Huhn Kiew / Kotleti po- kievski

Ihr Lieben,

heute geht es in den Osten Europas. Bei meinen Besuchen in Kiew und Moskau habe ich zwar nie Huhn Kiew gegessen (obwohl ein Klassiker der russisch-ukrainischen Küche), dafür aber in einem sehr guten russischen Restaurant hier in Köln.

Die Zubereitung ist wieder einmal denkbar einfach: Pro Person wird eine Hühnerbrust aufgeschnitten und flach geklopft. Gut salzen und pfeffern. Darauf verstreicht man Kräuterbutter (z.B. mit TK-Kräutern oder der Gewürzmischung Café de Paris), rollt die Brust wieder zusammen und fixiert die Öffnung mit Rouladennadeln. Die Roulade dann in verquirltem Ei und Paniermehl wenden. Jetzt für ein paar Stunden kalt stellen, damit die Butter schön fest wird.

Ofen auf 180°C vorheizen. Die Rouladen in reichlich Öl in der Pfanne von allen Seiten scharf anbraten und dann für ca. 30 – 35 Minuten im Ofen nachgaren.

Dazu reicht man gerne Kartoffeln und Kopfsalat. Die geschmolzene Butter ersetzt die Sauce. Ein Schlag Sauerrahm passt aber auch gut.

приятного аппетита

Forelle Müllerin

Ihr Lieben,

heute präsentiere ich ein sehr unkompliziertes Fischgericht, mit dem man dennoch Eindruck schinden kann; besonders, wenn man es statt als „Forelle Müllerin-Art“ als „Truite à la meunière“ auf den Tisch bringt.

Der Fisch ist nach 10 Minuten in der Pfanne fertig, also startet man mit den Kartoffeln, die man geputzt in gesalzenem Wasser aufsetzt. Dann wäscht und trocknet man die küchenfertige Forelle gut ab. Sie wird von allen Seiten und auch in der Bauchhöhle mit Zitronensaft beträufelt, gesalzen und gepfeffert. Dann wird sie in Mehl gewälzt, bis sie gut damit bedeckt ist. Aber Achtung: Man klopft überschüssiges Mehl wieder ab, die Panade soll sehr dünn sein.

Viel Butter in einer großen! Pfanne schmelzen und den Fisch die erwähnten 10 Minuten unter mehrmaligem, vorsichtigem Wenden bei leicht hoher Hitze braten. Kurz vor Schluss (ca. 2-3 Minuten) Mandelblättchen dazugeben. Auch hier aufpassen: Sie verbrennen schnell. Während der Brutzelprozedur schneidet man etwas Petersilie ab und verwandelt eine Zitrone in Schnitze.

Fisch auf die Platte, die gegarten Kartoffeln dazu, die Mandeln auf der Forelle verteilen. Mit Petersilie und den Zitronenschnitzen garnieren. Ich gebe dann noch einen Klacks kalte Butter über die heißen Kartoffeln. Ich lieeebe es!

Guten Appetit!

Ach: Wer keine Megapfanne hat… die Zubereitungsart eignet sich auch für Fischfilets aller Art. Dann natürlich nur auf der Haut braten und die Zeit anpassen.

Eselpark, die dritte…

Ihr Lieben,

mit Feiertagen verknüpft hat man ja eigentlich immer ganz geruhsame Wochenenden. Ich konnte allerdings den Brückentag nicht nutzen und hatte auch so ziemlich viel auf dem Plan. Was ja nicht so schlimm war, da – wie wahrscheinlich überall in NRW – es hier oft geplästert und gewittert hat. Da kann man zuhause mit Papier kruscheln, lange im Büro sein und mal das ein oder andere aufräumen. Höhepunkt war dabei übrigens die Alarmauslösung in der Firma in der Nacht zu Samstag.

Gestern war ich dann noch bei Elke, die von einem Geburtstag in Schleswig-Holstein zurückgekommen war, und wir schlemmten einen unserer berühmten 3000-Zutaten-Salate. Der geht so: Man fängt an Gemüse zu schnibbeln, Eier zu zerkleinern, Krabben zu dünsten, Huhn zu braten, Käse zu würfeln, Radieschen in Scheiben zu schneiden, ein Dressing zuzubereiten etc. pp, bis man feststellt, dass der für zwei zubereitete Salat in keine Schüssel mehr passt und man problemlos eine ganze Kompanie damit sättigen könnte. Aber der ist immer total lecker und wunderbar zum Picken geeignet, wobei insbesondere um das Eiweiß immer heftig gerungen wird!

Für Sonntag dann hatte ich mich für Arbeit im Eselpark gemeldet und Iris notierte sich diesen Termin auch. Elke hatte schon angedeutet, nach der kurzen, aber doch mit langer Autofahrt verbundenen Reise Amy nicht alleine lassen zu wollen und nicht zu kommen. Das Problem mit Amy ist, dass sie bei den Enten und Katzen möglicherweise nicht gut aufgehoben wäre, aber die Esel auf Neuzugang auch nicht immer berechenbar reagieren.

Mein Vater hatte sein Kommen ebenfalls angekündigt, er war durch meine Schilderungen und Bilder inzwischen sehr neugierig geworden. Ebenso wie Petra, die Ihr ja schon von dem Spaziergang am Otto-Maigler-See kennt. Eine liebe Freundin, Doppelkopfspielerin und herausragende Gastgeberin.

Darinka meinte noch vor einer Woche, dass wir evtl. mit Regengüssen rechnen müssten, aber überraschenderweise war der Wettergott gnädig mit uns. Ich hatte zwar extra eine Regenjacke gekauft, aber die kann man ja immer brauchen. Dementsprechend war auch gut etwas los im Park. Viele Patinnen und Paten waren gekommen, aber auch Erstbesucher, denen man sofort ansah, wie verzückt sie waren (ging mir ja nicht anders). Darinka und Peter hatten daher gut mit den Besuchern zu tun. Ich schnappte mir Rinka, Karlotta und Rosa und „pflegte“ sie. Ich hoffe, die drei haben das zumindest so empfunden. Während ich Karlotta striegelte, wurde Ihr Pendant, Carlos, von einer anderen Patin gestriegelt. Leute! Was da für Haare aus den beiden rauskommen, das reicht für eine ganze Sitzgruppe zur Polsterung!

Iris kam später dazu, es gab eine Sperrung der Autobahn, so dass sie Umwege hinnehmen musste, und arbeitete mit ihrem Alwin, während ich Rosa traktierte. Rosa ist eine Art Oberhaupt der Herde, weil sie schon so lange auf dem Hof ist. Es ist zu köstlich, dass fast die ganze Herde hinter ihr hertrabt, wenn Sie zur Kosmetik abgeholt wird. Ein tolles Bild! Und ich als Co-Leithammel vorneweg.

Dann tauchte auch Petra auf und ich führte sie mit Darinka, die meinen Wissenstand über die Hofpopulation abfragte :-), einmal herum. Und während wir mit den Shetlands auf der Wiese einer Nachbarin zum Grasen waren, kam auch mein Vater an. Auch mit diesem drehte ich dann eine Runde über den Hof.
Mit ihm besuchte ich auch den noch quasi namenlosen Neuzugang, einen 8 Monate alten Eselhengst, der großes Interesse daran hatte, die Jacke und die Schnürsenkel meines Vaters zu vertilgen. Er ist noch im „Wo-ist-mein-Platz-in-der-Herde-Findungs-Modus“ und die Herde betrachtet ihn vielleicht noch ein bisschen als Eindringling. Ein süßer und kecker Kerl.

Beim Kaffee wurde dann ein bisschen geplaudert und wir bekamen ganz wunderbare, selbstgemachte Nussecken von Iris. Ehrlich, ein himmelweiter Unterschied zur Bäckereikettenware! Auch die „Ponywiesennachbarin“ gesellte sich zu uns, und die Nussecken und das Geplauder taten auch ihr sichtlich gut. Ich sag nur „positive Schwingungen“!

Petra, Iris und ich äppelten dann noch zusammen das Gelände um die Hauptstallungen ab (das finde ich nach wie vor sehr meditativ) und hatten ganz gut Spaß dabei.

Es war wieder ein toller Tag. Die anderen Paten, mit denen ich zumeist leider nur wenig sprechen konnte, und die Besucher sind alles freundliche und nette Menschen. Christel ist natürlich der Star, und Elke und ich haben ja auch sofort an sie als Patenesel gedacht. Aber wirklich alle, alle Tiere auf dem Hof sind etwas ganz Besonderes und sehr liebenswert. Sogar der kleine schwarze Teufel, der letztlich noch Carla „angeknabbert“ hat. Und die Tiere scheinen die Besucher auch wiederzuerkennen. Ein schöner Moment war, als die verängstigte Mala sich mal auf Schnüffelnähe an mich herangetraut hat. Das ist dann schon herzerwärmend. Ich glaube, dass ich sagen kann, dass mein Papi den Besuch auch sehr genossen hat. Zumindest möchte er wiederkommen.

Und hier noch ein paar Impressionen:

P.S.: Elke, Christel hat nach Dir gefragt und war ein bisschen traurig, dass Du nicht gekommen bist. Sie richtet aber liebe Grüße aus.

Rotweinbrot

Ihr Lieben,

da mein letztes Brot mit Malzbier bei mir so gut ankam :-), versuchte ich mich heute an einem Rotweinbrot. Zum Frühstück gab es bei mir Omelett, und das ging durch das zugegebene Mineralwasser sehr schön auf. Also sollte auch das mit in den Teig – das Mineralwasser, nicht das Omelett!

500 gr. Dinkelvollkornmehl
150 gr. gemischte Körner (Haferflocken, Leinsamen und Sonnenblumenkerne)
1 gestrichener EL Salz

300 ml Merlot
150 ml Mineralwasser, 
beides zusammen in der Mikrowelle auf 36 °C erwärmt und darin aufgelöst 
1 Würfel Hefe sowie 
1 L Zucker

vermengen

2 EL (Weißwein-)Essig zugeben 
und 15 Minuten lang in der Küchenmaschine kneten. 

Ab in die gefettete Auflaufform (Backtrennspray!) und die in den kalten Ofen. Den einschalten auf 200°C O-/U-Hitze, nach 50 Minuten aus der Form nehmen und 10 Minuten bei 225°C weiterbacken. Die ganze Zeit über steht eine kleine Auflaufform mit Wasser auf dem Herdboden.

Es ist nicht ganz so luftig wie erwartet, aber sehr lecker!

Spargel-Kartoffel-Tomaten-Salat mit Senf-Vinaigrette und Eiern

Ihr Lieben,

Spargel ist immer noch Thema. Und die Möglichkeiten sind endlos. Schon vor Jahren hatte ich einen Salat mit grünem Spargel bei Chefkoch eingestellt. Nannte in aber nur Kartoffelsalat mit Vinaigrette. Eine australische Person hat ihn nachgemacht und kommentiert. Das war vor 8 Jahren und ich habe es erst heute gesehen, weil ich diesen Salat mal wieder machen wollte. Ich habe dann mal Danke gesagt, so nach 8 Jahren.

Also, einfach und – naja, das muss ja jeder Koch behaupten – lecker.

Man würfele beliebig viele Kartoffeln und koche sie in Salzwasser bissfest. Man stückele beliebig viel grünen Spargel und koche ihn- bis auf die Köpfe – in Salzwasser. Ein bis zwei Minuten vorm abgießen kurz die Köpfe dann doch noch rein ins Kochwasser. In der Zwischenzeit koche man beliebig viele Eier, und zwar 10 Minuten, so dass sie einigermaßen hart werden. Man halbiere oder viertele beliebig viele Kirsch- oder Datteltomaten. Ein bisschen viel Beliebigkeit? Naja, manche mögen ja die ein oder andere Zutat ja lieber als die andere. Wichtig ist die Vinaigrette:

4 Teile sehr gutes Olivenöl, ein Teil Weißweinessig, 1 Teil Senf, Salz, Pfeffer, gut Zucker und Chilipulver. Am besten in einem Shaker. Mit Wasser strecken, so lange, bis es nur noch etwas dominant schmeckt (das muss es allerdings, da das Gemüse ja fast ungewürzt ist).

Die abgegossenen, dampfenden Kartoffeln in die Schüssel, den warmen Spargel darüber, die Tomaten ebenfalls. Sparsam (!) mit der Vinaigrette begießen. Rest aufheben. Auskühlen lassen und ggf. noch einmal abschmecken oder Dressing nachgießen. Schnittlauch drüber. Rühren. Gehackte oder geviertelte Eier drüber.

Passt zum Grillabend, lässt sich aber auch gut für sich alleine verschnabulieren.

Blätterteigschnecken à la El Greco

Ihr Lieben,

so ein Unsinn! El Greco, besser bekannt als Dominikos Theotokopoulos, hat wahrscheinlich nie selbst Blätterteigschnecken gebacken. Aber da ich Feta und getrocknete schwarze Oliven verwende…. Es schien mir passend. Aber heißt es überhaupt „a la el“?

Es ist so einfach wie simpel. Ich hacke ca. 20 getrocknete schwarze Oliven sowie ein halbes Dutzend getrocknete Tomaten aus dem Glas. Ich zerdrücke einen Block Feta, gebe die gehackten Oliven und Tomaten sowie einen gehäuften Teelöffel Knoblauchpüree dazu und vermenge alles mithilfe einer Gabel. Es sollte die Konsistenz einer streichfähigen Paste ergeben. Dafür gebe ich ggf. ein kleines bisschen Creme fraîche dazu. Heute 2 Teelöffel voll.

Diese Paste verteile ich auf einem Blätterteigviereck aus dem Kühlregal, wobei ich ein kleines Stück (hinten, etwa ein Viertel) freilasse. Von der Längsseite rolle ich das ganze auf, streiche etwas verquirltes Ei auf die freie Fläche und „klebe“ so die Rolle zu. Jetzt vorzugsweise für mindestens eine Stunde wieder kaltstellen, sonst kann man nicht so gut Schnecken abschneiden.

Oh, ich habe mich verraten, dabei sollte es doch ein Cliffhanger werden. Na gut: Schnecken abschneiden. Etwa 1/2 cm dick. Auf mit Backpapier ausgelegtem Backblech drapieren, mit dem Rest verquirlten Ei bestreichen, Sesam drüber streuen (oder Oregano) und ab in den auf 180°C vorgeheizten Ofen. Für ca. 25 Minuten backen. Da aber jeder Ofen anders spinnt, nach zwanzig Minuten regelmäßig gucken, ob was anbrennt.

El Greco diría „Kali orexi“ o „Buon appetito“… 🙂

Einmal abäppeln, bitte…

Ihr Lieben! Eigentlich war wieder Wanderwochenende mit Elke geplant. Allerdings kam es dann völlig anders…

Die Betreiber des Eselparks Zons deuteten bei unserem bisher einzigen Besuch an, dass eine Paten- bzw. Fördermitgliedschaft durchaus kein Hinderungsgrund sei, auch aktiv auf dem Hof mitzuhelfen. So boten wir uns für dieses Wochenende an und es ergab sich, dass man uns – da wir ja ungelernte Kräfte sind – am Pfingstsonntag zeigen konnte, was alles so auf einem Hof anfallen kann. Wir bildeten quasi die Azubi-Nachmittagsschicht. Also trafen wir uns um 13 Uhr in Zons, um dort auch die Duisburgerin Iris kennenzulernen, die ihr Patenkind Alwin besuchte. Unsere Pateneselin ist ja Christel. Das Prinzip ist aber, dass die Patengelder und Förderbeiträge selbstverständlich dort verwendet werden, wo sie nötig sind. Darinka und Peter waren natürlich auch da und nach einem kurzen Schwatz ging es auch schon los.

Es gibt viele Tiere auf dem Hof und es fällt mir schwer, mir all die Namen zu merken und sie dann auch noch richtig zuzuordnen*). Also erzähle ich, was ich so getrieben habe. Elke und die anderen haben zwar genau so viel gewullackt wie ich, nur weiß ich beim besten Willen nicht mehr, wer wen versorgt und sich um was gekümmert hat. 🙂

Nachdem mir gezeigt wurde, wie gehalftert wird, fing ich an, Rinka zu versorgen, ein hübsches Shetlandpony. Sie wurde mit einer Eisenbürste, die schwer an eine gezackte Einmachglasöffnungshilfe erinnert, von losem Fell am Rumpf befreit. Mit einer weicheren Bürste wurden dann die Beine, der Schweif und dergleichen durchgekämmt. Die gleiche Prozedur mussten durch mich Carlos (ein katalanischer Esel, er i-aht also nur spanisch) und Jack (ein Esel) erdulden. Nachdem mir gezeigt wurde, wie man die Hufe säubert, tat ich das dann auch bei meinen beiden letztgenannten Schätzchen. Ja, Schätzchen, denn es sind wirklich entzückende Tiere, die alle einen wunderbaren, manchmal speziellen Charakter haben. Jack z.B. war tatsächlich ein bisschen störrisch, aber nur wenn sein ausgewiesener Freund Hubertus nicht in der Nähe war. So musste sich dann Elke zeitgleich um diesen kümmern. Karlotta, auch eine Katalanin, hat ein ungeheuer großes Schmusebedürfnis und will immer und überall dabei sein.

Alle versorgten Tiere kamen dann in die Führanlage, einer Art Rundlaufeinrichtung, wo sie angehalten wurden, ein paar Runden zu drehen. Dann gab es erst einmal einen Kaffee und ein bisschen Gebäck. Nussecken von Iris und Muffins. Ein paar der Schützlinge schauten uns dabei über dem Zaun hinweg zu und wir hatten noch die Enten-Gang um uns herum. Die sind wirklich zu köstlich. Sehr aufrecht und laut schnatternd machten sie uns klar, dass wir auf quasi ihrer Wiese saßen. Die Katzen ließen sich dann auch blicken.

Dann wurde „geheut“. Von großen Ballen wurde Heu auf Schubkarren geladen, das im Stall, der übrigens einige Schwalben beherbergt, in die Futtertröge entladen wurden. Hei, da war dann aber was los. Familie Boldewyn hatte Appetit!

Jetzt ging es an die individuelle Futterbereitung. Mehr Heu wurde verteilt, Wassertröge aufgefüllt, Obst und Gemüse geschnibbelt. Dafür gibt es eine Stallküche, in der ich mich sofort wie zuhause fühlte. Christel und ihre Mutter Frieda bekamen z.B. von mir ihr Spezialmenü. Frieda ist übrigens auch eine ganz tolle Eselin! Auch die beiden Gastesel von der anderen Wiese versorgten wir. Gäste, weil sie nicht dauerhaft bleiben, sondern woanders hin vermittelt werden.

Dann haben Elke und ich uns um Carlas und Boris‘ Essen gekümmert, die beiden Schweine des Hofes. Carla ist leider blind und Boris ein Rotschopf mit Hautproblemen. Eine/r von beiden – ich vergaß wer – ist hier, weil jemand glaubte, dass ein Schwein ein prima Haustier für den Balkon wäre. Nun ja. Boris ist ein bisschen dominant und Elke und ich haben die Futterschüsseln immer hin- und hergetauscht, weil Boris auch an Carlas Essen wollte.

So, und wer es bis hierher geschafft hat, wird jetzt auch erfahren, was abäppeln ist. Nun. Hm. Kann man sich doch irgendwie zusammenreimen. 🙂 Hier mal ein Bild:

Die Enten bekamen Mehlwürmer. Die sonst sehr geeinte Gang verlor darüber ein winzig kleines bisschen den Zusammenhalt. Aber nachher war man wieder ein Herz und eine Seele. Die Hühner bekamen Kräuter, die kamen gut an.

Wir entapfelten zum Schluss noch die Pensionsgast-Weide (auf der ein Imker auch seine summenden und brummenden Bienenstöcke hat) und dann waren auch schon fast 5 Stunden rum. Ihr Lieben! Das war ein toller Tag. Wir lieben die Tiere, die zutraulich, verschreckt, neugierig, frech, schüchtern, störrisch, schmusebedürftig, lustig und ernst sind. Die Arbeit ging gut von der Hand, weil alles auf dem Hof so – man verzeihe mir das Neudeutsch – gute Vibes hat. Wie wurde mir mal vor ein paar Wochen gesagt? „Wir Eselleute duzen uns“. Eselleute. Ich glaube, ich bin jetzt auch ein Eselleut. Und am Ende des Beitrags sitze ich hier und bekomme das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Wenn das nicht schön ist!?

Elke und ich setzten uns dann noch in Stürzelberg an den Rhein und plauderten ein wenig. Wahrscheinlich wird das jetzt noch öfter vorkommen, dass wir uns da treffen. In ein paar Jahren haben wir dann mit unserem Bierglas auf der Mauer sitzend in die Lokalfolklore Eingang gefunden. Vielleicht reicht es ja für eine kleine Statue oder zumindest Gedenkplakette.

Danke übrigens auch an Darinka und Iris, die – wie Elke auch – schöne Fotos geschossen und bereitgestellt haben!

Mal sehen: Alwin, Boris, Carla, Carlos, Charly, Christel, Frieda, Henna, Hubertus, Jack, Karlotta, Lilly, (O)Livia, Mala, Manni, Rinka, Rosa, Sam, Sancho… Hm, da fehlt doch wer… Und da sind noch nicht einmal Enten und Hühner und Katzen und Schafe und Ziegen (u.a. Bibi und Tina) dabei. Aber das wird schon noch. Die Schafe und Ziegen sind übrigens zum Abweiden abgestellt.

Dinkel-Malzbier-Brot (ohne Gehzeit)

Ihr Lieben,

nach der bereits bekannten Methode (siehe No-Go-Bread)… diesmal mit einem kleinen Experiment, denn statt in Wasser löste ich die Hefe in lauwarmem Malzbier auf. Gebacken habe ich mit Dinkelvollkornmehl sowie 70 Gramm Chiasamen, 50 Gramm Haferflocken, 50 Gramm Sonnenblumenkernen und 30 Gramm weißem Sesam.

Und hier der Anschnitt:

Geschmacklich bisher das beste Brot aus meiner kleinen Manufaktur. 😋

Vegane Muffins nach Rezept von Chefkochs Lea-mouse

Ihr Lieben,

heute ein geklautes Rezept, da ich für den Eselparkbesuch morgen (Elke und ich wollen auch mal mit anpacken und nicht nur süße Videos konsumieren) etwas veganes backen wollte und ich damit keine Erfahrung habe. Ich brauche eigentlich Butter und Eier für meine Süßgebäcke.

Das Rezept findet Ihr auf Chefkoch: Fluffige vegane Muffins von Lea-mouse. An Zugaben nahm ich gehackte Mandeln und Orangenabrieb. Ich finde sie sehr gelungen. Unbedingt nachmachen! Danke an Lea für das schöne Rezept.

Lachs Teriyaki-Art

Ihr Lieben,

vor fast 10 Jahren aß ich auf einer Feier in einem Restaurant mal ein Thunfischsteak Teriyaki, mit gemischtem Gemüse und geröstetem Sesam überstreut. Das wollte ich schon immer nachmachen und ich hatte ja jetzt so allerlei Dinge von meiner Ramen-Suppe über, die ich dafür verwenden konnte. Also, nach der Arbeit stracks zum Fischhändler, der mich mitleidig anglotzte: „Thunfisch? An einem Freitag um 17 Uhr? Tststs…“ Ich disponierte um und erstand zwei Lachsfilets auf Haut.

Zuhause wurde der Fisch erst einmal für eine Stunde mariniert. 2 EL Sojasauce, 1 EL Mirin, 1 EL Sake, 1 TL Sesamöl, 1 TL Knoblauchpüree, 1 TL Ingwerpüree, 1 TL brauner Zucker und ein Tütchen geriebener Wasabi werden bei milder Hitze eingekocht, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Ein Spritzer Austernsauce dazu. Diese Marinade gibt man über den Lachs. Ab in den Kühlschrank!

Während der Fisch in der Marinade liegt, werden eine Kartoffel und zwei Möhrchen in kleine Stifte geschnitten. Eine mittelscharfe Chili wird entkernt und in Ringe geschnitten. Der Pak Choi wird geputzt und die Blätter getrennt. Beiseite stellen.

Jetzt rösten wir ohne Öl etwas Sesam in einer kleinen Pfanne. Achtung: Die Spanne von „Ah, wie das duftet“ bis „Oh, es riecht verbrannt“ ist sehr kurz! Beiseite stellen.

Jetzt wird der Fisch in einer größeren Pfanne auf der Hautseite scharf angebraten, die Marinade darübergegossen und alles für etwa zwei bis drei Minuten weiter gebraten. Ab in den auf 160°C vorgeheizten Ofen und zwar in der kleinen Pfanne! Mit der Marinade.

Jetzt in der großen Pfanne etwas Öl erhitzen und das Karotten-Kartoffel-Chili-Gemüse quasi frittieren. Es wird wegen der Restmarinade und dem nur wenigen Öl zwar nicht kross, ist aber schnell durch und angebräunt. Salzen und pfeffern. Herausnehmen und beiseite stellen. Jetzt den Pak Choi in die Pfanne geben und mit etwas Sojasauce erhitzen. Die schönen Blätter zerfallen schnell, also nur ganz kurz. Die Stängel bleiben dabei knackig. Salzen und pfeffern und ab auf die Servierplatte. Das Gemüse drauf, den Lachs daneben und den Sesam darüber.

Also, auch mit Lachs eine kleine Köstlichkeit. 🙂 Nachmachen lohnt!