Tag 20/21: In Windeseile durch Windhoek und Abreise

Ihr Lieben,

nach einem schnellen Frühstück hieß es um Viertel vor 8 ab ins vorbestellte Taxi und im Sauseschritt zur Christuskirche in Windhoek. Wir bogen um die Ecke vom Hotel und standen im Stau. So viel zum Sauseschritt. Grund war ein Massenauflauf von Absolventinnen und Absolventen mit ihren Verwandten und Bekannten, die sich im Safari-Hotel zu ihrer Abschlussfeier versammeln wollten. Dazwischen fliegende Blumenhändler, Fotografen und was-weiß-ich. Alle total in Schale geworfen. Also, die Familien, nicht die Blumenverkäufer.

Wir waren aber dennoch nach 15 Minuten in der Stadt und dann ging das Gehetze los. Wir hatten genau anderthalb Stunden Zeit. Wir umrundeten die Kirche, kletterten zum Parlament hoch, bestaunten das Unabhängigkeits- und Nationalmuseum. Durch das Bankenviertel liefen wir auf die Straße der Unabhängigkeit, wo es viele Geschäfte und Einkaufszentren gibt. Davon einige in einem desolaten, andere in einem Hochglanzmagazinzustand.

Dort fanden wir auch eine historische Häuserzeile (Kronprinz bis Haus Erkrath), einen Uhrenturm und um die Ecke die katholische Kirche St. Mary. Eine Mitreisende wollte unbedingt noch zum Namibia Crafts Market. Das schien allen eine gute letzte Anlaufstelle zu sein und wir sprinteten dorthin. Der Markt ist wirklich seeeehr schön, direkt am Rainbow Pathway. Leider hatten wir aber nurmehr 5 Minuten, was für M.s Einkäufe reichte, aber zu mehr dann auch nicht.

Im Schweinsgalopp ging es wieder den Berg hoch, A. und M., die Fitnessuhren trugen, riefen sich ihre Pulszahlen zu. 108! 120! Ich ächzte 2000…. Ich muss dringend mal was in Richtung Fitness unternehmen. Unser Taxifahrer hatte auf uns gewartet (weil wir seine überzogenen Preise nicht diskutiert hatten) und wir waren dann rechtzeitig wieder im Hotel, um die Spuren unseres athletischen Einsatzes abwaschen zu können.

Am Flughafen kam es dann zur tränenreichen Verabschiedung von Dumile und Jenny. Ich glaube, die Gruppe war ziemlich zufrieden mit den Beiden, wird aber einige mehr oder weniger laute Briefe an Djoser schreiben, um auf ein paar Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen.

Mit G. trank ich noch ein, zwei Bierchen im Flughafen-Pub und schaute bei der Gelegenheit mal nach meiner Boardinggruppe. Aha, die 4. Soso. Als es dann zum Boarding kam, zahlte ich schnell und lief noch zur Toilette. Als ich diese verließ, stand die Bedienung aus dem Pub mit meinem Handy da, ich hatte es auf dem Tresen liegen lassen. Puh! Dann Richtung Gate nach Pass und Bordkarte wühlen. Beide weg. Herrjeh! Herzinfarkt! Mehrmals alles durchsucht, nix gefunden. Die Chefin des Établissements und G. bremsten meine Hektik und nachdem ich dann quasi alles noch einmal genauestens durchwühlt hatte, tauchten beide in einer Falte meines Dokumentensammlers wieder auf. So startet man eine gute Reise.

Der Flug nach Addis Abbeba war denn ziemlich gut, der Anschlussflug leider gar nicht. Neben mir saß eine Finnin, die ihr Leben in Äthiopien verbracht hatte; sie plauderte ohne Unterlassung auf mich ein. An Schlaf war aber ohnehin nicht zu denken, da der Sitz dermaßen durchgesessen war, dass ich alle Metallteile spürte. Und das ging nicht nur mir so. Ich fürchte, Ethiopian Airways wird mich nicht wieder an Bord begrüßen dürfen.

Jetzt sitze ich im Zug nach Deutz und bin in wenigen Minuten wieder daheim. Es war eine tolle Reise mit einer tollen Truppe.

Die Tage werde ich noch einen Epilog verfassen und ein paar Fotolinks dazu einstellen. Schaut einfach mal von Zeit zu Zeit hier rein.

Danke fürs Mitreisen und hoffentlich bis bald mal!

Euer

8 Gedanken zu „Tag 20/21: In Windeseile durch Windhoek und Abreise“

  1. Lieber Gerry, schön, dass du wieder gesund zu Hause angekommen bist. So ereignissreich deine Reise war, so kann ich mir aber gut vorstellen, wie froh du bist wieder deinen eigenen Rythmus leben zu dürfen. Morgen wirst du wahrscheinlich bis Mittag schlafen und deinem Bett eine heisse Liebeserklärung machen. Ich freue mich für dich und wünsche dir entspannende Tage, bis du am Dienstag wieder durchstartest.
    Danke für deine Reiseberichte, ich fand sie sehr spannend. Alles Liebe Pauline

    1. Liebe Pauline,
      die Liebeserklärung an mein Bett fand schon statt, ich bin zuhause erst einmal in die Pompfe und habe bis in den frühen Nachmittag geschlafen. Schön, dass Du wieder dabei warst!
      Viele Grüße, Gerry

  2. Hallo lieber Gerald
    Schön das du wieder zu Hause in köln angekommen bist.
    Es hat viel Spaß gemacht, dich auf dieser tollen Reise zu begleiten.
    Liebe Grüße D &M

    1. Liebe Marlies, lieber Dieter,
      Danke sehr für Eure Begleitung, freut mich, dass Ihr wieder dabei wart.
      Ich hoffe, Ihr freut Euch jetzt umso mehr auf Eure Namibia-Reise, für die ich Euch viel Spaß wünsche!
      Gerald

  3. Lieber Gerry, war eine topp Reise! Danke für Erinnerungen, so flott beschrieben.😊
    Unsere Gruppe, ein Geschenk!
    Bis bald. Erst mal ankommen….
    Liebe Grüße Silvia

    1. Liebe Silvia, ja, die Gruppe war toll, das war wirklich Gold wert.
      Schön, dass wir uns alle gut verstanden haben. Jetzt muss ich erst einmal die Gedanken sortieren und – ja, wie Du sagst – ankommen.
      Bis bald vielleicht einmal. Liebe Grüße, Gerry

  4. Lieber Gerry,
    was hab ich mich beim Lesen weggeschmissen! Herrlich! Und: genauso wars!
    Es war auf jeden Fall eine denkenswerte Reise, einfach super. Und das auch mitunter nur dank fabelhafter Mitreisenden – und ja, da zähl ich dich mit zu :-))
    Viele Grüße

    1. Liebe Yvon,
      danke für die Komplimente. Ja, man kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig eine gute Zusammensetzung der Gruppe die Sicht auf eine solche Reise beeinflusst.
      Und wir waren ein wirklich toller Verein 🙂
      Viele Grüße zurück, vielleicht bis bald mal in einem anderen Bus, Gerry

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