Tag 7: Hauptstadtbesuch

Ihr Lieben!

Ich weiß, Ihr könnt dieses Jammern auf hohem Niveau nicht mehr lesen. „Da haben die Urlaub, während ich mich hier abrackere, und kümen über das Wetter.“ Aber s’ist so, es wird immer schlimmer. Da Regen angesagt war, sind wir nach Palma gefahren, da wir dort zur Not im Kaufhaus Corte del Inglés oder in irgendwelchen Bars und Restaurants würden unterkommen können.

Wir suchten uns das Parkhaus am Parc del Mar aus, das ist angeblich etwas teurer, aber es ist toll zu erreichen und quasi unterhalb der Séu, der Kathedrale von Mallorca, angesiedelt. Bei Ankunft regnete es tatsächlich, und das nicht unerheblich, so eilten wir erst einmal zu einem Café, das eine von Elkes Patientinnen ihr empfohlen hatte. Das ist dann auch ganz nett da und der hochpreisige Latte Macchiato war sehr lecker.

Wir liefen durch die hübschen Gassen von der Sé bis zur Plaça España und machten uns dann auf zum Mercat d’Olivar, den Markthallen, um wieder einem kleinen Getröpfel zu entgehen. Ich wiederhole mich, ich weiß; alte Männer tun das gerne und es ist eine liebenswerte Angewohnheit, wenn man es zulässt und nicht dauernd betroffen ist, aber: Ich LIEBE Markthallen!!!! Ich möchte am liebsten direkt neben einer wohnen. Ich würde jeden Tag dort einkaufen und Austern und Cava schlürfen und mit den Händlern über die Farbe von Artischocken fachsimpeln. 🙂

In der nächsten Regenpause ließen wir uns ein bisschen durch die Stadt treiben, suchten immer, wenn es angezeigt war, Schutz unter Arcaden oder Dächern und bewunderten die vielen kleinen schönen Lädchen, die es gibt, erliefen das Viertel um die Kathedrale, entdeckten versteckte Hinterhofplätze und freuten uns an verwinkelten Gassen. Selbst das Restaurant, das wir an meinem 50. Geburtstag unsicher gemacht hatten, haben wir wiederentdeckt.

Es war – trotz des Wetters 😂🤣😂 – erstaunlich wenig los. Viele Cafés und Bars hatten geschlossen, die fliegenden Händler machten sich rar und so lebhafte Orte wie die Plaça de la Reina, die Avinguda de Jaume III und der Passeig del Born waren fast wie ausgestorben. Am Santa Eulalia-Platz hatten dann ein paar Bistros auf und wir ließen uns auf ein Getränk nieder. Elke bekam dann den noch fehlenden Schnipsel spanischer Esskultur kredenzt, den Bocadillo. Manche behaupten, es sei nur ein Baguette mit z.B. Schinken und Käse belegt. Aber weit gefehlt, meine Damen und Herren! Es ist ein Bocadillo!

Palma ist auch bei Regen gut zu erkunden, es war ein würdiger Abschluss unserer netten Urlaubswoche. Wir haben die Tage hier als Auszeit empfunden, wir haben viele schöne Dinge unternommen und uns ein wenig verwöhnen lassen. Und nun heißt es leider so langsam Abschied nehmen. Bei Condor eingecheckt hatten wir schon während des Frühstücks, die Rezeption weiß, dass wir ein Early-Bird-Breakfast brauchen, eine letzte „beste Sangria der Welt“ nahmen wir auch noch ein. Zudem war heute Abend im Restaurant irgendeine Art „Día de las comidas nacionales“ und das war ja dann auch passend.

Morgen früh geht es um 6 Uhr 30 Richtung Flughafen und dann heißt es Chau Mallorca. Drei Wochen später bin ich wieder hier und dann wird Erika mich für eine kurze Zeit begleiten.

Elke danke ich für die schöne Zeit und Euch Lesern für Eure virtuelle Begleitung. Bis bald, Euer

Ein letzter Balkonwein…

P.S.: Liebe Maren, Elke benötigt viel mehr Infos über Amy. Bitte zukünftig alle halbe Stunde einen Zustandsbericht schicken, dem jeweils drei Beweisfotos beigefügt sind. 😁

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