Herzhafter Low-carb-Wrap – ohne Mehl (Low-carb-Pizza)

Heute also einmal „low carb“.

Für den Teig werden pro mittleren Boden 1 Ei (Größe L), 75 Gramm Käseraspel light und 75 Gramm Magerquark sehr gut verrührt. Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn ausrollen und bei 170°C O-/U-Hitze im vorgeheizten Backofen für ca. 13-15 Minuten backen. Nicht irritieren lassen, wenn der Teig etwas aufgeht oder Blasen wirft, die bilden sich zurück, wenn man ihn vor Weiterverarbeitung aus dem Ofen holt. Anschließend nach Wahl belegen und für einen Pfannkuchen oder Wrap (dann noch warm rollen) kurz (5-7 Minuten) weiterbacken. Für eine Art Pizza einfach länger (10-15 Minuten) weiterbacken. Zum einfachen Lösen des Bodens vom Backblech empfiehlt sich übrigens eine Streichpalette.

Mein Belag: einen gehäuften Esslöffel Ketchup mit Pfeffer, wenig Salz, Oregano, Paprika, Knoblauchpulver würzen und auf dem Boden verteilen. Thunfisch und Zwiebelwürfel drauf sowie eine kleine Handvoll Käseraspel light. Zuerst wollte ich es als „Pizza“ essen, aber der Boden war mir zu weich und hat deswegen die Pizza-Illusion zerstört. Also wrappte ich das ganze; das sieht dann so aus und schmeckt für eine Diät-Pizza ziemlich gut:

Haut rein, Ihr Wohlgeformten dieser Erde!

Gefüllte Aufbackbrötchen

Aufbackbrötchen werden durchgeschnitten, die Krume herausgepult und gefüllt mit ein paar Stücken geschnittenem Schinken (pro Brötchenhälfte 1/2 kleine Scheibe). Darüber in Scheiben geschnittene Kirschtomaten geben (pro Brötchenhälfte 1 1/2), dann ein mit Gewürzen verquirltes Ei hinein (ich stelle die Brötchenhälften auf kleine Souffléförmchen, damit sie nicht kippen und die Eimasse herausläuft) und mit je einer halben in Stücke geschnittenen Scheibe Gouda belegen. Bisschen Grünzeug drüber oder Zwiebel in der Eimasse schaden auch nicht.

Etwas länger und mit 20°C höherer Temperatur als den Anweisungen auf der Brötchentüte gemäß backen (sonst ist das Ei noch Suppe). Macht sich gut auf dem Frühstückstisch 🙂

Die herausgelöste Brotkrume kann mitgebacken werden und irgendwann als Panade versemmelt werden.

Flusskrebs-Blätterteig-Törtchen

Mein Silvesteressen: Für diese Törtchen kaufte ich bereits in Knoblauchöl marinierte Flusskrebsschwänze. Ich verrührte eine halbe Packung Ziegenfrischkäse „Schnittlauch“ mit der gleichen Menge Joghurt (insg. 150 gr.), salzte wenig und pfefferte gut, gab einen halben Teelöffel Zucker dazu, und verrührte dann ein großes Ei, eine gute Handvoll Gratinkäse sowie die gut abgetropften Flusskrebsschwänze mit dieser Sauce.

Eine Packung Fertigblätterteig schnitt ich in acht Teile, drückte die so entstandenen Rechtecke in eine Muffinform, knetete die herausschauenden Ecken zu einem Rand und befüllte die Törtchen mit der Masse. Darüber noch etwas Käse drüber und ab in den auf 200°C vorgeheizten Ofen. Nach 20 bis 25 Minuten sind sie fertig.

Guten Rutsch!

Gefüllte Spitzpaprika (Hackfleisch / Ziegenkäse)

Heute mal ein Fast-Klassiker. Diesmal mit Hackfleisch und Ziegenkäse in mild-scharfer Tomatensauce.

Das Hackfleisch (750 Gramm) wird mit 2 gehackten Zwiebeln, 4 gehackten Knoblauchzehen. einer halben Tube Tomatenmark, einem gehäuften Esslöffel Gemüsepaste, einem Teelöffel Paprikapulver und je einer fein geschnittenen roten und grünen Chilischote vermengt. Je nachdem, wie feurig man es mag, lässt man die Kerne drin oder reduziert sie (ich habe aus dem oberen Viertel der Schoten die Kerne weggenommen und konnte nach dem Essen richtig gut durchatmen!). Jetzt noch einen Esslöffel Oregano dran sowie kräftig salzen und pfeffern und kräftig durchwalken.

Die Spitzpaprika werden von der Seite aufgeschnitten, geputzt und mit Hackfleischmasse gefüllt, in der Mitte drückt man eine kleine Gasse in das Hack und legt dort etwas Ziegenkäse hinein. Zusammenklappen, mit Küchengarn sichern und in Olivenöl von allen Seiten kurz anbraten.

Heraus nehmen und das übrig gebliebene Hackfleisch anbraten. Passierte Tomaten draufgeben und mit Salz und Pfeffer sowie Chilipulver und ein bisschen Zucker würzen. Noch ein Esslöffel Oregano schadet auch nicht. Paprika hineingeben und mit Deckel für 45 Minuten bei geringer Hitze schmoren lassen.

Paprika nochmal herausnehmen und Soße abschmecken. Mit Kartoffeln, Brot oder Reis servieren.

Guten Appetit!

Frühstückstomate

Von jeder Tomate schneidet man den Deckel ab und höhlt sie mit einem kleinen Löffel aus. Die Tomaten in kleine Soufflé- oder Muffin-Formen (oder mit unten glatt angeschnittenem Boden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech) stellen. Je etwas kleingeschnittenen Schinken hineingeben, ein Ei hineinschlagen, mit Salz, Pfeffer und ggf. anderen Gewürzen sowie anschließend mit geriebenem Käse bestreuen und für 20 (Eigelb noch recht weich)-25 (mittel) Minuten bei 200°C im Ofen backen.

Eine schöne Alternative zum belegten Brötchen. 🙂

Huhn in Mafé-Sauce

Ihr Lieben. Im Sommer hatte ich ja hier schon ein Rezept mit Huhn in Erdnuss-Kokos-Sauce veröffentlicht. Heute machen wir etwas ähnliches, aber doch ganz anderes 🙂

Mafé ist ein westafrikanisches Gericht, in dem Fleisch und/oder Gemüse mit einer Tomaten-Erdnuss-Sauce und, je nach Rezept, unterschiedlichsten Gewürzen zubereitet wird. Für meine Hühnerbeine, die ich heute zubereiten will, klaue ich mir nur die Art und Weise der Saucenzubereitung. Aber versucht ruhig mal ein „richtiges“ Mafé, denn es schmeckt ausgezeichnet.

Die gepfefferten und gesalzenen Schlegel brate ich bei hoher Hitze in Sonnenblumenöl rundum gut an und nehme sie dann aus der Pfanne. In dieser brate ich nun eine kleine Zwiebel an, drücke eine halbe Tube dreifach konzentriertes Tomatenmark dazu sowie einen Esslöffel Harissa-Paste (oder vergleichbares, wie z.B. Thai-Curry-Paste rot) und verrühre gut. Jetzt 2 Teelöffel Gemüsepaste dazu und mit 250 ml heißem Wasser aufgießen (ersatzweise 350 ml andere/r Gemüse- oder Geflügelbrühe/-fond) und rühre nach Gusto Erdnussbutter oder -creme hinein. Die kann samtig oder „crunchy“ sein, was Euch besser schmeckt. Ich nehme die Hälfte einer 350-Gramm-Dose der glatten Erdnusscreme. Dann noch eine kleine Packung geschälte Tomaten dazu (oder 3 bis 4 frisch, geschält und püriert), salzen, pfeffern, 1 gehäufter Teelöffel Cumin (Kreuzkümmel) dazu und mit den Haxen 30 bis 40 Minuten simmern lassen. Abschmecken (Salz, Pfeffer, Zucker, Chilipulver) und ab auf die Tafel. Dazu wollte ich Fufu machen, ein afrikanisches Maniok-Püree, habe aber kein Maniokmehl bekommen. Daher heute Reis.

Nassi diam böri!

Hirschgulasch

Fast alles schon da.

4 große Zwiebeln würfeln. In viel Butter mit einem Schuss Öl anbraten. Das Fleisch (1 kg) dazu (nicht kleinschneiden, Gulasch hat große Stücke, sonst wäre es Geschnetzeltes), ebenfalls anbraten. Drei Löffel Gemüsepaste dazu, 350 ml kochendes Wasser angießen sowie 350 ml trockenen Rotwein. 10 Pfefferkörner, 5 Pimentkörner, 3 Wacholderbeeren, eine halbe Zimtstange, drei Lorbeerblätter, 4 bis 5 Nelken sowie Salz und gemahlenen Pfeffer dazu. Einmal aufkochen und dann auf niedriger Stufe 3, eher 4 Stunden schmoren lassen.

Eine Stunde vor Ende 3 Esslöffel schwarze Johannisbeermarmelade, einen Büschel Thymian und zwei Zweige Rosmarin dazugeben. Vor dem Servieren die Kräuter und festen Gewürze so gut es geht herausfischen, einen Becher Schlagsahne angießen und mit Stärke die Soße etwas binden. Abschmecken (Paprikapulver und Zucker, Salz und Pfeffer).

Sehr zart und sehr lecker! Dazu passen Rotkohl und Klöße.

Ich fand es auch dieses Mal sehr lecker! 🙂

Seidenklöße / Kartoffelklöße

Seidenklöße sind eine raffinierte Beilage zu Wild oder zu hochwertigen Braten mit viel Soße. Und sie sind wirklich schnell und einfach gemacht.

Ich mache gerne schon am Tag vorher Pellkartoffeln (festkochend): in Salzwasser garen, dann pellen und in den Kühlschrank spedieren. Achtung: Nicht völlig zerkochen! Am Abend der Zubereitung wiege ich die in Stücke geschnittenen Kartoffeln ab. Für 500 Gramm gebe ich 100 Gramm Kartoffelmehl, eine 1 cm dicke Scheibe Butter, 100 ml kochende Milch sowie einen Teelöffel Salz, etwas Muskatnuss und Pfeffer dazu. Dann wird das ganze gestampft. Da mir die Masse dann noch zu grob ist, püriere ich sie auch noch mit dem Stabmixer. Dann muss die Masse kalt gestellt werden, denn frisch lassen sich daraus nur schwer Klöße formen.

Etwas gekühlt dann zwischen den Händen kleine Kugeln formen und in siedendes Wasser geben, Temperatur des Kochwassers etwas herunterstellen und die Klöße ziehen lassen. Nach ca. 7 bis 8 Minuten sind kleine Klöße (12 aus der o.a. Masse) fertig, große (6 bis 8) brauchen etwas länger. Notfalls ein kleines Stück probieren. Optisch nett wird es, wenn ein paar kleinstgehackte Kräuter mit in den Teig kommen (Petersilie z.B.).

Ich liebe sie!!!

Apfel-Rotkohl

Rotkohl kann man ja auf mannigfaltige Art und Weise zubereiten. Dies ist unsere Familienversion für den Winter. Passt zu Gans, Wild, Ente etc.

Den Rotkohl putzen und kleinschneiden. 5 kleine Zwiebeln klein würfeln. 5 Äpfel schälen, entkerngehausen und würfeln. Eine weitere Zwiebel mit Nelken, Wacholderbeeren und Lorbeerblättern spicken. Hier hilft ggf. eine Rouladennadel, mit der man die Wacholderbeeren und die Lorbeerblätter an die Zwiebel spießt, weiter.

Viel Butter in einem großen Topf zerlassen, den Rotkohl und die gewürfelten Zwiebeln darin andünsten. Etwas Weißweinessig drauf, damit die Farbe ein bisschen erhalten bleibt. Die Äpfel dazu und mit Salz, Pfeffer und viel (am besten braunen) Zucker würzen. Eine Tasse Brühe angießen. Die gespickte Zwiebel draufsetzen und mit Deckel bei geringer Hitze so lange kochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, dabei ab und zu umrühren. Ich habe es gerne medium, mit nur noch etwas Biss und zerkochten Äpfeln.

Abschmecken, und fertig ist eine einfache und beliebte Beilage. Falls mehr „Apfel“ im Geschmack gewünscht ist, kann noch etwas Apfelmus untergerührt werden.

Salzbraten „Paris“

Ihr Lieben. Der wohl simpelste Braten der Welt: Salzbraten. Und der taugt auch gut für halbhohen Besuch.

Einen Schweinebraten nach Wahl waschen (ich hatte Oberschale, die hat nur wenig Fett, mehr Fett schadet aber auch nicht, Nacken wäre auch prima), dick mit scharfem Senf einreiben und mit reichlich „Café de Paris“ (eine Gewürzmischung, die es nahezu an jedem Gewürzstand auf Märkten gibt) bestreuen. Auf ein Salzbett legen und komplett mit Salz bedecken.

Ab in den auf 165°C vorgeheizten Ofen und bei einem Stück von 1,5 kg 90 bis 100 Minuten vor sich hin schmurgeln lassen. Danach aus dem Ofen nehmen, das Salz entfernen und in Scheiben schneiden. Dazu Gemüse nach Lust und Salzkartoffeln mit Buttersauce „Paris“. Dazu Butter schmelzen, gehackte oder gehobelte Nüsse nach Wahl trocken in der Pfanne rösten (Achtung: das geht sehr schnell!), Nüsse zur Butter, Café de Paris reinstreuen, fertig. Wer mag, kann die Butter auch ein bisschen binden, mit Mehl und Milch. Ich mag es heute lieber mal pur. Zum Fleisch gibt es keine extra Sauce, das ist saftig und nimmt auch gerne was von der Butter. Reste des Bratens können prima kalt mit Senf verzehrt werden.

Mjam mjam.

P.S.: Tipp für die Auflaufform oder das Backblech: Backpapier benutzen, man spart 15 Minuten Lebenszeit 🙂