Ihr Lieben,
in Dublin hatte ich ja letzten Sonntag ein „industriell“ hergestelltes Rhabarbermus mit Custard. Das fand ich schon sehr lecker, dachte aber, das kann ich noch besser. Als Kind hatten wir oft Rhabarberkompott, heute ist es ja ein viel zu unterschätztes Gemüse. Yep, Gemüse, gehört zu den Knöterichgewächsen, wie auch Buchweizen oder Sauerampfer.
Leider erwischte ich nur mäßige Qualität (die Saison ist ja auch fast um) und musste viel schnibbeln. Die Schale kommt bei mir ohnehin immer ab, da sitzt die meiste Oxalsäure drin. Ich schneide kleine Würfel, ich mag das Kompott eher zerkocht als stückig. Los geht’s:



750 Gramm Rhabarber in kleinen Würfeln in einen Topf geben und 50 Gramm Rohrzucker, zwei Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz und eine halbe Tasse Wasser dazu. So lange zum Kochen bringen und dabei öfter umrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Auch Freunde der stückigen Variante sollten nicht zu früh aufhören, roher Rhabarber ist schwer verdaulich. Abkühlen lassen und kalt stellen.




450 ml Milch mit einer ausgekratzten Vanilleschote aufkochen. Uffpasse, das nichts überkocht! 50 ml Milch mit 50 Gramm Zucker, 25 Gramm Speisestärke, einem ganzen Ei und einer Prise Salz klümpchenfrei verrühren und in die kochende Milch geben (ggf. vorher die Vanilleschote herausnehmen). Sobald die Masse angedickt ist, in eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken (es sei denn, man ist ein Puddinghaut-Fan!) und ebenfalls kalt stellen. Am nächsten Tag (oder abends) Kompott auf Glasschälchen aufteilen und die noch einmal stark durchgerührte Vanillecreme darübergeben.
Reicht für 4 bis 6 Portionen. Es ist sooooo lecker! Kann auch noch garniert werden, ich hatte mal wieder nix Gscheit’s zur Hand außer Rosmarin 🙂
Noch ein Hinweis: Es ist schon ein sehr süßes Dessert. Im Zweifel etwas weniger Zucker nehmen.