war ich mal zwei Tage hintereinander bei meinen Patenkindern und deren Freunden. Ich meine Boris, Christel und Milan haben sich auch ein wenig gefreut. Übernachtet habe ich dann in einem kleinen Hotel in Zons. Das war auch ganz nett, weil ich so mit Elke, die am Samstag auch da war, essen gehen und dann später noch einen schönen, fast touristenfreien Spaziergang durch die mittelalterliche Zollfeste machen konnte.

Am Samstag waren ausreichend Helfer im Eselpark da, so dass ich auch Gelegenheit hatte, mal mit dem einen oder anderen der Menschen zu plaudern und mit den Eseln, Schafen, Ziegen und Schweinen Zeit zu verbringen. Nebenher äppelte ich ein wenig ab, brachte Futter auf die vordere Weide und schnitt den mitgebrachten Kuchen an. Alles in allem also furchtbar anstrengend, wie Ihr seht. Aber irgendwie passte das, denn auch die Tiere waren eher auf Faulenzermodus programmiert. Ach ja, wir holten noch die Ponys von der Wiese ab. Also, ich war nicht ganz faul.

Elke reinigte übrigens das Hühnerhaus, während ich versuchte, die Hühner draußen zu halten. Irgendwann waren alle im „Gehege“ und ich konnte die Klappe zum Hühnerhaus schließen. Ich lief dann wieder nach vorne, wo mir Elke später belustigt erzählte, sie habe noch ein paar Minuten mit mir gesprochen, bis sie merkte, dass ich gar nicht mehr da gewesen war.

Am Sonntag wurde ich dann ein bisschen mehr eingespannt. Ich striegelte, kratzte Hufe aus, brachte Esel in die Führanlage und kümmerte mich ein bisschen um einige der vieeelen Besucher, die sich angemeldet hatten. Auch die anderen waren mehr als gut beschäftigt. Der Schafscherer war da, ein neuer Heuballen musste in die Futterraufe, Medizin musste verteilt und eingerieben werden (die neuen Pflegetiere sind leider von Haarlingen befallen) und und und. Dennoch blieb mir wieder viel Zeit für die Tiere. Ist halt wie ein kleiner Urlaub auf dem Bauernhof.

Apropos neue Pflegekinder: Dagobert und Freddy (die mit den schlimmen Hufen) sind prima im Park angekommen und es gibt zwei neue Eselstuten mit je einem Fohlen. Leider bzw. gottseidank sind sie aber alle 6 schon weitervermittelt und werden den Park im Laufe des Sommers verlassen. Leider, weil insbesondere die Fohlen gaaaanz entzückend sind, gottseidank, weil der Park natürlich auch Kapazitätsgrenzen hat.

Alex hat mir zwei wunderbare Entwürfe für die kommende Marmeladenproduktion gemalt, denn da die Reaktion auf die Orangenmarmelade durchweg positiv war, beschlossen wir, zugunsten des Parks auch noch Erdbeeren und dann später Kirschen vom Baum des Parks einzukochen.

Ein kleine Anekdote noch zum Hotel. Ich hatte ein Zimmer für 80 Euro gebucht, man wollte aber 100 von mir haben. Auf meinen Einwand, dass dies nicht stimmen könne, erwiderte die Dame an der Rezeption, ich solle doch erstmal alles bezahlen, ich könne ja dann eine Mail schreiben, die Chefin schlafe nämlich noch. Ich mache es kurz: die arme Chefin musste geweckt werden und ich zahlte wie gebucht. Aber das Hotel ist ansonsten sehr nett, fast ein kleines Museum. Ich frühstückte an einem Platz an dem 1399 ein Graf mit mehr als 700 Schwerthieben enthauptet wurde. Mir war deswegen auch ein bisschen mulmig zumute.

Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Heimweg und geriet prompt in das Radrennen „Rund um Köln“. Ich brauchte eine kleine Ewigkeit, um die Severinsbrückenumleitung zu fahren, die Verkehrsführung der Umleitung war mal wieder typisch kölsch. Einen Meter vor der Brücke nämlich die Sperrungen und kaum Hinweisschilder. Dafür aber die Ampeln an der Deutzer Brücke (mit dem riesigen Weinfest auf dem Heumarkt gegenüber) durch provisorische Ampeln ersetzt, die bei jeder Umschaltphase zwei (!!!) Wagen durchließen.

Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende, an dem man bei schönstem Wetter mal wieder so richtig abschalten konnte.

Liebe Grüße
Euer Gerry

Übrigens…. Es darf gespendet und adoptiert werden!
https://www.eselpark-zons.de/patenschaften

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