Repost eines Eintrages von August 2020 (mit Bild von Februar 2025)
Heute sollte es mal wieder einen deutschen Klassiker geben. Berliner Leber. Am besten fängt man mit den Kartoffeln für das Püree an. Ich nehme entgegen der landläufigen Überzeugung festkochende Kartoffeln, die ich aber sehr lange koche. Und zwar in Gemüsebrühe statt in Salzwasser.
Während die Kartoffeln vor sich hinköcheln, brate ich in einer gusseisernen Pfanne Zwiebeln in viel Öl an. Diese würze ich mit Salz und Pfeffer und ein bisschen Zucker. Während ich darauf warte, dass die Zwiebeln so richtig durch sind, heize ich den Backofen auf 100 Grad vor. Die Zwiebeln kommen in eine Metallschüssel und ab in den Ofen.
Die zuvor geschälten und entkernten Äpfel kommen jetzt in Scheiben mit viel Butter in die Zwiebelpfanne. Zwei Esslöffel Zucker dazu und einen Eierbecher Wasser. Die Äpfel karamellisieren lassen und wenn fertig -> ab in eine Metallschüssel und in den Ofen. Nicht zu lange braten, sie sollen noch etwas Biss haben.
Die inzwischen durchgegarten Kartoffeln abgießen, mit einem Schnapsgläschen des Brühkochwassers zurück in den Topf, 100 Gramm Butter dazu, reichlich Muskatnuss, etwas Pfeffer und Salz, und dann unter zugießen von Sahne solange stampfen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Abschmecken und im Metalltopf in den Ofen.
In die inzwischen bekannte Pfanne kommen jetzt die nicht zu dünn geschnittenen Leberscheiben. Die kann man zuvor mit etwas Mehl bestäuben, muss man aber nicht. Anders als bei den Zwiebeln und Äpfeln, die durchgehend scharf gebraten werden, wird die Leber scharf an- und dann bei mittlerer Hitze weitergebraten und mit nur etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Kurz vor Fertig kommen die Äpfel und Zwiebeln dazu.
die letzte Woche war wieder gut was los. Ich war beim Hautscreening, alles okay, habe in der Praxis aber noch einen kleinen OP-Termin für mich störende Hauterhebungen ausgemacht. Und nein, ich meine nicht meinen Bauch. Stört zwar auch, fällt aber nicht in das Leistungsspektrum meiner dermatologischen Praxis. Wird auf jeden Fall ein ganz schön teurer Spaß.
Donnerstag waren Luis, sein Freund und Luis‘ Neffe aus Perú, Carlos, bei mir, ich hatte tags zuvor eine riesige Portion Gulasch gekocht, die dann aber auch gut wegging. Carlos ist 16, spricht kein Deutsch und sehr wenig Englisch und ist erst seit einer Woche im Land. Leider ist er bereits rassistisch angegangen worden. Es gibt ziemlich viele Arschlöcher in diesem Land.
In Sachen Bürgerinitiative gegen Raser hat sich auch etwas getan. Montag wurden zwei Schranken auf der Schütte-Allee installiert, die am Wochenende die Straße gesperrt halten sollten. Schon vorher gingen Anrufe der Presse ein, die unsere Meinung dazu hören wollten. Wir baten um Zeit, um sich das vor Ort ansehen zu können. Wir waren zu oft zu früh euphorisch. Und auch diesmal wurden wir von der Stadt nicht enttäuscht. Die Schranken wurden versetzt einbetoniert und übertrieben gesagt, man kann da mit einem Tieflader durch.
Noch bevor das Desaster bekannt wurde, lud Dirk aus der Initiative zu einer Schrankenfeier-Grillparty ein; die fand dann trotzdem statt und war sehr nett.
Samstag hatten wir dann morgens einen Vor-Ort-Termin mit dem WDR, da könnt Ihr mich eventuell Montagabend in der Lokalzeit Köln bewundern, und nachmittags habe ich Orangenschnaps gemacht, meine Vorräte gingen zur Neige und außerdem hatte ich noch kiloweise Orangen zu verarbeiten.
Am Sonntag dann nahm ich meine Bürgerpflichten wahr und arbeitete als stellvertretender Schriftführer im Briefwahlzentrum in Deutz. Darüber darf ich natürlich nicht rasend viel erzählen, wir hatten mächtig zu tun, waren aber gottseidank ein sehr gutes Team! Bis 21 Uhr haben wir gezählt, protokolliert und vom Umschlagöffnen (fast 2.000 Stück!) Schwielen an den Fingern gekriegt. Für Leerlaufzeiten muss ich mich aber nächstes Mal besser rüsten. Kaffee und Essen mitnehmen zum Beispiel. Und Doppelkopfkarten. Meinen Nachbarn Daniel habe ich da noch getroffen, da haben wir direkt mal einen Termin für ein Kaltgetränk ausgemacht.
Ansonsten habe ich die Steuererklärung fertiggestellt, einen Kurztrip nach Sarajevo gebucht und endlich Rahmen für meine spanischen Bilder anfertigen lassen. Rahmen und Passepartouts sind dann teurer als die Bilder. Naja.
Nächstes Mal schreibe ich – wenn nicht ein Rezept dazwischenkommt – aus Mailand, da freue ich mich schon drauf, besonders auf die Domdachbesteigung. Klettert Ihr mit rauf? Würde mich freuen! Euer
P.S.: Das Ergebnis der Wahl freut mich jetzt natürlich nicht, wie Ihr Euch denken könnt…
letztens kündigte ich noch großartig an, ich reise nach Zürich, um eine schriftliche und telefonische Bekanntschaft auch zu einer visuellen zu machen. Was soll ich sagen? Wenn der Gastgeber Influenza hat, ist ein Besuch nicht wirklich sinnvoll. Da es ein Billigflug war, bei dem ich ja auch noch Steuern und Gebühren erstattet bekomme (NICHT WAHR, EUROWINGS!?), ist der finanzielle Verlust nicht der Rede wert. Wobei Firmen beim Abbuchen immer besonders flink sind, für den Erstattungsantrag habe ich noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten. Als kleine Entschädigung gibt es ein Bild von meiner Reise nach Zürich in 2020.
Schlimmer wog vielmehr, dass ich nach einem sehr schönen Treffen mit unserem „GRS-Stämmchentisch“ am Dienstag auf dem Nachhauseweg zwei E-Mails bekam, die mir beide mitteilten, ich könne jetzt auf meinen Flug nach Zürich und auf meinen Flug nach Mailand einchecken. Häh?? Zürich, ja. Klar. Da habe ich dann tags drauf den oben erwähnten Erstattungsantrag für Gebühren etc. gestellt. Aber Mailand?
Nun, ich hatte ein „Blind Booking“ für das Karnevals-Wochenende geplant und mir wurde Mailand zugewiesen. Ich buchte Hotel, Domeintritt, Hop-on-hop-off-Bus und bezahlte alles. Allein…. ich vertat mich im Datum. Ich buchte den Flug auf das Zürich-Datum statt auf das Karnevalswochenende. Alles andere auf das Karnevalswochenende. Daran merke ich, dass ich etwas gestresst von meiner Arbeit bin. Gut, ich buchte dann einen regulären Flug nach. Für 200 Euro Lehrgeld. Damit ich Hotel, Domeintritt und Fahrkarte nicht verfallen lassen muss (dazu dann in zwei Wochen mehr – wenn nicht wieder irgendeine Reisekatastrophe eintritt, bin ja gerade damit gesegnet).
Um zu verdeutlichen, wie genau man hingucken muss: Unser kleiner Firmen-Lästerclub (nein, nicht wirklich!!! Oder doch?) wollte sich (s.o.) letzte Woche Dienstag auf meinen Vorschlag hin bei einem neuen Thailänder treffen. Was ich nicht prüfte: der hat dienstags Ruhetag. Wer – umhimmelswillen – hat seinen Ruhetag an einem Dienstag?? Wir gingen dann in die „Kleine Glocke“, da waren wir schon öfter. Das ist eine wirklich nette, kleine Gaststätte bei unserer Firma um die Ecke. Und unser Treffen war sehr kurzweilig. In unserer Firma gibt es sehr viel zu lachen, halt so retrospektiv betrachtet. Wenn man den Wutanfall oder den Herzkasper bereits verarbeitet hat. *räusper*
Ich bin ja zum Wahlhelfer ernannt und habe auch schon eine entsprechende Schulung hinter mich gebracht. Mittwoch kamen dann meine Briefwahlunterlagen und ich war versucht, ein kleines Kennzeichen auf den Stimmzettel zu machen, um zu sehen, ob ich meinen eigenen bei der Auszählung bearbeite. Aber dann dachte ich, dass das ein bisschen albern wäre und unterließ es. Die Auszählung ist – wie ja alle wissen – am 23. Februar. Aber meine Stimme ist abgegeben. Übrigens nicht für meine „favorisierte“ Partei (Wahl-O-Mat: 78%), denn es ist eine Splitterpartei ohne Chance auf Einzug in den Bundestag. Daher muss man heutzutage eben taktisch wählen, um ein Rechtsbündnis zu vermeiden. Wir brauchen keine Wiederholung der Geschichte.
In Sachen Raser-Initiative tut sich seitens der Stadt irgendwie dreiviertelherzig etwas. In der Bezirksvertretung hat zwar mal wieder „schwarz-grün“ gegen unsere Interessen gestimmt (hier ging es allerdings mehr um ein Festivalgelände quasi in unseren Vorgärten), aber immerhin schrieb mich die Amtsleiterin der OB’in an, dass kommende Woche eine Schranke zur zeitweisen Sperrung der Raser-Allee installiert werden soll. Bin gespannt. Die Bundes-SPD (warum Scholz???) ist mir gerade nicht recht, aber kommunal sind sie die einzig vernünftige Partei hier. Daher ging ich Freitag mit einigen Nachbarn zum politischen Mettbrötchen-Treffen (auch in veganer Variante), wo ich die MdB Sanae Abdi kennenlernte, die sich mit unserer Initiative mal zusammensetzen will. Sehr sympathische Person. Anschließend ging es mit Mitstreiter*innen der Initiative ins Alt-Poller Wirtshaus, um einen Absacker zu nehmen. Der liebe Mathi vom Team schenkte mir beim Abschied noch eine rote Valentinstulpe, das fand ich supersüß. Sie steht jetzt in meinem Frühlingsstrauß und wurde dort trotz anderer Blütenfarbe herzlich aufgenommen.
Ein weiteres Highlight des Samstags war der Erwerb einer neuen elektrischen Zitruspresse. 300 Watt! Leute, ich habe Tonnen von Orangen binnen kürzester Zeit ausgepresst und Schnaps und Gelee produziert. Und die Ausbeute war gefühlt 30% höher als bei meiner alten 20-Watt-Presse, die auch nach 3 Minuten anfing zu dampfen. Für das Gelee muss ich noch Etiketten malen. Wer braucht welches?
Das unfreiwillig freie Wochenende nutzte ich weiterhin dazu, meine Steuererklärung anzufangen, meine Kabelschubladen aufzuräumen und Bücher auszumisten. Letzteres ist immer besonders herausfordernd. Wenigstens gibt es jetzt öffentliche Bücherschränke, wo man sie hinstellen kann und muss sie nicht mehr unter Tränen ins Altpapier geben.
Die ESC-Sendungen mit Raab habe ich natürlich auch gestreamt. Viel Licht, viel Schatten. Leider war da ja noch kein ESC-Song dabei, manch Künstly hat ja ein bisschen mit der (Cover-)Songauswahl daneben gelegen. Aber ich habe schon heimliche Favoriten. Eigentlich müsste ich mal wieder eine ESC-Party organisieren. Mal gucken…
So, das war es auch schon für diese Woche, heute Abend ziehe ich mir das Quadrell rein (wo ist mein Baldrian?) und dann lasse ich den Abend auf dem Sofa bei Wein und Schoggi (Eierlikör-Eier) ausklingen.
es schnipselte diese Woche wieder gewaltig. Erst trafen sich am Montag einige Mitglieder der Petition gegen Raser bei mir und wir besprachen weitere Schritte: Wer spricht mit wem, wer nervt wen anders. Dazu gab es Pizza von um die Ecke. Mein All-Time-Favourite: Pizza Marinara! Einen Tag später aber gab es schon Änderungen in unseren Planungen, da Uwe herausfand, dass noch diesen Monat nun endlich eine Schranke als Rasersperre installiert werden soll. Wir sind gespannt. Versprechen und versprechen klingen ja sehr ähnlich. Wir sehen übrigens das nächste Unheil dräuen: die Stadt will ein Gelände am Rhein (bei der Südbrücke) für 10 Jahre an einen Eventveranstalter verpachten. Ohne Auflagen. Wenn das wahr wird, haben wir viele weitere Probleme, die keiner braucht.
Am Dienstag war dann „Pink Tuesday“, unser schwul-lesbischer Stammtisch, diesmal im „Zum Boor“ und ziemlich gut besucht. Der Stammtisch war aber auch zweimal ausgefallen, da gab es wohl Sehnsucht seitens des ein oder anderen. War wie immer sehr nett. Nur die Pommes mit Mayo sind mir an dem Abend gar nicht gut bekommen.
Freitag war ich dann bei meinen Lieblingsneusserinnen. Wir haben chinesisches Take-away-food bestellt und viel gequasselt. Wie immer durfte das Selfie mit Amy nicht fehlen. Sie hasst Fotografieren ja, aber da muss sie durch. Wir haben beschlossen, über Elkes Geburtstag nach Den Haag zu fahren, kleiner City-Trip ist ja immer nett und tatsächlich war ich da noch nie. Die Zugfahrt zurück war dann leider eine mittlere Katastrophe, ohne Erläuterungen oder Alternativvorschläge fielen mehrere Züge aus.
Am Sonntagnachmittag dann war große Kunst angesagt. Tanz und lyrische Prosa in der Kölner Synagogengemeinde. Da bin ich mit Monika und Ruth zu verabredet gewesen. Vor der Synagoge ein Blütenmeer und ein großes Plakat zu den Geiseln der Hamas, innen eine Fotowand dazu.
Die Aufführung hatte dann auch einen politischen Grundton. Leider ist es bei doch mit sehr blumiger Sprache (auch wenn alles sprachlich sehr ausgefeilt klingt) durchsetzem Vortrag immer etwas schwierig, durchgehen zu folgen. Dafür war aber der Tänzer umso erstaunlicher. Sehr beweglich und anmutig, dabei dennoch kraftvoll. Insgesamt eine stimmige Performance, aber in Teilen mit mir unklarer Botschaft.
Im Anschluss gab es israelitisches Streetfood im NishNush. Das war dann ein schöner Abschluss eines launigen Sonntagabends.
Sonntag selbst hatte ich beim Morgenkaffee übrigens wohl zu viel Langeweile. Ich habe aus Versehen eine Blindbuchung bei Eurowings für das Karnevalswochenende getätigt. Tja, jetzt bin ich da drei Tage in Mailand. Auch nett.
Nächsten Freitag geht es aber erst einmal für 3 Tage nach Zürich, wo ich eine Internetbekanntschaft besuchen werde. Klingt geheimnisvoll? Na, lasst Euch überraschen. Bis denn, haltet die Rübe hoch, Euer
nachdem ich letztes Mal beim Familientreffen der Männer und Jungs aussetzen musste, weil ich einen mysteriösen Infekt hatte, stand auch dieses Treffen wegen meiner Corona-Infektion auf der Kippe. Dabei war ich als Gastgeber dran. Gottseidank war ich dann aber rechtzeitig negativ, so dass ich grünes Licht geben konnte.
Da ich dann doch ein bisschen rumgeschlappt habe und nicht viel einkaufen konnte, verlegte ich das Treffen aber von mir in das Café Uferglück im Wiesenhaus. Leute, der Name alleine ist doch schon zauberhaft! Ich war da auch schon zweimal mit Nachbarn, es ist wirklich nett dort und alles wird mit Liebe zubereitet und schmeckt!
Ich reservierte für 9 Personen, weil ich auch meine zwei Nichten eingeplant hatte, aber meine Ex-Schwägerin war das Corona-Risiko zu groß. Schade, denn ich habe die Nichten seit langer Zeit nicht gesehen. Naja, vielleicht klappt es ja zum Abitur in 9 bis 11 Jahren.
Es war brechend voll! Aber wir hatten einen Tisch in einer ruhigen Ecke. Etwas problematisch war nur die Selbstbedienung, da die Schlange endlos war. Zudem ging der Kuchen in der Auslage zur Neige. Als ich dran war, kaufte ich kurzerhand den Rest auf (was mir Feinde in der Schlange hinter mir eingebracht haben dürfte). Die zweite Runde gab es dann „nur“ Waffeln. Auch hier löste ich mit meiner Großbestellung keine Freude aus, denn das Ende des Waffelteigs wurde nach mir verkündet.
Das war ein sehr schönes Treffen, Kaffee und Kuchen waren sehr lecker! Und man sitzt einfach sehr schön, mit Blick auf den Rhein, der Caféhund wuselt zwischen den Menschen rum, alle hatten gute Laune. Das Wiesenhaus ist definitiv einen Besuch wert.
Morgen geht es wieder in die Fabrik. Yeah. Und das Programm in der Woche ist stramm. Pinker Stammtisch, Treffen der Bürgerinitiative, Besuch bei Elke, Ausflug mit der Kulturtruppe. Davon dann kommende Woche. Allen bis dahin eine gute und schöne Zeit, Euer
heute kam der Lieferdienst vom Supermarkt, da hatte ich u.a. eine Gemüserettertüte erstanden, die pickepackevoll mit hervorragenden Sachen war. Jetzt knabbere ich aber Suppengrün, Kartoffeln, Sellerie und Lauch eher selten nebenbei auf der Couch. Ich durchwühlte meine Vorräte und fand ein Paket rote Linsen (2022 abgelaufen), ein Nachbar wurde ausgesandt, Mettenden und Kassler zu besorgen. Dann konnte es losgehen:
Erst einmal wird das verwendete Gemüse ordentlich geputzt und dann in kleine Würfel geschnibbelt. Ohne meinen Nicer Dicer (diese Werbung wurde ohne Gegenleistung geschaltet) hätte ich dafür bis Ostern benötigt, so war ich in einer halben Stunde fertig. Mettenden und Kassler schneide ich dann klassisch auf dem Schneidbrett in passende Happen. Die Linsen werden in einem Sieb gewaschen, bis das Wasser nicht mehr ganz so trübe ist.
Es ist eigentlich fast egal, was man für Gemüse nimmt, aber das oben ist schon klassisch. Kartoffel, Selleriestangen, Stück Sellerieknolle, Petersilienwurzel, Karotten, Frühlingszwiebeln, Lauch.
Jetzt Rapsöl in meinen Mammut-Topf und ein Viertel einer Tube Tomatenmark darin anschwitzen. Das Gemüse dazu und auf hoher Stufe anbraten. Dabei immer fein umrühren. Salzen, pfeffern, zwei Lorbeerblätter, ein paar Pimentkörner, ein paar Chiliflocken sowie extra viel Oregano dazu, die Linsen beigeben, Gemüsebrühe drauf und mit viel heißem Wasser aufgießen. Jetzt solange köcheln lassen, bis die Kartoffeln fast durch sind. Dann das Fleisch zugeben und bei moderater Hitze durchziehen lassen.
Nachwürzen. Fertig. Lecker. Wie von früher gewohnt, kommen auf den Eintopfteller ein bisschen Petersilie und ein Spritzer Weinessig.
es ist ja bekannt, dass ich mich kürzlich von allen Meta-Plattformen, schon etwas länger von X (fka Twitter) und seit Ewigkeiten von TikTok verabschiedet habe, da sich die jeweiligen Anteilseigner von Anstand und Moral verabschiedet haben. Und nicht nur diese, sondern auch ein nicht unerheblicher Anteil der Nutzer dieser Plattformen. Was war ich beschäftigt, Hasskommentare zu löschen und Nutzer zu blockieren. Und der Algorithmus legte mir das auch noch als Interesse aus und spülte noch mehr von unerwünschtem Content in meine Timeline.
Was soll ich sagen? Ich vermisse die guten Aspekte! Ich hatte so viele Gruppen, alleine bei WhatsApp um die 20, bei Facebook um die 40. Wenn ich dort auf diese meine Seite verlinkte, schauten sich Freunde, Verwandte, Bekannte und Fremde die Ergüsse hier an und die Besucherzahlen meiner kleinen Seite stiegen rasant an. Und so wird es den meisten gegangen sein, die den gleichen „weg von Meta et al.“-Weg gewählt haben, aber inzwischen weiß ich von vielen, die ihre Entscheidung rückgängig gemacht haben und dort wieder aktiv sind. Das werde ich nicht tun. Ich bin nun nur noch auf Bluesky präsent. Viele sind zwar von Threads (ebenfalls Metaverse) aus dorthin gewechselt, aber es ist tatsächlich kein adäquater Ersatz, wenn man es aus rein technischer Sicht betrachtet.
Nun, jetzt ist auf Gerrys Welt inzwischen fast tote Hose. Und ich gebe zu, dass ich natürlich auch für Beachtung poste. Ich werde es hier weiterhin machen – auch, wenn es zukünftig wahrscheinlich fast nur für mich sein wird. Aber ich kann ja nicht auf die Trumpjugend schimpfen und den höchstdekorierten Mitgliedern derselben gleichzeitig die Füße küssen. Immerhin beherrscht einer von ihnen schon irritierend gut „an einen Hitlergruß erinnernde Gesten“. Ein bisschen frustrierend fand ich, dass es für viele meiner Bekannten unzumutbar ist, einen anderen Messenger neben WhatsApp zu installieren, um mit mir in Kontakt zu bleiben, es aber als LGBTQIA++(Zuckerberg: „Call them mentally ill!“), Frau (Zuckerberg: „We need more masculinity!“) oder einfach als Mensch (Zuckerberg: „Sort out the weak!“) völlig normal finden, geschmäht und verunglimpft zu werden.
Dass Queere, Ausländer (und da zähle ich in Augen Elon Musks ja auch zu), Frauen, PoC und Antifaschisten (und das sollte ein jeder aufrechte Mensch sein!) noch auf Musks Plattform zwitschern, ist mir auch ein Rätsel. Genauso, wie besagte Gruppen, wie überhaupt jedermann mit einem Funken Moral, nicht Mitglied in einer Partei sein sollten, die sie grundsätzlich verachtet und über kurz oder lang remigriert, in Lager steckt oder zurück an den Herd schickt. Das sind „Meinungen“ von Würdenträgern aus eben jener Partei! Und was von denen in die Welt posaunt wird, geht weit über sagbares hinaus.
Erstaunlicherweise entlarven sich unsere neuen Neofaschisten selbst aber regelmäßig als uninformiert und schlichtweg dumm. Umso erschreckender, dass sie von ihrer Fanbase trotzdem gefeiert werden.
So, genug ausgekotzt. Ich benenne jetzt noch kurz den Rhein in „Vaterlandsfluss“ um, schmeiße ein paar Meme-Coins auf den Markt, zeige ein paar diskussionswürdige Gesten und erzähle Lügen. Wie die, dass Wählern rechtsradikaler Parteien nicht passieren wird, auch wenn sie eigentlich auf der Abschussliste eben jener Partei stehen.
Mit frustrierten Grüßen, Euer
*Vorschaubild: Skulptur „Mira“ im Parc Central von Andorra la Vella von Àngel Calvente; eigene Fotografie.
nachts mit grippeähnlichen Symptomen wach geworden, morgens in die nahegelegene Apotheke, Corona positiv.
Ausgenutzt, dass der Frühstücksraum leer war (btw. es war sehr einfach), Sachen gepackt, ohne zu nah an Menschen zu kommen, die Rückreise angetreten. Ist Scheibe gelaufen, aber ging ja nicht anders.
Hoffe, dass Silvia und Yvon ungeschoren davonkommen.
Diese Reise wird als Pforzheim-Desaster in die Annalen meiner Geschichte eingehen. Wobei die Stadt ja nun nichts dafür kann, dass ich positiv bin.
Noch etwas rechtliches: Zuvor gebuchte Reiseberichtstage werden nicht erstattet, können aber bei kommenden Reisen eingesetzt werden.
Leidende Grüße aus dem (gottseidank wieder problemlos fahrenden) Zug, Euer
P.S.: und ausgerechnet heute das allerschönste Wetter in Pforzheim. Fühle mich verhohnepipelt.
in 2023 war ich mit einer 20köpfigen Reisegruppe in Namibia, Botswana und Simbabwe unterwegs. Wir hatten sehr viel Glück mit der Zusammensetzung der Gruppe, fast alle haben sich gut verstanden. Und so sind wir dann auch zu großen Teilen in Kontakt geblieben und haben uns in verschiedenster Konstellation auch mehrmals getroffen, z.B. in Köln, Remagen oder Berlin.
Für dieses Mal bot Yvon aus Pforzheim an, die Gastgeberin zu spielen. Gerne. Wir würden heute zu dritt sein und morgen dann zu siebt. Geplant seien ein Essen heute Abend, eines morgen Mittag, danach ein Besuch im Gasometer.
In Pforzheim war ich erst einmal, das muss Anfang der 90er Jahre gewesen sein. Daher wollte ich mich im Internet ein bisschen schlau machen, was es da für Sehenswürdigkeiten gibt. Tja, der Hauptfriedhof liegt auf Platz 5 der Liste. Hm. Dafür gibt es einen Grund. Pforzheim wurde im Februar 1945 fast komplett bei Luftangriffen zerstört, daher ist nicht mehr viel historische Bebauung erhalten. Ein Mahnmal etwas außerhalb sowie ein Platz in der Innenstadt erinnern an dieses Geschehen. Ansonsten gilt Pforzheim als „Schmuckstadt“, daher gibt es zu diesem Thema Museen. Ein Wildpark steht auf der Liste der Sehenswürdigkeiten auch ganz oben.
Morgens fing ich schon sehr früh im Büro an, da mein Zug gegen 12:55 Uhr schon abfahren sollte. Und wider Erwarten hat auch alles fantastisch geklappt. Alles pünktlich, das Bordbistro hatte ausreichend Ware, Kühlschränke und Kaffeemaschinen funktionierten. Wenn es doch immer so wäre.
Bei grauem Wetter fuhr ich los, bei grauem Wetter kam ich an. Das Hotel liegt direkt gegenüber vom Bahnhof, das finde ich sehr praktisch. Eigentlich hatte ich ein Ferienappartement gebucht, aber das wurde grundlos über booking.com storniert. Das war jetzt nicht das erste Mal, wie aufmerksame Leser wissen und so langsam vermute ich eine weltweite Verschwörung gegen mich.
Das Hotel Ruf hat im Netz keinen guten solchen und das spiegelt sich tatsächlich auch in der Realität wider. Da ich aber durch negative Bewertungen gewappnet war, wurde ich sogar fast positiv überrascht. Das Treppenhaus ist abgeranzt wie nichts, das Zimmer aber ganz okay. Laut, da direkt an der Hauptverkehrsstraße, bisschen verqualmt riechend, da es einen „Quasi-Austritt“ gibt (man klettert durch das Fenster und steht auf einem mit Gitter gesicherten Sims, wo sich die Kippen stapeln) und kalt, da die Heizung nicht ihr bestes gibt. Naja, zum Übernachten wird es reichen.
Ich machte mich auf, Pforzheim zu erkunden. Ich erwähnte die fast totale Zerstörung, die Tausende von Todesopfer forderte. Man ist beim Wiederaufbau scheinbar so lieblos wie möglich vorgegangen. Es ist beileibe keine schöne Stadt. Leider. Es gibt Strukturen, die erahnen lassen, wie schön es wohl einmal gewesen sein könnte. Die Hügeligkeit der Stadt, die gar nicht mal so schmale Enz (Pforzheim ist mit Nagold und Würm übrigens Dreiflüsse-Stadt), die Reste des Schlosses, hier insbesondere die Schlosskirche. Ansonsten gruselige, lieblose Nachkriegsarchitektur.
Ich erlief mir die Innenstadt, an den Theatern vorbei, der Schlössle-Galerie, dem Marktplatz, weiteren Kirchen. Da war keine Liebe in mir. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Unterführung vom Bahnhof zum Hotel auch mit zu den schlimmsten Unterführungen der Welt gehört.
Einzig der Weg an der Enz entlang machte ein wenig Freude. Ich stieg in einen nächstbesten Bus, um von da aus mehr von der Stadt zu erfahren. Nix. Ich stieg aus, kaufte Wein in einem Supermarkt und lief zu Fuß zurück zum Hotel, wo schon Silvia wartete.
Wir verabredeten uns zu einem Ankunftsbier vor dem Hoteleingang und fanden uns um die Ecke in einem Irish Pub wieder. Dort stieß nach 20 Minuten Yvon zu uns und wir begossen unser Wiedersehen. Anschließend besuchten wir ein sehr schönes, griechisches Restaurant, das „Neo“. Da haben wir wirklich gut gegessen und viel gequasselt und gelacht und – naja, das muss ja so sein – in Erinnerungen an vergangene Urlaube geschwelgt. Yvon war kürzlich in Indien und Nepal. Beeindruckende Erlebnisse, tolle Bilder. Das wäre auch was für mich.
Gegen 23 Uhr musste ich dann leider mal Richtung Hotel, ich war von der Woche etwas angeschlagen und möchte beim großen Wiedersehen morgen ja fit sein.
Wir treffen uns erst am frühen Nachmittag, wie ich den Vormittag gestalte, muss ich mir noch überlegen.
Ihr Lieben, wir sehen uns dann morgen wieder, wenn Ihr mögt. Liebe Grüße, Euer
mal wieder ein Rezept. Es kann sein, dass ich so etwas ähnliches schon einmal gepostet habe, aber man wird ja vergesslich und hier habe ich sowieso keinen Überblick mehr. 😉
Hier einmal die Zutaten. Im Messbecher befinden sich 200ml Milch.
Der Mozzarella ist versehentlich vegan. Prinzipiell ja nicht schlimm, nur dieser schmeckt sehr nach Hafer. Im Auflauf okay, für eine Insalata Caprese würde ich ihn nicht verwenden.
Die geputzten und geschälten Kartoffeln hobele ich in nicht allzu dünne Scheiben und koche sie ein wenig in Salzwasser vor. Abgießen und abschrecken. Etwas abkühlen lassen. Das mache ich, damit ich die Kartoffeln auch von Hand in der Auflaufform verteilen kann. Ist nicht zwingend erforderlich, wenn man Hände aus Silikon hat.
Während die Kartoffeln vor sich hin brodeln, schneide ich die Frühlingszwiebel und den Dill klein, zerteile die Krabben in kleinere Stücke und zerrupfe den Räucherlachs. Den Mozzarella scheibe ich in Scheiben, den Spinat wasche ich gründlich. Nun verrühre ich Milch, Sahne, Dill, Frühlingszwiebeln, Lachs und Krabben mit Salz, Pfeffer, Muskatnussabrieb. Und jetzt wird geschichtet: Dünne Lage Kartoffeln, paar Löffel der Fischsuppe drüber, Babyspinat, und wiederholen und wiederholen. So etwa in der Mitte auch mal den Mozzarella verteilen. Zum Schluss Parmesan darüber geben, mit Butterflocken bestreuen und ab in den Ofen damit. Den hatten wir natürlich schon vorgeheizt auf 180°C Ober-/Unterhitze mit zugeschalteter Umluft. Man kann, wenn man mag, auch jede Lage statt der Milch würzen, wenn man da ein besseres Gespür für hat.
Lose schichten
Das Gratin ist fertig, wenn die Kartoffel weich und der Käse schön zerlaufen ist, was idealerweise zur gleichen Zeit der Fall sein sollte. Ab und zu mal spinxen, dass nichts anbrennt, lieber den Auflauf dann abdecken. Bei mir war es nach 30 Minuten soweit.
Dazu einen leckeren Grauburgunder und einen kleinen Salat, bei mir auch aus Babyspinat und roten Zwiebelwürfelchen.