Hühnerfrikassee

Ihr Lieben,

gleich wird es einige von Euch schaudern, daher die Vorwarnung: Hühnerfrikassee wird in unserer Familie seit den punischen Kriegen mit Dosen- und Glasgemüse gekocht. Und ohne Kapern. Schlimm. Kann man aber dennoch sehr gut essen…

Wir fangen damit an, ein mit Wasser bedecktes Suppenhuhn zum Kochen zu bringen. Im Kochwasser dabei: eine Packung geputztes und zerteiltes Suppengrün, eine geviertelte Zwiebel, ein (oder zwei) Lorbeerblatt, ein paar Pfefferkörner und ein kräftiger Esslöffel grobes Salz. Wenn’s brodelt, so weit herunterstellen, dass es nur noch simmert. Nach etwa 100 Minuten das Huhn aus der Brühe (diese aufheben!) angeln, erkalten lassen und das enthäutete und von den Knochen gelöste Fleisch dann in mundgerechte Stücke zupfen.

Jetzt wird eine Mehlschwitze zubereitet: 40 Gramm Mehl und 40 Gramm Butter* zusammen schmelzen, dabei kräftig mit dem Schneebesen dazwischengehen, um Klümpchenbildung zu vermeiden. Peu à peu mit einem dreiviertel Liter der Brühe auffüllen, dabei kräftig weiterrühren, 10 Minuten köcheln lassen. Einen Becher Sahne dazugeben, mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Zucker und einem Spritzer Zitrone würzen. Jetzt das Huhn, ein kleines Glas abgetropfte Spargelköpfe, eine kleine Dose abgetropfte Möhrchen mit Karotten sowie die abgetropften Champignons aus dem Glas dazugeben. Kurz alles erhitzen, abschmecken, fertig. Wer’s glänzend haben will, kann noch ein Eigelb mit ein bisschen der Sauce verrühren und dann dazu geben. Aber Achtung, das Eigelb gerinnt leicht.

Gegessen wird es mit Reis oder in Blätterteigpastetchen serviert, keinesfalls die Petersilie sowie einen Spritzer Wosterche… Wershist… Worchoche… Maggi** darauf vergessen!

*) Dünne Sauce je 30 , mittlere je 40, dicke je 50 Gramm.

**) natürlich weiß ich, wie man Wostchersherster-Sauce schreibt!!

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