Ihr Lieben,
Eurowings wird offenbar immer geiziger. Man wird in einem finsteren Keller abgefertigt und muss zum hinterletzten Gate. Die Abfertigung erfolgt für 19 parallel stattfindende Flüge durch 2 Personen. Naja, ich bin ja immer viel zu früh vor Ort. Im Flieger, wir hatten das Gate gerade verlassen, dann die Ansage technischer Probleme, die Maschine müsse wieder zum Gate zurück. Wir blieben aber einfach eine halbe Stunde unbeweglich stehen. Dann die Durchsage, das Problem hätte telefonisch behoben werden können, wir warteten jetzt auf eine neue Slot-Zuteilung. Mysteriöse Fernheilung? Egal. 75 Minuten zu spät flogen wir dann ab. In Düsseldorf dann zum Hauptbahnhof, da in die S6. Die blieb dann in Garath mal eben eine halbe Stunde stehen, man wartete auf einen Befehl wegen einer Signalstörung. So war ich nach fast 9 Stunden Reise wieder daheim.
Dublin bewerte ich jetzt mal ungerechterweise mit 7/10. Bei Sonne wären es 8 gewesen. Aber die hat ja gezickt. Und die Unterkunft? Ach je. Hatte ja einen Schreibtisch und eigenes Bad, den Kühlschrank im Gemeinschaftsraum habe ich auch für mich alleine gehabt. Das Frühstück war okay. Und es war sehr billig! Soweit okay. Aber jeden Tag anderthalb bis zwei Stunden Bus ins Zentrum und zurück, das ist schon nervig. Ist das die Ersparnis wert? Die sehr große Ersparnis?
Am schönsten fand ich den Spaziergang an den Howth Cliffs, am schlimmsten die Getränkepreise. Am zweitschlimmsten den Dauerregen. Am zweitschönsten die Brauereiführung. Gerne wäre ich noch in das Gefängnis (keine Karten erhältlich), in die Nationalgalerie und in das Koboldmuseum gegangen. Aber, ich erwähnte es an anderer Stelle, die Eintrittspreise sind horrend!











Die Iren sind ein sagenhaft freundliches Volk. Als ich heute mit meinem Koffer an der Bushaltestelle stand, wünschte mir eine betagtere Lady mit Terrier eine gute Reise. Überhaupt grüßen auch Wildfremde. Jeder erkundigt sich nach Deinem Befinden. Das ist schon sehr gesittet und ansprechend. Dublin ist auch sehr sauber. Man legt sehr viel Wert auf Optik, am deutlichsten zu merken an der an Obsession grenzenden Gartenpflege.
Was braucht man im Gepäck? Eine dichte Regenjacke! Am Flughafen-Check-in vor mir vier Herren, die mit Zelt wandern waren. Einer wortwörtlich: Nie wieder so einen Urlaub, die Zelte bekommen wir nie wieder trocken. Die Armen. Wenn man in einer Studentenbude übernachtet, gehören Ohrstöpsel ins Gepäck! Da knallen und quietschen Türen und natürlich wird auch viel und laut gesprochen.
Auf jeden Fall empfehle ich Euch die Leap-Karte für den Nahverkehr, am besten wie ich schon im Voraus bestellen. Mein Reiseführer war auch völlig ausreichend, ich bin ja Fan von Know How, Lonely Planet und Michael Müller. Und Baedeker, wenn’s viel um Kultur geht.
Ja, das war schon alles schön. Nächste Kurzreise ist Berlin, Ende Juni, wieder zum Abschlusskonzert der Berliner Philharmoniker. Im Oktober werde ich voraussichtlich mit dem Auto bis San Marino und Monaco fahren. Ländersammelei hört ja noch lange nicht auf. 🙂
In der Zwischenzeit gibt es dann wieder Anekdötchen oder Rezepte.
Danke fürs Mitreisen und allen eine gute Zeit! Euer

