Die KI kocht: Bolognese mediterran-orientalisch

Ihr Lieben,

heute Abend kam Elke mit Nora, ihrer neuen Hündin, zu deren Antrittsbesuch vorbei. Ich hoffte inständig, dass wir uns leiden können! Auflösung später.

Da ich den Termin völlig verpennt hatte, lief ich gestern noch schnell zum Türken und kaufte gemischtes Hack und ein bisschen Gemüse. Vor die Wahl gestellt, ob sie lieber etwas mit Kartoff… lasst mich doch mal ausreden!… ja, es wurden Nudeln. Daher also eine Bolognese. Mit Nudeln. Ich wollte mal ausprobieren, wie die KI das kochen würde und konsultierte ChatGPT: „Ich möchte eine Lamm-Bolognese machen, die nicht zu fade, aber auch nicht überwürzt sein soll. Ein mediterran-orientalischer Touch wäre aber gut.“.

Chat-GPT spuckte dieses Rezept aus, das ich aber noch ergänzte (handschriftliche Eintragungen):

Ich habe die Flüssigkeitsmenge hochgesetzt, da ich Bolognese immer sehr lange kochen lasse. Nämlich drei Stunden statt 45-60 Minuten.

Eigentlich vom Grundsatz her gar nicht so anders, wie ich es gemacht hätte. Und so sah dann das Mist-am-Platz aus:

Die Petersilie fehlt hier, die kam aus der TK.

Die Nudeln (Orecchiette) habe ich nach Packungsanweisung zubereitet (für selbstgemachte fehlte mir der Elan, da ich auch noch parallel für morgen einen Kuchen buk) und es gab natürlich Tonnen von Reibkäse dazu. Wir fanden es ganz lecker. Als Appetithappen hatte ich übrigens arabisches Fladenbrot aufgebacken und einen Knoblauch-Dill-Quark mit Radieschenraspeln dazu gemacht.

Und Nora und ich? Ein Herz und eine Seele. Habe sie aber auch mit Kaustangen bestochen. 🙂

Nora kann noch nicht wirklich Selfies 🙂

Hühnchen-Spinat-Roulade „Balkan-Art“

Ihr Lieben,

was für ein sperriger Name für ein einfaches Gericht. Ich hatte ja geschrieben, dass ich mich während meiner Balkanreise schwer in die dort erhältlichen Lebensmittel Kajmak und Ajvar verliebte. Ajvar kannte ich zwar schon, hatte es aber noch nie so gut gegessen.

Ich kaufte hier statt Ajvar aus dem Glas Harrissa, von dem ich wusste, dass es mir schmeckt (es ist nicht das gleiche!) und Kajmak fand ich auch im türkischen Supermarkt. Übrigens zu einem stolzen Preis, man könnte für das Gericht heute auch einfachen Frischkäse nehmen. Auf Brot aber ist der Unterschied zwischen beiden deutlich spürbar.

Ich nahm Hühnerbrüste und schnitt sie zu einer sehr groben Roulade auf. Kann man auch filigraner machen, aber Ihr wisst ja, ich bin kein geduldiger Mensch. Auf dieses Megaschnitzel strich ich erst Kajmak, dann das Harrissa, ich würzte mit Salz und Pfeffer, legte geputzten Babyspinat auf und band die Rouladen nach dem halbwegs gelungenen Rollen mit Küchengarn zusammen. Sieht erst einmal instabil aus, aber beim Backen verfestigt sich das ganze. Ab für 15 Minuten in den vorgeheizten Ofen/nicht vorgeheizten Airfryer bei 190°C.

Währenddessen setzte ich Kartoffelviertel in Salzwasser auf und bereitete eine Soße aus einem Becher Schlagsahne, Salz, Pfeffer, scharfem Paprikapulver, Knoblauchpulver, geriebener Muskatnuss und geriebener Chili zu und schnitt eine Handvoll Weintrauben in Hälften. Nach den ersten 15 Minuten werden die Rouladen umgedreht und die Sahnesauce kommt mitsamt den Weintrauben darüber. Weitere 15 Minuten, diesmal aber nur bei runtergedrehten 170°C. Fünf Minuten vor Klingelingeling noch den Restspinat zu den Kartoffeln geben und mitkochen lassen. Wenn das Huhn fertig ist, das Garn entfernen und einmal schräg aufschneiden (für die Optik bei Gästen), die Spinatkartoffeln abgießen und nachsalzen und -pfeffern sowie mit einer guten Prise Muskatnuss verfeinern. Mit der Sauce anrichten und servieren.

Ich fand das sehr lecker, aber man zwingt mich ja, das zu sagen. Dr. Diepolder ist da sehr streng mit Mr. Gerry. Macht mal nach, ist simpel und kommt bestimmt gut an. Vielleicht noch einen frischen Salat dazu, da hatte ich jetzt nicht das richtige da. Guten Appetit!

Feigen-Chutney

Ihr Lieben!

Vor ein paar Tagen waren für einen Spottpreis große, saftige Feigen im Supermarkt erhältlich, die fand ich so lecker, dass ich mir eine ganze Stiege gekauft habe. Zuhause musste ich dann feststellen, dass mit mir was durchgegangen war. Wer sollte die wann alle essen??? Ich putzte und halbierte sie und fror sie ein.

Heute hatte ich mal wenig zu tun, da holte ich sie aus dem Froster wieder raus, um Chutney daraus zu machen. Und das kam auch noch alles rein:

Gewürze: Salz, Pfeffer, Zimt, Curry, Cumin, Rohrzucker (100g). Essig: weißer Balsamico (100 ml). Feigengewicht: 1 kg.

Die Cumin-Samen habe ich bewusst separiert, weil diese noch in einer trockenen Pfanne angeröstet und dann gemörsert werden. Der Ingwer wird gerieben, Zwiebel, Knoblauch und Chili fein gerieben. Für feuriges Chutney belässt man die Kerne der Schote dabei.

Ich habe mich für eine Zubereitung in meinem treuen Auguste entschieden, aber man kann es natürlich auch im Kochtopf machen. Dann muss man halt selbst umrühren. Ich briet Zwiebeln, Knoblauch und Chili in etwas Rapsöl an, fügte die Gewürze und den Ingwer hinzu und briet noch einmal kurz durch. Abgelöscht habe ich dann mit dem Saft einer kleinen Orange sowie einer kleinen Limette. Zucker, Essig und Feigen kamen in den Topf, alles wurde sehr kurz durchpüriert. Dann auch Kochstufe mit Umrühren Stufe 1 bei 100°C für 40 Minuten kochen. Ich habe während des Kochvorgangs noch ein Schnapsglas kubanischen Rum hinzugefügt.

Alles in heiß ausgespülte Gläser füllen, sofort verschließen und auf den Kopf stellen (damit der Deckel heiß wird). Nach ein paar Minuten kann man die Gläser dann wieder richtig herum stellen. Das Chutney sollte sich dunkel und kühl gelagert mindestens ein Jahr halten.

Dürüm-Torte

Ihr Lieben,

eigentlich hätte ich heute zu Elke fahren sollen, aber ich hatte gestern dreieinhalb Stunden auf dem Zahnarztstuhl verbracht und war daher sehr froh, dass die beste Gattin von allen vorausschauend schon Mittwoch anbot, stattdessen hierher zu kommen; ich wisse ja am Besten, wie das nach dem Eingriff mit Essen so wäre. Ich nahm dankend an.

Es musste etwas sein, dass nicht zu sehr mit Abbeißen und wildem Kauen verbunden wäre. Ich dachte an Lasagne, aber die gibt es ja nun weißgott oft genug. Aber wie wäre es, wenn man statt der Nudeln Tortilla nähme? Und das Hackfleisch mit viel Gemüse durchmischte? Und das in einer Springform, quasi als Torte machte?

Ich bin kein großer Fan von Supermarkt-Tortilla, daher entschied ich mich, 25cm-Dürüm-Fladen zu kaufen. Die passen hervorragend in meine 26cm-Springform. Die Hackfleischmasse bereitete ich in einem Kochtopf zu (750 Gramm Rinder-Lamm gemischt), zusammen mit (alles gewürfelt oder kleingehackt) zwei Zwiebeln, einer Zucchini, zwei Tomaten, einem kleinen Bund Petersilie, einer gelben und einer halben grünen Paprika sowie vier Knoblauchzehen. Alles in Olivenöl angebraten und mit Salz, Pfeffer, Chili, Oregano und Paprika gewürzt und mit einer Packung passierter Tomaten verlängert.

Erste Schicht, noch ohne Käse.

Den Boden der Springform legte ich mit Backpapier aus, darauf einen Dürüm. Dann dünn abgetropfte Hackfleischmasse und eine Handvoll geriebenen Edamer. Darauf einen Dürüm usw. 5 Schichten ergab das, die letzte bildet ein Dürüm, der noch einmal mit Käse bestreut wird. Ab in den Ofen und bei 180°C 30 Minuten backen.

Fünfter Dürüm, ohne Hackfleisch, nur mit Käse.

Das bitte alles am Vortag. Viele Aufläufe wie Lasagne, Moussaka, Pasticcio bleiben erst nach Wiederaufbacken in Form, so, dass man sie schneiden kann, am Tag der Zubereitung zerlaufen sie auf dem Teller. Abgesehen davon hat man dann am Tag des Besuchs viel weniger Stress. Wenn der dann da ist, einfach noch einmal gut aufwärmen. Am besten abgedeckt, damit der Käse nicht anbrennt. 45 Minuten müssen das aber schon sein, sonst ist die Torte innen nur lauwarm.

Auch am Vorabend verrührte ich einen 500gr-Becher stichfesten 10%-Joghurt mit einem weiteren kleinen Bund gehackter Petersilie, 3 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer, etwas Zucker und zwei Spritzern Olivenöl. Der wurde zu der Dürüm-Torte gereicht. Dazu ein mit Vinaigrette angemachter Blattsalat mit Tomaten, Zucchini und Zwiebeln.

Elke hat es geschmeckt, mir auch. Und mit dem Gebiss ist auch alles gut gegangen!

P.S.: Einer der letzten Sommertage, wir haben auf dem Balkon gegessen.

P.P.S.: Ganz in Weiß… als hätten wir uns abgesprochen.

Steak aus dem Airfryer???

Ihr Lieben,

da denkt doch jeder Koch, derhatsedochnichalle! Und ich gebe zu, dass meine ersten beiden Versuche auch nur okay waren. Das erste war knochentrocken und… äh… ja sehr al dente. Das zweite war dann schon besser.

Heute überlegte ich mir, wie ich es schaffen könnte, das Innere saftiger zu halten und ein bisschen Pep in die ganze Sache zu bringen. Zuerst einmal braucht man qualitativ hochwertiges Fleisch, welches ich Zimmertemperatur annehmen ließ. Etwa zweieinhalb Zentimeter dick und 300 Gramm schwer war das Hüftsteak.

Ich heizte die Garkammer 3 Minuten bei 190 °C vor und massierte inzwischen Salz, Pfeffer, Chili und einen Schluck Sake in das Steak ein. Dann legte ich es auf die Bratplatte in der Garkammer und briet es 6 Minuten auf der „Roast“-Stufe weiter. Ich nahm einen halben Block Feta (den mit Schaf und Ziege!!!), den würzte ich mit Pfeffer, Chili und Zucker. Darauf kamen kleine, halbierte Datteltomaten. Auf das Steak drauf und weitere vier Minuten garen.

Herausnehmen, mit ein paar Ringen Frühlingszwiebeln besprenkeln und eine Minute ruhen lassen. Es war butterzart und ein Gedicht! Ihr seht, es geht. Man spart Zeit und Energie!

Versucht es auch mal, falls Ihr so einen „Donatello“ habt.

Mürbeteigplätzchen mit Gedöns

Ihr Lieben,

meine Erdbeercréme-Törtchen von neulich kamen vor allem wegen des buttrigen Mürbeteigbodens sehr gut an. Da beschloss ich, heute Mürbeteigplätzchen mit Zugaben zu kreieren.

Der Teig, ganz simpel: 250 Gramm Mehl, 65 Gramm Zucker, eine Prise Salz und ein Ei vermengen. Dann 150 Gramm Butter in kleinen Mini-Würfeln portionsweise unterkneten. Das geht völlig ohne Küchenmaschine, ein Küchenhandschuh reicht. Es sollten keine zu großen Butterinseln im Teig bleiben, kleine sind aber okay. Für eine Stunde kalt stellen.

Nach der Stunde teilte ich den Teig in drei Teile. Die erste Portion bekam eine drittel Dose, mit der Moulinette zerkleinerte, gesalzene Cashewkerne untergemengt, die zweite drei Esslöffel Schokotröpfchen. Beide im Kühlschrank zur Kugel geformt wieder kaltstellen. Die dritte Portion vermischte ich mit drei Teelöffeln abgetropfter Rumrosinen (auch Nordische Bohnesupp genannt). Dieser letzte Teig wird sehr klebrig und irgendwie instabil. Den gab ich in den Tiefkühler.

Ofen vorheizen auf 180° C Umluft. Die beiden ersten Teige zu Rollen formen, Scheiben abschneiden und auf Backpapier aufs Blech geben. Jeweils 9 Minuten backen, rausholen und abkühlen lassen. Jeder ergab 15 mittelgroße Kekse.

Der dritte Teig war zwar jetzt fest, aber ich war wegen der Konsistenz besorgt, daher verteilte ich ihn murmelweise in eine gefettete Muffinform. Nach 5 Minuten Backzeit drückte ich die Häufchen noch einmal platt, nach weiteren 5 Minuten hatte ich 12 Rosinenkekse.

Alle schmecken sehr lecker und buttrig (wegen des sog. „überfetten“ Mürbeteigs) und sind mit wenig Aufwand zuzubereiten.

Erdbeer-Törtchen

Ihr Lieben,

heißt es Tartelette, Tortlett, Törtchen…? Ich weiß es doch auch nicht. Ich hatte auf jeden Fall massenweise Erdbeeren, die DRINGEND verarbeitet werden mussten. Ich entschied mich dafür, Bowle zu trinken. Aber ich hatte ein halbes Kilogramm Erdbeeren. So viel Bowle kann selbst ich nicht… Ich putzte erstmal alle Erdbeeren, halbierte sie und vermengte sie mit 4 Teelöffeln Zucker.

Ich entschied mich, aus einem Teil eine Erdbeer-Vanille-Quark-Creme zu machen und damit Mürbeteig-Törtchen zu füllen. Und das geht so:

220 Gramm Mehl, 125 Gramm kalte, in kleine Würfel geschnittene Butter, 65 Gramm Zucker, eine Prise Salz und 1 ganzes Ei werden zügig mit den Händen zu einem kompakten, glänzenden Teig verknetet und dann so richtig mafiös kalt gestellt.

Dann verrührt man einen großen Becher Magerquark mit einem Becher fertiger Vanillesauce (die hatte ich noch im Kühlschrank, man kann die natürlich auch selbst schnell herstellen), würzt die mit geschätzten 5 Esslöffeln Zucker, püriert mehrere Löffel der gezuckerten Erdbeermasse und rührt das alles mit Agar-Agar zu einer Masse.

Der gekühlte Teig wird in 12 gleichgroße Stücke geteilt, diese werden in eine beschichtete (und ggf. gefettete) Muffinform zu Tartelettes ausgeformt und bei 180°C etwa 15 Minuten gebacken. Aufpassen, dass nix verbrennt.

Die kann man auch Schöner machen, aber ich bin ja nicht so der geduldige Bäcker. Zudem fällt es nachher gar nicht auf.

Mit einem Spritzbeutel die gefestigte Masse (mehrere Stunden Kühlschrank!!) auf die Mürbeteigtaler auftragen und noch mit einer oder mehreren halbierten Erdbeeren verzieren. Lecker!

Viel Spaß beim Nachmachen, ist unaufwändig und macht schon was her.

Euer

Gefüllter Chicorée

Ihr Lieben,

heute gibt es etwas ganz einfaches, das aber überproportional lecker ist! Der Online-Supermarkt war so nett, mir heute alle Zutaten, die ich noch nicht hatte, vorbeizubringen. Wir brauchen:

  • 2 Stück Chicoree
  • 300 Gramm Hackfleisch
  • 1 kleingehackte Schalotte
  • zwei gepresste Knoblauchzehen
  • einen Becher Sahne
  • gaaaanz viel Gratinkäse (oder was auch immer Euch schmeckt, ein Bergkäse, geraspelt, würde auch super passen)
  • italienische Kräuter-Mischung
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Chiliflocken
Sehr hübsch arrangiert, gelle? Aber der Ofen macht alles wieder schön!

Das Hackfleisch wird mit den Gewürzen und den Zwiebelgewächsen vermengt, dann kommt eine halbe Packung Raspelkäse dazu sowie ein halber Becher Schlagsahne. Wieder vermengen.

Der Chicorée wird gewaschen, halbiert und die „Schiffchen“ auseinandergenommen und wieder lose zusammengesetzt. Ein paar innere Blätter zurückbehalten und kleinhacken. Das Kleingehackte unter die Hackfleischmenge mischen.

Die großen Schiffe in eine Auflaufform setzen und mit der Hackfleischmasse füllen. Rest Käse sowie die verbliebene Sahne drüber. Noch einmal salzen und pfeffern. Ab in den auf 160°C vorgeheizten Ofen für 40 Minuten. Nötigenfalls abdecken, wenn es oben zu dunkel wird.

Ich hatte einen einfachen Tomatensalat dazu, ein Glas Grauburgunder und es war himmlisch. Aus den zwei Früchten konnte ich 6 Schiffchen machen, es reicht also für 3 bis 4 Personen. Kartoffeln mit (Petersilien-)Butter würden auch dazu passen. Sauce gibt es ausreichend, Chicorée lässt viel Saft beim Backen. Haut rein!

Spargelauflauf

Ihr Lieben,

ewig habe ich ja nichts mehr für den Blog gekocht (wobei ich ja mein Ostermenü hätte einstellen können, aber da war ich doch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt), das liegt natürlich auch daran, dass ich schon fast alles gekocht habe. Klar, ich könnte statt Meeresfrüchte-Risotto jetzt ein Aprikosen-Nuss-Risotto einstellen, aber das Prinzip ist das gleiche.

Spargel hatte ich glaube ich auch schon öfter, aber meines Wissens noch nicht als klassischen Auflauf. Ich esse Spargel am liebsten weiß, mit Kartoffeln, gutem Schinken und Petersilienbutter. Den Auflauf lehne ich daran an, mache es natürlich aber ein kleines bisschen anders:

Pro Person schäle ich je 250 Gramm Spargel und gelbe Kartoffeln und würfele sie, ebenso wie 100 Gramm Schinken. Das vermenge ich schon einmal in einer großen Schüssel. Dann verrühre ich mit dem Schneebesen (für 2) 250 ml Sahne mit 3 Eiern, Salz, Pfeffer, etwas Chili, Muskatnuss, zwei gepressten Knoblauchzehen und einem Hauch Zucker, gieße es über die Würfel, gebe eine halbe Packung geriebenen Käse dazu (ich tendiere hier zu eher mildem), vermenge wieder alles, gebe es in eine Auflaufform und streue den Rest Käse darüber.

Alles ab in den Ofen für etwa 1 Stunde, etwa 180°C, wenn es zu sehr oben bräunt, mit Alufolie abdecken. Serviert wird mit etwas Petersiliengarnitur und einem leckeren Glas Weißwein.

Eine Hollandaise, die ja klassisch wäre, als Auflaufbindemittel anzurühren habe ich mich nicht getraut, ich hatte Angst, dass das dann alles eher gerinnt. Aber Sahne ist ja irgendwie auch nichts anderes als Butter 🙂

P.S.: Die Menge reicht auch gut für 3 bis 4 Personen, es ist seeehr unkompliziert und schnell gemacht; zudem schmeckt es mir sagenhaft gut!

Leber Berliner Art

Repost eines Eintrages von August 2020 (mit Bild von Februar 2025)

Heute sollte es mal wieder einen deutschen Klassiker geben. Berliner Leber. Am besten fängt man mit den Kartoffeln für das Püree an. Ich nehme entgegen der landläufigen Überzeugung festkochende Kartoffeln, die ich aber sehr lange koche. Und zwar in Gemüsebrühe statt in Salzwasser.

Während die Kartoffeln vor sich hinköcheln, brate ich in einer gusseisernen Pfanne Zwiebeln in viel Öl an. Diese würze ich mit Salz und Pfeffer und ein bisschen Zucker. Während ich darauf warte, dass die Zwiebeln so richtig durch sind, heize ich den Backofen auf 100 Grad vor. Die Zwiebeln kommen in eine Metallschüssel und ab in den Ofen.

Die zuvor geschälten und entkernten Äpfel kommen jetzt in Scheiben mit viel Butter in die Zwiebelpfanne. Zwei Esslöffel Zucker dazu und einen Eierbecher Wasser. Die Äpfel karamellisieren lassen und wenn fertig -> ab in eine Metallschüssel und in den Ofen. Nicht zu lange braten, sie sollen noch etwas Biss haben.

Die inzwischen durchgegarten Kartoffeln abgießen, mit einem Schnapsgläschen des Brühkochwassers zurück in den Topf, 100 Gramm Butter dazu, reichlich Muskatnuss, etwas Pfeffer und Salz, und dann unter zugießen von Sahne solange stampfen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Abschmecken und im Metalltopf in den Ofen.

In die inzwischen bekannte Pfanne kommen jetzt die nicht zu dünn geschnittenen Leberscheiben. Die kann man zuvor mit etwas Mehl bestäuben, muss man aber nicht. Anders als bei den Zwiebeln und Äpfeln, die durchgehend scharf gebraten werden, wird die Leber scharf an- und dann bei mittlerer Hitze weitergebraten und mit nur etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Kurz vor Fertig kommen die Äpfel und Zwiebeln dazu.

Pü aus dem Ofen, alles auf den Tisch. Legga!