Barcelona 2025-II: Nudeln satt im Sündenpfuhl

Ihr Lieben,

gestern Abend waren wir zwar relativ brav, haben aber trotzdem den Hahnenschrei zum Aufstehen beide verpennt. Das war aber nicht weiter tragisch, denn wir wollten einen richtigen Urlaubstag haben. Rumgammeln, glotzen, essen, trinken, albern sein. Ich nehme es vorweg: Es hat geklappt!

Nach einem frugalen Frühstück brachen wir recht plötzlich nach Sitges, dem gar nicht so sündigen Sündenpfuhl, auf, denn die ÖPNV-App versprach einen bald eintreffenden Bus. Der kam auch pünktlich und Ihr werdet es nicht glauben, aber wieder saß Bruce Willis am Steuer! Entweder war das ein unglaublicher Zufall, oder aber das ist ein Familienbetrieb mit Mehrlingskindern. Er hat uns auch heute nicht enttäuscht und überholte mal rechts, mal links und wir waren in kurzer Zeit in Sitges angekommen.

Wir liefen zuerst zur Kirche hoch, wo es eine große Plattform mit Aussicht auf das kleine, schöne Zentrum gibt, wo man Longdrinks und Cocktails genießen kann. Dort wehte eine kleine Brise, das war wirklich nett (es waren nämlich wieder weit über 30°C!). Kurz war ich versucht, nachzusehen, ob meine Gruft im nahegelegenen Friedhof noch frei war, vielleicht erinnert Ihr Euch… Ich habe es dann aber gelassen.

Wir bekamen dann ein kleines Hüngerchen und da uns beiden nach Nudeln war, kehrten wir in einem Restaurant mit entsprechender Karte ein. Leute, was soll ich Euch sagen? Ich bestellte „Dreierlei Nudel-Variation nach Chef-Auswahl“ und dachte, ich bekäme jetzt einen Teller mit dreierlei Matschepampe. Weit gefehlt! Drei Teller nacheinander. Mit Tagliatelle Gamba, mit Maccaroni Putanesca und Ravioli Trüffel/Parmesan. Dazu einen vierten Teller mit Lachs/Kaviar als Gruß aus der Küche. Der Hammer! Der Wein war gut ein geschenkt, die Aussicht schön… Vorher noch einen knackigen Salat mit Avocado und Gambas! Wir saßen schlappe drei Stunden da und die Zeit verging wie im Flug. Und alles so herrlich entspannt!

Wir wechselten dann zur Plaza Industrial, wo sich die schwule Szene zum Schaulaufen versammelt. Das war sehr unterhaltsam, da es viel zu Gucken (neudeutsch für Lästern) gibt. Vorsichtshalber für die, die uns nicht so kennen: Wir lästern immer sehr freundlich und sparen uns nicht aus. Wir Tunten sind halt iwie so gestrickt.

Am frühen Abend machten dann Artisten den Platz unsicher. Die schlugen Räder, bauten Menschenpyramiden, brachen den Weltrekord im Seitwärtssaltospringen… Wirklich gute Unterhaltung und wir haben uns dann beim Hutrumgehen auch nicht lumpen lassen.

Inzwischen schien es uns zu spät, nach Barcelona reinzufahren, um dann dort zu essen, so suchte Rolf ein fantastisches Restaurant für das Abendessen aus, wo wir uns Würstchen in Salsa Rojo teilten und Rolf saftigen Lachs und ich ein sehr gutes Thunfisch-Tataki hatten.

Mir war gestern mein Fächer kaputt gegangen und ich wollte mir einen neuen kaufen, daher musste ich auf dem Weg zum Bahnhof noch schnell in einen „Ale-Hop“. Das ist eine völlig unnötige spanische Ladenkette, die nur völlig unnötiges Zeug verkauft, und ich liebe alles daran! Ich kaufte einen Fächer, auf dem steht, dass ich alle Probleme wegfächere. Jaja, ich weiß. Aber ich finde das lustig.

Wir kamen eine Viertelstunde zu früh am Bahnhof an und erwischten einen Schnellzug. Was ein Glück. Es gibt nämlich Züge, die an jeder Milchkanne halten, dieser aber hatte uns nach vier Stationen ins Zentrum gebracht. Dann noch kurz in die L3, schon waren wir daheim.

Keine Kultur, kein Sightseeing, keine Besonderheiten? Nönönö! Essen und Trinken sind Kultur, gesehen haben wir Menschen und Akrobaten, es war ein durch und durch schöner Tag. Und wir waren am Meer. Können nur Muschelschubser dieses Glück empfinden, am Meer zu sein? Das Meer macht etwas mit einem, oder? Die Menschen sind fröhlich, entspannt, freundlich… Gut, die haben natürlich auch fast alle Urlaub.

Morgen, ich schrieb es, geht der Flug leider sehr früh zurück. Ich habe aber die Zeit hier sehr genossen. Rolf ist ein toller Freund und Gastgeber, Katalonien ist eine wunderbare Ecke zum Bereisen. Es liegt nicht nur an den zwei, drei Gläsern Wein, wenn… HALT DIE FRESSE DAHINTEN… äh… also, wenn ich wehmütig bin, weil ich wieder nach Hause muss.

Danke wieder für’s Mitreisen und hoffentlich bis bald. Euer

P.S.: Es war natürlich nicht die Gurke…

Barcelona 2025-II: Gerry geht ins Krankenhaus

Ihr Lieben,

Die gestrige Nacht haben wir ja ausgiebig ausgenutzt, da musste ich heute erst einmal bis in die Puppen pennen. Aber nach ein paar Tassen Kaffee ging es dann nach draußen. Bei 33°C und erhöhter Luftfeuchtigkeit fuhren wir erst mit der Metro zur Sagrada Familia, wo der übliche Trubel herrschte, um dann 15 Minuten zum Hospital St. Pau zu laufen. Mit dem Bau des Hospitals wurde 1901 von dem bedeutenden Architekten Lluís Domènech i Montaner begonnen, sein Sohn Pere vollendete es 1930. Es ist ein riesiger Gebäudekomplex, der einen nur staunen lässt. Das Hospital wurde irgendwann aufgelassen, kam ein wenig herunter und wurde dann aufwändig wieder restauriert. Jetzt ist es als Meisterstück des spanischen Jugendstils Weltkulturerbe der UNESCO. Große Teile kann man heute besichtigen und es lohnt sich!

Gegenüber des St. Pau ließen wir uns für ein Menù del día nieder. Ich hatte Gazpacho (esse und mache ich viel zu selten, ich liebe sie) und ein etwas zähes Rind, Dulce de leche-Pudding als Nachspeise, dazu gab es Bier und Brot. 15 Euro. Kann man nicht meckern.

Rolf musste sich dann seinem Beruf widmen und ich brach auf zum Torre Gracies, früher Torre Agbar genannt, nach der Bauherrin, den Wasserwerken Barcelonas. Jetzt steht er im Gracies-Park, einem städtebaulichen Großprojekt Barcelonas. Der Park hat etwas wenig Grün für einen Park, aber ist ja auch noch in Entwicklung. Der Turm hat eine Aussichtsplattform, die man für stolze 21 Euro besuchen kann. Dafür bekommt man einen Rundumblick in etwa 140 Metern Höhe. Wenn man mag, kann man in der Kuppel noch durch eine Art Gerüst klettern. Ich mochte nicht. Das sah alles sehr eng und fragil aus.

Der Barcelonese nennt den Torre spaßhaft… äh, warte mal, wie war das noch… fängt mit Pe an, und ein n und ein i kommen auch drin vor… ach ja, „Pepino“, also Gurke.

Im Parque Gracies befindet sich auch der Mercat dels Encants, ein mit einer futuristischen, bronzeschimmernden Konstruktion überdachten Pröddelmarkt. Auf der oberen Etage gibt es Billigklamotten der bekannten Marken Clavin Hlein und Oumo, wahrscheinlich auch Taschen von ISL oder Doir. Auf der unteren Ebene befindet sich dann ein eher klasischer Flohmarkt. Es war ziemlich wuselig. Und nur der fehlende Platz in meinem Koffer hinderte mich daran, mir 5 Clavin Hlein-Shorts für 10 Euro zu kaufen.

Ich fuhr mit der Metro zurück ins Appartement, schrieb ein wenig, legte mich kurz hin und machte mich ausgehfein. Nach Rolfs Rückkehr liefen wir zu seinem Stammitaliener und zogen uns auf dem Weg dahin noch einen Aperitif rein. Ich nahm eine Sangria de Cava, die brauchte ewig. Als das Prachtstück dann aber ankam, wussten wir, warum. Das Obst frisch handgeschnitzt, mit Liqor 42 und Cointreau drin, feinperliger Sekt. Seeeehr lecker! Rolf unkte, das koste jetzt bestimmt 20 Euro, war dann aber auch nicht teurer als ein Aperol Spritz.

Der Italiener (der eigentlich gar keiner ist, den wir aber seit Menschengedenken so nennen, ohne zu wissen, warum) begrüßte uns mit Handschlag, einem Lachs-Mango-Avocado-Tartar, Pan Tomate, einem Hamburger Special und einer riesigen Paella. Dazu ein leckerer Rosé aus Navarra. Das zog sich dementsprechend ein bisschen, aber da wenige Gäste da waren, waren die Kellner auch in Plauderlaune. Ich musste feststellen, dass ich noch dringend an meinem Hör verstehen arbeiten muss. Aber insbesondere ein Kellner quasselte auch im Allegro-vivace-Tempo. War sehr nett und lecker.

In einer Bärenbar und auf der Terrasse einer anderen Gay-Bar nahmen wir dann noch zwei Absacker und dann zogen wir uns auch zurück. Jeden Abend Party ist halt bei mir nicht mehr.

Morgen wird wieder lange geschlafen, versprochen. Und als Tagesausflug geht es ans Meer. Morgen soll es noch einmal deutlich wärmer werden, da ist Seeluft bestimmt nicht verkehrt.

Bis morgen, Ihr Conejit@s, Euer

P.S.: Barcelona ist erstaunlich unvoll. So habe ich das noch nicht erlebt. Aber das Hospital war mäßig besucht und den Turm hatte ich quasi für mich alleine. Der „Italiener“ hat dann auch Sommerpause angekündigt, es sei zu wenig los.

Barcelona 2025-II: Madonna ohne Chor

Ihr Lieben,

für ein 4Sterne-Hotel war das Concordia ein wenig ungepflegt, aber das Frühstück war sehr gut. Natürlich hat der Onkel Gerry wieder getrödelt ohne Ende und so seinen ursprünglich geplanten Zug nach Montserrat verpasst. Also nahm er den eine Stunde später.

Man fährt von der Plaza España aus etwas über eine Stunde mit der Regionalbahn bis Monistrol Montserrat und steigt dort in die Cremallera, die Zahnradbahn, um, die sich in beachtlichen Schleifen in bemerkenswerte Höhen schnauft. Der Abgrund ist stellenweise eine Handbreit neben den Schienen. Man kann auch mit einem Funicular oder einer Seilbahn hochfahren, aber das ist etwas komplizierter.

Schon auf dem Weg nach oben, Montserrat liegt auf etwa 800 Metern, bieten sich spektakuläre Ausblicke. Das Kloster selbst, man verzeihe mir, hat auf den ersten Blick den Charme eines Plattenbaus, wenn auch aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Das Gelände ist recht groß, das Kloster ist auch das wichtigste in Katalonien, und man kann so einiges besichtigen. Ich war leider etwas unvorbereitet und erhielt zeitnah keine Karte mehr für den Zugang zur Madonnenkapelle, wo man nach stundenlangem Anstehen in einer Sekunde an ihr vorbeihuschen und ihr gleichzeitig huldigen soll. Der sehr berühmte Knabenchor, der sonst mehrmals am Tag trällert, war in Sommerferien. Ich fragte eine junge Frau vom Sicherheitspersonal, welche Karte ich denn nun aus dem reichhaltigen Angebot nehmen solle, wenn ich nur in die Basilika wolle. Ob ich alleine sei? Ja. Dann rein mit ihnen, ich lade Sie ein. Das fand ich super nett!

Die Basilika ist schon erlesen. Man sieht den Strom der Anbeter oben über dem Altarraum an der schwarzen Maria vorbeidefilieren und man kann die Statue von unten erahnen oder sie mit Teleobjektiv auch heranzoomen.

Ich streunte ein wenig herum und hatte nach kurzer Zeit schon alles gesehen. Und sogar mehrere bunte Kerzen angezündet, die ganz profan per Kartenzahlung erworben werden konnten. Aber für mehrere Stunden An- und Abreise wollte ich das nicht alles gewesen sein lassen.

Montserrat gilt als überaus schönes Wandergebiet. Es gibt Dutzende anderer Sakralbauten, Kreuzwege, heilige Höhlen. Aber wollte ich bei 35°C wirklich wandern? Ich suchte mir das nahegelegenste Ziel aus, das Kreuz des Heiligen Michael. Das waren hin und zurück 40 Minuten. Und schon nach dieser kurzen Strecke war ich nur noch welkes Gemüse, galt es doch, neben der Hitze auch noch gefühlte 4000 Höhenmeter zu überwinden.

Aber die Aussichten sind wunderbar. Vom Kreuz aus hat man eine Gesamtsicht auf das Kloster. Ich kann jedem einen Besuch nur empfehlen!

Mir war ziemlich nach Hopfenkaltschale, aber die Terrasse der Bar am Hauptplatz vor der Basilika war überfüllt. So entschloss ich mich, wieder in die Stadt zurückzukehren, um dort einen Schoppen zu trinken. Zuvor galt es aber, in der Arena an der Plaça Espanya Wein und Kekse zu kaufen, mein Köfferchen im Hotel abzuholen und mich dann langsam in Richtung von Rolfs Wohnung aufzumachen. Er kam ja selbst erst nachmittags aus Amsterdam wieder, daher hatten wir 18 Uhr für ein Treffen ausgemacht. Ich war zu früh und kehrte in der Casa Dorita ein, um die Zeit zu überbrücken. Ich schickte Rolf die Adresse und ein Foto mit Bier in der Hand. Er kam flugs herbei und holte mich dann, nach einem weiteren gemeinsamen Bier, ab.

In der Wohnung angekommen, machte ich mich nur oberflächlich frisch und dann gingen wir aus. Leute, was kann man hier schlemmen, ohne arm zu werden! Wir hatten etwa 8 Tapas und schafften nicht alles. Dazu Wein für 3 Euro pro Glas. Und der Kellner schenkte mehr als großzügig ein! Pappsatt brachen wir auf Richtung Regenbogenviertel.

Wir wuselten uns durch drei Kneipen, plauderten mehr oder weniger nett mit Kellnern und Gästen und zogen uns dann doch schnell zurück in Rolfs Appartement. Ich alter Mann werde inzwischen gerne früh müde. Alles in allem war das aber ein sehr, sehr schöner Tag.

Was wir morgen machen, entscheidet sich erst nach dem Frühstück. Seid Ihr dabei? Würde mich freuen. Euer

Man nennt das wirklich Bikini.

Barcelona 2025-II: Die Anreise

Ihr Lieben!

Es ist eigentlich überhaupt nichts passiert. Außer, dass ich Land und Leute gewechselt habe. Aber ich plaudere trotzdem gerne zwei Minuten mit Euch.

Ein Abflug am frühen Morgen, Ihr wisst das, ist ja so gar nichts für mich, spät abends ist dann aber auch irgendwie doof. Irgendwie hängt man dann den ganzen Tag in den Seilen. Nicht, dass ich es nicht trotzdem schaffe, kurz vor Abflug totale Hektik zu verbreiten. Bestimmte Tabletten hatte ich im Büro vergessen, Bargeld hatte ich auch keins mehr, zum Friseur musste ich auch mal wieder… Was, schon so spät?? Ach Herrjeh. Friseur ließ ich dann ausfallen. Und wie immer war ich dennoch mehr als zeitig am Gate. Das Boarding ging pünktlich los, wir hoben mit nur ein paar Minuten Verspätung ab. In Barcelona dann aber die Überraschung. Man hatte nicht mit unserem Kommen gerechnet. Niemand da, der die Passagierbrücke ans Flugzeug andocken wollte, keine Gepäckauslader. Das hatte schon etwas komisches an sich. Dauerte dann auch nur 10 Minuten, in der es die Mitpassagiere schafften, sich im Gang übereinanderzustapeln. Man kennt es.

Mit dem Flughafenbus und ein bisschen Fußweg war ich dann um kurz nach 21 Uhr am Hotel nahe der Plaza España, wo mich der Portier vor der Tür anblaffte, was ich wolle. Hm. Am Flughafen war ich schon (wieder einmal) Opfer der berühmten Antiterror-Wischprobe. Wie sehe ich denn heute um Himmels Willen aus?

Das Zimmer liegt neben dem Swimmingpool. Das wurde mir an der Rezeption als großes Plus verkauft. Naja. Die Poolbar war auf jeden Fall schon mal nicht besetzt. Denn da wollte ich mir was ausleihen.

Ich eilte zuvor in den gegenüberliegenden Supermarkt, um mir Rosé zu besorgen. Den brachte ich dann aufs Zimmer in den Kühlschrank, wobei mir auffiel, dass ich wieder eine verkorkte Flasche erstanden hatte. Grmpft. Zur Pool-Bar, keiner da. Rezeption unbesetzt, Restaurant leer. Wieder in den Supermarkt. „Korkenzieher?“. „Nö!“. Beim Chinapröddelladen, die es hier in Spanien an jeder Ecke gibt, würde ich dann fündig. Ihr kennt ja meine Verschwörungstheorie bzgl. der Korkenzieherindustrie in südlichen Ländern? Siehste!

Ich aß in einem Imbiss einen extragroßen Bocadillo, zischte mir ein Bier und zog mich dann ins Hotel zurück.

Ihr seht, alles in allem ein unaufgeregter Tag. Frühstück hier im Hotel ist übrigens bis 11, Checkout bis 12. Ich liebe dieses Land. Nur den Wein, den muss ich gerade aus einem Pappbecher trinken, da geht die spanische Kultur dann doch ein bisschen den Bach runter.

So, morgen wird dann aber nicht so rumgetrödelt, da geht es dann zur Sache! Obwohl… Frühstück bis 11? Ähm… räusper.

Nos vemos mañana, Ihr Lieben, oder? Euer

Am Hauptbahnhof mit einem solchen Schild zu werben, ist schon ganz schön mutig, liebe REWE-Zentrale…

Prolog: Barcelona otra vez

Ihr Lieben,

einen Gutschein für einen Blindflug hatte ich noch im Posteingang meiner E-Mail. Ihr kennt das ja schon, Reisedaten eingeben und warten, wo einen die Airline hinschickt. Es wurde erneut Barcelona. Hm. Nicht, dass ich die Stadt nicht mag, aber ich esse ja auch nicht jeden Tag Pfannekuchen! Egal, Rolf angeschrieben, ob er denn da zufällig da sei. Ja, ab Dienstag, ich könne dann bei ihm übernachten. Ich antwortete, ich wolle seine Gastfreundschaft aber doch nicht überstrapazieren. Keine Reaktion. Eine halbe Stunde, zwei Stunden, vier Stunden vergingen. Panik. Dann schrieb ich, dass ich das Angebot natürlich gerne annähme! Für die erste Nacht hatte ich zuerst ein etwas abgeranztes Hostal gebucht, bis ich mich dann doch umentschloss und zu einem hoffentlich netten Hotel wechselte. Bustickets vom Airport buchte ich dann auch sofort sowie einen XL-Seat Reihe 1 für den Flug.

Leider gehen Hinflug sehr spät und Rückflug am Freitag sehr früh, aber drei volle Tage habe ich ja wieder. Für Dienstag ist – je nach Wetterlage – ein Ausflug außerhalb von Barcelona geplant, Mittwoch dann wird der Tag in der Stadt verbracht und Donnerstag ans Meer gefahren, so der St(r)and* heute. Aber erstens kommt es ja oft anders und zweitens als man denkt.

Wie immer freue ich mich über Eure virtuelle Begleitung und wenn Ihr hier mal nichts von mir lest, liegt das eher an technischen Problemen, als daran, dass ich in einer Churros-Bar ins Schoggi-Fass gefallen bin, wo ich den Rest meines Lebens glücklich herumpaddele.

Also, bis morgen? Liebe Grüße, Euer

P.S.: Ich habe übrigens noch nie Churros gegessen, vielleicht sollte ich das diesmal einfach tun.

*) hihi