Pochiertes Ei aus der Folie

Ihr merkt schon, das Thema pochierte Eier lässt mir keine Ruhe. Heute folgte ich mal einem der 5-Minuten-Hack-Tipps, das Ei in geölter Folie zu kochen.

Dazu wird ein kleines Gefäß mit Folie ausgelegt, Öl draufgepinselt und das Ei hingeschlagen (Achtung: das Gelbe sollte ganz bleiben). Dann wird die Folie oben zugebunden und dieses Gebilde dann für 4 Minuten in siedendem Wasser ziehen gelassen.

Insgesamt gesehen zwar bisher das beste Ergebnis, aber energetisch das katastrophalste „Posh-Ei“. Ob es so Säckchen nicht aus Silikon gibt für die Mikrowelle? Höhle der Löwen, ich komme!!! 🙂

Snack-Check: Bananenchips und Soan Papdi

Ihr Lieben!

Hier werde ich von Zeit zu Zeit Snacks vorstellen, die ich aus Interesse gekauft und probiert habe. Die neuesten Snacks sind dann immer oben gelistet.

Wir fangen mit zwei Produkten aus dem India-Shop an. Zum ersten sind das Bananenchips, die ich – auch wegen der moderaten Kalorienzahl – vielversprechend fand, zum anderen ein Süßigkeit, die sich Soan Papdi nennt und die mich mit „enthält Kardamom“ und den ansprechenden Bildern zum Kauf veranlasste.

Die Bananenchips erinnern leider überhaupt nicht an Banane und sind eher langweilig. Zwar nicht schlimm, aber …. wenigstens sind sie knusprig und nicht so kalorienreich wie Kartoffelchips. Dafür aber teuer. Note: 4

Nummer zwei: Ich bin nicht so der „Süße“. Und süß sind diese kleinen Würfel. Wie man sieht, stimmen Packungsversprechen und Realität nicht überein. Klar, das kennen wir. Aber wird dadurch ja nicht besser.
Aaaaaber: Diese Dinger sind eine totale Überraschung im Mund. Es sieht fest aus und fühlt sich auch eine Sekunde lang so an. Und dann schmilzt der Würfel wie eine Schneeflocke und macht glücklich. Man schmeckt Kardamom und Spuren von Nüssen. Perfekt wäre der Snack, wenn er auch noch so aussähe, wie auf der Umverpackung. Note: 2

Wackeldackel

Cora war am Mittwoch beim Autodoktor und erhielt ambulant die lang ersehnte Rückfahrkamera sowie den Stromanschluss für die Kühlbox im Kofferraum. Zur Feier der gelungenen Operation bestellte ich vorab die berühmtesten Hutablagenaccessoires der Deutschen: Die gehäkelte Klopapierrollenhülle und den Wackeldackel.

Der Wackeldackel fand dann auch sofort unser beider Zustimmung. Die Klopapiermütze hingegen war dann doch too much, da waren wir uns sofort einig. Irgendwie hatte ich die auch witziger und weniger „nur-funktionell“ in Erinnerung. Naja. Wenigstens schlägt mir in diesen Zeiten niemand die Scheibe ein, um an das kostbare Klopapier zu kommen.

Was die Kühlbox angeht, muss ich mich schlau machen. Es gibt mehr Modelle als Insekten auf der Welt und die Preise spannen von 15 bis 1395,- Euro. Was ich nicht bedacht hatte war, dass sich mit einem 12V-Anschluss selbst bei kompressorbetriebenen Geräten keine einstelligen Gradzahlen aus dem Stand erreichen lassen. Vorkühlen an 230V ist da schon erforderlich.

Ansonsten kaufe ich uns beiden viele Kleinigkeiten zusammen. Eine Kofferraumbox für Schuhe und Regenjacke etc., eine Parkscheibe, eine Handyhalterung (kommt morgen mit der Post) und eine Brille, die im Auto verbleiben soll (die ist in ca. 1 Woche abholbereit).

Zudem bin ich jetzt auch stolzer Besitzer einer P-Card, mit der man in ziemlich vielen Parkhäusern preiswerter parkt und sich nicht um Tickets und Bezahlung kümmern muss. Es funktioniert wie eine Dauerparkkarte, nur dass die einzelnen Parkvorgänge vom Konto abgebucht werden.

Auch neu ist eine bezahlte Navigations-App fürs Handy. Die war nicht sehr teuer, hat mich aber heute über abenteuerliche Umwege zum Optiker geführt. Aber immerhin sind die Art der Führung und die Darstellung spitze.

Das war es schon an Neuigkeiten über Cora. Bis demnächst mal wieder. Ach, der Wackeldackel heißt übrigens Conrad. Ja, mit Zeh! 🙂

P.S.: Cora steht übrigens in einer Parklücke, in die ich sie ohne Kamera im Leben nicht hineinbekommen hätte.

Das ist allerdings nicht die besagte Parklücke, hier wäre ich mit einem Gelenkbus reingekommen. 😉

Poller Herbstrollen

Manchmal, Ihr Lieben, läuft es wie verhext. Da nimmt man sich vor, ganz normale Frühlingsrollen zu machen und dann gibt es nichts von dem, was man braucht in der Stadt. Keine Sprossen, keine Reisteigfladen, keine Hoisin-Sauce.

Ich geriet etwas in Zeitnot und habe dann im Großhandel einfach Yufkateigblätter, Fertigsaucen und dergleichen besorgt und kreierte meine persönlichen Herbstrollen. Und das braucht man dazu:

Rinderhack, Weißkohlblätter, Chili, Knoblauch, Ingwer (nicht im Bild), Weißkohlstreifen, Sprossenmischung, violette und gelbe Möhre, Yufkateig aus der Kühlung, Thai Curry-Paste, Soyasauce, Sesamöl und Hoisin-Sauce.

Die Weißkohlblätter werden kurz (2 Minuten) in kochendem Wasser blanchiert, denn sie müssen biegsam sein. Ich lege sie als Durchfeuchtungsschutz zwischen Füllung und Teig, daher müssen sie nach dem Blanchieren gut abgetrocknet werden (evtl. sind auch noch hartnäckige Strünke zu entfernen, Yufkateig reißt sehr schnell).

Meine gusseiserne Pfanne (namens Gustav, ich habe auch noch eine namens Heinrich) erhält 2 Esslöffel Sonnenblumenöl und nur einen Schuss Sesamöl. Ich mag den Geschmack, aber er darf auch nicht zu intensiv sein. Darin röste ich kleinstgewürfelten Ingwer samt kleinstgehackter Chilischote an. Eine Soloknoblauchknolle wird auch noch reingepresst und kurz mitgebraten. Dann ca. 350 Gramm Hackfleisch dazu (wir nehmen aus bekannten Gründen Rind) und krümelig braten. Während des Umrührens kommen Soyasauce, Hoisin-Sauce und Siri-Sauce (eigentlich heißt sie Sriracha, aber das kann ich mir nicht merken) oder anderes Chiligewürz wie Sambal Oelek oder Tabasco hinzu. Je nach Schmerzlevel je 1/2 bis 2 Esslöffel von allem. Bei mir 1 bis anderthalb.

Während das Hackfleisch bei minimaler Hitze trocknet (die Flüssigkeit soll fast ganz verdampfen), schneidet man die bunten Möhren und ein bisschen Kohl in feine Streifen (oder man macht es wie ich als erstes).

Die Fritteuse anschmeißen! 180 °C.

Ein Blatt Yufkateig auslegen, darauf ein Kohlblatt, da hinein das Hackes und darüber das Gemüse. Einen Streifen Hoisin-Sauce zum Schluss. Zusammenfalten und einrollen. Dieses Konstrukt in ein zweites Teigblatt einrollen. Siehe Bilderstraße.

Jetzt die Rollen für ca. 6 Minuten frittieren und dabei einmal wenden (sie neigen zum Brustschwimmen, müssen aber auch mal in die Rückenlage). Wer den Teig weniger knusprig mag, zieht zwei Minuten ab, aber das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Die Krümel müssen fliegen! Fertige Rollen kann man bei 80°C im Ofen warmhalten, bis alle Rollen (bei uns 5) durchfrittiert sind.

Guten Appetit!

Spaghetti a la turca

Heute war wieder „Was-muss-weg-Tag“. Ich fand den Rest gekochter Spaghetti vom Chicken Chow Mein, eine Sucuk, eine rote Paprika und wir hatten viel zu viele Tomaten, weil wir beide unabhängig voneinander tausende davon gekauft hatten. Ich dachte sofort an eine Mutation von Penne all’arrabbiata.

Die Sucuk wird sehr klein gewürfelt und in Olivenöl angebraten. Dazu kommt eine kleinst gewürfelte rote Paprika, eine kleinst gewürfelte Zwiebel, ein gepresster Soloknoblauch sowie eine große rote, in kurze feine Streifen geschnittene Chili. Das Ganze gut salzen und pfeffern. Weiterbraten.

Aus 4 Tomaten mache ich zusammen mit 2 TL Harissapaste, 1 TL Chilipulver, 1 TL Zucker und einem TL Kreuzkümmel mit dem Stabmixer ein Püree. Dies gebe ich dann ebenfalls in die Pfanne.

Das ganze sollte ein bisschen einkochen, damit das Tomatenwasser reduziert wird. In diese Sauce kommen dann die aufgekochten Spaghetti rein und werden gut in der Sauce gewendet.

Auf die Teller, in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebel drüber.
Buon iştah, sozusagen. Italia meets Türkiye.

Achtung: Wurde schon gut scharf. Im Zweifelsfall von allen Gewürzen nur die Hälfte und dann nachwürzen. Aber wird fanden es gelungen.

Blätterteigrollen mit Hähnchenwurst und Frischkäse

Die Blätterteigplatte aus der Kühlung wird in vier Teile geteilt Die untere Hälfte wird jeweils mit Frischkäse (ich nahm die Sorte „Harissa“ einer bekannten Marke) bestrichen und mit Grana Padano bestreut. An der imaginären Knickfalte von oben nach unten wird Hähnchenwurst der Sorte Jalapeño ausgelegt und der Blätterteig entsprechend nach unten gefaltet.

Dann werden unterhalb der Wurst mit dem Pizzaroller Stränge eingeschnitten, die man wahlweise auch in sich drehen kann. Von der mit Wurst gefüllten Seite wird das ganze dann eingerollt.

Mit einem verquirlten Ei bepinseln und für 20 bis 25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen geben.

In 22 Minuten gebacken, in drei Minuten weg. 🙂

Cora war im Beauty-Salon

Isch muss beklopp sin. Äwwer su wat vun!

Also, Cora war heute im Beauty-Salon. Sie ist gewaschen, massiert, eingecremt und sonst was geworden. Als ich sie abholte, war sie glücklich. Es hat ihr gut getan. Leider hat das Peeling gezeigt, dass sie mehr Dellen hat als angenommen. Und ein bisschen rostig ist sie auch an der ein oder anderen Stelle. Aber was soll’s. Ich roste ja auch schon seit geraumer Zeit. Und meine Delle geht nicht nach innen, sondern nach außen.

Was sich wohl nicht weglasern ließ, waren zwei Fliegenskelette, die sich in der am Rückfenster befindlichen dritten Bremsleuchte ihre Grabstätte suchten. Ich habe jetzt quasi immer zwei Mitfahrer. Spooooooky!

Ich suche noch zwei Namen. Wer hat eine Idee? Was haltet ihr von Fester und Morticia?

Ansonsten sind wir beide inzwischen ein eingespieltes Team. Ich habe gewisse Fertigkeiten beim Einparken von Schlachtschiffen erworben. Und nein, damit meine ich nicht „dötschen und wegfahren“. Das wäre KEINE Fertigkeit!

Neben dem Auto-SPA gab es ein Auto-Krankenhaus. Dort fragte ich nach den Kosten für eine Augen-OP und eine neurologische Behandlung. Man machte mir ein gutes Angebot und kommenden Mittwoch wird Cora Augen im Hinterkopf bekommen, die mir ihre Sicht auf einen Monitor in der Mittelkonsole projizieren. Dazu eine Nervenverlängerung vom Zigarettenanzünder aus in den Kofferraum für eine Kühlbox. Denn abends im Hotel ertrage ich einfach keinen warmen Weißwein.

Ich denke noch über einen Wackeldackel und eine gehäkelte Klopapiermütze mit Bommel nach, aber erste Andeutungen in diese Richtung verursachten bei Cora Schnappatmung. Ich werde versuchen, sie peu à peu umzustimmen.

Wir hoffen beide, dass wir unseren verspäteten Honeymoon irgendwie in Form einer Urlaubsreise noch antreten können. Auf jeden Fall sind wir vorbereitet. Wenn ich auch noch nicht weiß, woher ich das Klopapier für die Häkelmütze bekommen soll.

Liebe Grüße, auch von Cora, von Eurem Gerry

McGerryKing (oder: Chicken Nuggets, Fritten und Saucen)

Fast Food hat Einzug in diese Wohnung gefunden. UNGESUNDES FASTFOOD!!! Wie konnte das passieren????

Ich verrate es Euch: Der Gerry hat ein neues Spielzeug. Eine Fettfritteuse. Da jedermann jetzt Luftfritteusen kauft, sind die spottbillig zu haben. Und da „Air Fryer“-Ergebnisse bei Freunden eher mau ausfallen, habe ich mich beim Kauf für die alte Methode entschieden. Nicht wirklich gesund, aber legga!

Gerrys neues Spielzeug!

Ich habe mich u.a. schlau machen müssen, welches Fett oder Öl man nehmen sollte. Natürlich kam dabei heraus, dass das Fett, das die schlechtesten Ergebnisse hervorbringt, das gesündeste ist. Und vice versa. Ich kaufte also zwei der berühmten Fettbarren. Dieses Fett ist so was von gesättigt, macht aber alles schön knusprig. Und so, wie ich mich immer auf der Arbeit aufrege, werde ich ohnehin nicht alt. 😉

Als erstes musste ich die Fritteuse natürlich putzen. Die Bedienungsanleitung ist kurz und knusprig. Alles ziemlich easy. Ja, ich habe tatsächlich noch nie eine Fritteuse benutzt. Dann wurden die Fettbarren (ich brauchte 2 Kilogramm) langsam und sukzessive geschmolzen. Als das getan war, ging es los mit den Vorbereitungen.

Zuerst werden die Kartoffeln geschrubbt und in pommesähnliche Gebilde geschnitten. Bei uns ungeschält. Dann werden sie mindestens 30 Minuten in Wasser eingeweicht, um Stärke abzulassen. Das soll auch die Bildung von Acrylamid reduzieren. Naja. Ich sag nur Fettbarren.

In der Zwischenzeit wird eine Currysauce gemacht: 1 Becher Schmand wird mit einem gehäuften Teelöffel Salz, zwei Esslöffeln Madras-Curry-Pulver, etwas Zitronensaft, drei Spritzern Tabasco, zwei Esslöffeln Mango-Chutney, je einem gehäuften Teelöffel Ingwerpaste und Knoblauchpaste sowie etwas Zucker verrührt. Fertig. Man kann hier natürlich variieren und auch eine Banane reindötschen oder einen Apfel reinraspeln (das mag ich eigentlich besonders, aber der Apfel war irgendwie nicht in Ordnung).

Die Kartoffeln nun abgießen und sehr gut trockentupfen. Wir hatten übrigens 6 mittelgroße Kartoffeln, das war viel zu viel für zwei Personen und hat auch nicht in einen Frittiervorgang gepasst. Und es wird empfohlen, eine „vorwiegend festkochende“ Sorte zu wählen.

Die Rohfritten

Dann ein Tsatsiki zubereiten. Das ist easy und wahrscheinlich weiß schon jeder, wie das geht. Aber einen Tag vorher wäre gut gewesen, weil es besser schmeckt, wenn es durchgezogen ist. 2 Becher griechischer Joghurt (zus. 300 gr.), eine gepresste Soloknoblauchknolle, 8 cm kleingeraspelte Gurke, je 1 TL Salz, Pfeffer und Paprikapulver verrühren, einen Teelöffel Olivenöl dazu. Fertig.

Griechische Errungenschaften: Nur Demokratie ist besser als ein gutes Tsatsiki!

Dann werden die Kartoffelstifte das erste Mal frittiert. Bei 160°C für 6 Minuten. In den 6 Minuten wird inzwischen eine Straße gebaut! Das schafft sonst keine Baubehörde. Die Straße besteht aus je einem tiefen Teller Mehl, gequirltem Ei (2 Stück) und 5 Hand voll zerbröselter Cornflakes. Kartoffelstifte aus der Fritteuse nehmen und beiseite stellen.

Das Hühnerbrustfilet wird in mittelgroße Würfel geschnitten und mit Salz, Pfeffer, Garam Masala (oder Ras-el-Hanout oder Curry) vermengt. Jedes Stück erst in Mehl wälzen, dann in Ei und zu guter Letzt in den Cornflake-Bröseln.

Jetzt werden die Fritteuse auf 190°C hochgefahren und die Nuggets dann für 5 Minuten frittiert. Abtropfen lassen, beiseitestellen und die vorfrittierten Pommes jetzt ebenfalls bei 190°C für weitere 4 Minuten frittieren.

Alles auf den Tisch. Wow. Ich lobe mich heute gerne selbst. Das war das beste Slow-Fastfood, was ich seit Jahren hatte.

Haut rein! 🙂

UPDATE: Chili con carne und Enchiladas

Rezepte für CCC gibt es ja wie Kidneybohnen in Amerika. Wir haben es oft gegessen, als ich jung war. Es war billig, es war schnell gemacht, es war lecker und es war unspießig, da aus Mexico bzw. den Südstaaten der USA. Ich weiß noch, wie ich einmal bei einer der Zusammenkünfte entsetzt fragte: „Was machst Du da?“, als die Gastgeberin Schokolade in den Eintopf warf. Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass das das Chili mächtig aufwertet.

Mein CCC heute ging so:

1 weiße und eine gelbe Zwiebel grob würfeln, eine Soloknoblauchzehe und 2 scharfe rote Chilis kleinhacken. Alles in reichlich Öl anbraten. 750 gr. Hackfleisch dazu und weiter braten, mit Salz und Pfeffer würzen (je 1 schwach gehäufter EL). Jetzt die ganzen unfrischen Zutaten dazugeben. 1 Dose Mais, 1 Dose gestückelte Tomaten und natürlich 1 Dose Kidneybohnen. Man kann auch Gemüse seiner Wahl nehmen, aber natürlich sind Kidneybohnen schon irgendwie… naja, wichtig. Und irgendwie würde Chili con carne mit frischen Bohnen und Tomaten nicht so schmecken, wie in meiner Jugend. *

Würzen mit je 1 EL Harissa (oder andere Chilipaste), Chilipulver, Kreuzkümmel, Zimt, Sirisauce und 3 EL Oregano. Wer es nicht so scharf mag, lässt ein paar der Chiligewürze weg oder halbiert die Menge. Wird nämlich schon etwas feurig. Für 30 Minuten köcheln lassen, dabei von Zeit zu Zeit umrühren. Kurz vor Schluss zwei zerbröselte Riegel dunkler Schokolade unterrühren. Abschmecken und mit Tacos auf den Tisch, dazu ein Schüsselchen Crème Fraîche und etwas Petersilie.

Buen provecho!

Die Petersilie hatte Verspätung 🙂

P.S.: * aber Dosenravioli bekomme ich heute nicht mehr runter 🙂

UPDATE: Enchiladas

Mit den Resten des CCC haben wir heute Enchiladas gemacht. Die Hackfleischmasse aufgewärmt in Tortillas füllen, einrollen, in eine Auflaufform geben und Käse drüberstreuen. Pfeffern, Chiliflocken drauf und für 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.

Wir waren sehr angetan!

Coq au vin

Coq au vin stand schon lange auf meiner To-Do-Liste für diese Seite. Das habe ich früher oft gekocht oder gegessen, es ist in unserer Familie ein Traditionsgericht (wir haben alle ein Faible für Frankreich und sogar auch ein paar französische Gene 🙂 ).

Wir fangen mit einem Mirepoix an (das ist ein hübscheres Wort für Röstgemüse). Zwei Karotten, eine Petersilienwurzel, 1 Pastinake und 5 Knoblauchzehen würfeln. 5 Schalotten halbieren. Alles in heißem Olivenöl anbraten. Wenn leicht angebräunt, ein Dutzend Champignons (halbiert) kurz mitbraten. Wer jetzt den Speck vermisst… heute mal ohne, passt aber ansonsten gut.

Das Gemüse aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Die Hähnchenteile (ich hatte Schenkel, man kann aber quasi alles nehmen) salzen, pfeffern und in Mehl wenden. Das Mehl bindet nachher ein bisschen die Sauce und ich bilde mir ein, das dann folgende Anbraten klappt besser. Ab in die Pfanne! Wenn das Huhn schön gebräunt ist („Waren Sie in Urlaub?“) mit Weinbrand ablöschen, kurz blubbern lassen und dann eine Flasche guten, trockenen Roten drauf. Ein Bouquet Garni aus Rosmarin, Thymian und Lorbeer binden und rein in die Pfanne. So lange simmern lassen, bis das Fleisch anfängt, vom Knochen zu fallen und schön dunkel vom Wein ist (ab und zu mal wenden). Raus aus der Pfanne (inkl. Kräuterstrauß) und Sauce einreduzieren, abschmecken mit Salz, Pfeffer und worauf man sonst Lust hat und ggf. noch mit etwas Mehlbutter binden. 100 ml Sahne schaden auch nicht, also rein.

Die Pilze mit Gemüse drauf und noch 15 Minuten weiterköcheln. Man hätte jetzt das Binden der Sauce oben lassen können und das Gemüse in die Sauce reinstabmixen. Aber ich mag es auch mal, wenn es etwas grober und bunter auf dem Teller zugeht.

Petersilie drüber und Baguette dazu (gebrochen, nicht geschnitten!). Et voilà.

Bon appetit!