Persischer Reis

Heute war ich Pilze sammeln und die aßen wir dann.

Nee, Spaaaaaaß! Kann ja einen Hallimasch nicht von einem Bovisten unterscheiden! Es gab Reis!

Vor vielen, vielen Jahren hatten meine Eltern einmal Besuch von einem exil-persischem Kollegen meines Vaters. Dieser Kollege brachte seine Frau mit, die aber nur englisch sprach. Daher wurde ich gebeten, ihr Tischkumpan zu sein, damit sie sich nicht langweilt. Wir haben uns dann auch sehr gut unterhalten und es ging ein bisschen um Politik, aber vor allem ums Essen! Ihr größter Kummer war, dass ALLE auf der Welt Reis falsch zubereiten (was ich übrigens auch schon von Indern, Chinesen, Kochbeutelverfechtern, Kambodschanern und Dutzenden weiterer Experten gehört hatte). Ich erinnere mich gerne an diesen Abend.

Kürzlich gab es dann im STERN einen Beitrag von Bert Gamerschlag, dem Hausgourmet der Zeitschrift, der sich auch diesem Thema widmete und die persische Art der Reiszubereitung als – wenn ich mich recht erinnere – Königsdisziplin bezeichnete. Meine iranische Tischgenossin hatte noch irgendwas über Kartoffeln und Backofen erzählt, aber ich wusste nicht mehr genau, wie ihr Rezept ging. Also dann: nix wie ran. Gamerschlag finde ich nämlich sowieso ziemlich gut.

Ich nahm zwei Tassen Reis, setzte sie in reichlich gesalzenem Wasser kalt auf und ließ den Reis 5 Minuten kochen. Dann goss ich ihn ab und wusch ihn. Der Topf wurde gesäubert, die Herdplatte auf 1 gestellt. In den Topf dann drei Esslöffel Butter und 1 EL Kurkuma. Zuvor in warmem Wasser eingeweichte Safranfäden (ich nahm eine Dose zu 0,1 Gramm) mit dem Wasser (5 EL) in Schlote gießen, die man in den Reis gedrückt (Kochlöffelstiel oder Finger) hat. Geschirrtuch um Deckel wickeln (der saugt die Kondensflüssigkeit auf, die nicht wieder in den Reis tropfen soll) und alles auf niedrigster Stufe für 45 Minuten quasi vergessen.

Dann gucken, ob es okay aussieht und stürzen. Bei uns misslang das etwas, da die Kruste im Topf verblieb. Ich habe die halt noch rausgekratzt und drüber gegeben. Dann noch Pistazien über den Mount Rice streuen und dann sieht das so aus:

Beim nächsten Mal werden wir wohl einen beschichteten Topf nehmen. Es gibt übrigens ein Video zu dem Sturzversuch (nennt man das bei Reis auch Putsch?), aber das Spektakulärste an diesem Video ist mein enormer Bauch und nicht der Reis. Gegen eine nachgewiesene Spende an Ärzte ohne Grenzen bekommt jeder Spender eine Kopie davon.

Alles in allem aber: Sehr lecker und fein. Nichts für Freunde von Klebreis.
Wir hatten das restliche Lamm- Rendang dazu, das passte alles prima.

نوش جان

Lamm Rendang

Heute mal ein Ausflug nach Malaysia bzw. Indonesien. Ich sah auf TikTok einen Hobbykoch ein indonesisches Rendang zubereiten und ich sabberte. Das sah sooo lecker aus. Ich suchte mir ein Rezept im Internet. Wenn Ihr Beef Rendang googelt, dann findet Ihr es auch auf der Seite rasamalaysia, also ein malaiisches Rezept. Ich habe es halt mit Lamm anstatt Rind gemacht und musste ansonsten nicht viel improvisieren.

Das ist alles drin:

Die interessanten Zutaten dabei sind Tamarindenmus, geröstete Kokosnuss und Galanga (aus der Ingwerfamilie).

Ich hatte etwas Bedenken, dass das Püree aus Ingwer, Galanga und Zitronengras etc. zu fasrig wird und dass man auf den Kaffirblättern rumkauen muss, aber das war nicht der Fall.

Und dann: Die geröstete Kokosnuss hat dermaßen gut gerochen. Aber aufgepasst: Die Verwandlung von unschuldigem Weiß in ein goldiges Braun vollzieht sich schnell.

Das Endergebnis sah ein bisschen trist aus, aber geschmeckt hat es extrem gut. Ich würde das Wasser im Rezept deutlich reduzieren oder durch ein halbes Espressotässchen Würzflüssigkeit ersetzen (Sojasauce in Hühnerbrühe), denn es war ansonsten mit Kokosmilch und angerührter Tamarinde genug Flüssigkeit da.

Wir hatten Reis und Brot dazu.

Man hätte es ja auch netter anrichten können.

Fazit: Zum Nachkochen geeignet.

Nikmati hidangan anda bzw. Silakan dinikmati makanannya!

P.S.: Das Kerisik musste ich selber rösten, das bekam ich nicht fertig. Daher haben wir jetzt einen kleinen Sack getrocknete Kokosnuss. Wenn also jemand Makronen backen möchte 😉

Corona-Car

Liebe Reisende.

Corona nimmt uns wieder in den Würgegriff. Und mein Plan, einen B2-Kurs Spanisch auf den Kanaren zu machen, hat sich wohl endgültig in Luft aufgelöst. Mein fünfwöchiger Urlaub über den gesamten Dezember ist genehmigt und ich sehe mich schon bei Schneeregen und „Last Christmas“-Klängen in meiner Bude versauern. Es ist ja völlig unklar, was ich ab dem 28. November tun darf oder nicht.

Auch in „erlaubte“ Länder will ich nicht mit dem Flieger reisen, weil mir das Schutzkonzept ein sehr löchriges zu sein scheint. Jeder Platz besetzt und zum Essen und Trinken alle fröhlich die Maske ab und schmatzen und rülpsen. Echt…. muss das sein?

Ich fing vor geraumer Zeit schon an, an einem Plan B zu schmieden. Autoreisen durch Europa. Im Winter in den Süden, vielleicht Balkan, im Sommer nächstes Jahr durch Skandinavien. Dafür musste ein Auto her. Zuerst dachte ich an einen Minicamper, dann an einen Geländewagen. Irgendwann war ich so von dem mannigfaltigen Angebot überfordert (und von meiner Unkenntnis, was ich eigentlich wollte), dass das Angebot meines Bruders, mir seinen Toyota zu verkaufen, wie gerufen kam. Der Wagen ist seit seiner Zulassung in Familienbesitz und ich bekam einen Familienpreis.

Ich habe noch keinen Namen. Bis zum Tag der Ummeldung muss ich mir etwas ausdenken.

Jetzt muss ich noch ein bisschen an dem Wagen machen lassen; da er so groß ist, will ich eine Einparkhilfe und, da er für Reisen dienen soll, ein Kühlfach im Kofferraum. Ich fühle mich plötzlich flexibler, was Urlaube angeht. Wenn es denn nicht dazu kommt, dass Köln Sperrgebiet wird. Aber dann kann ich wenigstens z.B. mal um den Fühlinger See kreuzen.

Den Wagen habe ich schon, wegen Corona musste ich aber ewig auf einen Zulassungstermin warten. Immerhin habe ich jetzt einen Ende Oktober und auch schon Wunschkennzeichen und Nummernschilder. Die Versicherung ist auch gebucht und nach Aussage von Menschen, die sich auskennen, sehr günstig.

Noch nicht angemeldet und schon Trophäen an der Wand….

Routen werde ich ab Mitte November überlegen. Vielleicht ans schwarze Meer oder nach Kalabrien. Wer weiß. Ich hoffe, da geht irgendetwas und ich hoffe auch auf Eure virtuelle Begleitung, wenn es so weit ist.

Viele Grüße von Eurem

Entenbrust auf Jamachma

Ich möchte ja nicht behaupten, dass wir Pfirsich Melba heute neu erfunden haben oder das Ratatouille, aber wir hatten ein unüberlegtes, chaotisches Gemüsebett mit Entenbrust, das sehr lecker war.

Eigentlich wollte ich zur Grillbude in Gremberg fahren und dort etwas für das Abendessen besorgen, da wir beide einen ausgefüllten und anstrengenden Tag hatten. Aber ich hatte einen Parkplatz DIREKT vor meiner Haustür ergattert, den gibt man doch nicht für ein paar Pommes weg!!!!

Also spielten wir „Was muss weg?“. Die Kartoffeln. Die Entenbrust. Kartoffeln also spiralisiert, die Entenbrust auf der Hautseite rautiert. Das macht man, damit das Fett besser austreten kann und sich die Brust nicht wölbt. Und dann entstand der Name für das Gericht. „Soll ich noch die grüne Paprika dazuschnibbeln?“ – „Ja, mach mal. Was hältst Du von einer Zwiebel?“ – Ja, mach mal, wenn ich dann noch den Ingwer….“…..

Zusammengefasst: 6 kleine Kartoffeln, 1 grüne Paprika, 1 violette Zwiebel, 2 Karotten, eine gewürfelt, eine durch den Spiralschneider gejagt, 5 halbierte Knoblauchzehen, Fäden von einem daumengroßen Stück Ingwer. Dann eine viertel Tasse Öl mit Salz, Pfeffer, Garam Masala, Königskümmel und Chili verrührt und drüber geträufelt. 40 Minuten im Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze.

Die Ente salzen und pfeffern und auf der karierten Hautseite ohne Zugabe von Öl anbraten, das Hautfett reicht aus! Die Haut muss richtig kross werden. Auch von der anderen Seite gut anbraten, aber innen schadet ein bisschen rosa nicht.

Arrangieren, ggf. garnieren und servieren. „Jetzt essen?“ – „Jamachma!“

Fladenbrot, die Zweite

Heute war mal wieder eine Schlacht gegen einen Hefeteig zu schlagen. Es sollte wieder ein Fladenbrot werden. Diesmal bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Ich habe von allem weniger genommen und den Teig bei Zimmertemperatur gehen lassen. Zudem hatte ich den Tipp bekommen, die Temperatur im Ofen zu erhöhen und die Backzeit zu verkürzen.

Außerdem habe ich eine neue Küchenmaschine, die den Teig für mich sehr lange durchgewalkt hat; ich glaube, die macht einen besseren Teig als der Handmixknetaufsatz. Zu guter Letzt ließ ich den – zwar nicht mehr so ganz – klebrigen Teig klebrig sein und fügte nicht löffelweise weiteres Mehl zur besseren Bearbeitung zu.

Also: 300 gr. Mehl, 1/2 Würfel Hefe, 1 kleines Ei, 1 TL Zucker, 1 TL Salz, drei Esslöffel Öl und 175 ml lauwarmes Wasser verrühren (15 Minuten mit meiner tollen, gebraucht gekauften Maschine). Abdecken und ruhen lassen für ca. eine Stunde.

Nach der Gehzeit den Teig aus der Schüssel und „falten und dehnen“ (nicht etwa kneten!!!, ein weiterer Tipp aus dem Internet), zum Fladen formen und noch einmal 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Dann mit verquirltem Ei bestreichen und mit Kümmel, Sesam oder was auch immer bestreuen und in den gut vorgeheizten Ofen (250°C) geben. Nach 10 Minuten zugucken und auf die Bräunung achten. Ich nahm meinen Fladen nach ziemlich genau 13 Minuten raus. Eine Minute länger hätte er auch gekonnt.

Und hier das viel bessere Ergebnis. Dank der vielen Tipps. 🙂

Afiyet olsun und guten Appetit!

Gefüllter Hokkaido-Kürbis

Hallo Ween! Hallo liebe Leser!

Heute gab es gefüllten Hokkaido-Kürbis. Den hatte ich mittags schon ausgehöhlt und vorgebacken, bei 180 °C für 20 Minuten. Die Kerne habe ich aus dem umgebenden Fruchtfleisch befreit und gleichzeitig auf einem Backblech über dem Kürbis geröstet, wobei ich sie vorher in einer Öl-Salz-Pfeffer-Garam Masala-Mischung gewendet hatte. Das mit den Kernen ist eine ziemliche Pfuddelei und dass ich sie nicht geschält hatte… die Schalen sind nicht so wirklich gut zu kauen und zu knacken.

Am Abend dann briet ich Rinderhack an. Wie immer gilt: chacun à son goût. Bei mir sah es so aus:

Hinten steht Ingwerpaste, im Eierbecher ist ein Knoblauch-Chili-Püree. Der Mozzarella kam erst später ins Spiel; nicht auf dem Foto sind Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz, Chilipulver, Zucker, Tomatenmark.

Wenn alles gut durchgebraten ist, befüllt man den Kürbis mit der Masse. Nach einem Drittel Füllhöhe kommen Mozzarella-Kugeln darauf, dann wieder Hackfleisch, dann wieder Mozzarella und dann mit Hackfleisch abschließen.

Eine Auflaufform mit dem übriggebliebenen Hack füllen, eine Kuhle reindrücken (Tipp: Beim Kürbis unten den Hubbel absäbeln, dann steht er die ganze Zeit wie eine 1) und den Kürbis samt Deckel drauf. Für 30 Minuten in den auf 180 °C vorgeheizten Ofen.

Tisch mit lebendigen Vogelspinnen und Knochen vom nahegelegenen Friedhof dekorieren und guten Appetit!

Hühnchen-Pilaw

Gestern hat mich ein Kollege gefragt, warum ich nicht genauere Mengenangaben zu meinen Rezepten mache. Ich könne doch jedem Rezept die berühmte „Man nehme:“-Liste voranstellen.

Nun, nehmen wir zum Beispiel ein Pilaw. Da kann man Paprika oder auch Lauch reingeben. Oder keins von beiden, dafür aber Kürbis. Und man kann einen Kürbisschnitz nehmen oder drei ganze Früchte. Wichtig ist eigentlich nur, dass für die gesamte Menge das Gewürz stimmt (und da tue ich mich selbst oft genug schwer, entwickle aber durch die viele Kocherei langsam ein Gespür), dass der Reis immer gewaschen werden sollte und die Reis-/Wasser-Relation in der Regel 1 zu 1 1/2 ist, was hier aber nicht zutrifft. 🙂

Also, man nehme:

Ich räumte meine Gemüseschublade auf und fand drei Karotten, eine rote Paprika und zwei Zucchini. Letztere waren aber schon glasig, also weg damit. Die Karotten kleinwürfeln, ebenso eine Zwiebel, drei Knoblauchzehen, eine rote Paprikaschote und dazu drei in feine Ringe geschnittene Chilischoten. Außerdem ein Töpfchen Salatverfeinerer (wahlweise auch kleingehackte Nüsse oder Cashewkerne). Das alles wird in heißem Olivenöl scharf angebraten. Dann gibt man eine Handvoll eingeweichter Rosinen (oder gehackte Aprikosen oder Datteln) sowie den gewaschenen Reis (300gr.) hinzu und füllt mit 900 ml Gewürzbrühe (heute gab es Vegata) auf. An Gewürzen nahm ich 1 TL Zimt, 1 TL Kreuzkümmel, 2 Esslöffel Ras-el-Hanout, 2 TL Salz und 1 TL gemahlenen Pfeffer. Falls die Flüssigkeitsmenge für den Reis nicht ausreicht, sollte man ein bisschen heiße Brühe in Petto haben (wie beim Risotto). Köcheln lassen.

Nebenbei wird das grob gewürfelte Hähnchenfilet mit Salz, Pfeffer und Chilipulver angebraten. Das gibt man dann zusammen mit zwei grob gewürfelten Tomaten und massenweise gehackter Petersilie (wir hatten leider nicht so viel) in den Gemüsereis und köchelt das auch noch mal etwas mit.

Und schon fertig. Wir fanden es sehr lecker.

Kartoffel-Feta-Gratin

Heute gab es Steaks und normalerweise esse ich dazu Salat. Aber die Kartoffeln sollten weg und die Tomaten waren nicht mehr so ganz knackig. Daher machte ich ein Gratin. Da bei meinen letzten Gratins die oberen Kartoffeln gerne mal verbrannt und die unteren noch roh waren, haben ich 4 große Kartoffeln mit dem Gurkenhobel in feine Scheiben geschnitten, diese gewässert und dann für 10 Minuten in Salzwasser vorgekocht.

In der Zwischenzeit würfelte ich zwei kleine Tomaten, 1 Block Feta-Käse und eine Zwiebel, mischte diese Würfel mit je einem Esslöffel Salz, Pfeffer, Chilipulver, Rosmarinpulver und zwei Esslöffeln Olivenöl.

Die gegarten Kartoffelscheiben schichtete ich dann mit dem „Käseragout“ in eine Auflaufform. Die oberste Schicht bekam einen Muskatnussreiberegen ab und darauf (auch wegen der Resteverwertung) kamen eine halbe Tüte Parmigiano sowie eine Vierteltüte Emmentaler. Darüber verteilte ich 4 Esslöffel Milch.

Ab in den 180er-Ofen für ca. 45 Minuten.

Ich fand es – besonders wegen der drei resteverwerteten Käsesorten – sehr lecker 🙂

Türkisches Fladenbrot

Ich und mein andauernder Krieg mit der Hefe haben mich heute eine neue Schlacht schlagen lassen. Diesmal versuchte ich mich an einem relativ langwierigen Rezept für türkisches Fladenbrot. Langwierig, weil dieses inklusive Vorbereitung, Ruhe- und Backzeit zweieinhalb Stunden benötigte. Das Ergebnis ist wieder nicht ganz nach meinen Vorstellungen, obwohl ich mich fast sklavisch an das Rezept hielt. Aber es war okay.

Ich bröselte einen Hefewürfel in 250 ml lauwarmes Wasser und fügte einen TL Zucker hinzu. Das verrührte ich und gab es zu 500 gr. 405er-Mehl in welches ich eine Mulde gedrückt hatte. Darauf ein Ei, 2 TL Salz und 50 gr. Butter. Diesen Teig knetete ich 5 Minuten mit den Knethaken meines Handrührgerätes. Es kam ein sehr klebriger Teig heraus, den ich noch ein bisschen weiter mit den Händen walkte.

Nach 40 Minuten Ruhezeit im 40°C-Ofen walkte ich den enorm aufgegangenen Teig erneut durch und sollte ihn dann zu zwei Fladen mit einem Durchmesser von je 25 cm ausrollen. Dabei musste ich ziemlich viel Mehl zusetzen, da der Teig immer noch klebte wie Hulle.

Ich meine schon, der sei ganz schön aufgegangen.

Irgendwie bekam ich dann zwei Fladen hin und ritze nach weiteren 10 Minuten Wartezeit das bekannte Schachbrettmuster ein. Jeden Fladen deckte ich wieder ab, wobei die dann nach 60 weiteren Minuten nicht mehr besonders aufgingen. Ja, sie sackten eher etwas ein. Standen sie jetzt zu kalt?

Naja, mit Milch bestrichen, Sesam und Salz bestreut und bei 180 °C Umluft für 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Das ist das Ergebnis:

Geschmacklich waren sie okay, kommen aber an das Brot beim Döner-Man bei weitem nicht ran. Die Krume ist viel zu dicht. Rätselhafterweise besonders in der Mitte.

Also: Warum wurden die Brote nicht locker genug? Hätte ich beim zweiten Gehen die Fladen wieder in den Ofen stellen sollen? Oder beim ersten Gehen etwa nicht? Warum war der Teig so klebrig? Kann das an der Hefe liegen oder ist das Verhältnis der Zutaten nicht in Ordnung?

Für Hefetips bin ich der geneigten Leserschaft immer dankbar.

Wolkeneier

Ihr Lieben,

heute wollte ich meine Eierspeisenliste ergänzen und entschied mich für „Wolkeneier“. Die sah ich mal in irgendeinem Social-Media-Beitrag oder in einer Zeitung.

Sie sind sehr einfach zu machen, was ein Pluspunkt ist, und sehen dazu auch noch nett aus, was ein weiterer Pluspunkt ist. Leider sind Geschmack und Konsistenz aber nicht der Brüller.

Zwei Eier werden getrennt, das Eiweiß wird mit etwas Salz zu Schnee geschlagen. Diesen Schnee drapiert man wolkenförmig auf Backpapier, dötscht ein Loch rein und backt es bei 180 °C für ein paar Minuten. Dann holt man die beiden Wolken aus dem Ofen und füllt die Eigelbe in die vorher zurechtgedötschten Löcher. Salzen, pfeffern, sonstwie würzen und weiterbacken, je nach gewünschtem Aggregatzustand der Eigelbe.

Meine sahen dann so aus:

Leider nicht der Hit. Ich werde aber noch eine Variante in der Pfanne mit Deckel ausprobieren, das könnte besser klappen.

Für heute beibt’s bei einem auwEI….