heute gab es etwas ganz einfaches, was aber etwas zeitaufwändiger wäre, wenn man nicht so tolle Küchengeräte hätte. Wie zum Beispiel ein Schneidegerät, dass in sekundenschnelle Massen von Gemüse in kleine Würfel verwandelt.
Ich nahm 3 Zwiebeln, zwei große Kartoffeln, 3 bunte Möhren, 1 sehr große Zucchini, 3 Tomaten und eine grüne Paprika und jagte alles durch die mittlere Würfelschnittdickenpresse (also, wenn das nicht Wort des Jahres 2020 wird!). 4 Knoblauchzehen und 1 grüne Chili drückte ich dann durch den Kleinwürfelschneider.
Das Ganze wird vermengt und in einer Auflaufform verteilt. Dann würzt man eine große Tasse Hühnerbrühe nach Gusto (Chili, Knoblauchgranulat, Ras-el-hanout bei mir) und gießt das Gemisch über das Gemüse. Noch einmal umrühren.
Rein in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Die Hühnerschenkel mit einem Olivenöl, das durch Chili, Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver aufgepeppt wurde, einmassieren und von beiden Seiten in der Pfanne scharf anbraten. Wenn sie gut Farbe haben, werden die Schenkel mit der Hautseite nach oben auf das Gemüsebett gelegt und für weitere 40 Minuten mitgebacken.
Geht schnell und macht dennoch ein bisschen was her. Dazu kann man Reis oder Brot servieren. Uns reichte das viele Gemüse als Beilage.
Heute war mal wieder „Was-muss-weg-Tag“. Es traf den Blätterteig aus der Kühlung und die Steaks, die ich schon Samstag erstanden hatte. Auch die Kartoffeln sahen müde aus.
Also, als erstes heizte ich den Backofen auf 180°C vor und zauberte eine Art Pesto. Ich plünderte auf meiner Kräuterfensterbank die Blätter eines großen Stängels Minze, 3 Basilikumstängel, 10 Petersilienstängel und 23 1/2 Schnittlauchstängel. Diese pürierte ich mit 3 Knoblauchzehen, zwei Esslöffeln Cashewkernen und wenig Salz, Pfeffer und Chiliflocken sowie 2 Esslöffeln Olivenöl.
Diese Paste strich ich auf den ausgerollten und in zwei Stücke geteilten Blätterteig und wickelte die beiden Steaks gut darin ein, schnitt die Oberseite ein paarmal schräg ein und bestrich die Päckchen noch mit verquirltem Ei.
Die zuvor geschälten Kartoffeln („Pfälzer Grumbeere“) kochte ich in Salzwasser bis sie weich, aber nicht zu weich waren. Dann noch ein bisschen Rohkost schnibbeln.
Ich hatte die Steaks auf 40 Minuten gestellt, das war leider (mir persönlich) zu lang, es hätten 30 Minuten getan. Die abgegossenen und etwas abgekühlten Kartoffeln briet ich dann noch in einer Pfanne mit Olivenöl, Knoblauch und Oregano sowie Salz und Pfeffer an. Alles auf den Tisch und Messer wetzen.
Besser schmeckt es mit Filet und innen noch rosa (dann vielleicht nur 25 Minuten im Ofen lassen). Das Pesto kann man nach persönlichem Geschmack variieren.
Ihr Lieben, nein. Ich habe nicht die Drogenmarke gewechselt. Lila Kartoffeln gibt es wirklich! Heute haben meine liebe Freundin Ruth und ich uns zum Kochen verabredet und es sollte Lachs geben. Ruth hat eine sehr schöne Lachsseite auf Haut sowie violette Kartoffeln und bunte Möhren erstanden. Wir haben das ganze zusammen sehr unprätentiös zubereitet:
Der Ofen wird auf 180 °C vorgeheizt, inklusive der Fettpfanne (hochdeutsch für das tiefe Backblech). Die Möhren werden geschält und in Scheiben geschnitten. Die Kartoffeln werden ungeschält und im Ganzen in kaltem Salzwasser aufgesetzt und zum Kochen gebracht. Der Fisch wird von beiden Seiten mit Zitronenpfeffer, Gewürzsalz und Zitronensaft eingerieben, mit Krabben belegt und dann mit der Hautseite auf dem vorgeheizten Backblech in den Ofen spediert. Es sollte also klar sein, wo die Krabben hingehören 🙂 . Dann noch etwas Olivenöl über das Arrangement träufeln. Die Piep-Uhr auf 20 Minuten stellen.
Nun Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und die Möhren mit Pfeffer, Salz und reichlich Zucker unter ständigem Wenden bis zur gewünschten Konsistenz braten. Wir entschieden uns für „noch knackig“, das dauerte dann 10 Minuten.
Nach dem Piepen den Ofen ausschalten. Die Möhren vom Herd. Die Kartoffeln (Pieksprobe) in einer weiteren Pfanne in Butter kurz anbraten und ab in die Schüssel, Schnittlauch drüber. Den Fisch und die Möhren auf einer Platte anrichten.
Schnell, einfach und legga! Der Fisch war so saftig und das bunte Gemüse eine Augenweide und von feinem Geschmack.
Hinterher gab’s noch Bratapfel… Hmmmmm!!!!
… mit Eierlikör …
P.S.: Lobend erwähnt werden sollte noch unser lieber Markus, der uns mit Kaffee, selbstgebackenen Plätzchen sowie reichlich leckerem Wein versorgte UND unser Küchenchaos wieder richtete. 😉
Auf Tiktok und WhatsApp (und wahrscheinlich auch anderswo, aber das sind neben XING und Signal meine einzigen Sozial-Apps) kursiert ein Rezept über Schokoberge mit Schneeeffekt. Das wollte ich heute nachmachen.
Ich habe eine Tafel Schokolade mit 81% Kakaoanteil mit drei Esslöffeln gesalzener Butter im Wasserbad geschmolzen. Dann habe ich 5 Esslöffel Zucker mit 2 Eiern verquirlt. In einem dritten Gefäß habe ich 125 Gramm Mehl, 2 Esslöffel Backkakao, eine halbe Tüte Backpulver sowie eine gute Prise Zimt verrührt.
In die Pulvermischung kommen die Ei- und die Schokomischung und werden gut durchgemixt. Jetzt sollte man Kugeln formen. PAH! Das war eine so klebrige Masse, da ging ja mal gar nix! Was ist die Standardlösung für so etwas? Ja, richtig: Verzweifl…. äh…. neeee….. Ab in den Kühlschrank für mindestens eine halbe Stunde!
Jetzt lassen sich Kugeln formen, die man in Puderzucker wälzt und sie dann für 14 bis 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180°C O-/U-Hitze backt.
Abkühlen lassen und staunen. Sehr schokoladig, aber nicht zu süß und eine optische Augenweide. Ich hatte 20 Stück aus o.g. Mengen herausbekommen und würde beim nächsten Mal den Zimtanteil ein bisschen erhöhen und noch etwas Vanille- oder besser Rum(-aroma) an den Teig geben.
wartet Ihr auch schon so lange darauf, dass es mal wieder etwas Gesundes gibt? Ja, meine Leber auch.
Heute war der Plan, nach der Arbeit nach Kalk zu fahren und dort Döner fürs Abendessen zu besorgen, da wir beide einen langen Tag hatten. Aber selbst das hat nicht geklappt, weil der Tag noch länger wurde. Ich beschloss kurzerhand, den sagenumwobenen Mangal-Döner (das ist unser Lieblingsladen dafür) zu imitieren.
Ich hatte Ciabattabrötchen daheim, Steakhüfte und natürlich die ganzen Gewürze und viel Gemüse. Die Steakhüfte – ca. 400 gr. – schnitt ich in ganz dünne Scheiben, marinierte sie in 3 TL ÖL mit je 1 TL Salz, Pfeffer (frisch gemahlen), Kreuzkümmel (gemahlen), Paprikapulver und gehacktem Oregano.
Die Brötchen buk ich auf und schnitt Tomate, Gurke, Kohl und Zwiebel in kleine Streifen. Das Fleisch dann kurzbraten. Alles auf den Tisch mit dem Tsatsiki von gestern, ein paar Fertigsaucen (Ketchup, Mayo etc.) und Gewürzen. Dann nur noch zusammenbauen. Für das „mit-allem-scharf“-Feeling hatten wir Sriracha-Sauce.
La voilà:
Die übriggebliebenen Köfte von gestern gabs auch noch dazu. Es schmeckte faaaaaaast wie in Kalk 🙂
Heute wollte ich mal wieder die Fritteuse anwerfen, damit die Investition sich auch gelohnt hat. Hm, was passt zu Pommes? Ah, ein Eisbergsalat mit Granatapfelkernen und pochierten Wachteleiern. Hmmm. Nee, doch besser Frikadellen nach Köfte-Art und Tsatsiki.
Das Tsatsiki habe ich mittags gemacht, damit es etwas durchzieht. 2 Becher Sahnejoghurt mit geraspelter Minigurke, 3 gepressten Knoblauchzehen, einem Spritzer Zitrone und einem Teelöffel Olivenöl sowie Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach Gusto verrühren. Dazu noch 1 EL Dill.
500 gr. Rinderhack verkneten mit 1 großen gewürfelten Speisezwiebel, 1 kleingehackten roten Chilischote, 1 gestrichenen Esslöffel Salt und je einem TL Pfeffer, Kreuzkümmel, Chilipulver und Ras-el-hanout. In der Zwischenzeit toasten zwei Scheiben Toast vor sich hin. Diese nach Fertigstellung im Mixer pulverisieren (man kann natürlich auch Paniermehl oder ein altbackenes Brötchen nehmen) und die Brotkrümel mit einem Ei, einem Esslöffel Olivenöl sowie 3 gepressten Knoblauchzehen auch in das Hackfleisch einwirken.
Frikadellen formen (runde oder ovale oder Würfel) und in einer Pfanne gut durchbraten. Beim Formen der vorletzten Frikadelle fiel mir auf, dass ich die Petersilie, die ich unbedingt im Hack haben wollte, vergessen hatte. Schade. Macht Ihr es besser.
Alles auf den Teller und dann sieht das so aus und es schmeckt auch wie es aussieht. 🙂
Huhn süß-sauer ist eigentlich nur eine Kindheitserinnerung; zwar gehe ich oft chinesisch essen bzw. lasse mir liefern, aber ich entscheide mich immer für Kung Pao- oder Szechuan-Stil. Meine absoluten Favoriten sind Peking- und krosse Ente mit Pilzen und Gemüse.
Nun haben wir ja letztlich die Herbstrollen gemacht und dazu süß-saure Sauce zum Dippen gehabt. Da wurde mir klar, dass ich unbedingt mal wieder Huhn süß-sauer essen wollte.
Eine entscheidende Zutat habe ich natürlich vergessen, für das Gruppenbild einzuladen: Die Dose Ananas…
Man fängt damit an, das Hühnerfilet in mundgerechte Stückchen zu schneiden, zu pfeffern, in Soyasauce zu wälzen und ziehen zu lassen. Dann würfelt man die grüne Paprika, 2 Zwiebeln, 5 Minimöhren und 1 Soloknoblauchknolle sehr fein. Ich benutze den kleinsten Würfeleinsatz meines Schneidgerätes. Die Tomaten entkernen und grob würfeln. Dann die Ananas abgießen und den Saft auffangen.
Dann mischt man die Sauce an: 4 EL Weinessig, 3 EL Ketchup, 2 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Soyasauce, 2 EL Ananassaft, 3 EL Zucker, 1 EL Honig, 1 TL Chilipulver, 1 TL gemahlener Pfeffer und 1 TL Fischsauce. Gut durchrühren. Jetzt kann man experimentieren, in welche Richtung man den Geschmack steuern will. Mehr süß, mehr ananasig, mehr sauer? Teelöffelweise ausprobieren.
Ich verquirle als nächstes ein Ei und gieße es über das Huhn und verrühre es. Die so vorbereiteten Hühnchenteile wälze ich in Maisstärke und brate sie in sehr heißem Öl (3 EL Sonnenblume, 1 EL Sesam) gut an. Unter Rühren weiterbraten, bis das Fleisch durch ist. Aus dem Wok nehmen und beiseitestellen. Noch etwas Öl aufgießen und das Würfelgemüse scharf an- und solange weiterbraten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist – ich habe es gerne noch knackig. Die gestückelte Ananas dazugeben, ich habe 3/4 der Dose genommen. Die Tomaten drauf, kurz mit kochen. Dann in einer Tasse Maisstärke mit Ananassaft verrühren und teelöffelweise in das Gericht geben, bis man die Sauce in gewünschter Bindung erhält. Achtung: Die Stärke braucht etwas Kochzeit, die Sauce kann schnell zu dick werden. Abschmecken. Und schon fertig.
Ich habe es mit Reis serviert. Dazu passt ein Tsingtao-Bier.
Ihr merkt schon, das Thema pochierte Eier lässt mir keine Ruhe. Heute folgte ich mal einem der 5-Minuten-Hack-Tipps, das Ei in geölter Folie zu kochen.
Dazu wird ein kleines Gefäß mit Folie ausgelegt, Öl draufgepinselt und das Ei hingeschlagen (Achtung: das Gelbe sollte ganz bleiben). Dann wird die Folie oben zugebunden und dieses Gebilde dann für 4 Minuten in siedendem Wasser ziehen gelassen.
Man hätte die Eier eine halbe bis eine Minute länger ziehen lassen können (Größe L).
Insgesamt gesehen zwar bisher das beste Ergebnis, aber energetisch das katastrophalste „Posh-Ei“. Ob es so Säckchen nicht aus Silikon gibt für die Mikrowelle? Höhle der Löwen, ich komme!!! 🙂
Manchmal, Ihr Lieben, läuft es wie verhext. Da nimmt man sich vor, ganz normale Frühlingsrollen zu machen und dann gibt es nichts von dem, was man braucht in der Stadt. Keine Sprossen, keine Reisteigfladen, keine Hoisin-Sauce.
Ich geriet etwas in Zeitnot und habe dann im Großhandel einfach Yufkateigblätter, Fertigsaucen und dergleichen besorgt und kreierte meine persönlichen Herbstrollen. Und das braucht man dazu:
Rinderhack, Weißkohlblätter, Chili, Knoblauch, Ingwer (nicht im Bild), Weißkohlstreifen, Sprossenmischung, violette und gelbe Möhre, Yufkateig aus der Kühlung, Thai Curry-Paste, Soyasauce, Sesamöl und Hoisin-Sauce.
Die Weißkohlblätter werden kurz (2 Minuten) in kochendem Wasser blanchiert, denn sie müssen biegsam sein. Ich lege sie als Durchfeuchtungsschutz zwischen Füllung und Teig, daher müssen sie nach dem Blanchieren gut abgetrocknet werden (evtl. sind auch noch hartnäckige Strünke zu entfernen, Yufkateig reißt sehr schnell).
Meine gusseiserne Pfanne (namens Gustav, ich habe auch noch eine namens Heinrich) erhält 2 Esslöffel Sonnenblumenöl und nur einen Schuss Sesamöl. Ich mag den Geschmack, aber er darf auch nicht zu intensiv sein. Darin röste ich kleinstgewürfelten Ingwer samt kleinstgehackter Chilischote an. Eine Soloknoblauchknolle wird auch noch reingepresst und kurz mitgebraten. Dann ca. 350 Gramm Hackfleisch dazu (wir nehmen aus bekannten Gründen Rind) und krümelig braten. Während des Umrührens kommen Soyasauce, Hoisin-Sauce und Siri-Sauce (eigentlich heißt sie Sriracha, aber das kann ich mir nicht merken) oder anderes Chiligewürz wie Sambal Oelek oder Tabasco hinzu. Je nach Schmerzlevel je 1/2 bis 2 Esslöffel von allem. Bei mir 1 bis anderthalb.
Während das Hackfleisch bei minimaler Hitze trocknet (die Flüssigkeit soll fast ganz verdampfen), schneidet man die bunten Möhren und ein bisschen Kohl in feine Streifen (oder man macht es wie ich als erstes).
Die Fritteuse anschmeißen! 180 °C.
Ein Blatt Yufkateig auslegen, darauf ein Kohlblatt, da hinein das Hackes und darüber das Gemüse. Einen Streifen Hoisin-Sauce zum Schluss. Zusammenfalten und einrollen. Dieses Konstrukt in ein zweites Teigblatt einrollen. Siehe Bilderstraße.
Jetzt die Rollen für ca. 6 Minuten frittieren und dabei einmal wenden (sie neigen zum Brustschwimmen, müssen aber auch mal in die Rückenlage). Wer den Teig weniger knusprig mag, zieht zwei Minuten ab, aber das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Die Krümel müssen fliegen! Fertige Rollen kann man bei 80°C im Ofen warmhalten, bis alle Rollen (bei uns 5) durchfrittiert sind.
Heute war wieder „Was-muss-weg-Tag“. Ich fand den Rest gekochter Spaghetti vom Chicken Chow Mein, eine Sucuk, eine rote Paprika und wir hatten viel zu viele Tomaten, weil wir beide unabhängig voneinander tausende davon gekauft hatten. Ich dachte sofort an eine Mutation von Penne all’arrabbiata.
Die Sucuk wird sehr klein gewürfelt und in Olivenöl angebraten. Dazu kommt eine kleinst gewürfelte rote Paprika, eine kleinst gewürfelte Zwiebel, ein gepresster Soloknoblauch sowie eine große rote, in kurze feine Streifen geschnittene Chili. Das Ganze gut salzen und pfeffern. Weiterbraten.
Aus 4 Tomaten mache ich zusammen mit 2 TL Harissapaste, 1 TL Chilipulver, 1 TL Zucker und einem TL Kreuzkümmel mit dem Stabmixer ein Püree. Dies gebe ich dann ebenfalls in die Pfanne.
Das ganze sollte ein bisschen einkochen, damit das Tomatenwasser reduziert wird. In diese Sauce kommen dann die aufgekochten Spaghetti rein und werden gut in der Sauce gewendet.
Auf die Teller, in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebel drüber. Buon iştah, sozusagen. Italia meets Türkiye.
Achtung: Wurde schon gut scharf. Im Zweifelsfall von allen Gewürzen nur die Hälfte und dann nachwürzen. Aber wird fanden es gelungen.