Kartoffelgratin

Eine ganz einfache Art der Zubereitung, ich meine gelingsicher.

Festkochende Kartoffeln in kochendem Salzwasser vorgaren. Wenn eine Rouladennadel mit ein wenig Druck durchgeht, abgießen und abkühlen lassen.

Eine Sahnesauce zubereiten: 1 Becher süße Sahne mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprikapulver und einem TL scharfem Senf würzen, drei EL geriebenen Grana Padano (oder Parmesan) dazu und verrühren.

Die Kartoffeln mit dem Eierschneider in Scheiben schneiden und abwechselnd mit der Sauce in eine Auflaufform schichten. Mit geriebenem Emmentaler bestreuen. Für 25 Minuten in den auf 150°C vorgeheizten Ofen. Ggf. noch 3 Minuten unter den Grill, wenn der Käse ein bisschen krosser werden soll.

Guten Hunger!

Knechtsteden

Heute war es schön sonnig, Ihr Lieben, und auch nicht so kalt. Daher brachte mich Cora nach Knechtsteden, wo es ein Kloster gibt und viel Gegend. Ich machte dort einen von meiner Wander-App vorgeschlagenen Waldspaziergang und lief natürlich auch einmal um das Kloster, das u.a. ein Kulturforum und ein Gymnasium beherbergt, herum. Die Läden und Ateliers waren natürlich geschlossen.

Ganz in der Nähe, in Dormagen-Hackenbroich, habe ich einmal für ein paar Jahre gelebt. Erst habe ich dort meinen Zivildienst abgeleistet und dann noch einige Zeit als Nachtwache auf der Herz-Intensivstation mein Geld verdient.

Hier ein paar Eindrücke:

Liebe Grüße vom Gerry

P.S.: Radio Köln meldete gerade, dass die Kanaren ab heute wieder Risikogebiet sind. Also, ich scheine alles richtig gemacht zu haben mit meinen Plänen. Aber trotzdem schade für die Region.

Kaninchenkeulen in Rotweinsauce mit Pellkartoffelspalten und Möhren

Liebe Schlemmerinnen und Schlemmer.

Heute erstand ich bei meinem Haus- und Hoflieferanten (nur, dass er nicht liefert) Kaninchenkeulen aus der Eifel. Die sah ich schon im Laden auf meinem Teller. Schnell noch Möhren mit Möhrengrün dran gekauft und ein paar leckere Kartoffeln.

Die Kartoffeln werden geputzt aber ungeschält in Salzwasser fast gar gekocht. Abgießen und beiseite stellen. In Öl werden die Keulen von allen Seiten angebraten und gesalzen und gepfeffert. Aus der Pfanne herausnehmen und darin nun 2 EL Tomatenmark, 3 TL Gemüsepaste, 1 gewürfelte Zwiebel und einen feingehackten Soloknoblauch anbraten. Mit 250 ml Rotwein ablöschen, darauf noch einmal die gleiche Menge heißes Wasser. Aufkochen lassen, 3 EL Johannisbeermarmelade (schwarz) und einen EL Zucker unterrühren und die Keulen wieder zurückgeben. 2 Zweige Rosmarin und ein paar Stängel Thymian sowie Deckel drauf und ab in den auf 170°C vorgeheizten Ofen zum Schmoren. Gerne bis zu zwei Stunden.

Kurz vor dem Ende der Schmorzeit die Kartoffeln in Spalten schneiden, die Möhren gut putzen, das Möhrengrün kappen und gründlich waschen! In einer weiteren Pfanne die Möhren in Butter anbraten und zuckern. Karamellisieren lassen (wer die Möhren nicht knackig mag, müsste sie nach Gusto ein paar Minuten vorkochen). Salzen und Pfeffern, mit gehacktem Möhrengrün bestreuen. Die Kartoffelscheiben zeitgleich in Butter anbraten und leicht salzen und pfeffern, ebenfalls mit Möhrengrün bestreuen.

Während die Beilagen schmurgeln, die Keulen aus der Sauce nehmen, letztere kurz durchpassieren, abschmecken und binden (Maisstärke oder eleganter: Butter). Die Sauce muss m.E. nicht so dick sein, wie das früher üblich war, ich mag sie gerne flüssiger und nur ein bisschen angebunden.

Und so sieht das Ganze dann auf dem Teller aus:

Ich – und das ist mir ein bisschen unangenehm – fand es megalecker. 🙂

Bon appetit! Euer Gerald

Selbstgemachte „Gemüsebrühe“: Gemüsepaste

Ihr Lieben.

Man braucht sie immer: Brühe. Hühnerbrühe, Fischfond, Rinderbouillon etc. pp. Der Alleskönner unter all diesen Zutaten ist die Gemüsebrühe. Und die findet sich in gekörnter Form in fast jedem Haushalt. Ich rate Euch zu einem Experiment: Kocht einmal Tortellini in brodo und nehmt die gekörnte Brühe dafür. Also, ich mag das nicht wirklich. Natürlich ist das hefige und künstliche in anderen Speisen nicht so dominant, aber eine gute Brühe zahlt sich doch auch da aus. Ist wie mit dem sogenannten „Kochwein“: gibt es nicht. Ins Essen gehört nur Gutes. Flüssige Brühen namhafter Köche schneiden schon viel besser ab. Aber nix geht über selbstkreiert.

Man kann Gemüsebrühe auf vielfältige Art und Weise selbst herstellen. Schalen in der Tiefkühltruhe sammeln und – wenn genug vorhanden – auskochen. Gemüse raspeln und im Ofen oder einem speziellen Automaten trocknen. Ich bevorzuge folgende Methode:

Gemüse nach Gusto kaufen (Tipp: Fertiges Suppengrün nehmen und nach Geschmack ergänzen), putzen und in grobe Stücke schneiden. Alles zusammen wiegen! Faserige Bestandteile (Lauch, Zwiebeln etc.) mit dem Stabmixer pürieren, den Rest durch den feinsten Schnitzler der Küchenmaschine jagen. Das Püree in die Schüssel mit den anderen Zutaten dazu und nun den Rührhaken einsetzen. Gut und lange durchrühren lassen und pro Kilogramm Gemüse peu à peu etwa 150 Gramm Salz dazugeben. Tipp: Man sollte eine größere Menge in mehreren Etappen bearbeiten; so hat man auch Gelegenheit, jede Marge noch anders zu komponieren, z.B. durch Zugabe von Kräutern oder Chili.

Ich habe die Hälfte der Paste in Gläser abgefüllt (hält im Kühlschrank theoretisch Monate – geht aber wech wie geschnitten Brot) und die andere Hälfte eingefroren.

Noch ein Hinweis: Wegen des Einsatzes von Schnitzelwerken und Stabmixer ist dies kein Rezept für uneingewiesene Personen (insbesondere Kinder), da Verletzungsgefahr besteht!

Anwendung? Pro halbem Liter Flüssigkeit nehme ich 2 gehäufte Teelöffel der Paste. Nachwürzen ist dann immer noch möglich. Mit zusätzlichem Salz dann aber bitte eher sparsam sein.

Viel Spaß beim Kreieren Eurer Version. Berichtet mal, welche Komposition Euch besonders gelungen ist.

Euer Gerry

Über zwei Wochen sind um…

Ihr Lieben. Die letzten Tage war so gar nichts mit Wandern oder Urlaubsfreuden. Am Wochenende ist mein Mitbewohner ausgezogen und das nahm ich zum Anlass, mal ein bisschen Zeit und Geld in die Wohnung zu investieren. Ich habe quasi einen Frühjahrsputz gemacht (bis auf die Fenster, da muss ich leider noch ran) und wer mich kennt, weiß, wie ich das hasse. Dann habe ich ein paar Bad- und Gäste-WC-Accessoires ausgetauscht, die schon in die Jahre gekommen waren. Im Keller habe ich ausgemistet und ein paar Dinge – auch aus der Wohnung – zum Verkauf angeboten. Aber ohne Erfolg. Der Platz, den ich beim Ausmisten geschaffen hatte, war somit wieder mit Tinnef belegt. Es wird mal wieder Zeit für einen Flohmarkt. Der Kleiderschrank erhielt eine zweite Ausmistrunde, aber die Klamotten habe ich direkt zum Altkleidersammelpunkt gebracht. Ich hatte u.a. 45 Pullover im Schrank, das muss man sich mal vorstellen!!! Wo kommen die alle her??? Und fast alle sahen gleich aus. Bin jetzt auf 18 runter.

An meinen Herd habe ich mich langsam gewöhnt, die Kochplatte ist genial. Einziger Wermutstropfen ist, dass der Backofen viel länger zum Aufheizen benötigt als mein alter. Ich habe vor, dann demnächst mal wieder ein paar veröffentlichungswürdige Gerichte auf meiner Kochseite einzustellen. Ich würde mich ja furchtbar gerne mal an einer Gans versuchen. Aber aufgrund der Kontaktbeschränkungen macht das ja keinen Sinn. Ich kann ja jetzt nicht 10 Tage lang Gans essen.

Auf dem Weg zur Probenahme.

Die letzten Abende habe ich außerdem mit der Suche nach einem Sonnenurlaub verbracht. Es gibt ja ein paar nette Ziele, in die man reisen kann und die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Für die benötigt man aber einen Corona-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf (wohlgemerkt: Test- und nicht Ergebniszeitpunkt). Mein Testergebnis war heute da und ich hätte theoretisch Zeit, bis Donnerstagnachmittag in eines dieser Länder einzureisen. Puh. Madeira wäre auf Platz 1 gewesen, da geht bis Samstag gar nichts mehr. Und man muss im Freien jederzeit eine Maske tragen. Da macht Wandern Spaß. Kanaren sind zwar erreichbar, aber entweder teuer oder mit 23 Stunden Flug (3 Umstiege!!!) und ebenfalls im öffentlichen Leben sehr eingeschränkt. Ich denke, ich gebe es dran und verwende das gesparte Geld für neue Esszimmerstühle und vielleicht eine neue Sitzgruppe. Aber ich bräuchte natürlich kompetente Beratung:

Cora steht übrigens genau vor der Haustür. Ich fürchte, ich kann jetzt nie wieder mit ihr fahren. So einen Platz gibt man nicht auf!! Gestern habe ich übrigens wegen der WG-Auflösung mit meiner Vermieterin telefoniert. Das war ein sehr nettes und längeres Gespräch. Zu meiner Wohnung gehört ja eigentlich eine Garage, die aber an jemand anderen vermietet ist. Sie wird an mich denken, sollte die Garage je zurückgegeben werden.

Wie konnte das passieren???

So, ich hoffe inständig, dass sich bald ein paar schönere Tage zeigen, dann kann ich wenigstens wieder ein bisschen länger spazieren gehen. Elke und Amy haben sich für Sonntag schon zu einer kleinen Tour angekündigt.

Genießt Ihr Eure Adventszeit unter den gegenwärtigen Umständen? Ich wünsche es Euch auf jeden Fall sehr.

Liebe Grüße von Eurem Gerry

Kikok-Schenkel an Pfifferlingszwiebeln

Ihr Lieben. Heute habe ich mir Schenkel vom Kikok-Huhn besorgt. Kikok ist nicht etwa eine exotische Rasse, sondern ein einheimisches, speziell aufgezogenes Huhn. Es zeichnet sich oft durch eine gelblichere Farbe aus, da zu mindestens 50% Mais verfüttert wird. Es schmeckt sehr fein und ist tatsächlich einen höheren Einkaufspreis wert.

Wie man einen Schenkel anbrät, muss ich nicht verraten. Hohe Temperatur kurz von allen Seiten, spärlich Salz und Pfeffer. Herausnehmen, warm stellen. Und natürlich in Butter.

In der gleichen Pfanne dann eine gewürfelte Zwiebel sowie eine in Scheiben geschnittene Knoblauchzehe anbraten. Wenn diese schön Farbe genommen haben, werden sie mit Salz, Pfeffer und Chilipulver gewürzt. Dann Pfifferlinge (ich nahm TK-Ware) dazu, hoch anbraten und mit je einem guten Spritzer Weißwein und Kondensmilch ablöschen. Hühnerbeine dazu, alles wenden und ab in den Ofen für 35-40 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze.

Dazu passen gut frisches Weißbrot und ein gebratener und dann gesalzener und gebutterter Zuckermaiskolben.

Die Soße habe ich nachher vom Teller geleckt. Wie gut, dass das keiner weiß. 🙂

Guten Hunger. Euer Gerry

Poller Paella

Ihr Lieben, wieder ein Gericht mit dutzenden „richtigen“ Rezepten. Nur mit Huhn und Kaninchen. Nie gerührt. Um Himmels willen dies nicht, dafür aber das! Und so mache ich sie (für 2 Personen) 🙂 :

Vorbereitung: Eine kleine Hühnerbrust (ca. 200g) in mundgerechte Stücke schneiden. Von einem Becher Meeresfrüchtesalat „naturell“ (auch 200g) große Stücke halbieren. Eine kleine Zwiebel und einen Soloknoblauch fein hacken. Eine Paprika (bei mir heute orange) würfeln. 6 Honigtomaten vierteln. 5 Stängel Petersilie hacken. Eine große Tasse (250ml) Reis (Arroz Bomba ist ideal) und zwei große Tassen heiße Gemüsebrühe sowie Kurkuma, Safran, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, drei Rosmarinstängel und Zitronensaft und -schnitze bereitstellen.

Das Huhn in viel Olivenöl braten, salzen und pfeffern. Wenn fast durch, herausnehmen. In der gleichen Pfanne Knoblauch, Zwiebeln, Paprikawürfel anbraten. Den Reis dazu, kurz anrösten und dann die Brühe dazu. Mit Safran, Kurkuma, Salz, Pfeffer und Paprikapulver vorsichtig würzen, die Rosmarinzweige auflegen und simmern lassen. Falls nötig, während des Kochvorgangs etwas Flüssigkeit nachgießen. Hier tut es dann auch mal ein Schluck Weißwein. Jetzt kommt die Sache mit dem Umrühren. Ich rühre um, solange noch Flüssigkeit da ist. Wenn der Reis fast fertig ist, stelle ich die Temperatur leicht hoch und rühre nicht mehr. Dann bekommt die Paella eine leichte Kruste am Boden.

Wenn der Reis fast fertig ist, das Huhn, die Meeresfrüchte sowie die Tomaten dazugeben. Mit Zitronensaft beträufeln. Alles kurz mitköcheln lassen. Abschmecken, auf die Teller damit, mit Petersilie bestreuen und Zitronenschnitze als Deko.

Wenn es für Gäste sein soll, kann man natürlich auch Muscheln und Gambas in Schalen nehmen, das sieht dann festlicher aus.

¡Buen provecho!

Großmarktgegend

Hallo zusammen! Heute Abend sollte es ja Paella geben, also dachte ich daran, mir ein paar Zutaten in den netten Läden rund um den Großmarkt zu besorgen. Ich nutzte die Gelegenheit, mal wieder über den Großmarkt selbst zu schlendern. Da war natürlich nix mehr los, ich war viel zu spät. Wenn der so ausgestorben ist, ist das ein merkwürdiges Erlebnis. Ganz wenige Menschen, sehr viel Dreck. Ein guter Ort, um einen dystopischen Film zu drehen. Sehr, sehr, sehr viel Dreck. Und da werden Lebensmittel gehandelt. Legga!

So sieht es fast überall dort aus.

Das Mare Atlantico ist einer der Läden, in denen auch Normalsterbliche einkaufen können. Italienlastig. Die haben immer viel frischen Fisch, leckeren Käse und Weine und Obst und und und. Ich wollte nur ein bisschen Gemüse und Fisch und kam mit einer vollgepackten Tasche heraus. Man wird IMMER irgendwie fündig. Daneben übrigens das Estilo Argentino. Super Fleisch aus Südamerika. Aber heute nicht mein Ziel.

Auch in der Markstraße liegt das Anduronda. Spanienlastig. Dort wollte ich Arroz Bomba kaufen, der typischerweise für Paella genutzt wird. Aber auch ein paar Galletas Marías (trockene Kultkekse bei Urlauben auf den Kanaren und in Portugal) und eine Tüte Fideua landeten im Einkaufskörbchen. Das sind, ich nenne das jetzt mal so, Paellanudeln. Vielleicht gibt es auch die heute Abend statt Reis. Die Zubereitung ist ähnlich. Einen großen Asiamarkt gibt es übrigens auch. Und das Weinhaus Süd. Prima Einkaufsecke also für Seelentröster, aber in einem usseligen Teil der Stadt.

Dann noch schnell in den Handelshof für Säfte, Alkohol und „normale“ Lebensmittel. Da war vielleicht was los. Als bräche morgen die Apokalypse aus. Alle Kassen waren auf, und dennoch ging die Schlange über den Östlichen Zubringer über die Severinsbrücke hinaus bis zur Tunisstraße. Ja, so kann man auch Urlaubstage rumbekommen.

So, mal sehen, was heute in der (hoffentlich induktionsfähigen) Pfanne landet. Ihr könnt es später nachlesen, wenn Ihr mögt.

Viele Grüße, Euer Gerry

Nudeln oder Reis? Paella oder Fideuà?

Corona-Herd

Ihr Lieben, mein Backofen hat ja unlängst beschlossen, seinen Dienst einzustellen. Er lief zwar noch, aber das Nachlüften war unerträglich laut. Ich musste dann immer die Sicherung rausmachen, sonst wären alle im Umkreis von einem Kilometer in die Luftschutzbunker geflohen.

Ich habe einige Zeit damit gelebt, weil ich auf den Black Friday hoffte. Das war vergebens. In Sachen Kochgeräte tat sich da nämlich nix. Also, montags drauf zum Fachhandel. Einen Herd gefunden, aus dem Lager kommen lassen, um dann festzustellen, dass ich die Ware mit Cora nicht transportieren konnte. OK. Also liefern lassen. – „Ja, wir kämen dann am 7. Januar.“ – Im Ernst??? Also alles wieder auf Null.

Ein paar Tage später zum Elektrohändler vor Ort. Sehr teuer. Plus Lieferung. Plus Anschluss. Plus Extraarbeiten, plusplusplus. Abends tränenüberströmt (hach, immer diese Übertreibungen!) im Internet gesucht. Herd gefunden. Lieferung bis Bordsteinkante frei. Sehr preiswert. Testberichte okay. Lange überlegt, dann Sonntagabend gekauft.

Gestern dann die Mail, man brächte mir die Ware zwischen 8 und 14 Uhr. Tatsächlich stand der Laster um 8 Uhr 30 vor der Tür. Eigentlich dachte ich a) dass die Spediteure zu zweit wären und b) dass ich diese bitten könnte, den Herd für einen Zwanni hochzutragen. Es stellte sich aber heraus, dass der einzige Lieferant zweimal in Rainer Calmund reingepasst hätte und schon nach Abladen schnaufte wie nix und ein feuriges Kirschrot sein Gesicht überzog.

Also die Kiste alleine nach oben verbracht. Da ich jetzt auch nicht das trainierteste Tier im Wohnblock bin, musste ich mich oben erst einmal selbst reanimieren. Ich meine, es sind immerhin 3 1/2 Etagen und laut Lieferschein trug ich 45 kg.

Dann zur großen Freude: Der Ausschnitt des alten Ceranfeldes zu klein, die Metalltraverse im Weg, die Steckdose für den Backofen (läuft jetzt nicht mehr zusammen mit dem Kochfeld) halb hinter einem anderen Unterschrank versteckt und ohne Plastikschutz und zu guter Letzt auch noch die 400V-Anschlussdose kaputt. Daher ab in den Baumarkt, neue Dosen kaufen.

Ja, und dann wurde gesägt, gebohrt, gehämmert und Marathon gelaufen zwischen Dose und Sicherungskasten. Ich war fast 2 Stunden beschäftigt. Aber jetzt läuft das gute Stück und ich wage noch nicht einmal, es richtig auszuprobieren (Funktionen habe ich natürlich geprüft), weil alles noch sooo neu und schick ist. Aber morgen werde ich eine Paella kochen und freue mich schon sehr darauf.

So bekommt man seine Urlaubstage auch rum. 🙂

Liebe Grüße,
Euer Gerry

P.S.: Warum Corona-Herd? Naja, ich habe den alten dieses Jahr so oft benutzt wie seit seinem Erwerb vor mehr als 10 Jahren zusammen. Das hat ihn wohl überfordert. 🙂