Bachforelle im Bratschlauch auf Chicorée mit gebutterten Kräuterseitlingen

Ihr Lieben. Beim Aufräumen meiner Küchenschubladen fand ich eine Packung Bratschlauch. Hm, das war doch früher immer ganz simpel und wurde mit gutem Ergebnis eingesetzt. Also, eine Bachforelle erstanden und geputzt, mit Salz und Pfeffer innen und außen gewürzt, Zitronenschnitze sowie Rosmarin- und Thymian-Stängel rein und im Bratschlauch auf ein Bett von Chicorée-Blättern setzen. Ein paar Cherrytomaten und ein paar Zitronenschnitze, Rosmarin und Thymian sowie einen Schuss Wermut in den Bratschlauch. Verschließen, kleines Loch oben reinbohren und im vorgeheizten Ofen bei 170°C für 30 Minuten bratschlauchen (ich hatte den Fisch 40 Minuten drin und das war leider zu lange).

Dazu gab es Kräuterseitlinge, die ich – gesalzen und gepfeffert in sehr viel Butter zusammen mit Knoblauch und Kräutern angebraten habe. Aus den Flüssigkeiten aus Pfanne und Bratschlauch habe ich dann noch mit etwas Sahne eine helle Soße gemacht, mit nochmal einem Fingerhut voll Wermut und Gewürzen nach Wahl. Anrichten, dabei sofort etwas Zucker auf das heiße Chicorée-Tomaten-Gemüse geben, um die Bitterstoffe auszugleichen, und mit viel Sauce (die ist der Hit!) genießen.

Haut’s rein!

Herzhafter Low-carb-Wrap – ohne Mehl (Low-carb-Pizza)

Heute also einmal „low carb“.

Für den Teig werden pro mittleren Boden 1 Ei (Größe L), 75 Gramm Käseraspel light und 75 Gramm Magerquark sehr gut verrührt. Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn ausrollen und bei 170°C O-/U-Hitze im vorgeheizten Backofen für ca. 13-15 Minuten backen. Nicht irritieren lassen, wenn der Teig etwas aufgeht oder Blasen wirft, die bilden sich zurück, wenn man ihn vor Weiterverarbeitung aus dem Ofen holt. Anschließend nach Wahl belegen und für einen Pfannkuchen oder Wrap (dann noch warm rollen) kurz (5-7 Minuten) weiterbacken. Für eine Art Pizza einfach länger (10-15 Minuten) weiterbacken. Zum einfachen Lösen des Bodens vom Backblech empfiehlt sich übrigens eine Streichpalette.

Mein Belag: einen gehäuften Esslöffel Ketchup mit Pfeffer, wenig Salz, Oregano, Paprika, Knoblauchpulver würzen und auf dem Boden verteilen. Thunfisch und Zwiebelwürfel drauf sowie eine kleine Handvoll Käseraspel light. Zuerst wollte ich es als „Pizza“ essen, aber der Boden war mir zu weich und hat deswegen die Pizza-Illusion zerstört. Also wrappte ich das ganze; das sieht dann so aus und schmeckt für eine Diät-Pizza ziemlich gut:

Haut rein, Ihr Wohlgeformten dieser Erde!

Gefüllte Aufbackbrötchen

Aufbackbrötchen werden durchgeschnitten, die Krume herausgepult und gefüllt mit ein paar Stücken geschnittenem Schinken (pro Brötchenhälfte 1/2 kleine Scheibe). Darüber in Scheiben geschnittene Kirschtomaten geben (pro Brötchenhälfte 1 1/2), dann ein mit Gewürzen verquirltes Ei hinein (ich stelle die Brötchenhälften auf kleine Souffléförmchen, damit sie nicht kippen und die Eimasse herausläuft) und mit je einer halben in Stücke geschnittenen Scheibe Gouda belegen. Bisschen Grünzeug drüber oder Zwiebel in der Eimasse schaden auch nicht.

Etwas länger und mit 20°C höherer Temperatur als den Anweisungen auf der Brötchentüte gemäß backen (sonst ist das Ei noch Suppe). Macht sich gut auf dem Frühstückstisch 🙂

Die herausgelöste Brotkrume kann mitgebacken werden und irgendwann als Panade versemmelt werden.

Wanderung bei Lohmar

Liebe virtuellen Mitläufer! Heute früh bewegte ich mich zwar wie ein alter Mann (hm… je nach Perspektive bin ich das ja auch schon) wehleidig in meiner Wohnung, aber es war ja längst schon ausgemacht: Auch heute eine Wanderung, diesmal mit Elke und Amy. Diesmal im Rhein-Sieg-Kreis, Ausgangspunkt war der Bahnhof Honrath. Punkt 11 Uhr wurde ich eingesackt. Das Wetter war perfekt, wenn auch ein winzigkleinesbisschen mehr Sonne es noch schöner hätten scheinen lassen.

Wir liefen vom Bahnhof Honrath erst einmal in die falsche Richtung, was unsere Lissi (die WanderApp-Stimme) mit Genöle kommentierte. Also wieder um. Im Gegensatz zu gestern war die Wanderung insgesamt von viel offener Fläche, nur wenig Wald, dafür aber dann auch mal der ein oder anderen Straße und kleinen Ortschaft bestimmt. Wir liefen an einem Weihnachtsbaumwald, einer Geflügelauffangstation, vielen Bächen vorbei und seeeehr schlammige Wege entlang.

Erstes Highlight auf der sehr schönen Wanderung war das Gut Schiefelbusch. Man hätte dort logieren, Kuchen futtern oder ein Bierchen zischen und lokale Produkte erwerben können – in normalen Zeiten halt. Sehr schön war es dann an der Gammersbacher Mühle. Dort war auch verhältnismäßig viel los, aber alle konnten sich (und taten es auch) aus dem Weg gehen. Wir überlegten kurz, ob wir ein Getränk „to go“ dort erwerben, aber wir wollten unnötige Pinkelpausen vermeiden. Also weiter, aber erst nachdem wir ausgiebig die vielen Tiere bestaunt hatten. Amy hatte sich umgehend in eine Katze verliebt, die scheinbar aber ein bisschen zickig war. Mein Liebling war ein Wallaby-Känguru. Elke vermisste ein paar Esel. Also, liebe Betreiber….

Wir liefen dann durch Muchensiefen, einen Ort, der scheinbar nur aus pittoresken Fachwerkhäusern besteht und wahrscheinlich auf jeder Wanderkarte der Umgebung markiert war. Wir haben dann kurz überlegt, ob wir es toll fänden, wenn jeden Tag Dutzende von Wanderern an unserem Wohnzimmerfenster vorbei flanierten… aber je nun, an meinem Haus fahren täglich zehntausend Autos vorbei. Normalerweise sind Wanderer ja auch eher ruhig, es sei denn, sie haben ein Kind namens Marlene dabei. Fragen dazu? Elke oder mich ansprechen 🙂

Weiter ging es zum Aggerbogen, wo wir einen kurzen Blick auf das Flüsschen erhaschen konnten. An kilometerlanggezogenen Golfplätzen vorbei ging es dann zum Schloss Auel, was eigentlich eher ein Herrenhaus ist; aber natürlich klingt Schloss besser. Aufwärts ging es dann zur „Honrather Kö“, wie uns eine sehr mitteilsame Dame belehrte (die 86 Jahre alt war, aber echt auch für 60 durchgegangen wäre!), wo wir kurz vor Rückkehr zum Auto noch Burg (auch eher niedlich als wehrhaft) Honrath und ein kleines Wildgehege bestaunen durften.

Lieben Leute. Kann man laufen, ist wirklich schön! Elke und Amy besten Dank für die schöne Begleitung!

Wanderung Stenzelberg im Siebengebirge

Liebe Leser! Zuerst einmal allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr!! Und wie kann man ein gesundes Jahr besser beginnen als mit ein bisschen Sport? Also haben Rolf, Otto und ich uns zu einer Wanderung im Siebengebirge verabredet.

Morgens ging es bei mir schon gut los. Ich habe einmal die Snooze-Taste am Wecker gedrückt und diese 10 Minuten holte ich dann irgendwie nicht mehr auf. Um eine Minute habe ich so die Straßenbahn verpasst, die mich nach Deutz bringen sollte, wo wir uns auf dem Gleis Richtung Bonn treffen wollten. Ich rief Rolf an und machte mit ihm aus, dass ich mit dem Auto nach Niederdollendorf – dem Ausgangspunkt unserer Wanderung – fahre und wir uns dort am Bahnhof treffen. Das hat dann auch gut geklappt.

In Niederdollendorf wurden wir durch winzige Gassen Richtung Siebengebirge geführt. Der Ort hat so einige nette Fachwerkhäuser zu bieten und schien uns sehr idyllisch und ruhig. Die Wege durch den Wald und die Hügel rauf waren dann sehr matschig und rutschig. Ich nehme es vorweg: Wir waren am Ende der Tour ziemlich dreckig.

Erstes Highlight waren Kloster und Klosterruine Heisterberg. Dort wurde dann auch zum ersten Mal ein bisschen gejaust. Ihr wisst nicht, was jausen ist? Scrabblespieler wissen so etwas. Ab dem Kloster wurde es auch merklich voller, aber die Menschenmassen verteilten sich nachher ganz gut, zumal wir auch Bergwanderwege gingen, die für Familien nicht so geeignet waren. Es wurde trotzdem viel „gejahrt“. Aber ist ja nett, wenn alle freundlich grüßen.

Wir kraxelten dann um den Stenzelberg herum, der wegen seiner Funktion als Steinbruch interessante Formationen aufzuweisen hat. Eine Seite erinnert irgendwie an die südenglische Küste. Auch gibt es dort kleine Schluchten und wie schon bei meiner Wanderung zum Drachenfels viele magisch-mythisch anmutende Plätze.

Wir liefen den Nonnenstromberg weiter, dort hatte man auch mal schöne Weitblicke über den Rhein hinaus. Leider war es etwas diesig, was aber später bei den Ausblicken vom Petersberg im Licht der frühen Abendsonne von Vorteil war.

Cora hat die beiden Jungs dann noch nach Hause gebracht und mich nach Poll. Bis dahin war alles prima, aber beim Aussteigen in Poll hatte ich plötzlich etwas Pudding in den Beinen. Aber ehrlich: Wir sind ja auch ganz schön rumgekraxelt. Es war auf jeden Fall eine tolle Wanderung und ein sehr schöner Neujahrstag!

Danke an Rolf und Otto für die Begleitung und für ihre Bildbeiträge 🙂

Flusskrebs-Blätterteig-Törtchen

Mein Silvesteressen: Für diese Törtchen kaufte ich bereits in Knoblauchöl marinierte Flusskrebsschwänze. Ich verrührte eine halbe Packung Ziegenfrischkäse „Schnittlauch“ mit der gleichen Menge Joghurt (insg. 150 gr.), salzte wenig und pfefferte gut, gab einen halben Teelöffel Zucker dazu, und verrührte dann ein großes Ei, eine gute Handvoll Gratinkäse sowie die gut abgetropften Flusskrebsschwänze mit dieser Sauce.

Eine Packung Fertigblätterteig schnitt ich in acht Teile, drückte die so entstandenen Rechtecke in eine Muffinform, knetete die herausschauenden Ecken zu einem Rand und befüllte die Törtchen mit der Masse. Darüber noch etwas Käse drüber und ab in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Nach 20 bis 25 Minuten sind sie fertig.

Guten Rutsch!

Snack-Check: Quinoa-Chips mit Gurken-Dip-Geschmack

Leider weiß ich nicht mehr, wo ich die Kuriosität erstanden habe. Ich habe sie einigen Besuchern angeboten, aber alle verzogen pikiert das Gesicht und bedankten sich. Nun habe ich sie für mich alleine geöffnet, war auf das Allerschlimmste gefasst und daher einigermaßen positiv überrascht.

Es handelt sich um Flips, die leicht an Tsatsiki erinnern (Zwiebel- und Knoblauchpulver sind verarbeitet). Nur wirklich lecker sind sie dennoch nicht und, das ist das größere Manko, leider haben sie auch den Knusprigkeitsgrad vermissen lassen, den ich an bestimmten anderen Flips sehr schätze.

Insgesamt essbar, aber kein Must-Have. Note: 3

Gefüllte Spitzpaprika (Hackfleisch / Ziegenkäse)

Heute mal ein Fast-Klassiker. Diesmal mit Hackfleisch und Ziegenkäse in mild-scharfer Tomatensauce.

Das Hackfleisch (750 Gramm) wird mit 2 gehackten Zwiebeln, 4 gehackten Knoblauchzehen. einer halben Tube Tomatenmark, einem gehäuften Esslöffel Gemüsepaste, einem Teelöffel Paprikapulver und je einer fein geschnittenen roten und grünen Chilischote vermengt. Je nachdem, wie feurig man es mag, lässt man die Kerne drin oder reduziert sie (ich habe aus dem oberen Viertel der Schoten die Kerne weggenommen und konnte nach dem Essen richtig gut durchatmen!). Jetzt noch einen Esslöffel Oregano dran sowie kräftig salzen und pfeffern und kräftig durchwalken.

Die Spitzpaprika werden von der Seite aufgeschnitten, geputzt und mit Hackfleischmasse gefüllt, in der Mitte drückt man eine kleine Gasse in das Hack und legt dort etwas Ziegenkäse hinein. Zusammenklappen, mit Küchengarn sichern und in Olivenöl von allen Seiten kurz anbraten.

Heraus nehmen und das übrig gebliebene Hackfleisch anbraten. Passierte Tomaten draufgeben und mit Salz und Pfeffer sowie Chilipulver und ein bisschen Zucker würzen. Noch ein Esslöffel Oregano schadet auch nicht. Paprika hineingeben und mit Deckel für 45 Minuten bei geringer Hitze schmoren lassen.

Paprika nochmal herausnehmen und Soße abschmecken. Mit Kartoffeln, Brot oder Reis servieren.

Guten Appetit!

Frühstückstomate

Von jeder Tomate schneidet man den Deckel ab und höhlt sie mit einem kleinen Löffel aus. Die Tomaten in kleine Soufflé- oder Muffin-Formen (oder mit unten glatt angeschnittenem Boden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech) stellen. Je etwas kleingeschnittenen Schinken hineingeben, ein Ei hineinschlagen, mit Salz, Pfeffer und ggf. anderen Gewürzen sowie anschließend mit geriebenem Käse bestreuen und für 20 (Eigelb noch recht weich)-25 (mittel) Minuten bei 200°C im Ofen backen.

Eine schöne Alternative zum belegten Brötchen. 🙂

Huhn in Mafé-Sauce

Ihr Lieben. Im Sommer hatte ich ja hier schon ein Rezept mit Huhn in Erdnuss-Kokos-Sauce veröffentlicht. Heute machen wir etwas ähnliches, aber doch ganz anderes 🙂

Mafé ist ein westafrikanisches Gericht, in dem Fleisch und/oder Gemüse mit einer Tomaten-Erdnuss-Sauce und, je nach Rezept, unterschiedlichsten Gewürzen zubereitet wird. Für meine Hühnerbeine, die ich heute zubereiten will, klaue ich mir nur die Art und Weise der Saucenzubereitung. Aber versucht ruhig mal ein „richtiges“ Mafé, denn es schmeckt ausgezeichnet.

Die gepfefferten und gesalzenen Schlegel brate ich bei hoher Hitze in Sonnenblumenöl rundum gut an und nehme sie dann aus der Pfanne. In dieser brate ich nun eine kleine Zwiebel an, drücke eine halbe Tube dreifach konzentriertes Tomatenmark dazu sowie einen Esslöffel Harissa-Paste (oder vergleichbares, wie z.B. Thai-Curry-Paste rot) und verrühre gut. Jetzt 2 Teelöffel Gemüsepaste dazu und mit 250 ml heißem Wasser aufgießen (ersatzweise 350 ml andere/r Gemüse- oder Geflügelbrühe/-fond) und rühre nach Gusto Erdnussbutter oder -creme hinein. Die kann samtig oder „crunchy“ sein, was Euch besser schmeckt. Ich nehme die Hälfte einer 350-Gramm-Dose der glatten Erdnusscreme. Dann noch eine kleine Packung geschälte Tomaten dazu (oder 3 bis 4 frisch, geschält und püriert), salzen, pfeffern, 1 gehäufter Teelöffel Cumin (Kreuzkümmel) dazu und mit den Haxen 30 bis 40 Minuten simmern lassen. Abschmecken (Salz, Pfeffer, Zucker, Chilipulver) und ab auf die Tafel. Dazu wollte ich Fufu machen, ein afrikanisches Maniok-Püree, habe aber kein Maniokmehl bekommen. Daher heute Reis.

Nassi diam böri!