gestern war mir so nach Chili con Carne, da habe ich mir im Supermarkt alles erforderliche in den Einkaufswagen geschaufelt (Mais, Kidneybohnen, Peperoni, Schoggi etc.), bis ich zum Hackfleisch kam und da dann gaaaar nix mehr war. Man würde jetzt für mich den Fleischwolf nur wieder anschmeißen, wenn ich 5 Kilogramm abnähme. Naja, das wäre ein ziemlich großer Chili-Topf geworden.
Das Tomatenmark fehlt. Es erscheint grundsätzlich zu spät zu Fototerminen! 3 EL davon. Die Gewürze: Zimt, Korianderpulver, Kurkuma, Paprikapulver scharf, Kreuzkümmel sowie Salz, Pfeffer und Zucker.
Da ich aber auch keine Lust hatte, alles wieder zurückzubringen, gibt es heute Huhn nach irgendwie mexikanischer Art. Ich brate Zwiebeln und Knoblauch an, gebe Tomatenmark und die Gewürze dazu und lasse die Peperonis, die Paprika, den Mais, die Bohnen und die Tomaten (alles gestückelt) folgen. Ein gutes Glas Rotwein in den Topf, ein weiteres in den Koch. Kurz vor Fertig dann die Schokolade zugeben. Diese Chilimasse (abschmecken war nicht nötig) gieße ich dann über die statt des Hacks erworbenen Hühnerbrustfiletteile, die ich roh salze und pfeffre, und überbacke alles mit geriebenem Edamer im Ofen. Das bei 180°C bei Ober-/Unterhitze für 30 (bei Innenfilets) bis 40 (bei Teilen so wie oben) Minuten.
Die Peperoni habe ich übrigens entkernt und grob in Ringe geschnitten. So geben sie etwas Schärfe ab, aber Unscharfesser können sie gut rausfischen. Lieber eine Chilisauce extra auf den Tisch stellen.
Ich sach mal so: Suchtfaktor ist nicht gering!
Vor der Ofen-Barung…… und danach.
Es ist soviel Sauce vorhanden, da kann man prima Brot zu reichen. Ich soll ja auf meine Kohlenhydrate aufpassen, da lasse ich das mal weg.
heute gibt es mal einen Klassiker der russischen Küche. Salade Olivier klingt recht französisch, wie vieles in der russischen Küche (und auch sonst im russischen Wortschatz). Was u.a. daran liegt, dass a) die Zaren sich berühmte Köche an ihre Höfe holten, man b) französisch als Hofsprache parlierte und c) unser berüchtigter Napoleon mit seiner Armee auch Spuren hinterlassen hat. Im Gegenzug ist z.B. das französische „Bistro“ russischen Ursprungs. Es gibt übrigens aus einige deutsche Wörter, die in die russische Sprache Eingang gefunden haben. Das Galstuk zum Beispiel, oder aber auch der Parikmacher.
Die Geschichte dieses Rezeptes scheint wild, das Originalrezept der Salatsauce à la Lucien Olivier ist verschollen und es existieren heute mehr Varianten dieses Salats, als man sich vorstellen kann. Allen ist in der Regel gemein, dass er Erbsen, Karotten, Kartoffeln und eingelegte Gurken sowie Mayonnaise enthält. Unser Salat heute besteht auch genau aus diesen Zutaten und bekommt noch Huhn dazu spendiert.
Das Hühnerfleisch wird gekocht oder gebraten und in kleine Stücke gerupft (ich habe es mir einfach gemacht und ein halbes Hähnchen in der Braterei besorgt). Es wird mit Erbsen (ich mag die aus der Dose), gekochten Karotten- und Kartoffelwürfeln, gewürfelten Gewürzgurken, gehackten Eiern (gekocht 🙂 ) und Mayonnaise, in die Salz und Pfeffer, Zucker, Essig, Senf, Tabasco sowie ein guter Spritzer Worcestershire-Sauce gegeben wurde, vermengt. Als Kräutergarnitur eignet sich Petersilie. Auch hier gilt für mich: Weniger ist oft mehr; der in Restaurants servierte russische Salat besteht manchmal gefühlt aus mehr Mayonnaise als allem anderen. Ich bin da eher sparsam unterwegs.
Da die Varianten unzählbar sind, kann man auch Oliven, Kapern, Zwiebeln und statt Huhn Rinderwurst verwenden. Aber die Apfel-/Petersilien-/Huhn-Variante ist mir schon eine liebe, da kaum etwas dabei ist, was Gästen nicht schmeckt. Mit der Würzung kann natürlich auch gespielt werden. Chiliflocken oder Dill, Zitrone oder ein Schuss Brandy schaden auch nicht.
Spargelsaison! Yeah! Ich gestehe, ich gehöre zu den Bekloppten, die dann einmal die Woche Spargel essen (zumindest wollen). Ich erstand einen Bund dünnen weißen Spargel, der eignet sich am Besten für diese entspannte Zubereitungsmethode, und eine schöne Lachsschnitte sowie in Chiliöl eingelegte Krabben.
Den Spargel putze ich und übergieße ihn dann – in der Auflaufform liegend – zweimal mit kochend heißer Gemüsebrühe. So wird er vorgegart und man muss sich irgendwie nicht wirklich kümmern. Wenn man glaubt, dass das Wasser nur noch lauwarm ist, geht man rüber und setzt den zweiten Guss an.
Jetzt wird der Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Nach dem zweiten Abgießen brät man den Lachs auf der Hautseite scharf in einer Pfanne an, salzt und pfeffert ihn, setzt ihn auf den gepfefferten und gesalzenen Spargel und gibt eine Packung Chilikrabben (kann man auch selbst machen) darüber. Etwas Weißwein angießen. Jetzt für ca. 20 Minuten in den Ofen und voilá, fertig.
Die Sättigungsbeilage bleibt jedem selbst überlassen (Achtung: Wenig Soße!), mir reicht es einfach so.
was für eine Reise das war! Ich bin immer noch dabei, zu begreifen, was ich alles erlebt habe. Es ging alles Schlag auf Schlag, es gab Dutzende von Highlights und alles war so unterschiedlich, dass ich gedanklich etwas aus dem Tritt bin. Tiere, Städte, Kultur, Naturschauspiele und das ganze drumherum.
Wer eine solche Reise unternehmen möchte, muss sich natürlich im Klaren darüber sein, dass es unterschiedliche Komfortstufen gibt. Ich denke, für mein Geld habe ich adäquat etwas geboten bekommen, wobei mit wenig Aufwand eine Verbesserung bei den kleinen Mängeln durchaus umsetzbar wäre. So sollte man sich bei den Safaris mehr an den Zeiten der Tiere orientieren als an denen der Menschen. In der Mittagshitze durch einen ausgestorbenen Park zu gurken, ist vielleicht nicht das Sinnvollste, was man machen kann. Und wenn man schon in einer Großstadt campiert, sollte die Lodge nicht kilometerweit vom Zentrum entfernt liegen. Dies als Beispiele.
Richtig enttäuscht war ich nur von zwei Lodges, da sie im Nirgendwo lagen und es kaum etwas zu unternehmen gab. Dann sollte wenigstens das WiFi funktionieren, damit man andere Stationen der Reise besser vorbereiten kann. Das Konzept der Reiseleitung kam der Gruppe auch ein wenig merkwürdig vor. Wir sind ja etwa 4.500 Kilometer durch die Gegend gepest. Wenn dann der Fahrer gleichzeitig Reiseleiter ist, aber in einem Führerhaus ohne Verbindung zum „Anhänger“ sitzt, bekommt man naturgemäß wenig erläutert. Die Köchin, deren Dienste ich bei den Mittagessen wegen meines Reizdarms leider kaum in Anspruch nehmen konnte (wofür diese ja nun nichts kann), sollte als Co-Reiseleitung fungieren, saß aber auch im Cockpit vorne drin. Eine deutschsprachige Reiseleitung im Bus wäre von vielen Mitreisenden sehr begrüßt worden. Ich möchte dennoch festhalten, dass Dumile und Jenny wirklich von morgens bis abends für die Gruppe gewulackt haben. Nicht nur mit Fahrerei und Kocherei, sondern auch mit Ausflugsplanung, Ein- und Ausreiseformalitäten erledigen, Einkaufen, verlorene Gegenstände wiederbeschaffen…
Was die langen Fahrzeiten angeht: Der Bus war eine Klapperkiste, die aber erstaunlich milde mit meinem Rücken umging, und das trotz vieeeeeler Schotterpisten. Wir erinnern uns: African Massage. Wirklich bandscheibengeschädigte Personen sollten sich aber gut überlegen, was sie sich zumuten wollen. Dennoch kann man auch im Bus noch nachbessern: Es sind ein paar Armlehnen abgefallen, der Feuerlöscher hatte keinen Schlauch und die Campingausstattung war auch etwas klapprig. Im Bus gab es eine große Kühlbox, die immer mit Kühleis nachgefüllt wurde. So hatte jeder auch eigene kühle Getränke (oder auch mal vergammelte Weintrauben) zur Hand.
Wie läuft das eigentlich mit den sanitären Bedürfnissen? Nun, es gibt ab und zu Toiletten, die man anfahren kann, aber in der Regel ist bushy-bushy angesagt. Frauen nach links, Männer nach rechts. Ich muss das doch hoffentlich nicht genauer ausführen? Klappt auf jeden Fall auch.
Die Gruppe war super. Natürlich hatte ich Lieblinge und die ein oder andere Person hat mal genervt (ich sicherlich auch), aber insgesamt stimmte es schon alles. Man muss da halt auch mal fünfe gerade sein lassen. Hier mal ein großes Dankeschön an meine 19 Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Zahlen gefällig? Also, ich erwähnte es bereits, wir sind irgendwas um die 4.500 Kilometer gefahren, ich habe nicht wirklich genau immer die Routen verfolgen können. Wir saßen 26 Stunden im Flugzeug und hatten mehrere Stunden Warte- und Umsteigezeiten an Flughäfen. Die Reise an sich beinhaltete 18 Tage. Ausgegeben habe ich insgesamt einen einigermaßen stolzen Betrag von etwa 6.000 Euro, da waren aber auch die Sitzupgrades für Ethiopian Airlines *räusper*, die Kleinflugzeug- und Hubschrauberflüge, Jeepfahrten und Eintrittsgelder drin sowie die ganzen Abendessen, Einkäufe, Barbesuche, Trinkgelder und Tonnen von manchmal leicht überteuerten Souvenirs.
In der Vorbereitung habe ich auch so einiges ausgegeben. Eine neue Tasche musste z.B. her, aber die kann ich ja jetzt noch Jahre benutzen. Die reisemedizinischen Kosten waren auch happig. Für 8 Impfungen und Malariaprophylaxe habe ich über 800 Euro ausgegeben. Diese Kosten hat mir aber meine fantastische Krankenkasse (ja, das muss mal sein) KOMPLETT erstattet.
Wie die Lodges waren? Da habe ich eine kleine Unterseite eingerichtet, denn nicht jeder interessiert sich für Betten und Klos. Aber hier bekommt Ihr einen leichten Überblick:
Und hier sind dann noch wirklich alle (!) Fotos der Reise zu sehen, völlig unsortiert, und es sind nicht wirklich wenige; wenn man ein Rhino mit Tele scharf geschossen haben will, braucht es eben 250 Versuche. Und die Klos sind auch dabei :-):
Irgendwann werde ich die Bilder aber mal auf ein erträgliches Maß zusammenstreichen. Zur besseren Vorschau kann man übrigens oben rechts die vier kleinen Quadrate anklicken, dann hat man eine Rasteransicht.
Wenn Ihr irgendetwas wissen wollt, was diese Reise angeht und Euch brennend interessiert, dann lasst es mich wissen. Ich beantworte gerne alle Fragen, die Ihr habt. Ich würde die Reise wieder machen, sie war absolut genial, auch wenn ich manchmal ein ganz klein bisschen motzig im Tagebuch rüberkam.
Meine nächste große Reise wird im Dezember sein, denn da habe ich wieder Urlaub. Wohin und wie lange und wann genau muss ich noch herausfinden. Ich hoffe aber wieder auf viele Mitreisende!
Alles Liebe und Gute Euch! Euer
Ich glaube, dieser Reisende sieht ganz glücklich aus. 🙂
hier mal ein paar Fotos der Lodges, dazu jeweils ein paar Kommentare. Es sei angemerkt, dass fast alle Unterkünfte in die Jahre gekommen sind und es überall bröckelt, sich Tapeten lösen und/oder etwas angeschrammt ist. Die Duschen sind manchmal rostig und laufen nicht richtig, man hat auch mal einen Wasserhahn in der Hand. Aber wir hatten nun mal keine Luxusvariante gebucht und alles in allem war es überall sauber und die Betten waren durchweg gut. W-LAN gibt es, wenn überhaupt, bis auf die Hotels nur im Bar- und Rezeptionsbereich. Viele Lodges liegen außerhalb von Ortschaften, in denen man aber in der Regel ohnehin nichts unternehmen könnte. Wenn man seine Erwartungshaltung niedrig hält, wird man im Zweifel eher positiv überrascht. 🙂
08.04.23 bis 09.04.23: Hotel Safari Windhoek Namibia
Etwas in die Jahre gekommen, aber alles da. Buffet abends qualitativ eher mittelprächtig, Frühstück gut, W-Lan geht, Kühlschrank auf den großen Zimmern! Manko: Weit vom Zentrum!
09.04.23 bis 10.04.23: Tautona Lodge Farm Ghanzi Botswana
Sehr unterschiedliche Zimmer, W-Lan schwach, Kühlschrank da, Essen gut. Außerhalb von Ghanzi. Bar und Resto vorhanden.
10.04.23 bis 12.04.23: Sitatunga Camp / Delta Rain Maun Botswana
Sehr einfach, kein Kühlschrank, keine Ablagen und Tische, Bad draußen, oft Stromausfall und daher kein W-LAN. Aber sehr schöne Bar. Restaurantessen mäßig. Einfaches Frühstück.
12.04.23 bis 13.04.23: Elephant Sands Nata Botswana
Super Lodge, direkt am Wasserloch. Kein Kühlschrank. W-LAN mäßig. Essen sehr gut. Viele Tiere. Bar vorhanden.
13.04.23 bis 14.04.23: Thebe River Lodge Chobe Nationalpark Botswana
Nette Anlage, einfach, aber sauber. Bar und Restaurant vorhanden, dort mäßiges W-LAN. Kein Kühlschrank. Essen gut.
14.04.23 bis 16.04.23: Shearwater Explorers Village Victoriafälle Simbabwe
Sehr schöne Hotel-Lodge. Bar und Restaurant vorhanden, war allerdings immer außerhalb essen. Ziemlich zentral. W-LAN okay. Kein Kühlschrank. Europäische Preise in der Bar.
16.04.23 bis 17.04.23: Sharwimbo River Camp Kongola Katima Mulilo Botswana
Sehr, sehr einfache Lodge ohne Kühlschrank, ohne W-LAN, ohne Restaurant und Bar, aber spektakuläre Lage.
17.04.23 bis 18.04.23: Nkwazi Lodge Rundu Namibia
Sehr schöne Lodge, wenn auch ohne Kühlschrank und W-LAN. Essen und Frühstück grandios, sehr schöne Lage gegenüber Angola.
18.04.23 bis 19.04.23: Abenab Lodge Grootfontein Namibia
Lodge im Nirgendwo, kein W-LAN, morgens kein Strom. Anfangs enttäuschend, aber Service und Abendessen machten vieles wett. Frühstück eher mau.
19.04.23 bis 20.04.23: Namutoni Etosha Nationalpark Namibia
Sehr schöne Unterkunft mit allem Zipp und Zapp, ABER: das Essen war lieblos und auf unterstem Kantinenniveau und der Service war mehr als mau. Man ist hier nicht auf gute Bewertungen angewiesen, die Kunden kommen eh. W-LAN okay.
20.04.23 bis 21.04.23: NWR Okaukuejo Wildlife Resorts Etosha NP Namibia
Wieder eine gute Unterkunft mit allem drum und dran, aber etwas mehr Grünspan als die vorige. Service und Essen dafür wieder besser. W-LAN okay.
21.04.23 bis 22.04.23: Igowati Lodge Khorixas Namibia
Die Lodge war okay, das Essen und W-LAN auch. Die Lage aber war unschön. Vielleicht wegen des Wochenendes war vor der Lodge Gegröle, Straßenrennen und laute Musik. Es war auch eine Unterkunft für Fernfahrer, es stank nach Diesel und die Motoren liefen bis spät und starteten früh wieder. Man hat versucht, mein Zimmer zu entern. Wohlfühlfaktor = -10!
22.04.23 bis 24.04.23: The Delight Swakopmund Namibia
Ein zentral gelegenes Hotel, das keine Wünsche offen lässt! Super Frühstück, super Zimmer, perfekter Service!
24.04.23 bis 25.04.23: Desert Camp Farm Maltahoehe Sossusvlei Namibia
Mitten in der Wüste, in spektakulärer Landschaft. W-LAN wieder mau, aber es gibt eine Bar. Zum Essen wird man in die „Mutterlodge“ gekarrt, die ist wunderbar! Das Essen der Hit!
25.04.23 bis 26.04.23: Safari Hotel Windhoek Namibia (siehe oben, erstes Hotel)
Natürlich nimmt jeder die Unterkünfte anders wahr. Im Schnitt waren sie schon gut. Für eine solche Reise sind sie ja auch genau das: Unterkünfte. Man hält sich ja nicht tagelang dort auf, dann hätte es – mit Ausnahmen – an der einen oder anderen Stelle nicht für ein wohlwollendes Nicken gereicht.
nach einem schnellen Frühstück hieß es um Viertel vor 8 ab ins vorbestellte Taxi und im Sauseschritt zur Christuskirche in Windhoek. Wir bogen um die Ecke vom Hotel und standen im Stau. So viel zum Sauseschritt. Grund war ein Massenauflauf von Absolventinnen und Absolventen mit ihren Verwandten und Bekannten, die sich im Safari-Hotel zu ihrer Abschlussfeier versammeln wollten. Dazwischen fliegende Blumenhändler, Fotografen und was-weiß-ich. Alle total in Schale geworfen. Also, die Familien, nicht die Blumenverkäufer.
Wir waren aber dennoch nach 15 Minuten in der Stadt und dann ging das Gehetze los. Wir hatten genau anderthalb Stunden Zeit. Wir umrundeten die Kirche, kletterten zum Parlament hoch, bestaunten das Unabhängigkeits- und Nationalmuseum. Durch das Bankenviertel liefen wir auf die Straße der Unabhängigkeit, wo es viele Geschäfte und Einkaufszentren gibt. Davon einige in einem desolaten, andere in einem Hochglanzmagazinzustand.
Dort fanden wir auch eine historische Häuserzeile (Kronprinz bis Haus Erkrath), einen Uhrenturm und um die Ecke die katholische Kirche St. Mary. Eine Mitreisende wollte unbedingt noch zum Namibia Crafts Market. Das schien allen eine gute letzte Anlaufstelle zu sein und wir sprinteten dorthin. Der Markt ist wirklich seeeehr schön, direkt am Rainbow Pathway. Leider hatten wir aber nurmehr 5 Minuten, was für M.s Einkäufe reichte, aber zu mehr dann auch nicht.
Im Schweinsgalopp ging es wieder den Berg hoch, A. und M., die Fitnessuhren trugen, riefen sich ihre Pulszahlen zu. 108! 120! Ich ächzte 2000…. Ich muss dringend mal was in Richtung Fitness unternehmen. Unser Taxifahrer hatte auf uns gewartet (weil wir seine überzogenen Preise nicht diskutiert hatten) und wir waren dann rechtzeitig wieder im Hotel, um die Spuren unseres athletischen Einsatzes abwaschen zu können.
Am Flughafen kam es dann zur tränenreichen Verabschiedung von Dumile und Jenny. Ich glaube, die Gruppe war ziemlich zufrieden mit den Beiden, wird aber einige mehr oder weniger laute Briefe an Djoser schreiben, um auf ein paar Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Mit G. trank ich noch ein, zwei Bierchen im Flughafen-Pub und schaute bei der Gelegenheit mal nach meiner Boardinggruppe. Aha, die 4. Soso. Als es dann zum Boarding kam, zahlte ich schnell und lief noch zur Toilette. Als ich diese verließ, stand die Bedienung aus dem Pub mit meinem Handy da, ich hatte es auf dem Tresen liegen lassen. Puh! Dann Richtung Gate nach Pass und Bordkarte wühlen. Beide weg. Herrjeh! Herzinfarkt! Mehrmals alles durchsucht, nix gefunden. Die Chefin des Établissements und G. bremsten meine Hektik und nachdem ich dann quasi alles noch einmal genauestens durchwühlt hatte, tauchten beide in einer Falte meines Dokumentensammlers wieder auf. So startet man eine gute Reise.
Der Flug nach Addis Abbeba war denn ziemlich gut, der Anschlussflug leider gar nicht. Neben mir saß eine Finnin, die ihr Leben in Äthiopien verbracht hatte; sie plauderte ohne Unterlassung auf mich ein. An Schlaf war aber ohnehin nicht zu denken, da der Sitz dermaßen durchgesessen war, dass ich alle Metallteile spürte. Und das ging nicht nur mir so. Ich fürchte, Ethiopian Airways wird mich nicht wieder an Bord begrüßen dürfen.
Jetzt sitze ich im Zug nach Deutz und bin in wenigen Minuten wieder daheim. Es war eine tolle Reise mit einer tollen Truppe.
Die Tage werde ich noch einen Epilog verfassen und ein paar Fotolinks dazu einstellen. Schaut einfach mal von Zeit zu Zeit hier rein.
Danke fürs Mitreisen und hoffentlich bis bald mal!
das Abendessen war der Hit. Wild-Barbecue und sehr viele Vor-und Nachspeisen. Zurück im Camp haben wir noch die Bar geplündert und unsere eigenen Weinvorräte dezimiert. Als wir zurück in die Unterkünfte gingen, liefen wir einem Skorpion über dem Weg.
Das Frühstück, zu dem wir um 5 Uhr 45 aufbrauchen (Ächz!) war auch wieder gut. Als wir eine Stunde später vor dem Gate zum Sossusvlei-Park auf die Öffnung warteten, rammte dann eine Touristin unseren Bus; bei uns war die Blinkerabdeckung kaputt, sie allerdings hat sich fast die Leiter zum Wagendach abgerissen. Die arme Frau war etwas aufgelöst, aber Dumile hat recht unkompliziert Daten mit ihr ausgetauscht, so dass wir nicht unnötig aufgehalten wurden.
Die Dünenlandschaft mutet marsianisch an. Rötlicher Sand, der im Morgenlicht wunderbar leuchtet. Am Eingang zum Deadvlei, dem Tal des Todes, angekommen, bestiegen wir Jeeps, die uns zu den dortigen Dünen brachten. Nun konnten wir uns entscheiden, die großen Dünen hoch zu laufen oder den etwas flacheren Weg zum Dead Valley zu beschreiten. Ich wählte pumpen- und kniebedingt den leichteren Weg. Dennoch tanzten die Knorpel Rumba. Aber bis zum Kamm, von dem aus man das Tal überblicken konnte, habe ich es geschafft.
Wir jeepten zurück und fuhren mit unserem Bus weiter zur Düne 45, die normalerweise für Sonnenaufgänge herhalten muss. Eine Hand voll Fitnessfreaks kletterte auch dort hoch, die Mehrheit fing mit der Weinvernichtung an. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Leckerer und kalter Rosé.
Dritte Anlaufstelle im Park war der Sesriem Canyon, ein bis zu ca. 40 Meter tiefer Graben, der sich über etwa 3 Kilometer Länge hinzieht, und der von oben und unten besichtigt und begangen werden kann. Nach einer kurzen Mittagspause an einer Tankstelle fuhren wir dann 300 Kilometer nach Windhoek, größtenteils über Schotterpisten, so dass wir erst nach 18 Uhr in unserem Starthotel vom 8. April ankamen. So schloss sich der Kreis. Jetzt noch nach Windhoek hineinzufahren, war uns allen zu anstrengend. Wir versuchen morgen früh noch einen kurzen Einblick zu erhaschen.
Abends gab es ein fast identisches Buffet wie am ersten Tag und es war auch wieder von eher mauer Qualität. Das Curry-Huhn war ganz lecker.
Ich war vom Tag etwas erschlagen, daher zog ich mich direkt nach dem Abendessen aufs Zimmer zurück und fing an, mein Gepäck zu sortieren. Himmeldieberge, was für ein Chaos. Aber jetzt ist alles vorbereitet und unsere letzte Stippvisite und die Abreise können beginnen.
Aber morgen sehen wir uns ja noch einmal! Liebe Grüße, Euer Gerry
der Bus musste wegen der Reifen in die Werkstatt, so fuhren wir erst um 9:30 Uhr vom Hotel ab. So konnten wir wieder stressfrei frühstücken und ich noch zum Bankomat laufen. Dadurch, dass man immer nur Minibeträge abheben kann, ist der Münzbeutel immer recht schnell leer.
Unser erster Halt auf dem Weg nach Sesriem war die Walfischbai. Dort tummelten sich hunderte von Flamingos. Nach einem Tankstopp ging es dann durch den Nationalpark Namib-Naukluft, bekannter als Namib-Wüste.
Erst ist diese flach und eintönig, wie man sich so eine Wüste halt vorstellt. Sandig und wüst. Später gibt es Bodendecker und interessante Gebirgsformationen sowie spektakuläre Schluchten. Die Straße ist eher eine Piste und ist nix für schwache Bandscheiben. Am Kuiseb-Pass hielten wir für einen fantastischen Rundumblick. In dieser Gegend hatten sich während des ersten Weltkrieges deutsche Soldaten versteckt, die so das Ende des Kriegs mal schlapp um mehrere Monate verpennt hatten. Ein kleines Highlight war dann noch die Entdeckung einer Puffotter, die freundlicherweise darauf verzichtete, ihre Entdeckerin zu beißen. Das hätte die Tourpläne etwas durcheinander gebracht.
Am Gaub-Pass wurde Mittagspause gemacht, danach ging es weiter bis zum Wendekreis des Steinbocks. Dort wurde das obligatorische Gruppenfoto geschossen. Solitaire ist ein winziges Nest mit einer Tankstelle, einer gut- und einer weniger gutbesuchten Bäckerei, einer Autowerkstatt sowie einem Gemischtwarenladen mit sehr kaltem Bier. Es gibt eine kleine Kirche, eine Lodge und ein Grab. Zudem soll es dort den weltbesten Apfelkuchen der Welt bzw. Afrikas oder eben auch Solitaires geben. Dort machten wir für knapp eine halbe Stunde wieder einen Stopp. Eine der Sehenswürdigkeiten ist eine Art Oldtimerfriedhof. Sehr nett.
Unser Ziel, das Desert Camp, wer hätte es gedacht, liegt mitten in der Wüste. Die nächste Disco ist nur 143 Kilometer entfernt. Aber die Hütten sind nett und das Drumherum, sprich die Aussicht, ist super. Es soll Skorpione geben und Schakale. Wir wurden unterwiesen, unsere Schuhe nicht anzuziehen, bevor nicht sichergestellt ist, dass sie keine Untermieter haben.
Gleich fahren wir zum Abschlussessen zu einem Game-Buffet und morgen geht es in die Dünen. Ich sach mal so: Bis denne, gelle?
was für ein schönes Hotel, was für ein tolles Frühstück! Austern und Champagner. Abenteuer und Lodges im „Outback“ sind ja ganz nett, aber so Warmduscher wie ich finden ein bisschen Luxus auch nicht verkehrt. Apropos Luxus: Da ich keine Aktivität gebucht hatte, konnte ich etwas ausschlafen, mal ohne Hektik, aber mit den sympathischen mitreisenden Schwestern frühstücken und dann gaaaanz alleine durch Swakopmund schlendern. Denn die Gruppe ist zwar immer noch grandios, aber es tut gerade gut, mal etwas in eigenem Tempo in aller Ruhe zu tun.
Das Restaurant gestern war sehr schön, das Essen okay (es war dann doch etwas zu viel Bierteig im Spiel), aber es war auch sehr laut und wir warteten zwei Stunden auf das Essen. Das war ein bisschen too much.
Swakopmund. Ich besuchte das alte Gefängnis, das immer noch in Betrieb zu sein scheint, den alten Bahnhof, nun ein Luxushotel, und erklomm den Turm des Woermann-Hauses. Sehr schöne Ausblicke hat man von dort. Auch einen Hindernisparcour über den Africa Handicraft Market brachte ich hinter mich.
In der Innenstadt gibt es ein ein wenig reißbrettanmutendes Dorf im Dorf mit Boutiquen, Souvenirshops und Restaurants. Sehr nett. In den Läden stellte ich fest, dass einige Souvenirs, die ich erstand, dort preiswerter waren als bei den fliegenden Händlern. Aber nicht so sehr, dass es schmerzte.
Gegen Mittag setzte ich mich in ein zu einer Buchhandlung gehörendes Café und genoß die kühle Brise in schönstem Sonnenschein mit frischgepresstem Orangensaft und einem wunderbaren Latte Macchiato.
So gestärkt klapperte ich eine Sehenswürdigkeit nach der anderen ab: Die Mole, die alten deutschen Häuser (u.A. Hohenzollernhaus und Altes Amtsgericht) und sogar das Aquarium. Das allerdings ist etwas deprimierend, u.a. wegen des völlig verstörten Adlerrochens, der in einem viel zu kleinen Becken lebt und ständig gegen die Wände schwimmt. Er machte den Eindruck, er wolle rausspringen.
Was ebenfalls etwas irritiert, ist das Marinedenkmal, das an die „glorreichen Helden“ erinnert, die gegen die Herero und Nama gekämpft haben. Da es ein Nationaldenkmal ist, scheiterten bisher alle Bemühungen, es zu entfernen. Auch Straßennamen wie Richthofen Av. passen möglicherweise nicht mehr so richtig in die heutige Zeit.
Aber: es gefällt mir hier ausnehmend gut. Ich sitze gerade im Farmhouse Deli an der Mole, glotze bei einem Hansa Draught aufs Meer und habe Urlaubsfeeling. Vorher war halt Reise, jetzt ist Urlaub. Morgen wieder Reise. Wenn Ihr versteht, was ich meine.
Auf dem Weg zum Hotel besuchte ich kurz noch das – man wird mir den Ausdruck nachsehen, wenn ich sage, dass es wirklich ganz toll ist – Mischmasch-Museum für…. äh, ja, Völkerkunde, Geschichte, Natur, und allem sonstigen. Immerhin gab es dort auch „the fifth of the big five“, den Leoparden, zu sehen.
Für das Abendessen hatten einige von uns eigentlich ein „Contemporary African Cuisine“-Restaurant ausgesucht, das aber viel zu früh die Pforten schloss. Unsere zweite Wahl war scheinbar ganz geschlossen und unsere dritte Wahl, zu der wir unreserviertermaßen aufbrachen, war völlig ausgebucht. Wir zogen zum Farmhouse Deli, wo ich mein Nachmittagsbier hatte und wo wir freudestrahlend begrüßt wurden. Wir, das sind übrigens die Schwestern, das Jungspundpaar und der Alleinreisende. Wir hatten den Abend des Jahres, mindestens! Die Kellnerinnen und wir hatten unendlich viel Spaß, wir haben uns gegenseitig Lieder vorgesungen und Sprachunterricht gegeben. Eine A-Capella-Band trat auf, deren CD ich erstand, und das Essen war – bis auf eine Portion versalzene Nudeln – wirklich gut, ebenso wie die Weine. „|namtsita ge a.“ heißt auf Khoekhoegowab übrigens „Ich liebe Dich“. Ich habe dazu noch ein Video gedreht…. 🤣
Meine Gesangseinlage „Sah ein Knab‘ ein Röslein steh’n“ wurde dafür von der Kellnerin gefilmt. Es war ein wirklich witziger Abend!
Wir kamen im Hotel an, wo weitere Mitreisende inzwischen eine Art Kampftrinken veranstalteten (was daran lag, dass die Bar verlauten ließ, dass es mit steigender Taktzahl auch überproportional mehr Freigetränke gäbe) und da hatten wir auch noch mal mächtig Spaß.
Morgen fahren wir über Solitaire nach Sesriem. Fahrt Ihr mit?
die Party auf der Straße und die Rennen gingen die ganze Nacht lang weiter. Am frühen Morgen kam dann noch Schwerlastverkehr dazu. Der Bungalow an der Straße ist definitiv nicht zu empfehlen. Es sagt schon viel aus, dass die Riesenspinne neben der Eingangstür mein kleinstes Problem war. Das Frühstück war auch eher mau und es gab viel Trubel bei der Abrechnung. Wirklich fast jeder sollte mehr bezahlen, als er hatte. Ich konnte aber klar machen, dass ich der Gast mit der Flasche Wein war, man erinnerte sich dann. Das Kartenlesegerät war dann auch noch defekt und ich musste mir Geld leihen, um zahlen zu können.
Wir brachen wieder um 8 Uhr auf, Richtung Küste. Unterwegs kamen wir an einer großen Herde Giraffen vorbei. Das sind schon sehr anmutige und elegante Tiere. Mitten im Nirgendwo hielten wir an einem Kunsthandwerksmarkt, der von Herero-Frauen betrieben wird. Sie tragen eine sehr elegante und würdevolle Tracht. Leider habe ich wieder ein Stehrümchen erstanden, eine schlanke Schnitzerei einer Wasserträgerin. Ich konnte nicht widerstehen.
Ein weiterer Stopp wurde eingelegt, um einen Blick auf die Brandberge zu erhaschen. Die Landschaft wird immer karger.
An einem Himba-Dorf wurde ein weiterer Marktstopp eingelegt. Hier kaufte ich ein Armband und zahlte Fotografiergebühr. Die Himba laufen mit deutlich weniger Tracht herum, als die Herero, man sieht doch so einiges an Haut; da ist das Knipsen der Menschen schon ein wenig merkwürdig. Die Himba sind eigentlich Nomaden aus Angola. Sie leben noch teilweise noch traditionell, sind aber auch der Zivilisierungswut der Regierung zum Opfer gefallen.
Durch die Wüste ging es dann weiter bis Joachim’s Bay, wo wir ein von Kormoranen bevölkertes Schiffswrack bestaunten und anschließend zu Mittag aßen. Auch hier liefen wieder Souvenirverkäufer herum, denen ich ein paar Kleinigkeiten abkaufte. Daheim gründe ich dann die Germibia-Im-&Export GmbH & Co. KG. Ausreichend Ware habe ich schon. Dumile musste einen ziemlich ramponierten Reifen wechseln. Der arme Kerl. Die Souvenirverkäufer halfen ihm aber und bekamen dafür Essen. Ab nun folgten wir der Küste südwärts bis Swakopmund, unserem Ziel für die kommenden zwei Nächte.
Das Hotel „The Delight“ ist sehr nett, das Zimmer groß und freundlich. Wir haben hier stabiles W-LAN und eine Wäscherei gibt es auch. Heißa! Nachdem ich mich ein bisschen eingerichtet hatte, schlenderte ich durch die nahegelegene Innenstadt. Swakopmund ist sehr großzügig angelegt und erstaunlich deutsch. Es gibt Buchhandlungen, Schreinereien, Goldschmieden und und und, alles in deutsch. Selbst hinter englischsprachigen Werbungen stehen Meiers, Lehmanns und Engelberts. Am Zoll, Bismarckstraße und Löwenhof sind Beispiele für Straßennamen. Ich lief zum Leuchtturm, zum Pier und durch die Straßen der Stadt. Sehr schön alles. Morgen habe ich den ganzen Tag hier für mich, da ich keine der Aktivitäten gebucht habe (Wüstenjeepfahrt oder Delphintour hätten u.a. zur Auswahl gestanden); ich werde mich also ganz gemütlich durch die Sehenswürdigkeiten bummeln können.
Heute Abend gehen wir auf Empfehlung einer Mitreisenden fast alle in das Restaurant Jetty 1905 am Pier. Davon und was ich alles hier angestellt habe, berichte ich dann morgen.