Mallorca 2025 – Día 4: Werd‘ ich noch jung sein, wenn ich älter bin?

Ihr Lieben,

Konstantin Wecker hat schon tolle Texte geschrieben. Hört einmal das ganze Lied. Und nein, ich hadere nicht damit, jetzt 59 Jahre alt zu sein. Ich habe das Gefühl, ich war schon mal erwachsener und gewinne im Alter sogar ein bisschen Jugend zurück. Leider ist mein Körper diesbezüglich anderer Auffassung, aber mein Kopf ignoriert das geflissentlich.

Mit Elke war ich ja an ihrem Geburtstag in Den Haag. Sie hat mir den Ausdruck „Bestimmertag“ beigebracht. Das bedeutet, wenn man Geburtstag hat, darf man alles so machen, wie man mag, mehr oder weniger jedenfalls, und alle müssen mitspielen. Nun, ich bestimmte zuerst, dass ich ausschlafe und dann sehr lange frühstücke! Der Vorteil, spät zum Frühstück zu kommen ist, dass es schon recht leer ist, man sich nicht um die Käseecken prügeln muss und dass die Hälfte der Tische auf der Terrasse frei ist. Dann bestimmte ich noch, dass ich prächtiges Wetter haben soll, das hat aber irgendwie nicht so wirklich funktioniert, denn es war doch in weiten Teilen ziemlich bewölkt. Leider soll das jetzt wohl auch so bleiben und dann ab Sonntagnachmittag auch regnen.

Beim Stöbern nach Ausflugszielen gestern stieß ich auf eine Ausgrabung aus der Eisenzeit, Überreste eines talayotischen Dorfes in Ses Paisses. Und um noch ein paar andere Aktivitäten dazuzupacken, schrieb ich mir Artà mit dem Kloster, Capdepera mit der Festung und Betlem mit einem weiteren Kloster auf die Tanzkarte. Ich begann in Artà. Was soll ich sagen, ich kannte das schon. Ja, das Alter, ich hatte das schlicht vergessen, dass ich schon einmal mit Elke mal dort war. Aber egal, denn es ist schön da oben. Nicht schön war, dass halb Artà aufgerissen war wegen irgendwelcher Bauarbeiten und ich mit Sancho durch stellenweise sehr enge Gassen manövrieren musste, weil die Verkehrsführung entsprechend geändert war. Das Kloster mit der unteren und der oberen Kirche ist ganz nett, man hat einen tollen Fernblick. Es ist auch nicht zu überlaufen.

Im Anschluss dann das frühzeitliche Dorf. Ich schrieb Eisenzeit, aber es waren auch Reste aus Bronzezeit und der sog. Balearenzeit zu sehen, wenn ich das richtig verstanden habe. Für einige mag das nur ein Haufen Steine sein, ich stelle mir hingegen vor, wie vor mehr als 3.000 Jahren da schon jemand langelaufen ist, wie die Menschen zusammensaßen, wie sie lebten. Wie sie dicke Felsbrocken transportierten und sie auf die unnachahmliche Art und Weise dieser Zeit aufeinanderschichteten. Fast pyramidonal, nur… äh… nicht ganz so perfekt halt. Ein untouristischer und besinnlicher Ort. Allerdings stimmen die 2,- Euro Eintritt aus den Google-Bewertungen nicht mehr, der Preis hat sich verdoppelt. Das nenne ich mal Inflation.

Weiter ging es nach Capdepera. Und während ich so auf die Festung zufahre, denke ich mir, mönsch, da warste doch auch schon. Und schwups war ich an der Straße am Hang, wo Elke und ich damals verkehrswidrig und absturzgefährdet geparkt hatten. Ich musste aus der Beifahrertür klettern, das war schon eine akrobatische Leistung damals. Mit Sancho konnte ich an dieser Stelle leider nicht parken, da zu breit, daher fuhr ich wieder in den Ort runter und schnappte mir da eine der seltenen Parkbuchten. Ich lief die gefühlt 3.000 Stufen zur Festung hoch, guckte mir alles von Außen an, aber sparte mir den Besuch der Burg, da ich das Gelände noch vor meinem inneren Auge hatte.

Von der Burg aus wollte ich dann zum Kloster Betlem. Da ging das Chaos dann los. Ich musste wieder durch Artà und das Navi plärrte unentwegt, es umfahre eine Sperrung, ich sei aber auf der idealen Strecke. Als ich zum dritten Mal entnervt durch die gleiche Gasse fuhr, die zudem auch nur einen cm breiter als Sancho war, brach ich das Vorhaben ab. Das alles kostete mich etwas mehr als eine Stunde! Der Vorteil ist, dass mich jetzt alle Einwohner von Artà Centro kennen und ich blind den Taxischein dort bestehen würde. Nur auf Anhieb Fahrgäste rausbringen… das könnte schief gehen.

Mit Umweg über den Lidl kehrte ich nach Son Bauló zurück. Dort wurde ich dann noch einmal wüst von Radfahrern beschimpft, weil ich es wagte, rückwärts einzuparken und sie nicht die Straße ungebremst runterschießen konnten. Ich grüßte höflich mit „Ar***lö**er“ zurück. Übrigens: Je hässlicher die Funktionskleidung, desto wahrscheinlicher, dass es deutsche Radler sind. So, genug gebasht. Ich gönnte mir auf der Terrasse ein Stück Nusskuchen und ein Glas Cava, nur die Kerze hat gefehlt.

Am Abend lief ich noch einmal zur Promenade von Can Picafort, wo ich Fleischbällchen (Albondigas), Datteln mit Speck (Datiles con bacon) und ein Ministück Tortilla aß. War insgesamt okay, aber meine Tortilla finde ich dann doch besser. 🙂

Das war insgesamt ein (halbwegs) entspannter Geburtstag, ich bekam auch ausreichend Glückwünsche, so dass es für das kommende Jahr reichen müsste. Vielen Dank dafür!

„Wie werd´ ich ausseh´n, wenn ich älter bin?
Wie einer, dem das Leben glückt,
oder gealtert und gebückt,
mach ich auf jünger und verrückt?“

Sehen wir uns morgen? Würde mich sehr freuen! Liebe Grüße von Eurem

P.S.: So war das damals vor der Burg, Elke hat sich schlapp gelacht:

Mallorca 2025 – Día 3: Der Mann in den Bergen

Ihr Lieben,

gestern schrieb ich, ich wolle ins Gebirge. Dafür hatte ich mir den höchsten Punkt der Insel ausgesucht. Recherchen ergaben, dass es sich um den Puig Major handelt und der Gipfel leider militärisches Sperrgebiet ist. Übrigens auch mal amerikanisches, bis 1964. Merke: Erst informieren, dann palavern. Hm. Ich recherchierte also nach den schönsten Dörfern und stieß auf mehrere Kandidaten: Fornalutx, Estellencs und Galilea. Ich war ja schon mehrmals auf der Insel, aber in keinem dieser drei Dörfer, die es auf einer Internetseite neben Valdemossa und Deia unter die Top 5 an der Westküste geschafft hatten. Also, nach dem sehr guten Frühstück auf der Terrasse (Glück gehabt!) die inzwischen wieder trockenen Schuhe angezogen und los! Apropos Recherchen, ich hatte die Bedienungsanleitung von Sancho gefunden (er ist übrigens ein SsangYong, Tivoli ist nur die Modellbezeichnung und ein Hybrid ist er glaube ich auch nicht!) und konnte das lästige Problem mit der Piepserei lösen.

Alle drei Ziele liegen im Weltnaturerbe der Serra Tramuntana und obwohl alles nicht weit auseinanderliegt, braucht man Stunden, um diese Tour durchzuführen. Das ist den Bergstraßen mit vielen haarnadelscharfen Serpentinen geschuldet und den Myriaden von Radfahrern, die einem das Leben auf der Straße echt schwer machen. Ich erspare Euch jetzt die Schilderung der zwei Beinah-Unfälle, zu denen es durch völlig unberechenbares Verhalten von Radlern gekommen wäre, wenn ich nicht beide Male voll in die Eisen gestiegen wäre. Stress pur!

Mein erstes Ziel war Galilea, da findet man noch problemlos einen Stellplatz für das Auto. Es hat so gar nichts touristisches an sich. Es ist beschaulich und geschmackvoll. Gerüchteweise leben hier viele Künstler und betuchte Menschen. Ich wette, der Schlagzeuger, der meinen Besuch musikalisch untermalte, ist die meistgehasste Person des Ortes. Sehr nett, aber unspektakulär. Der Ort. Das Schlagzeugmonster habe ich ja nicht kennengelernt.

Mein zweites Ziel, Estellencs, wurde dem Ruf schon eher gerecht. Schöne Gassen, nette Gebäude, prima Aussichten. Hier sucht man dann allerdings auch lange nach einem Parkplatz! Ich legte noch einen weiteren Zwischenstopp im benachbarten Banyalbufar ein, wo man ebenfalls superschöne Ausblicke auf die in Terrassen angelegten Häuser (siehe Beitragsbild) und das Meer hat.

Höhepunkt der Bergdörfertour war dann Fornalutx. Zweimal, wenn meine Informationen zutreffen, schon zum schönsten Dorf Spaniens gewählt. Diesen Titel gibt es aber vermutlich häufiger als Splitter von der Heiligen Lanze, die sich in den Leib des Gekreuzigten bohrte. Aber wenn, dann zu Recht. Der Titel, nicht die Folterung am Kreuz. Wirklich, wirklich schön. Parkplatz? Eine Katastrophe! Aber die Menschmassen konzentrierten sich auf dem Hauptplatz am Ortseingang, wo sie alle Plätze in den Cafés und Eisdielen belegten. Der Rest des Ortes ist recht ruhig, mit wunderbar schönen Gassen, die von den Bewohnern schön begrünt und beblüht werden. Zwischen den Häusern dann einmalige Aussichten auf die Gipfel der Tramuntanaberge. In Fornalutx blieb ich dann auch am längsten, lief über die obere Straße bis zum pittoresken Friedhof (leider geschlossen) und über die untere Straße wieder zurück. Ein Ausschank nahe Ortsausgang Friedhof wirbt mit prämiertem Orangensaft. Für 2 Euro kann man einen Becher erstehen. Als Orangenfan kann ich sagen, joo, aber an meine Valencia-Orangen kommt der natürlich üüüüberhaupt nicht ran!

Am späten Nachmittag trat ich die Rückfahrt an. Als erstes nach der Ankunft in Son Bauló rief ich meinen Vater an, der heute 88 Jahre alt geworden ist. Herzlichen Glückwunsch auch noch einmal auf diesem Wege, lieber Papi! Alles Liebe und Gute für das kommende Lebensjahr!

Dann lief ich zum Hafen, wo ich mir für die Strapazen des Tages ein großes Bier gönnte. Im Son-Bauló-Teil natürlich, nicht bei dem Plebs von Can Picafort! 😉 An der Strandpromenade wehte ein ganz schön kräftiger Wind, die Sonne konnte das trotz großer Anstrengung nicht ausgleichen. Ich beschloss, in eine Bar in der Nähe des Hotels zu gehen, die im Netz für ihre authentische spanische Küche gelobt wird. Was soll ich sagen? Ruhetag. An einem Donnerstag! Die Welt wird immer verrückter. Ich hatte aber ja noch massenweise Schinken, Käse, Oliven und altbackenes Brot im Studio, also machte ich wieder einen auf Terrassenmensch. Gibt es da eigentlich auch eine Fachbezeichnung für? So wie Troglodyt für Höhlenmensch?

Das war ein sehr anstrengender, aber auch schöner Tag. Die Fahrt auf der Ostseite der Tramuntana bietet grandiose Ausblicke in Schluchten und auf Gipfel, interessante Orte und dunkle Wälder wechseln sich ab; an der Westseite schlängelt sich die Straße hoch über dem Meer entlang. Es ist spektakulär und wundertoll! Manchmal wird es dann aber so eng, dass eigentlich nur zwei Bleistifte aneinander vorbeipassen, dann muss man ganz schön lavieren. An einer Stelle fiel mir etwas vor meinen Zwillingsdrachen (so die Bedeutung von SsangYong) Sancho und es gab ein Plupp-Geräusch. Ich war zu Tode erschrocken und hielt an geeigneter Stelle für eine Diagnose an. Ich glaube, es war „nur“ eine Orange, Sancho ist auf jeden Fall unverletzt.

Morgen begehe ich meinen letzten U60-Geburtstag, ich habe noch keine Ahnung, was ich mir selbst schenke. Abgesehen von der Reise natürlich. Möglicherweise werde ich Sancho mal stehenlassen und nix tun, vielleicht gucke ich mir auch die Drachenhöhlen bei Porto Christo an. Die sollen allerdings ziemlicher Touri-Nepp sein. Eigentlich hätte ich mir Valdemossa oder Soller vorstellen können, aber durch Soller musste ich heute zweimal durch und es war die Hölle auf den Straßen los (eine Bekannte schickte mir einen Artikel über Massenproteste der Bevölkerung gegen Touristen, dieses Jahr soll die 25 Mio.-Marke geknackt werden). Na, ich lasse mich einfach mal überraschen. Ich hoffe, Ihr feiert ein bisschen virtuell mit. Denn wenn nicht, müsst ihr was aufs Konto überweisen! Liebe Grüße, Euer

P.S.: In den Kiefern vor meinem Balkon paaren sich Tauben. Was für ein Gewusel. Ist das noch Leidenschaft oder schon Hektik?

Mallorca 2025 – Día 2: Markttag

Ihr Lieben,

natürlich fängt auch der erste Tag auf Malle mit dem Frühstück an. Aber kurz zuvor möchte ich noch loswerden, wie sehr ich es gestern genossen habe, auf der Veranda zu sitzen, bis es zu kalt wurde. Beim Reingehen hat mir dann auch geholfen, dass jemand eine Etage tiefer Gras geraucht hat, den Geruch ertrage ich leider so gar nicht. Aber – wie gesagt – es war ohnehin schon kalt.

Das Frühstück im Hotel ist fast perfekt, nur ist der Saal zu schmal für die Horden, die es zu sättigen gilt. Die wenigen Terrassenplätze sind auch besetzt, aber ich denke, ich werde noch genug Wetter abbekommen. Der Orangensaft ist ein Traum! Allein das gibt ja schon 80 Punkte! Und es gibt drei Kaffeestationen, das mildert das Gedränge.

Was machen wir denn heute? Meine Gattin Elke und ich haben eine gemeinsame Bekannte, die immer etwas exaltiert über Dinge urteilt. Da gibt es das BESTE Müsli. Dort hat man den FANTASTISCHSTEN Wein. Hier gibt es die FEINSTE Seidenstickerei. Jeder kennt solche Menschen. Ich selbst kann mich ja noch nicht einmal davon freimachen. Diese Bekannte ist bekennende Besucherin des Marktes von Sineu, der einmal die Woche mittwochs stattfindet. DER LECKERSTE HONIG!!! Ihr versteht… Ich war schon einmal da, und abgesehen davon, dass Sineu ein wirklich besuchenswerter Ort ist, ist der Markt es auch! Er findet im Schatten der ERSTAUNL… äh, erstaunlich großen Kirche statt und hat zumeist Tinneff von jenseits der Seidenstraße zu bieten. Aber es gibt auch ein paar wirklich nette Sachen, besonders in der Ecke mit den Lebensmitteln. Wer auf Keramik und Holzschnitzereien steht, wird auch fündig. Ist ja leider nicht so meins. Dazu gibt es Massen von Klamottenständen.

Erwartungsgemäß war es brechend voll. Um die wenigen Parkplätze auf dem Acker vor Sineu wurden erbitterte Kämpfe ausgefochten. Ich parkte am Culo del Mundo und war somit entspannter unterwegs, auch wenn man dann ein Stückchen laufen muss. Wir sind in der Vorsaison, ich möchte mir gar nicht ausmalen, was hier in den Sommerferien los ist!

Sineu selbst ist abseits des Marktes unglaublich beschaulich, fast wie ausgestorben. Es gibt einen königlichen Palast mit einem Kloster nebendran. Beides scheint seit Jahren geschlossen. Von außen ist es – abgesehen von dem Eingangstor zum Kloster – nur ein wenig interessanter, großer, grober Steinklotz.

Die Pfarrkirche war geöffnet, so zündete ich mal wieder ein Kerzchen an. Hier war es angenehm ruhig, da nur wenige Besucher ins Innere fanden. Vor der Kirche steht der geflügelte Löwe von Sineu, der an den Evangelisten Markus erinnert. Das Denkmal ist jünger, als man glaubt, es wurde erst 1945 von Joan Maimó errichtet.

Ein paar Blasen (ich war so schlau, meine Turnschuhe gestern auszuwaschen und sie waren trotz Sonne leider nicht trocken und ich daher mit Schlappen unterwegs) und drei Kühlschrankmagnete später verließ ich Sineu, allerdings ohne die üblichen Tonnen von Sobresada, Jamon oder Queso für Zuhause. Bin wohl erwachsen geworden. In Can Picafort fuhr ich dann noch den Supermarkt an, um meinen Kühlschrank wieder aufzufüllen.

Sancho Pansa hat mich gut durch den Vormittag gebracht, aber er ist leider sehr mitteilungsbedürftig. Es gibt Begrüßungsmusik, sobald man einsteigt, der Sicherheitsgurtwächter schimpft unverzüglich los, bei jedem Überholvorgang plärrt die Spurkontrolle. Für die gibt es einen Aus-Knopf, der mein diesbezügliches Ansinnen aber ignoriert. Vielleicht muss der Scheibenwischer gleichzeitig gestartet werden, wer weiß. Wenn man sich jetzt vorstellt, dass Millionen von midlifecrisisbetroffenen Männern hier Radrennen fahren, wird klar, wie oft man die Mittellinie queren muss und wie oft es daher hysterisch piept. Ich würde auch gerne mit Sancho Pansa sprechen, aber die Android-Verbindung bricht dauernd ab. Vielleicht muss man zur erfolgreichen Kopplung parallel den Tankdeckel mehrmals auf- und zuklappen, man weiß es nicht.

Ich verstaute meine Einkäufe im Apartment und fuhr mit dem Linienbus bis ans andere Ende von Can Picafort. Und jetzt muss ich beichten. Ich habe mich geirrt, ich wohne gar nicht in Can Picafort, sondern in Son Bauló, deswegen ist es da so beschaulich. Denn als ich von der letzten Haltestelle am Meer zurück Richtung Unterkunft lief, musste ich erschrocken feststellen, dass Can Picafort natürlich genauso unattraktiv ist, wie alle anderen derartigen Urlaubsorte. Solltet Ihr also gestern alle Euren Jahresurlaub hier gebucht haben, weil der doofe Diepolder das hier so nett findet… tja, Pech gehabt. Zudem gibt es hier sehr viele Baustellen, geschlossene Läden und Restaurants, in denen gewerkelt wird. Ob das bis Ostern alles fertig wird? Ich bezweifele es. Ich kehrte in eins der ansehnlicheren Restaurants ein und aß ein paar Croquetas de Jamon. Sehr lecker! Ich liebe Tapas!

Ich lief zurück zur Unterkunft, wo ich mich kurz ausruhen wollte. Ja, die gute Seeluft! Ich pennte dorch glatt zwei Stunden, aber bei offener Terrassentür, es duftet wunderbar nach Schirmkieferzapfen! Ich gönnte mir einen leckeren Cava und machte mir abends eine Paella aus dem Mercadona warm. In vielen spanischen Supermärkten gibt es eine Ecke mit „comida preparada“, vorgegartem Essen aus der Theke. Klar, das gibt es bei uns auch, aber statt zwischen Hühnerhälften und Leberkäsebrötchen wählen zu müssen, gibt es hier hunderte Gerichte, die in der Regel auch noch gut schmecken.

Danach lümmelte ich wieder auf der Terrasse herum und hörte einen spanischen Podcast (wenn ich schonmal hier bin!), dem ich mit Ach und Krach folgen kann, da man langsam und deutlich spricht und er eine schriftliche Transkription hat, er heißt „Hoy Hablamos“ und beschäftigt sich mit Alltäglichem sowie Nachrichten und ist sehr kurzweilig.

Morgens eine Unternehmung machen und nachmittags rumtrödeln ist übrigens eine perfekte Melange. Bin so richtig im Urlaubsfeeling. Für morgen überlege ich, ins Gebirge zu fahren. Allerdings machen mir die Horden von Radfahrern Angst; sie benehmen sich nicht wirklich berechenbar. Zwei Beispiele: Als ich an der Promenade aß, fuhr ein Pulk laut klingelnd und rufend mit einem Affenzahn durch Spaziergänger durch, die alle hektisch zur Seite springen mussten. Ich hätte am liebsten mit Salz- und Pfefferstreuer nach ihnen geworfen, aber da waren sie schon am Horizont verschwunden. Außerdem bin ich ja eigentlich Pazifist. Und als vorher ich vor dem Hotel wendete, um in eine Parklücke zu fahren, kam ebenfalls ein Pulk von Eddie-Merckx-look-a-likes angerast, die deswegen abbremsen mussten. Einer spuckte nach Sancho Panso, ein anderer schrie „Idiot!“. Ehrlich, geht’s noch? Wir sind ja hier nicht auf einem Velodrom.

Ich sachma bis morgen, bestimmt sehen wir uns! Liebe Grüße von der Insel, Euer

P.S.: Heute war die Steuererstattung auf dem Konto, vielleicht schmeiße ich doch eine Runde im Schnitzelschinkendings…

Der Autor bereitet sich auf sein Tagebuch vor. Die Kleidung hat er nach Haarfarbe ausgesucht. Das ist jetzt hip!

Mallorca 2025 – Día 1: Anreise

Ihr Lieben,

wie immer, zuerst die Neuigkeiten aus dem Frühstücksraum. Das Wichtigste: Es gibt sie noch, die echten Männer mit Gürteltaschen, in denen Handy, Armeemesser und wahrscheinlich eine Dose WD-40 transportiert werden. Dann gibt es die Fraktion Erstmalfrühstückendannanziehen. Oder trägt man jetzt Pyjama auch tagsüber? Das Hotel wird seinen 4 selbstvergebenen Sternen (ja, booking.com macht’s möglich) leider nicht gerecht. Noch nicht einmal Orangensaft, geschweige denn Rührei gibt es. Die hartgekochten Eier hingegen machen ihrem Namen mehr als Ehre. Aber insgesamt war das Hotel für den Preis völlig okay. Nur die Horde Gremlins, die das Nebenzimmer gebucht hatten, sorgten dafür, dass ich etwas matschig bin. Ich verstehe das Konzept Adults-Only seeehr gut. Ein Hoch auf meine Ohrstöpsel, die einen Amoklauf verhinderten!

Um halb 9 machte ich mich dann auf zum Flughafen. Selbst, wenn die Bahn zuverlässig wäre, ist es schön, keine weite Anreise zu haben, keinen Frühstücksplatz aufräumen zu müssen und völlig hektikfrei zum Terminal zu gelangen. In meinem Fall von Zimmer zum Check-in in knapp einer halben Stunde. Gestern noch schrieb eine Bekannte, der Flughafen Düsseldorf sei ihr Hassflughafen. Fand ich bisher nicht so, aber der Check-in bei Eurowings findet nur noch maschinell statt (inklusive Kofferaufgabe) und da eine Menge Menschen damit überfordert ist, gibt es Staus, Gemotze, Geschrei (vor allem vom Bodenpersonal, das macht so richtig Eindruck). Die Bordkartenkontrolle wird an einem Nadelöhr vorgenommen und der Security-Check ist mit zwei Kontrollpunkten auch alles andere als ein Vergnügen. Ein Hinweis auch an den Betreiber von DUS: Zwei Toiletten für 2 Etagen Abflug Terminal B ist recht knapp bemessen.

Das Himalaja-Gebirge – immer wieder imposant!

Der Flug war alles andere als angenehm, die Sitzreihen werden entweder immer enger oder ich immer fetter. Es wird wohl an beidem liegen. Für den Rückflug leiste ich mir einen XL-Sitz. Auch waren wir etwas verspätet, der Weg zur Gepäckausgabe betrug 20 Kilometer (war das schon immer so?) und das Gepäck kam dort erst nach knapp 45 Minuten. Dann suchte ich den Shuttle-Bus zum Autovermieter, was sich auch als problematisch herausstellte, da die Beschreibung mit Straßenmarkierungen arbeitete, die es leider, da die Straße vor dem Terminal gerade komplett aufgerissen war, nicht mehr gab. Dutzende andere Menschen geisterten durch das laut Plan zu durchquerende Parkhaus, wahrscheinlich aus dem gleichen Grund. Aber ich wurde irgendwie fündig. Dann das nächste Problem an den Schaltern: Ziehen Sie eine Nummer. Meine war 111. Aufgerufen war gerade die 90 und es waren 4 bis 6 Schalter besetzt (denn ab und zu verschwanden auch Mitarbeiter mal für längere Zeit). Als ich nach seeeehr langer Wartezeit dran war, ging es eigentlich ganz schnell, da ich online alles angemeldet hatte. Allein, der Wagen hatte mehr Kratzer, als angegeben. Wieder zurück zum Schalter. Ich solle die Schäden fotografieren und gut sei. OK, Bilder gemacht. Ich versuchte, den Wagen zu starten, nix ging. Schalt-Benziner wohlgemerkt. Ich trat sogar auf die Bremse, weil ich das von Automatikwagen inzwischen gewohnt war. Nix. Wieder zum Schalter. „Da machen Sie was falsch!“. Jo, sieht so aus, aber was?? Jemand kam mit raus. „Ach der. Da müssen Sie Bremse und Kupplung drücken und dann zünden.“. Leute, seit wann das denn? Das Gefährt ist ein Tivoli Hybrid. Ja, so habe ich auch geguckt. Der Mann, der den Wagen ans Laufen brachte, war stolz auf diesen Teil der Wagenflotte, das merkte man. 9000 PS!, jubilierte er. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich damit nicht viel anfangen kann. Ich habe den Kleinen „Sancho Pansa“ getauft.

Sancho Pansa, mein Weggefährte für die kommende Woche.

Nach einer einstündigen Fahrt durch hundert Kreisverkehre kam ich in Can Picafort an. Direkt vor dem Hotel bekam ich einen Parkplatz. Es macht einen sehr guten ersten Eindruck. Das Studio ist sehr geräumig, leider ist die Dachterrasse völlig zugepiniet (na, wer kommt drauf?) und daher die Aussicht mehr als eingeschränkt. Gut, ich wohne am Ortseingang, da ist sowieso nicht viel zu sehen. Ansonsten alles seeehr nett, das Zimmer ganz oben und am Ende des weitläufigen Hotels, das m.E. zu Unrecht den Beinamen „Petit“ trägt.

Ich erkundete zuerst den Ort ein wenig und lief zum Son Bauló-Strand und von dort aus die Marina bis zum Hafen entlang. Es ist vorsaisonal ruhig, aber ich glaube, selbst in der Hochsaison ist hier keine Party. Meiner Einschätzung nach ist das hier einer der gediegeneren Urlaubsorte im Nordosten. Was sofort Glücksgefühl in mir auslöste, war der typische Geruch nach Meer. Da geht ja mal so gar nichts drüber! Dann das Blau des Himmels, das Blau des Meeres. Herrlich! In Can Picafort kann man Dutzende der Skulpturen des mallorquinischen Künstlers Joan Benassàr bewundern. Sie erinnern ein bisschen an Giacometti oder Modigliani, nur in etwas korpulenter. Wunderschön! Am Yachthafen nahm ich dann endlich das heiß ersehnte Bier zu mir und war sofort im Gespräch mit einem deutschen Ehepaar. Sie war sehr extrovertiert und so erfuhr ich allerhand über ihr leider nicht wirklich spannendes Leben. Aber es war dennoch unterhaltsam, weil ihr Mann ständig stöhnte „Ach Schatz, das ist doch jetzt unwichtig…“ oder „Das kann man doch auch kürzer fassen.“.

Es galt, Vorräte für das Studio anzulegen und einen Supermarkt zu suchen. Die kleinen Läden, die ich auf meinem Spaziergang passierte, waren alle noch geschlossen und Sancho Pansa wollte ich auch nicht mehr bewegen. So lief ich durch das Zentrum zum großen Mercadona. Sehr aufgeräumt, sehr preiswert. Ich staune immer über die Brotpreise in Spanien. Hatte ich erzählt, dass ich letztlich bei einem Poller Bäcker 1 Euro 90 für ein etwas größeres Körnerbrötchen bezahlt habe? Leute! Für das Geld bekam ich hier zwei Pastels, ein Croissant und ein Stangenbrot. Ich deckte mich mit Wein, Käse, Nüssen, Gebäck und Schinken ein, dazu etwas Milch und viel Wasser. Im Studio gibt es eine Nespresso-Maschine, also auch ein paar Kaffeekapseln. Der Heimweg zog sich etwas, denn eigentlich wollte ich durch ein Waldgebiet laufen, aber da hingen überall Warnschilder, die qualvolles Dahinscheiden bei der Begegnung mit der Prozessionsspinnerraupe androhten. Ich lief Umwege und verirrte mich ein bisschen, und das mit meinem doch nicht leichten Gepäck. Ich fand einen breiten Pferdepfad, der dann am Hotel endete.

Ich war so hinüber, dass ich jetzt kein Restaurant suchen wollte. Ich zauberte mir ein Bocadillo, öffnete mir einen leichten Rioja, setzte mich auf den Balkon, wo Ihr mich jetzt „quasi live“ schreiben seht. 😀

Das Wetter ist prima, ordentlich bewölkt mit ordentlich sonnigen Abschnitten. Rein im T-Shirt fröstelt man dann ab und zu. Ich bin guter Dinge, dass ich mich hier wohlfühlen und ein paar schöne Sachen erleben werde. Ihr erlebt doch mit, oder?

Liebe Grüße aus dem Es Baulo Petit von Eurem

Was meinst Du, wie wird das Wetter? – Ich finde, es sieht gut aus!

Mallorca 2025: Der Prolog

Ihr Lieben,

es ist mal wieder soweit, ich bin bald auf der Insel. Auf der Suche nach einem Kurztrip über meinen Geburtstag stolperte ich über ein Schnäppchenangebot für ein sehr nett anmutendes Hotel auf Mallorca. Nicht direkt am Meer, gerüchteweise nicht in einem wirklich interessanten Ort, Abflug aus der „verbotenen Stadt“ (aber als Muschelschubser ist mir das ja wurscht), von Dienstag bis Dienstag und nur Frühstück. Dafür unschlagbar preiswert. Ja, und so verschlägt es mich dann ab morgen nach Can Picafort. Und diese Zeilen schreibe ich in einem Hotel in Düsseldorf, da ich mich nicht auf die Bahn verlassen wollte. Aus guten Gründen, denn in den letzten drei bis vier Jahren kann ich mich nur an eine einzige pünktliche und unproblematische Fahrt erinnern.

Der Abend bei Elke und Amy, das war der Grund für meine Reise, war trotzdem sehr schön! Es gab einen unserer berühmten Picksalate. Die sind immer so reichhaltig, dass man auch eine halbe Kompanie damit versorgen könnte. Amy mag ja Selfies so gar nicht, aber da muss die alte Lady durch.

Aber zurück zur Reise: Das Hotel in Düsseldorf ist ebenfalls ein Schnäppchen. Und so sieht das Zimmer auch etwas verwohnt aus. Dafür ist es aber sehr groß, gut gelüftet und ordentlich geputzt. Und direkt am Bahnhof, so bin ich schnell am Flughafen. Boarding ist um 10 Uhr 30.

Ja, und da ich nun schon in Düsseldorf war, lief ich auch ein bisschen durch die Altstadt bis zum Rhein und den einmal rauf (bis Nordsee) und wieder runter (bis Bodensee) und das war bei dem Wetter wirklich nett. Die „längste Theke“ war einigermaßen gut besucht, an der Rheinpromenade war in erster Reihe kein Plätzchen mehr frei. Wenn ich mich an früher so erinnere, wie unattraktiv das mal war… das haben sie gut gemacht, die Erzfeinde der Kölner. Überhaupt kann Düsseldorf ja so einiges ganz gut. Ich bin z.B. immer lieber hier in die Oper gegangen, da die Inszenierungen nicht so bott und bekloppt waren. Zu einem Altbier habe ich mich dann aber nicht hinreißen lassen, sondern habe ausnahmsweise mal ein Glas Roten geschlürft. War blöderweise aus dem Barrique, aber gerade noch so unter der Schmerzgrenze.

Insgesamt war das quasi schon ein schöner erster Urlaubstag. Sehen wir uns morgen dann auf der Insel? Das würde mich freuen. Wenn Ihr mal nichts von mir lesen solltet, dann liegt das wahrscheinlich eher an technischen Problemen, als daran, dass ich beim Partysaufen am Ballermann aus Versehen in einen Sangriabottich gefallen bin, wo ich mich den Rest meines irdischen Daseins von billigem Rotwein und Obstsalat ernähren werde.

Liebe Grüße, Euer

P.S.: Wer am Freitag zufällig in der Nähe ist, kann ja mit mir abends essen gehen, geht auf meine Kappe. 🙂

Partymaus ist schon lange vorbei

Ihr Lieben!

In letzter Zeit war es etwas trubelig, insbesondere in der Firma, da wir dort massive Ausfälle in der Abteilung hatten, daher hatte ich die ganze Zeit eigentlich absolutes Faulenzenbedürfnis. Mit Faulenzen war aber insbesondere gegen Ende der Woche und am Wochenende nix. Donnerstag hatten wir Treffen der Bürgerinitiative beim Italiener (hach, ist das schön, wenn man Völlerei als politische Arbeit verbrämen kann 😉) und Freitag habe ich Kuchen und vegane Muffins gebacken sowie eine Joghurt-Torte mit Orangen und Pfirsichen kreiert. Alles für den Geburtstag von Luis, der am Samstag groß gefeiert werden sollte. Die Küche sah übrigens aus wie ein Schlachtfeld, weil ich alle drei fast gleichzeitig gemacht habe. Der erste Pudding war dann auch angebrannt.

Der Geburtstag konnte dann bei schönstem Wetter und Barbecue auf einer Terrasse in Lövenich stattfinden. Es waren sehr viele Menschen da, die Musik war bis zum Anschlag aufgedreht. Eigentlich war es sehr nett, ich hätte viel Spanisch üben können, aber Ihr wisst ja, der Gerry hat es nicht mehr so mit Menschenmengen und Lautstärke. Naja, hatte ich noch nie so wirklich. Aber ich habe drei Stunden ausgehalten und mich gut unterhalten.

Ludwig und Geraldo – da war es noch beschaulich… 🙂

Am Sonntag dann war Familientreffen angesagt, diesmal wieder bei den älteren Neffen in Grevenbroich. Samstag erinnerte mich einer davon, dass ich ja für den Kuchen verantwortlich zeichnete. Ach herrjeh, das hatte ich vollkommen vergessen. Und wieder einen Abend in der Backstube, nachdem ich selbst aus dem Kühlschrank Mehlreste rausgeputzt hatte??? Ich lief schnell zum Supermarkt und kaufte Törtchen und Schaumküsse. Ich werde es beim nächsten Treffen wieder gut machen! Und wir hatten auch so Spaß, zumal es von den Jungs noch einen selbstgemachten Kirschstreusel gab. Die Nichten waren diesmal dann auch dabei.

Das traditionelle Familienselfie haben wir leider verpennt. 😞

Die erweiterte Doppelkopfrunde (d.h. mit Partnern) hat es am Wochenende geschafft, sich auf einen Termin für einen Kurztrip nach Brügge zu einigen. Da wollten wir schon seit Jahren hin, dann kam Corona dazwischen, dann sind wir zwischenzeitlich in Ägypten gelandet… Langer Rede kurzer Sinn: Ein Wochenende im Oktober wird’s. Hotel ist schon gebucht.

Das Bild von Brügge ist wohl aus der Steinzeit. Weiß Gott, wann ich das aufgenommen habe…

Morgen geht es mal wieder nach Braunschweig, da begrüße ich Dienstag einen neuen Mitarbeiter und gucke mich auch so mal wieder um. Und darauf die Woche geht es ab zum Ballermann! Yeah! Naja, fast.

Liebe Grüße, Euer

Den Haag – Tag 3: So ein Käse

Ihr Lieben,

was ich gestern völlig vergessen habe zu erzählen: der Koch in der offenen Showküche war ein Supermodel und die Dame, die uns abkassierte, offenbarte uns, wir hätten einen Promotionsgutschein, der uns 30% einbrachte. Ich hatte den Tisch über eine App gebucht, die wohl den Rest übernahm. Wir haben uns natürlich gefreut, aber wie finanzieren sich solche Aktionen eigentlich? Naja, vielleicht so: Ich kann das Restaurant Botanica absolut empfehlen! (kostenlose Werbung)

Elke ging gestern vor mir schlafen und ich räumte noch ein bisschen auf. Unter anderem schmiss ich die Spülmaschine an. Ich bin vielleicht von zuhause etwas verwöhnt, denn meine ist flüsterleise. Diese hier hörte man garantiert bis Amsterdam. Aber immerhin übertönten die Besoffenen und Bekifften vor der Tür das asthmatische Gerassel der Sprüharme ein bisschen. Außerdem entdeckte ich endlich, wie aus dem Designerhahn in der Küche Warmwasser gewonnen werden kann. Bisschen spät vielleicht, aber immerhin…

Wir nahmen erneut ein Minimalfrühstück zu uns (vor allem viel Kaffee), verabschiedeten uns von unserer Unterkunft und brachen bei leider mehr als mäßigem Wetter auf in Richtung Gouda. Den Zwischenstopp hatte ich mir gewünscht, weil ich gerne so einen Quatsch erzähle wie „Richtigen Gouda kann man nur in Gouda kaufen!“, um dabei völlig ernst aus der Wäsche zu gucken. Wir verbrachten dort jetzt nur wenig Zeit, da es a) alles Sehenswerte auch sehr nah beieinander gab und b) Elke zuhause ja auch noch Amy abholen musste und die Pensionswirtin meiner Lieblingshündin nicht allzu lange warten lassen wollte.

Gouda ist eine liebreizende, kleine Stadt, die nur eine halbe Stunde von Den Haag entfernt liegt. Alles wichtige ist um den Marktplatz mit seinem Stadhuis herum zu finden. Es war auch Markttag (wenn auch nicht der berühmte Käsemarkt, der geht erst im April los) und wir kauften Käse, vieeeel Käse, Tonnen von Käse; einen Teil habe ich vakuumieren lassen. Zudem ließ ich ein kleines Vermögen bei einem Chocolatier, aber da waren auch Ostersachen für andere dabei. Die Sehenswürdigkeiten um den Markt herum nahmen wir natürlich auch mit, wie die prächtige Kirche, das schöne Altstadtensemble, kleine Grachten, bezaubernde Lädchen. Mir gefällt, dass es hier in der Gegend noch viele Fachgeschäfte gibt, oft inhabergeführt. Wir gönnten uns noch einen Kaffee und ein Sektchen und brachen dann endgültig nach Hause auf.

Das war eine sehr schöne, kleine Reise, die mir sehr gut gefallen hat. Ich behaupte ja immer gerne, dass man sich auf Reisen erst nach mehreren Tagen in einem tiefen Erholungsstatus befinden kann, aber auch ein Kurztrip hilft beim Abschalten. Und ich hoffe, dass ich mit meinen Ausflügen Impulse für Eure Auszeiten geben kann.

Jetzt steht als nächstes meine Geburtstagsreise nach Mallorca an. Und nein, keine Angst, es geht nicht zum Ballermann (obwohl es in der Nähe eine fantastische Kirche gibt!). Ich hoffe, Ihr seid dann auch mit dabei (wer vor Ort ist, wird zum Essen eingeladen!). In der Zwischenzeit gibt’s den ein oder anderen „Schnipsel“ oder vielleicht auch mal wieder ein neues Rezept. Elke und ich haben uns sehr über Eure Begleitung gefreut! Bis bald, Euer

Den Haag – Tag 2: Geburtstag am Strand

Ihr Lieben,

die Nacht verbrachte ich eher unruhig. Die Matratzen des Doppelbettes sind dergestalt, dass man in die Mitte des Bettes zum Zwischenmatratzencanyon rollt, da ist es dann weniger bequem. Zudem brauchte ich die Oropax dringend, und ich kann zwar damit leben, aber ich empfinde sie auch als leicht störend.

Elke hatte heute Bestimmertag, sie durfte alles entscheiden. Ich hatte ein geschmackvolles Geburtstagsarrangement auf der Anrichte aufgebaut (die singende Kerze funktionierte leider nicht), wir tranken unseren ersten Kaffee, machten uns frisch und dann ging es auch schon los. Eigentlich hatten wir gestern noch beschlossen, heute ein üppiges Frühstück in einem der vielen Restaurants hier zu uns zu nehmen; da ist auch, soweit wir sehen konnten, für jeden Geschmack etwas dabei. Allerdings sind wir beide gar nicht die großen Frühstücker und so entschieden wir uns um für eine spätere „Bemme auffe Hand“.

Unsere ersten Ziele waren der Aussichtspunkt am Binnenhof und die „Passage“, ein kathedralenartiges Einkaufszentrum. Der Binnenhof selbst ist leider wegen Renovierung nicht zugänglich, aber wir kletterten den gelben Stahlturm daneben hinauf, um einen schönen Rundumblick auf Den Haag zu bekommen. Oben schaukelte der Turm ein bisschen im Wind, das ist ja genau das Richtige für uns! Aber der Blick ist super.

Die Passage ist schick, es gibt nette Läden, ich kaufte Souvenirs und Küchenbedarf (was stimmt mit mir nicht?). Die Einkaufsstraße entlang schlenderten wir dann zum Großen Markt, wo wir einen ziemlich mächtigen Toast und einen Kaffee in der Sonne (!) genossen. Von da aus ging es zur Grote Kerk und durch einige Gassen zurück – mit einem Abstecher in die Chinatown – zum Binnenhof. Was mir ganz gut gefällt, ist die Menge an Kunst im öffentlichen Raum. Trifft jetzt nicht alles meinen Geschmack, aber allein die schiere Menge begeistert mich. Einige Bauten sind auch sehr bemerkenswert. Das „Bienenkorb-Haus“, z.B., oder einige der anderen Häuser aus den Endzwanzigern/Anfangdreißigern. Man ist mindestens fasziniert. Den Haag ist auf jeden Fall eine Wundertüte für Architekturinteressierte.

Es drängte uns zum Strand. Scheveningen wurde sowohl vom Reiseführer, als auch von Bekannten empfohlen. Also, ab in die Straßenbahn. Ich nehme es vorweg… man muss das schon mögen… Mitten in einer baulich nicht zuordenbaren Stilistik steht ein prunkvolles Kurhaus. Es gibt Meer, es gibt Strand. Das Drumherum wird von Scheusslichkeit regiert. Selbst, wenn man davon absieht, dass alles eingezäunt und mit Planen verhüllt ist, gibt es wenig Schönes. Typische Wohnblocks mit Blick aufs Meer, ein verranzter Pier, langweilige Spaßbuden und dazu ein Hauch von Tristesse. Kaum Menschen, aber aus den Läden schallte Tanzmusik. Eine Giraffe aus Legosteinen zählt hier zu den Highlights.

Wir liefen vom Pier bis zum Leuchtturm, unterwegs nahmen wir auf einer Terrasse ein Bier zur Stärkung ein, wobei von den 50 Tischen zwei Tische besetzt waren. Von dort aus gelangten wir in das historische Zentrum, das aus ziemlich genau einer Straße besteht. Die verbirgt neben Souvenirshops und Dutzenden von Barbershops wenigstens ein paar nette Häuser aus dem vorletzten Jahrhundert. Ein schönes Café, das wir uns bei Einsetzen des Regens gewünscht hätten, suchten wir hingegen vergebens. Wir verließen Scheveningen mit der Tram Richtung Stadt und machten kurz Pause in der Ferienwohnung, um Kuchen zu essen und Sekt zu trinken.

Dermaßen gestärkt liefen wir wieder los und erkundeten weitere Straßen und Gassen, verlustierten uns im königlichen Garten, der so königlich jetzt gar nicht war, schauten uns in Tinnef- und Delikatessenläden um, kauften ungesundes Zeug, u.a. im Albert Heijn, und kehrten zum Schluss erschöpft in einer kunterbunten Plastik-Bar für einen Aperitiv ein. Wir waren die einzigen Gäste und dem Personal gegenüber deutlich in der Unterzahl.

Die schon zuhause getätigte Reservierung rückte näher, wir machten uns auf in das Restaurant Botanica, das hatten wir gestern schon durch Zufall auf einem der Spaziergänge gesehen. Umso überraschter waren wir, als wir heute von Google Maps an einen ganz anderen Ort geleitet wurden. Wir standen vor einem Hotel der gehobenen Kategorie. Nanu? Wir schauten noch einmal nach. Wir waren richtig. Gestern waren wir nur am Hintereingang. Wir wurden nett empfangen; es war zwar fast wie ausgestorben, aber daher auch schön ruhig. Uns hat es gefallen, es gab Muscheln, Krabbenkroketten und Senfcracker mit Selleriesauce. Dazu einen schönen Wein und alles Bio.

Pappsatt schleppten wir uns in die Wohnung zurück, wo Elke drei Stunden damit verbrachte, auf die vielen Glückwünsche zu reagieren, die so ein 🍀. Geburtstag mit sich bringt, während ich Tagebuch schrieb. Wir tranken dazu noch ein Weinchen und planten ein wenig die morgige Abreise. Jaja, es ist leider schon wieder Zeit für den Abschied. Aber wir haben morgen noch einen sehr schönen Programmpunkt, den Ihr sicherlich nicht verpassen wollt. Programmpunktet Ihr mit? Liebe Grüße, Elke und

Seltenes Foto einer öwe.

Den Haag – Anfahrt, Delft und erste Eindrücke

Ihr Lieben,

Elke feiert morgen Ihren 🥰. Geburtstag und fragte mich vor einiger Zeit, ob ich nicht Lust hätte, den mit ihr à la Antwerpen zu begehen, also mit einem kleinen Städtetrip. Natürlich hatte ich und unsere Wahl fiel auf Den Haag. Küste in der Nähe, falls das Wetter schön werden würde, eine interessante Stadt, falls es nicht so schön werden sollte.

Wir suchten uns eine Ferienwohnung im Zentrum (zuerst hatte ich über Zimmer im grotesk prächtigen Grand-Hotel in Scheveningen nachgedacht) und einen Parkplatz in der Nähe. Um halb 10 Uhr wollte ich nach Neuss aufbrechen, von wo wir um 11 Uhr losfahren wollten. Und dann: Streik der KVB. Yeah. Am Vorabend schon schmiedete ich Pläne, wie ich zum Bahnhof Deutz kommen könnte. Uber, Taxi, Leihfahrrad, Mietwagen? Gott sei Dank erfordert so ein Kurztrip ja nur leichtes Gepäck. Ich stand zeitig auf, guckte in den verschiedenen Apps nach Leihfahrzeugen, es gab natürlich keins, machte meine Morgenroutine und sah dann plötzlich, während ich mein langes goldenes Haar bürstete, durch das Badezimmerfenster hindurch, wie jemand ein KVB-Rad beim Physiotherapeuten an der Ecke abstellte. Wie lange dauert so ein Physiotherapeuten-Termin? Ich hatte nicht viel Zeit, ich musste mich sputen! 20 Minuten später saß ich auf dem Fahrrad Richtung Bahnhof und kam natürlich viel zu früh bei Elke an.

Wir tranken noch ein Käffchen, packten unsere Plünnen in Elkes Ford und fuhren bei tristem, kaltem Wetter los. Die Fahrt durch die Niederlande zog sich ein bisschen, denn die Strecke bot wenig Abwechslung. Viel traurige Industrie, Hotels mitten im Nirgendwo (wer übernachtet da?) und dazu das trübe Wetter… Wir wären viel zu früh an der Unterkunft angekommen, daher gönnten wir uns einen Abstecher nach Delft. Und kurz bevor wir dort ankamen, brach die Sonne durch. Zaghaft.

Wir fuhren in ein city-nahes Parkhaus und erkundeten das Zentrum. Delft ist wirklich sehr hübsch, einige Grachten durchziehen die Stadt, es gibt reichlich schöne Bausubstanz. Der Marktplatz ist bemerkenswert, die Gassen drumherum sehenswert. Wir besuchten das Vermeer-Zentrum (wo ich Kühlschrankmagnete erstand), einen sehr ansprechenden Käseladen, tranken ein Pils im plötzlich einsetzenden Nieselregen (gottseidank beschirmt) und liefen dann im Sonnenschein zum Osttor mit der schönen Klappbrücke. Was für ein Aprilwetter! Einzige Konstante war die Kälte, die sich fast nach Frost anfühlte.

Wir blieben länger als geplant in Delft und der Verkehr in Den Haag war ein bisschen gestauter, unsere Vermieter schrieben schon fast im Minutentakt, wo wir denn blieben. Dabei haben die unter der Wohnung einen Laden. Gegen 16 Uhr waren wir dann vor Ort. Fast vor Ort. Und zwar vor einem Absperrpoller, wo wir nicht weiterkamen. Immerhin waren es nur noch 50 Meter zu laufen. So wartete Elke im Auto, während ich die Schlüssel organisierte. Ich bekam eine kleine Einweisung und hastete zurück zu Elke, die solange eine Einfahrt blockierte. Das Navi wollte uns dann auch noch zu einem ganz anderen Parkhaus leiten, als dem gebuchten, aber das haben wir schnell spitz gekriegt. Vom richtigen Parkhaus zur Wohnung liefen wir dann nur 5 Minuten.

Die Unterkunft ist sehr groß und hat viel Charme – es gibt einen Kamin und ein Deckenfresko im Wohnzimmer! -, aber die steilen Treppen sind nichts für schwache Nerven. Insbesondere die Stiege auf unsere Dachterrasse kann bei empfindlichen Menschen schwere Nervosität auslösen. Wir losten die Zimmerbelegung aus, weihten unsere Bleibe mit einem Gläschen Sekt ein und machten uns dann auf, die Umgebung zu erkunden.

Unsere Wohnung liegt mitten in der Fußgängerzone und ist einen Steinwurf vom Binnenhof entfernt, den wir uns als erstes von Außen ansahen. Wir liefen dann bei Königs (Paleis Noordeinde) vorbei Richtung Vredepaleis, von wo aus wir einen Bogen zurück in die Altstadt schlugen. Sehr schöne Häuser, u.a. auch im Jugendstil, viele nette Plätze und immer wieder eine Gracht. Unzählige Kirchen, süße Lädchen, viel Gastronomie. Leider war schon viel geschlossen, um 18 Uhr macht man hier die Läden runter. Immerhin fanden wir noch einen anderen Käseladen, wo wir dann auch etwas für die Abende zu knabbern erstanden. Mir gefällt die Stadt auf Anhieb recht gut.

Irgendwann trieb uns der Hunger in ein Restaurant. Davon gibt es hier wie gesagt reichlich, aber viele nicht geöffnet oder eher auf Kurzsitzpublikum ausgerichtet, wie Imbisse. Wir wurden aber fündig im Jamey Bennett, wo wir Burger und Ribs bekamen. Wir hatten dort übrigens eine sehr nette Kellnerin, die uns die Eigenarten der Deutschen beim Essen erklärte: „Sie teilen nicht gerne.“.

Wir kehrten in die Wohnung zurück, spielten ein paar Runden Backgammon und süppelten ein Weinchen. Schräg gegenüber ist ein Irish Pub, die dort versprühte Lebensfreude kommt eins zu eins in der Wohnung an. Auch laute Touristenströme ziehen natürlich an dem Haus vorbei. Aber wir haben Ohrstöpsel dabei. Elke mochte dann auf die Reinfeierei verzichten, also wird erst morgen gesungen, was das Zeug hält. Ihr stimmt dann ja hoffentlich alle mit ein!

Also, bis morgen, wenn Ihr mögt. Liebe Grüße von Elke und

P.S.: Eindrücke von unserem kleinen Paleische:

Poller Geschichten

Ihr Herzepüffchen,

das war eine sehr schöne Woche. Die Chefs waren außer Haus!; sie sind natürlich die besten Chefs der Welt, aber es tut auch mal gut, einfach so seinen Aufgaben ohne lästige Störungen nachkommen zu können. Dann hatte ich ein paar freie Abende, da konnte ich mal wieder ein bisschen aufräumen, gedanklich, wie auch in realiter.

Ein Highlight der Woche sollte am Donnerstag der Besuch unserer kleinen Kulturtruppe in einem neuen Restaurant werden. Das bei uns beliebte vietnamesische Restaurant Cyclo hatte seine Pforten geschlossen und die Räume einem thailändischen Nudelhaus übergeben. Unsere Erwartungen waren hoch, sie wurden leider dementsprechend überdurchschnittlich enttäuscht. Wenn auf der Karte steht, dass man auf Wunsch alles ohne Koriander zubereitet und es dann dennoch in der Suppe schwimmt, das ist schon schade. Dann gibt es weder Wein, noch Cocktails. Und preiswert ist es auch nicht. Und die Einrichtung soll vielleicht Minimalismus vortäuschen, aber sie schafft es nur in die Kategorie Tristesse. Hervorzuheben ist alleine die Freundlichkeit im Service.

Nach dem Essen wollten wir in einer der in der Nähe befindlichen Bars noch einen Absacker nehmen. Leider waren alle im Karnevalskoma und geschlossen. Wir gingen in eine Cocktailbar am Heumarkt. „Nur trinken? Dann nur diesen Tisch!“. Der Laden war fast leer, muss man dazu sagen. Wir quetschten uns in eine Ecke. Die Karten klebten, der Tisch klebte. Wir brauchten keine Worte; wie ein einzelliger Organismus erhoben wir uns und strebten die Weltherrsch…. äh…. und gingen weiter. Wir fanden eine sehr nette Bar, mit Sesseln und ebenfalls leer. Leider waren die Cocktails eher Fruchtsäfte und der Sekt hatte keine Kohlensäure. Das junge Ding von der Bar beschied mir, das müsse so sein und presste mir die Flasche ins Gesicht. „Sehen Sie: Sekt!“. Puh! Aber am Wichtigsten war, dass ich einen schönen Abend mit Monika und Ruth hatte.

Samstag besuchte mich dann Elke. Ich habe Entenbrüste gemacht, dazu gab es Gratin und Salat. Die Sauce hatte ich von einer früheren Gelegenheit aufgetaut und ein bisschen mit Thymian und Rotwein aufgepeppt. Alles war superlecker, nur die Entenbrüste waren leider fast furztrocken. Sie waren soooo riesig, da habe ich die Ofengarzeit aber dann doch zu lange angesetzt. Geschmeckt hat’s dennoch. Das Gratin war nicht wirklich ein Gratin, aber ich habe was neues ausprobiert und die Milch-Sahne-Mischung vorher mit Knoblauch, Rosmarin, Muskatnuss und Lorbeerblättern aufgekocht. Das ist der Bringer!

Meine Vermieterin heißt Ute, sie ist aber inzwischen auch liebe Nachbarin, die Raserinitiative unterstützende und gute Freundin geworden. Neben der Initiative verabreden wir uns auch mal so lose und diesmal war ich Sonntag bei ihr und ihrem Mann zu einem Nachmittagsschwatz. Es gab seeehr leckeres Essen, guten Wein, edle Brände und wir haben uns gerade völlig verquatscht. Die beiden sind ein ganz tolles Paar und – auch Petra, Andreas, Uwe, Dirk samt Partner*innen seien genannt – eines der wenigen guten Ergebnisse des Ärgers mit Rasern hier in Köln Poll ist ihre Bekanntschaft. Ich habe mich aus der Initiative übrigens ein bisschen zurückgezogen und das tut auch gut.

Das ist jetzt natürlich für Euch kein so spannender Bericht. Aber ich hoffe, Ihr habt auch gute Freunde, Nachbarn, Bekannte. Ich bin sehr dankbar dafür. Und das sollte man ab und zu auch einfach mal sein.

Mit Elke fahre ich am Dienstag nach Den Haag, wir bleiben bis Donnerstag dort, um ihren 39. Geburtstag zu feiern und wir freuen uns schon sehr. Und wir uns über Eure Begleitung! Euer

P.S.: Ich hatte ja mal eine Rubrik „Snacks“. Ich habe eigentlich einen neuen Kandidaten: Den Mikrowellen-Tassenkuchen. Was für ein Reinfall, was für eine eklige Pampe. Das war das Lowlight der Woche!