Töfte Köfte (Poller Köftadellen)

Heute wollte ich mal wieder die Fritteuse anwerfen, damit die Investition sich auch gelohnt hat. Hm, was passt zu Pommes? Ah, ein Eisbergsalat mit Granatapfelkernen und pochierten Wachteleiern. Hmmm. Nee, doch besser Frikadellen nach Köfte-Art und Tsatsiki.

Das Tsatsiki habe ich mittags gemacht, damit es etwas durchzieht. 2 Becher Sahnejoghurt mit geraspelter Minigurke, 3 gepressten Knoblauchzehen, einem Spritzer Zitrone und einem Teelöffel Olivenöl sowie Salz, Pfeffer und Paprikapulver nach Gusto verrühren. Dazu noch 1 EL Dill.

500 gr. Rinderhack verkneten mit 1 großen gewürfelten Speisezwiebel, 1 kleingehackten roten Chilischote, 1 gestrichenen Esslöffel Salt und je einem TL Pfeffer, Kreuzkümmel, Chilipulver und Ras-el-hanout. In der Zwischenzeit toasten zwei Scheiben Toast vor sich hin. Diese nach Fertigstellung im Mixer pulverisieren (man kann natürlich auch Paniermehl oder ein altbackenes Brötchen nehmen) und die Brotkrümel mit einem Ei, einem Esslöffel Olivenöl sowie 3 gepressten Knoblauchzehen auch in das Hackfleisch einwirken.

Frikadellen formen (runde oder ovale oder Würfel) und in einer Pfanne gut durchbraten. Beim Formen der vorletzten Frikadelle fiel mir auf, dass ich die Petersilie, die ich unbedingt im Hack haben wollte, vergessen hatte. Schade. Macht Ihr es besser.

Alles auf den Teller und dann sieht das so aus und es schmeckt auch wie es aussieht. 🙂

Snack-Check: Nussriegel

Heute werden zwei Nussriegel bewertet: der Feyza Haselnussriegel und der TEMPO Mandelriegel. Beide erstand ich im türkischen Supermarkt an der Kassenauslage und beide bringen 40 gr. auf die Waage.

Der Haselnussriegel enthält viele Nüsse (60%), die von gehärtetem Zuckersirup und Zucker zusammengehalten werden. Wie bei Haselnüssen öfter Mal der Fall, sind die Nüsse leider etwas muffig. Ansonsten ist der Riegel knackig und süß, wobei der Zuckersirup beim Kauen ein wenig klebrig wird. Note: 3

Der Mandelriegel setzt sich im Prinzip genau so zusammen, nur dass er einen höheren Nussanteil hat (66%). Die Nüsse sind sehr durchgeröstet, das gefällt mir. Knackig und zudem weniger klebrig ist der Riegel auch. Es ist eigentlich unfair, diese Riegel gegenüberzustellen, da ich die Mandel für die Königin der Nüsse halte… Tscha, Pech… Note: 2

Hühnchen süß-sauer

Ni hao, liebe Leser.

Huhn süß-sauer ist eigentlich nur eine Kindheitserinnerung; zwar gehe ich oft chinesisch essen bzw. lasse mir liefern, aber ich entscheide mich immer für Kung Pao- oder Szechuan-Stil. Meine absoluten Favoriten sind Peking- und krosse Ente mit Pilzen und Gemüse.

Nun haben wir ja letztlich die Herbstrollen gemacht und dazu süß-saure Sauce zum Dippen gehabt. Da wurde mir klar, dass ich unbedingt mal wieder Huhn süß-sauer essen wollte.

Eine entscheidende Zutat habe ich natürlich vergessen, für das Gruppenbild einzuladen: Die Dose Ananas…

Man fängt damit an, das Hühnerfilet in mundgerechte Stückchen zu schneiden, zu pfeffern, in Soyasauce zu wälzen und ziehen zu lassen. Dann würfelt man die grüne Paprika, 2 Zwiebeln, 5 Minimöhren und 1 Soloknoblauchknolle sehr fein. Ich benutze den kleinsten Würfeleinsatz meines Schneidgerätes. Die Tomaten entkernen und grob würfeln. Dann die Ananas abgießen und den Saft auffangen.

Dann mischt man die Sauce an: 4 EL Weinessig, 3 EL Ketchup, 2 EL Sonnenblumenöl, 2 EL Soyasauce, 2 EL Ananassaft, 3 EL Zucker, 1 EL Honig, 1 TL Chilipulver, 1 TL gemahlener Pfeffer und 1 TL Fischsauce. Gut durchrühren. Jetzt kann man experimentieren, in welche Richtung man den Geschmack steuern will. Mehr süß, mehr ananasig, mehr sauer? Teelöffelweise ausprobieren.

Ich verquirle als nächstes ein Ei und gieße es über das Huhn und verrühre es. Die so vorbereiteten Hühnchenteile wälze ich in Maisstärke und brate sie in sehr heißem Öl (3 EL Sonnenblume, 1 EL Sesam) gut an. Unter Rühren weiterbraten, bis das Fleisch durch ist. Aus dem Wok nehmen und beiseitestellen. Noch etwas Öl aufgießen und das Würfelgemüse scharf an- und solange weiterbraten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist – ich habe es gerne noch knackig. Die gestückelte Ananas dazugeben, ich habe 3/4 der Dose genommen. Die Tomaten drauf, kurz mit kochen. Dann in einer Tasse Maisstärke mit Ananassaft verrühren und teelöffelweise in das Gericht geben, bis man die Sauce in gewünschter Bindung erhält. Achtung: Die Stärke braucht etwas Kochzeit, die Sauce kann schnell zu dick werden. Abschmecken. Und schon fertig.

Ich habe es mit Reis serviert. Dazu passt ein Tsingtao-Bier.

Pochiertes Ei aus der Folie

Ihr merkt schon, das Thema pochierte Eier lässt mir keine Ruhe. Heute folgte ich mal einem der 5-Minuten-Hack-Tipps, das Ei in geölter Folie zu kochen.

Dazu wird ein kleines Gefäß mit Folie ausgelegt, Öl draufgepinselt und das Ei hingeschlagen (Achtung: das Gelbe sollte ganz bleiben). Dann wird die Folie oben zugebunden und dieses Gebilde dann für 4 Minuten in siedendem Wasser ziehen gelassen.

Insgesamt gesehen zwar bisher das beste Ergebnis, aber energetisch das katastrophalste „Posh-Ei“. Ob es so Säckchen nicht aus Silikon gibt für die Mikrowelle? Höhle der Löwen, ich komme!!! 🙂

Snack-Check: Bananenchips und Soan Papdi

Ihr Lieben!

Hier werde ich von Zeit zu Zeit Snacks vorstellen, die ich aus Interesse gekauft und probiert habe. Die neuesten Snacks sind dann immer oben gelistet.

Wir fangen mit zwei Produkten aus dem India-Shop an. Zum ersten sind das Bananenchips, die ich – auch wegen der moderaten Kalorienzahl – vielversprechend fand, zum anderen ein Süßigkeit, die sich Soan Papdi nennt und die mich mit „enthält Kardamom“ und den ansprechenden Bildern zum Kauf veranlasste.

Die Bananenchips erinnern leider überhaupt nicht an Banane und sind eher langweilig. Zwar nicht schlimm, aber …. wenigstens sind sie knusprig und nicht so kalorienreich wie Kartoffelchips. Dafür aber teuer. Note: 4

Nummer zwei: Ich bin nicht so der „Süße“. Und süß sind diese kleinen Würfel. Wie man sieht, stimmen Packungsversprechen und Realität nicht überein. Klar, das kennen wir. Aber wird dadurch ja nicht besser.
Aaaaaber: Diese Dinger sind eine totale Überraschung im Mund. Es sieht fest aus und fühlt sich auch eine Sekunde lang so an. Und dann schmilzt der Würfel wie eine Schneeflocke und macht glücklich. Man schmeckt Kardamom und Spuren von Nüssen. Perfekt wäre der Snack, wenn er auch noch so aussähe, wie auf der Umverpackung. Note: 2

Wackeldackel

Cora war am Mittwoch beim Autodoktor und erhielt ambulant die lang ersehnte Rückfahrkamera sowie den Stromanschluss für die Kühlbox im Kofferraum. Zur Feier der gelungenen Operation bestellte ich vorab die berühmtesten Hutablagenaccessoires der Deutschen: Die gehäkelte Klopapierrollenhülle und den Wackeldackel.

Der Wackeldackel fand dann auch sofort unser beider Zustimmung. Die Klopapiermütze hingegen war dann doch too much, da waren wir uns sofort einig. Irgendwie hatte ich die auch witziger und weniger „nur-funktionell“ in Erinnerung. Naja. Wenigstens schlägt mir in diesen Zeiten niemand die Scheibe ein, um an das kostbare Klopapier zu kommen.

Was die Kühlbox angeht, muss ich mich schlau machen. Es gibt mehr Modelle als Insekten auf der Welt und die Preise spannen von 15 bis 1395,- Euro. Was ich nicht bedacht hatte war, dass sich mit einem 12V-Anschluss selbst bei kompressorbetriebenen Geräten keine einstelligen Gradzahlen aus dem Stand erreichen lassen. Vorkühlen an 230V ist da schon erforderlich.

Ansonsten kaufe ich uns beiden viele Kleinigkeiten zusammen. Eine Kofferraumbox für Schuhe und Regenjacke etc., eine Parkscheibe, eine Handyhalterung (kommt morgen mit der Post) und eine Brille, die im Auto verbleiben soll (die ist in ca. 1 Woche abholbereit).

Zudem bin ich jetzt auch stolzer Besitzer einer P-Card, mit der man in ziemlich vielen Parkhäusern preiswerter parkt und sich nicht um Tickets und Bezahlung kümmern muss. Es funktioniert wie eine Dauerparkkarte, nur dass die einzelnen Parkvorgänge vom Konto abgebucht werden.

Auch neu ist eine bezahlte Navigations-App fürs Handy. Die war nicht sehr teuer, hat mich aber heute über abenteuerliche Umwege zum Optiker geführt. Aber immerhin sind die Art der Führung und die Darstellung spitze.

Das war es schon an Neuigkeiten über Cora. Bis demnächst mal wieder. Ach, der Wackeldackel heißt übrigens Conrad. Ja, mit Zeh! 🙂

P.S.: Cora steht übrigens in einer Parklücke, in die ich sie ohne Kamera im Leben nicht hineinbekommen hätte.

Das ist allerdings nicht die besagte Parklücke, hier wäre ich mit einem Gelenkbus reingekommen. 😉

Poller Herbstrollen

Manchmal, Ihr Lieben, läuft es wie verhext. Da nimmt man sich vor, ganz normale Frühlingsrollen zu machen und dann gibt es nichts von dem, was man braucht in der Stadt. Keine Sprossen, keine Reisteigfladen, keine Hoisin-Sauce.

Ich geriet etwas in Zeitnot und habe dann im Großhandel einfach Yufkateigblätter, Fertigsaucen und dergleichen besorgt und kreierte meine persönlichen Herbstrollen. Und das braucht man dazu:

Rinderhack, Weißkohlblätter, Chili, Knoblauch, Ingwer (nicht im Bild), Weißkohlstreifen, Sprossenmischung, violette und gelbe Möhre, Yufkateig aus der Kühlung, Thai Curry-Paste, Soyasauce, Sesamöl und Hoisin-Sauce.

Die Weißkohlblätter werden kurz (2 Minuten) in kochendem Wasser blanchiert, denn sie müssen biegsam sein. Ich lege sie als Durchfeuchtungsschutz zwischen Füllung und Teig, daher müssen sie nach dem Blanchieren gut abgetrocknet werden (evtl. sind auch noch hartnäckige Strünke zu entfernen, Yufkateig reißt sehr schnell).

Meine gusseiserne Pfanne (namens Gustav, ich habe auch noch eine namens Heinrich) erhält 2 Esslöffel Sonnenblumenöl und nur einen Schuss Sesamöl. Ich mag den Geschmack, aber er darf auch nicht zu intensiv sein. Darin röste ich kleinstgewürfelten Ingwer samt kleinstgehackter Chilischote an. Eine Soloknoblauchknolle wird auch noch reingepresst und kurz mitgebraten. Dann ca. 350 Gramm Hackfleisch dazu (wir nehmen aus bekannten Gründen Rind) und krümelig braten. Während des Umrührens kommen Soyasauce, Hoisin-Sauce und Siri-Sauce (eigentlich heißt sie Sriracha, aber das kann ich mir nicht merken) oder anderes Chiligewürz wie Sambal Oelek oder Tabasco hinzu. Je nach Schmerzlevel je 1/2 bis 2 Esslöffel von allem. Bei mir 1 bis anderthalb.

Während das Hackfleisch bei minimaler Hitze trocknet (die Flüssigkeit soll fast ganz verdampfen), schneidet man die bunten Möhren und ein bisschen Kohl in feine Streifen (oder man macht es wie ich als erstes).

Die Fritteuse anschmeißen! 180 °C.

Ein Blatt Yufkateig auslegen, darauf ein Kohlblatt, da hinein das Hackes und darüber das Gemüse. Einen Streifen Hoisin-Sauce zum Schluss. Zusammenfalten und einrollen. Dieses Konstrukt in ein zweites Teigblatt einrollen. Siehe Bilderstraße.

Jetzt die Rollen für ca. 6 Minuten frittieren und dabei einmal wenden (sie neigen zum Brustschwimmen, müssen aber auch mal in die Rückenlage). Wer den Teig weniger knusprig mag, zieht zwei Minuten ab, aber das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Die Krümel müssen fliegen! Fertige Rollen kann man bei 80°C im Ofen warmhalten, bis alle Rollen (bei uns 5) durchfrittiert sind.

Guten Appetit!

Spaghetti a la turca

Heute war wieder „Was-muss-weg-Tag“. Ich fand den Rest gekochter Spaghetti vom Chicken Chow Mein, eine Sucuk, eine rote Paprika und wir hatten viel zu viele Tomaten, weil wir beide unabhängig voneinander tausende davon gekauft hatten. Ich dachte sofort an eine Mutation von Penne all’arrabbiata.

Die Sucuk wird sehr klein gewürfelt und in Olivenöl angebraten. Dazu kommt eine kleinst gewürfelte rote Paprika, eine kleinst gewürfelte Zwiebel, ein gepresster Soloknoblauch sowie eine große rote, in kurze feine Streifen geschnittene Chili. Das Ganze gut salzen und pfeffern. Weiterbraten.

Aus 4 Tomaten mache ich zusammen mit 2 TL Harissapaste, 1 TL Chilipulver, 1 TL Zucker und einem TL Kreuzkümmel mit dem Stabmixer ein Püree. Dies gebe ich dann ebenfalls in die Pfanne.

Das ganze sollte ein bisschen einkochen, damit das Tomatenwasser reduziert wird. In diese Sauce kommen dann die aufgekochten Spaghetti rein und werden gut in der Sauce gewendet.

Auf die Teller, in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebel drüber.
Buon iştah, sozusagen. Italia meets Türkiye.

Achtung: Wurde schon gut scharf. Im Zweifelsfall von allen Gewürzen nur die Hälfte und dann nachwürzen. Aber wird fanden es gelungen.

Blätterteigrollen mit Hähnchenwurst und Frischkäse

Die Blätterteigplatte aus der Kühlung wird in vier Teile geteilt Die untere Hälfte wird jeweils mit Frischkäse (ich nahm die Sorte „Harissa“ einer bekannten Marke) bestrichen und mit Grana Padano bestreut. An der imaginären Knickfalte von oben nach unten wird Hähnchenwurst der Sorte Jalapeño ausgelegt und der Blätterteig entsprechend nach unten gefaltet.

Dann werden unterhalb der Wurst mit dem Pizzaroller Stränge eingeschnitten, die man wahlweise auch in sich drehen kann. Von der mit Wurst gefüllten Seite wird das ganze dann eingerollt.

Mit einem verquirlten Ei bepinseln und für 20 bis 25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Ofen geben.

In 22 Minuten gebacken, in drei Minuten weg. 🙂

Cora war im Beauty-Salon

Isch muss beklopp sin. Äwwer su wat vun!

Also, Cora war heute im Beauty-Salon. Sie ist gewaschen, massiert, eingecremt und sonst was geworden. Als ich sie abholte, war sie glücklich. Es hat ihr gut getan. Leider hat das Peeling gezeigt, dass sie mehr Dellen hat als angenommen. Und ein bisschen rostig ist sie auch an der ein oder anderen Stelle. Aber was soll’s. Ich roste ja auch schon seit geraumer Zeit. Und meine Delle geht nicht nach innen, sondern nach außen.

Was sich wohl nicht weglasern ließ, waren zwei Fliegenskelette, die sich in der am Rückfenster befindlichen dritten Bremsleuchte ihre Grabstätte suchten. Ich habe jetzt quasi immer zwei Mitfahrer. Spooooooky!

Ich suche noch zwei Namen. Wer hat eine Idee? Was haltet ihr von Fester und Morticia?

Ansonsten sind wir beide inzwischen ein eingespieltes Team. Ich habe gewisse Fertigkeiten beim Einparken von Schlachtschiffen erworben. Und nein, damit meine ich nicht „dötschen und wegfahren“. Das wäre KEINE Fertigkeit!

Neben dem Auto-SPA gab es ein Auto-Krankenhaus. Dort fragte ich nach den Kosten für eine Augen-OP und eine neurologische Behandlung. Man machte mir ein gutes Angebot und kommenden Mittwoch wird Cora Augen im Hinterkopf bekommen, die mir ihre Sicht auf einen Monitor in der Mittelkonsole projizieren. Dazu eine Nervenverlängerung vom Zigarettenanzünder aus in den Kofferraum für eine Kühlbox. Denn abends im Hotel ertrage ich einfach keinen warmen Weißwein.

Ich denke noch über einen Wackeldackel und eine gehäkelte Klopapiermütze mit Bommel nach, aber erste Andeutungen in diese Richtung verursachten bei Cora Schnappatmung. Ich werde versuchen, sie peu à peu umzustimmen.

Wir hoffen beide, dass wir unseren verspäteten Honeymoon irgendwie in Form einer Urlaubsreise noch antreten können. Auf jeden Fall sind wir vorbereitet. Wenn ich auch noch nicht weiß, woher ich das Klopapier für die Häkelmütze bekommen soll.

Liebe Grüße, auch von Cora, von Eurem Gerry