Fleischeintopf mit Kartoffeln, Bohnen und Tomaten

Ihr Lieben, die Ursprungsvariante dieses Rezeptes habe ich schon vor Jahren auf Chefkoch veröffentlicht: „Türkisches Hammelgericht“. So nannte das unsere Oma Olfen, von der ich das Rezept kenne, und die dieses von einer ihrer Reisen in die Türkei mitgebracht hatte. Man kann es aber natürlich auch mit Rind, Geflügel oder Schwein machen. In letzterem Fall ist es natürlich so gar nicht mehr türkisch.

Es ist einfach, geht schnell und schmeckt sehr gut. Ich mache eine recht scharfe Variante, wer es milder mag, muss sich mit den Gewürzen einfach etwas mehr zurückhalten. Und ich mache es im Schnellkochtopf.

Gewürfeltes Fleisch wird in Olivenöl heiß angebraten. Würzen mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer. Darauf kommen gewürfelte Kartoffeln. Würzen mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer. Darauf ein Glas Brechbohnen (oder was immer Ihr an Bohnen gerne mögt). Würzen mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer. Darauf eine Flasche passierte Tomaten. Würzen mit… wer ahnt es? Zu guter letzt spült man die Tomatenflasche bzw. -packung mit etwas Wasser aus, dass man auch noch zu dem Eintopf gibt. Ich habe über den Bohnen noch vier Zehen Knoblauch ausgedrückt.

Deckel drauf und nach Erreichen des Dampfdrucks noch etwa 25 Minuten kochen. „Lecker ist vor allem der Sud ;o)“ hat eine Kommentatorin auf Chefkoch geschrieben!!!

Guten Appetit!

Orecchiette mit Tomaten-Feta-Sauce aus dem Backofen

In den sozialen Medien grassiert zur Zeit ein Rezept, Ihr Lieben. Man kann es bald schon nicht mehr sehen und hören. Es sieht ein bisschen aus wie schon einmal gegessen, wenn es fertig ist, aber alle sind angeblich begeistert. Inzwischen streitet man sich sogar um die exakte Zubereitung und darum, wer es erfunden hat. Nun ja… erfunden? Ich denke mal, das hat irgendeine Nonna schon vor 300 Jahren mal so gemacht.

Kirschtomaten, Knoblauch, Zwiebel, 2 Peperoni und Feta in eine Auflaufform geben. Ich schäle den Knoblauch, auch wenn andere es nicht machen und lieber später im heißen Brei rumfischen, um die Zehen auszupressen. Wenig Salz, viel Pfeffer und noch mehr Oregano drüber. Einmal quer mit Olivenöl großzügigst drüberdröppeln. Ab in den Ofen bei 200°C für 45 Minuten.

250 gr. Nudeln (also halbe Packung) aufsetzen. Man kann auch Spaghetti oder was auch immer nehmen. Die fertigen Nudeln abgießen, etwas Nudelkochwasser behalten. Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und alles durchmatschen. Die Nudeln mit einer halben Kelle Kochwasser (das macht den Käse cremiger) unterheben und verrühren. Schon fertig.

Was soll ich sagen. Ich verstehe den Hype. Man muss dafür keine Kochschule besucht haben und es geht recht schnell und ist sehr einfach. Und man kann es durchaus mit Appetit essen. Die Zwiebeln würde ich allerdings beim nächsten Mal weglassen oder vorher weich dünsten.

Und wenn man es dann auch noch richtig anrichtet…. Übrigens: der Koch spiegelt sich im Löffel ….

UPDATE: Pochiertes Ei aus der Mikrowelle

07.02.2021: UPDATE

Heute wieder mal ein Mikrowellenversuch. Diesmal nach einem anderen Rezept aus dem Netz. Eine halbe Tasse mit Wasser füllen und einen Esslöffel Essig sowie eine Prise Salz rein. Angegeben waren diesmal 45 Sekunden. Meine neue Mikrowelle hat als höchste Leistungsstufe 800 Watt. Da ist das Wasser nach 45 Sekunden durchgegarter als das Ei. Nachgaren brachte nichts, weg damit. Zweiter Versuch: Weniger Essig genommen. 90 Sekunden. Weg.

Dritter Versuch: Halbe Tasse Wasser, genau ein Esslöffel Weißweinessig und eine Messerspitze Salz (was zwischen Daumen und Zeigefinger passt, solange man nicht Shrek ist). 120 Sekunden. Mit Löffel aus dem Glas geholt und in einem kleinen Sieb etwas abtropfen lassen und auf einem Avocadotoast angerichtet. Fast gut geworden, nur einen Tacken zu festes Eigelb. Vor lauter Freude vergessen, den Anschnitt zu fotografieren. Aber auch unangeschnitten sah das nett aus. Unter die Avocado etwas Mayo oder Frischkäse, Kirschtomate dazu, alles bisschen salzen und pfeffern. Schönes Frühstück!

Ich befürchte, jeder muss sich wegen der unterschiedlichen Zicken von Mikrowellen selbst an die richtige Zeit heran tasten.

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28.10.2020:

Heute folgte ich dem Rat eines Eifluencers 😉 und versuchte mich an einem pochierten Ei aus der Mikrowelle.

Nun ja. Es wäre schön einfach, wenn es schön einfach wäre. Man sollte ein Ei in ein Glas Wasser schlagen (Eigelb dabei ganz bleiben) und das Glas für 50 Sekunden mikrowellisieren. Leider war das Weiße stellenweise noch glitschig, während das Eigelb viel zu durch war.

Aber ich gebe nicht auf!!!!

Irgendwann gibt es hier ein pochiertes Ei, zu dem ich nichts schreiben werde, weil es PERFEKT ist. PERFEKT!!!!!!

Huch 😉

Frikadellen mit Rahm-Kohlrabi

Gut bürgerlich mal heute, Ihr Lieben. Schon ewig hatte ich keinen Kohlrabi mehr und was passt besser zu einem Rahm-Kohlrabi als Frikadellen, aka Buletten oder Fleischpflanzerln?

Die Kohlrabi putzen wir und schneiden sie in pommesartige Streifen. Ich koche Sie in meiner Gemüsebrühe, aber sie haben beim Abgießen ein paar Minuten später immer noch gut Biss! Das Kochwasser auffangen, bitte.

Für die Frikadellen nehme ich 500 gr. Rinderhack, füge zwei Eier, je einen gehäuften Esslöffel Senf und Gemüsepaste, ca. 10 Stängel gehackte Petersilie sowie Muskatnuss, Pfeffer und Salz hinzu. Eine kleine Zwiebel, ein kleines Stück Lauch und eine rote Chilischote (entkernt) brate ich gesondert in etwas Butter an und gebe diese, wenn die Zwiebeln schön braun ist, zur Frikadellenmasse hinzu. Diese wird mit zwei getoasteten Scheiben Weißbrot, die gewürfelt in etwas Milch eingeweicht wurden, ergänzt und dann wird alles kräftigst durchgeknetet. Bällchen formen (ich bekam 12 Stück heraus), gut zusammenpressen und kurz kühl stellen, damit sich alles besser verbinden kann.

Zurück zum Kohlrabi. Mehlschwitze: 30 gr. Butter in einem Topf bei großer Temperatur schmelzen, einen gehäuften Esslöffel Mehl darauf. Es entsteht umgehend ein fester Brei. Rühren!!! Und peu-a-peu vom Kohlrabiwasser zugeben, dabei kochen lassen. Wenn wir eine dickliche, puddingartige Konsistenz haben, reicht es an Wasser und wir geben die Kohlrabistangen sowie einen Becher Sahne dazu. Auf kleiner Flamme zuendeköcheln lassen.

Die Frikadellen jetzt in einer Pfanne braten. Zuerst sehr heiß, so dass eine Kruste entsteht, dann einmal wenden und herunterschalten. Langsam zuende garen. Währenddessen das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Insgesamt 10 bis 15 Minuten reichen, dann bleiben die Frikadellen schön saftig.

Und dann ist es eigentlich auch schon fertig. Guten Hunger! (oder gutbürgerlich: „MAHLZEIT!“ – mit gedeeeehntem aaaaa)

Petersilienkartoffeln machen das Gericht komplett, aber das war mir dann zu viel Essen. 🙂

Bœuf Stroganoff mit Bandnudeln und Rote Bete-Walnuss-Salat

Ihr Lieben, zur Abwechslung wieder einmal einen guten Abend aus dem Kochstudio Forschpolder. Heute gibt es Boeuf Stroganoff, Fertigbandnudeln und einen einfachen, aber leckeren Rote-Bete-Salat mit Walnüssen.

Zur Entstehungsgeschichte dieses Gerichtes gibt es verschiedene Theorien. Klickt mal auf folgenden Link, dann gelangt ihr zu der Theorie, die Ruth und ich auch am wahrscheinlichsten finden.

https://www.youtube.com/watch?v=gNT1BCAg7uY

Boeuf Stroganoff ist eigentlich ein ziemlich einfaches Gericht. Wichtig ist, auf gute Zutaten zu achten und auf die Garzeit des Filets. Zuerst schwitzen wir zwei Handvoll klein geschnittene Zwiebeln an, bis sie gut Farbe nehmen. Dann geben wir 250 gr. geputzte und in schmale Scheiben geschnittene Champignons dazu. Das Filet (750 gr.), das in dünne Streifen geschnitten wird, wird sodann in einer separaten Pfanne wirklich nur ganz kurz angebraten – vielleicht ein bis zwei Minuten von jeder Seite. Ruth benutzt sowohl für die Zwiebeln als auch für das Fleisch ein Bratöl mit Buttergeschmack, das wirklich tolle Brateigenschaften hat.

Jetzt Nudelwasser mit ausreichend Salz aufsetzen. Das Gemüse bekommt einen Becher Schmand geschenkt. Unterrühren, mit Suppengewürz, Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch zu den Pilzen geben, noch einen Becher saurer Sahne dazu, wieder gut verrühren und noch einmal mit den Gewürzen abschmecken. Ein guuuuter Schuss Cognac gehört auch noch in die Sauce. Das Stroganoff stellen wir bei 70 Grad im Ofen warm, während wir auf die Nudeln warten.

Irgendwann mittendrin im Kochprozess – wir sind zu zweit und haben vier Hände! – würfeln wir rote Bete und vermengen sie mit ein paar gehackten Walnüssen. Dazu eine einfache Vinaigrette aus Salz, Pfeffer, Zucker, Essig und Öl und durchmischen. Fertig ist der Salat. Und wenn die Nudeln fertig sind, kann angerichtet werden.

Unsere Variante ist eine sehr klassische. Es gibt erweiterte Rezepte mit Gürkchen und/oder Petersilie und/oder Kapern und/oder ganzen Wassermelonen. Uns hat die simple Art vorzüglich geschmeckt. Wir haben eine sehr schöne südafrikanische Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc dazu getrunken. Ein wunderbarer Abend, auch dank Ruth und Markus.

Ruth und ich haben eine Selbstverständlichkeit in der Kücheninteraktion, als hätten wir unser Leben lang nichts anderes gemacht, als zusammen zu kochen. An die Macher von Kochshows: Wir wären dann soweit! 🙂

Käsekuchenmuffins

Ihr Liebe. Heute mal ein total schnelles und simples Gebäck: Käsekuchen ohne Boden in Muffinform. Ich nehme vorweg: Geschmacklich fand ich sie nicht so. Erklärung folgt.

„Bohnsupp“ ist bei uns Norddeutschen eine gerne schon zum Frühstück genossene, köstliche Festsuppe: Rosinen in Rum.

3 Eier mit 100 gr. Zucker und einer Prise Salz (nicht auf dem Castingfoto) schaumig rühren, dazu ein Päckchen Vanillezucker und ein Päckchen Vanillepudding sowie zwei Esslöffel Zitronensaft (ggf. auch noch den Abrieb, wer es gerne zitronig mag). Dann 500 gr. Magerquark dazu, gut unterrühren. Ich nehme dann noch 4 Esslöffel abgetropfte Rumrosinen in den Teig, verrühre den nochmal und gieße alles in die eigefettete Muffin-Backform. 30 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen (O-/U-Hitze) und danach in der Form auskühlen lassen. Wenn es obendrauf zu dunkel wird, die letzten paar Minuten mit Alufolie abdecken.

Sie hängen sehr an ihrer äußeren Hülle, beim Herausnehmen sind sie zerbrochen. Besser Muffinförmchen nehmen.

Ja, und jetzt der Geschmack: Ich habe Käsekuchen eigentlich immer mit Puddingpulver gemacht, aber es schmeckte mir heute zu künstlich heraus. Entweder lag das an speziell diesem Pulver oder meine Abkehr von Tütenwaren und Fertigprodukten hat meine Geschmackssinne verändert. Also, nächstes Mal mit selbstgemachtem Pudding und weniger Quark. 🙂 Aber: Man kann auch diese trotzdem servieren.

Sommerrollen

Fast jeder kennt die chinesischen Frühlingsrollen, Ihr Lieben. Langsam werden nun in Deutschland auch die vietnamesischen Sommerrollen bekannter, die es aber auch in Thailand, Laos und Kambodscha gibt. Der Vielfältigkeit bei der Füllung sind fast keine Grenzen gesetzt. Leicht zu machen und recht kalorienarm, denn sie werden im Gegensatz zu ihren Schwestern nicht frittiert.

Zuerst stiftelt man Gemüse nach Wahl. Ich hatte Lauch, Selleriestange, Zwiebel, Möhre und Ingwer. Dazu Mungobohnenkeimlinge, gezupfte Petersilie und ein paar fertiggekochte und in Knoblauchöl marinierte Garnelen.

Glasnudeln mit heißem Wasser übergießen und etwa 3 Minuten ziehen und dann abtropfen lassen. Zu den anderen Zutaten dazustellen.

Reispapier ganz kurz in Wasser tauchen, auslegen und mit den Zutaten belegen, siehe Fotos. Mit Ingwer etwas sparsamer sein als mit allem anderen. Je einen Strich Sriracha- (die fehlt auf dem Zutatenbild) und Hoisin-Sauce über den Belag und das kunstvolle Gebilde dann wie angedeutet einrollen. Das sollte einigermaßen zügig gehen, denn der Reisfladen neigt dazu, zu reißen, je mehr er durchfeuchtet.

Die fertigen Rollen werden kalt mit Soja-, Hoisin- und Sriracha-Sauce serviert. Man kann auch Fleisch zur Füllung geben, dieses muss dann natürlich vorher entsprechend zubereitet werden. Statt Petersilie werden in Asien gerne Koriander (bekanntlicherweise überhaupt nicht meins!) und/oder Minze hinzugegeben. Sommerrollen eignen sich übrigens gut auch als Tisch-Event!

Ăn ngon miệng nhé!

Ville-Seen-Platte

Als wäre ich gestern nicht schon genug gelaufen, Ihr Lieben, habe ich mich heute mit Elke und Amy zu einer Wanderung an der Ville-Seen-Platte verabredet. Es sollte ja heute überall so schön sonnig werden. Punkt 11 Uhr fuhren wir in Poll los, zum Startpunkt Wasserturm am Heider Bergsee. Von Sonne kaum eine Spur. Hm. Mal ehrlich, ist Meteorologie eigentlich eine Wissenschaft oder wildes Rumraten mit ab und zu mal Treffer landen? Grmphf!

Aber wir hatten trotzdem eine schöne Wanderung! Ein bisschen Schnee lag zu Beginn noch und die Luft war schön winterfrisch. Manchmal kamen wir nicht so wirklich an die Seen heran, dafür mussten wir an anderer Stelle fast drin baden. Vom Heider Bergsee ging es zum Bleibtreusee, wo wir am Strand der Wasserskianlage eine kleine Snackpause einlegten und zu unserer größten Verwunderung Schwimmern beim Baden zusehen konnten. Wohlgemerkt: Es lag Eis auf den Seen. Die Herrschaften kamen auch nach kurzem Aufenthalt krebsrot wieder heraus. Nunja, wem’s Spaß bereitet…

Wir liefen weiter zum Albertsee, am Franziskussee vorbei zum Untersee, ließen den Entenweiher rechts liegen und kamen dem Pingsdorfer See dann gefährlich nah. Die Wanderroute führte uns insbesondere dort durch Matschschlickschlammschmodder sondergleichen und wir rutschten und hangelten uns so mit Ach und Krach am Ufer lang. Manchmal mussten wir ein wenig Akrobatik bemühen, um über umgestürzte Bäume zu turnen. Amy hat das alles tapfer mitgemacht, obwohl sie nach zwei Dritteln der Wanderung wieder ihren „Seid-ihr-eigentlich-zu-retten-Blick“ aufsetzte. Wir hatten sie aber vorher vorgewarnt und sie wollte – das bekräftigte sie mit einem ohrenbetäubenden Jaulkonzert – unbedingt mit.

Elke war übrigens nach eigener Aussage schon am Vortag die Strecke abgegangen, um mir einen Maibaum (siehe Bild oben) hinzustellen, was ich ganz entzückend fand! Insgesamt ist die Strecke knapp 15 km lang und ist von viel Wald und Wasser geprägt. Und viel Matsch. Sehr viel Matsch! Durch zwei kleine Pausen und das abenteuerliche letzte Achtel der Strecke bedingt waren wir insgesamt 4 Stunden unterwegs. Wir fanden es schön, sind uns aber einig, dass im Frühjahr und bei klarem Himmel es uns noch besser gefallen hätte. 🙂

Selfie mit Hund, immer wieder eine Herausforderung!

Zuhause dann noch der fast schönste Teil einer Wanderung: Die Belohnung! Diesmal ein Hefeweizen. Yummie!

Wahner Heide – Geisterbusch

Heute, Ihr Lieben, ging es in die nähere Umgebung. Rolf, Otto und ich waren zum Wandern verabredet, da aber das Wetter instabil war, suchten wir uns eine kurze Wanderung in der Nähe aus. Es sollte ein Rundweg in der Wahner Heide werden, wo die Stadt Köln vor etlichen Jahren dachte: „Was für ein schönes Naturschutzgebiet mit so vielen schützenswerten Arten! Da können wir doch den Flughafen….“ Und so geschah es ja bekanntlicherweise auch.

Wir starteten in Rösrath, liefen unter der A3 durch und bestaunten erst einmal die … nunja …. interessante Bebauung am Rande der Wahner Heide. Bisschen Bauwagenplatz, bisschen Schrottplatz, bisschen heruntergekommenes Gewerbegebiet. Aber schon schnell waren wir in der Heide. Zu Beginn begrüßt von Pferden, Ziegen, Schafen und sogar einem Maultier (nehme ich an, denn für einen Esel schien es mir zu groß).

Die Heide selbst ist eine sehr schöne Landschaft, mit alten Eichen hier und dort und viel Ginster und Matsch und Gegend. Auf jeden Fall schön flach, man kam nicht aus der Puste.

Nach der Hälfte der Strecke langten wir an der Umzäunung des Flughafens „Konrad Adenauer“ an. Zurück ging es durch den Geisterbusch, wo eigentlich Schnucken und Schafe und Esel grasen sollten; die sind aber wahrscheinlich dann doch eher in ihren Winterunterkünften gewesen. Übrigens auch ein gefundenes Fressen (darf man das in dem Zusammenhang eigentlich so sagen?) für Ornithologen, wimmelt es doch hier von Vögeln aller Arten.

Eine Gedenkstätte lag auch auf dem Weg. Ausgerechnet „Hoffnungsthal“ hieß hier ein Gefangenenlager des zweiten Weltkriegs, wo unzählige Soldaten den Tod fanden – durch Folter, Hinrichtungen und Krankheiten.

Kurz vor Ende des Rundweges kamen wir noch an einer Greifvogelauffangstation vorbei, wo eine Mitarbeiterin gerade mit einem Sperber und ein Mitarbeiter mit einem Habicht Gassi gingen. Wir fragten, ob wir mal gucken dürften und hatten dann eine kleine Lehrstunde darüber, was dort alles so passiert: wie sich Vögel verletzen, wie sie aufgepäppelt werden… Zwei sehr nette Menschen und ein tolles Highlight! Man kümmert sich um etwa 70 bis 80 verletzte Tiere, die ausgewildert werden sollen, wenn sie wieder hergestellt sind, füttert aber auch wilde Vögel. Dazu trägt man dann ein paar „Futtermittel“ in den Taschen herum. Die Station gehört zum Komplex „Heideportal Turmhof“, wo noch andere interessante Projekte laufen. Übrigens: Hier kann man spenden.

Insgesamt sind wir knapp 10 Kilometer gelaufen und haben dafür eindreiviertel Stunden gebraucht. Bei Rolf gab es dann noch einen Glühwein und Käsewürfel. Das war ein sehr schöner Tag mit sogar drei Schneeflocken! 🙂

Die drei Schneeflocken…. 🙂

P.S.: Fressende Bäume hats hier. Bei „Herr der Ringe“ hießen die „Ents“