Hackfleisch-Käse-Strudel

Ihr Lieben, ähnliche Rezepte findet Ihr hier zwar schon (Börek, Frühlingsrollen, sogar einen „Hackfleischstrudel geschichtet“ etc.), aber Hackfleisch mit Blätterteig kann man ja auch so unendlich variieren. Und Blätterteig geht bei mir ja immer! Wie Hackfleisch übrigens auch!! Und beides zusammen erst recht!!!

Zur Vorbereitung gab ich ein paar Kirschtomaten, einen Soloknoblauch und drei Lauchzwiebeln in den kleinen manuellen Mixer und hackte alles dort mittelfein (Ich liebe dieses Gerät!). Danach briet ich in einer größeren Pfanne in Olivenöl eine große, gewürfelte, weiße Zwiebel mit zwei Esslöffeln Tomatenmark an. Dazu kam das Hack (500 Gramm halb/halb), wurde angebraten und anschließend mit dem gehackten Gemüse vermengt. Alles gut würzen (2 Teelöffel Salz, 1 Teelöffel Pfeffer, 1 Esslöffel Harissapulver (ersatzweise Chilipulver oder Cayennepfeffer – die sind übrigens quasi das gleiche) und einen Teelöffel Chiliflocken. Auf kleinster Flamme eine Dreiviertelstunde blubbern lassen. Zum Schluss noch einmal unter Rühren kräftigst aufkochen lassen, um so viel Flüssigkeit wie möglich in die Dunstabzugshaube zu jagen. Abschmecken und abkühlen lassen (sonst reißt der Teig – das ist mir passiert, weil ich so hungrig war und nicht warten konnte….).

Die Blätterteigplatte aus der Kühlung ausbreiten und das Hack wie oben gezeigt verteilen. Darauf eine gute Ladung Emmentaler geben. Einrollen oder einklappen und bei 200°C im vorgeheizten Ofen bei Ober-/Unterhitze für 25 bis 30 Minuten backen. Rausnehmen, schneiden, arrangieren und genießen.

Dazu passen ein Salat sowie ein Klacks Knoblauchjoghurt. Haut rein!

Himmel un Äd

Ihr Lieben, heute öffnete das Forschpolder-Kochstudio wieder seine Pforten! Wir entschieden uns für einen Kölner Klassiker: Himmel un Äd. Himmel und Erde. Äpfel und Kartoffeln. Dazu hat Ruth eine Flönz besorgt, das ist die Kölsche Art Blutwurst.

Das Gericht gab es öfter bei den Großeltern, aber auch zuhause. Es ist einfach und schmeckt dennoch köstlich – vorausgesetzt, man hat gute Zutaten: Aromatische Kartoffeln vom Bauern, Äpfel vom Hof und eine Flönz vom Markt-Metzger.

Wir dämpfen für 3 Personen 12 kleine, gestückelte Kartoffeln in Salzwasser. In einen zweiten Topf kommt ein Kilo in Würfel geschnittene Äpfel – man nimmt hierfür eine süß-säuerliche Sorte (Boskop z.B.) -, die in sehr wenig Wasser ebenfalls gedämpft werden. Im Gegensatz zu den Kartoffeln sollten die Äpfel aber nicht ganz so weich werden.

Nachdem man dann 10 Minuten über das Weltgeschehen geplaudert hat, brät man in Butterschmalz ein paar Zwiebelringe schön goldbraun an, stellt sie beiseite und nutzt die Pfanne, um die in Scheiben geschnittene Flönz kurz von beiden Seiten anzubraten. Währenddessen stampft man mit ein paar Schnatzen Butter (etwa 75 Gramm) die Kartoffeln zu einem groben Brei, würzt diesen mit Pfeffer und Muskatnuss, ggf. noch ein bisschen Salz und hebt dann die gestückelten Äpfel darunter. Alles nett anrichten, dazu gibt es noch einen schönen Endiviensalat, der mit einer Kräuter-Senf-Marinade angemacht wird. Der Kölner trinkt Kölsch dazu, ich finde aber, dass ein Weißburgunder auch prima passt.

Dat es ons jood jelunge 🙂

„Life changing bread“

Ihr Lieben, vor einer Woche kredenzte meine Freundin Tita ihr „Knusperbrot“. Das scheint gerade sehr in zu sein, denn ich weiß von so einigen, die sich daran versuchten. Auch ich werde das mal nachbacken. Aber heute geht es um ein anderes Brot, auf das wir aber im Gespräch über dieses Knusperbrot kamen. Erika und Tita hatten es schon gebacken und waren ganz begeistert. Also ließ ich mir das Rezept abfotografieren und senden.

Da dieses Rezept nicht von mir ist, hier noch etwas zur Entstehung. Erfunden hat dieses Brot wohl die kanadische Bloggerin Sarah Britton. Das Originalrezept weicht aber in kleines bisschen von dem ab, was ich erhielt. Wer sich diese Variation – die ich auch als Grundlage für mein Brot nahm – ausgedacht hat, weiß ich leider nicht. „Life changing“ wohl deswegen, weil es proteinreich, glutenarm bzw. -frei sowie vegan und hefefrei ist. Es soll sehr ballaststoffreich und daher gesund sein.

Erika informierte mich noch darüber, dass die Mischung sehr fest in die Form gepresst werden sollte…

Also, mal kurz zusammengefasst: Der „Teig“ ist simpel, aber teuer, die Zubereitung einfach, das Ergebnis sehr lecker, aber…. aber leider zerbröselt das Brot beim Schneiden und hat keinen richtigen Zusammenhalt, trotz einer Quellzeit von 5 Stunden und einer sehr kompakten Füllung der Kastenform.

Nun gilt es, sich auf Fehlersuche zu machen. a) Vielleicht kann man den Teig in einer Silikonbackform nicht so fest pressen wie in einer aus Metall oder b) das Wasser muss nicht nur lauwarm, sondern eher heiß sein oder c) eine der Mengenangaben aus dem Rezept ist nicht ganz richtig.

Ich werde es trotzdem weiter essen und versuchen, die krümeligen und einigermaßen saftigen Scheiben noch zu toasten, damit es vielleicht etwas besser zusammenhält. Geschmacklich ist es auf jeden Fall genau meins!

Ofenspargel

Ihr Lieben. Nachdem ich vor kurzem grünen Spargel frittiert hatte (Spargel-Pakora), gibt es heute weißen Ofenspargel. Ich habe dazu heimischen, mitteldicken Spargel erstanden (dafür musste ich fast mein Auto verpfänden).

Der Spargel wird geschält, die Schnittkanten abgeschnitten. Sodann die Stangen in eine Auflaufform oder Pfanne (sollten einen ofenfesten Deckel haben) geben, salzen, pfeffern, muskatnussen und olivenölen. Ein klitzekleines bisschen Weißwein angießen. Deckel drauf und bei 180°C für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Ofen.

Zum Spargel dazu gibt es kleine Kartöffelchen (die ich fauler Sack einfach identisch gewürzt ebenfalls in der Auflaufform gegart habe) mit geschmolzener Kräuterbutter sowie leicht erwärmtem (auch die letzten 5 Minuten mit in den Ofen geben) Saftschinken. Wenn der Spargel schneller durch sein sollte als die Kartoffeln, kann man den Spargel warmhalten und die Kartoffeln noch für kurze Zeit in der Mikrowelle nachgaren. Bei mir war das nicht nötig, aber ich mag den Spargel auch nicht al dente. Man kann natürlich noch eine Hollandaise machen, aber ich bin auch da kein Fan von. Für mich sind Spargelsud und die Butter eine ausreichende Begleitung. Manchmal – wenn der Spargel nicht ganz so aromatisch ist, wie ich ihn mir wünsche – hoble ich allerdings Parmesan darüber.

Haut rein 🙂

Gänsekeulen

Ihr Lieben. Heute gibt es die „Fundstücke der Woche“. Beim Aufräumen meines Tiefkühlschrankes fand ich gestern Gänsekeulen, die ich mir eigentlich für Weihnachten besorgt hatte. Na sowas. Hm, dann feiern wir heute nochmal Weihnachten. Dazu passend in meinem Lebensmittelschrank ziemlich alte Häschennudeln aus Hartweizengrieß, die ich wahrscheinlich irgendwann mal für Ostern gekauft oder geschenkt bekommen hatte.

Die Keulen werden leicht (!) angebraten, dann tritt schon etwas Fett aus. Salzen und pfeffern. Dann legen wir sie in eine Auflaufform, zusammen mit drei geviertelten Zwiebeln und drei grob gewürfelten Karotten. Darüber etwas Gemüsepaste, die ich mit Weißburgunder aufgerührt habe, und den Bratsud. In den auf 110 bis 120°C vorgeheizten Ofen geben und vier Stunden nicht daran denken.

Nach den vier Stunden nehmen wir die Keulen aus dem Sud und geben diesen zusammen mit den Gemüsen in einen Topf. Die Keulen kommen wieder in die Auflaufform, zusammen mit ein paar halbierten Kirschtomaten. Erneut ab in den Ofen. Das Gemüse pürieren wir und seihen es durch ein Sieb. Dann rühren wir drei volle Teelöffel „Lütticher Delikatesse“ (zur Not – da nicht einfach zu bekommen – Rübensirup oder Johannisbeergelee) sowie je einen Teelöffel Thymian und Pfeffer in die Sauce. Ggf. noch etwas salzen. Kurz aufkochen und dann ausschalten.

Nach einer weiteren Stunde setzen wir das Nudelwasser auf und wärmen die Sauce auf niedrigste Stufe wieder auf. Wenn die Nudeln gar sind, können die Keulen aus dem Ofen genommen werden. Die Sauce nach Geschmack mit etwas Butter oder Sahne „schlotzen“ und alles nett anrichten (Klöße und Kohl wären natürlich besser, aber Nudeln gehen auch). Dazu habe ich mit noch ein paar Apfelspalten geschnitten, die ich ganz kurz in Butter angebraten und gepfeffert habe.

Frohe Weihna…. äh…. Oste…. äh… guten Appetit!

Schweinemedaillons mit Tomaten und Pilzen in Gorgonzolasauce an Basilikumnudeln

UPDATE: Ich habe es noch einmal nachgebrutzelt, weil mich das mit dem etwas zu trockenen Fleisch gewurmt hat. Heute das Filet also im Ganzen angebraten und ebenfalls im Ganzen bei 140°C für 20 Minuten in den Ofen. Dann in Scheiben geschnitten und diese für 4 bis 6 Minuten ein bisschen in der Sauce nachziehen lassen. Das Fleisch war jetzt ausgezeichnet. UPDATE Ende.

Ihr Lieben, gestern war mein Geburtstag und Elke kam zu meiner kleinen Feier à la Dinner for Two. Sie schenkte mir einen großen gusseisernen Bräter, den wir sofort einweihten, denn ich hatte Schweinefilets in Gorgonzola geplant.

Wir parierten das Filet und schnitten es in breite Medaillons. Diese Medaillons brieten wir kurz in etwas Öl an und fügten dann einen Esslöffel Brühpaste, zwei gehäufte Esslöffel Tomatenmark und eine kleine gewürfelte Zwiebel hinzu und ließen alles etwas mitbraten, bevor wir mit etwa 100 ml Wasser ablöschten. Nun wurde gewürzt: Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Paprikapulver (etwas je einen Teelöffel).

Über das Ganze gaben wir zehn halbierte Cherrytomaten und 400 Gramm geputzte, braune Champignons. Sofort 150 Gramm gewürfelten Gorgonzola, einen Becher süße Sahne sowie einen Becher Creme fraîche hinterher und dann alles in den vorgeheizten Ofen und ein bisschen schmurgeln lassen. Nicht zu lange, bei uns war nach 45 Minuten das Schweinefleisch leider viel zu durch. Ich würde nächstes Mal die Medaillons nach dem Anbraten herausnehmen und bei max. 140°C im Ofen weitergaren und die Sauce oben auf der Herdplatte fertig machen. Nach max. 20 Minuten im Ofen sollte das Fleisch dann noch leicht rosa sein.

Die Sauce aber war ein Traum und Zähne haben wir uns aber auch nicht ausgebissen :-). Die Nudeln kamen aus der Tüte, waren aber immerhin von einer italienischen Manufaktur.

Gefüllte Pizzabrötchen

Heute ist mal wieder „Was-muss-weg-Tag“, Ihr Lieben. Eine Tomate, der fertige Pizzateig und der Kochschinken. Hätte alles noch ein paar Tage gehalten, aber morgen ist Großeinkauf und da soll frisches Zeug her.

In eine Schüssel geben wir eine Tomate, eine kleine Zwiebel, zwei Scheiben Kochschinken, 3 Zentimeter Salami, eine Mozzarellakugel, einen Soloknoblauch (das alles fein gewürfelt), dazu einen Esslöffel Oregano, je einen Teelöffel Café de Paris, Pfeffer und Würzsalz sowie einen halben Teelöffel Chilipulver. 3 Esslöffel geriebener Edamer dürfen auch nicht fehlen.

Den fertigen Pizzateig zwölfteln wir und rollen kleine Kugeln daraus. Die werden rund ausgerollt (ich lege eine Kugel zwischen zwei Stücke Pergamentpapier und presse mit einem Topfboden drauf, das klappt prima), in die Handinnenfläche gelegt und mit einem kleinen Löffel der Füllung belegt. Den Teig um die Füllung herumziehen, verschließen und mit der Naht auf ein Backblech setzen.

Alle Brötchen noch mit etwas Olivenöl einpinseln und schwarzen Sesam drübergeben und etwas andrücken. Für ca. 20 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Ein Knoblauchdip passt prima dazu!

Die Füllung reicht übrigens für mindestens doppelt so viel Teig. Morgen gibt es daher zum Frühstück ein seeeehr reichhaltiges Rührei.

Das No-Go-Bread: Chia-Rosinen-Brot

Ihr Lieben. Wieso poste ich etwas, das ein No-Go ist? Nun, das „no go“ bezieht sich darauf, dass das Brot, obwohl Hefe im Spiel ist, nicht gehen muss.

Ich habe 500 Gramm Weizenmehl (405er) mit 100 Gramm Chiasamen und 100 Gramm Rosinen sowie einem Esslöffel Salz und einem Esslöffel Weinessig (das unterstützt die Gärung) vermengt. In 450 Milliliter handwarmen Wasser löste ich einen Hefewürfel auf und goss das Ganze zu dem Mehlgemisch. Dann erst mit einem Löffel alles leicht vermengen (damit es nicht so staubt!) und anschließend mit den Knethaken für ein paar Minuten kneten.

In eine Auflaufform legte ich etwas Backpapier auf den Boden und ölte dieses und die Ränder ein bisschen ein. Nun kam der Teig hinein und die Form in den kalten! Ofen. Auf 200°C Ober-/Unterhitze stellen und anschließend eine Stunde puzzlen oder stricken.

Das Brot aus der Form nehmen, Stäbchenprobe (es darf kein Teig an einem Holzstäbchen kleben bleiben) und/oder Klopfprobe (das Brot muss hohl und nicht dumpf klingen) machen und ggf. noch etwas nachbacken (bei mir 10 Minuten, Brot dabei kopfüber). Auskühlen lassen und fertig! Mit den Kernen und der Mehlart kann man experimentieren. Dinkel zusammen mit Kürbiskernen und gehackten Datteln z.B. Oder Cranberries und gehackte Walnüsse in Roggen-/Weizen-Misch.

Osterfrühstück: Krabbenei

Fast schon irgendwie eine Proteinpizza, wie ich meine:

Bereits in Knoblauch-/Petersilienöl eingelegte Krabben (oder andere, je nach Geschmack) in einer Pfanne mit einem bisschen des eigenen Öls sehr scharf anbraten und dann drei Eier darüber geben, die nur leicht mit dem Pfannenwender verrührt werden (dann hat man eine schöne weiß/gelb-Marmorierung). Salzen, pfeffern, rosenpaprikaen und schnittlauchen, Temperatur auf niedrigste Stufe, Deckel drauf. Nach etwa 5 bis 7 Minuten ist alles gestockt und kann auf den Teller gegleitet werden. 🙂

Frohe Ostern!

Spargelpakora / Spargelbhajis

Ihr Lieben, die Spargelsaison fängt so langsam wieder an. Und wer seine Kinder verkauft und das Haus beleiht, kann sich das Gemüse auch jetzt schon leisten. Ich nahm vorgestern einen Bund grünen Spargel vom Großmarkt mit, mal wieder ohne zu wissen, was ich damit tun soll. Ein Salat vielleicht? Oder als Beilage?

Nun fiel mir heute eine Packung Kichererbsenmehl in die Finger, die ich vor einiger Zeit erstanden hatte, um mal Pakora (auch Bhaji genannt) mit Zwiebeln zu machen. Hm, das müsste doch auch mit Spargel gehen! Pakoras sind mit gewürztem Kichererbsenteig umhüllte und dann knusprig frittierte Gemüse, die vorzugsweise als Snack gegessen werden. Gängig sind z.B. Blumenkohl- oder Zwiebelpakoras. Hier mein erster Versuch:

Für den Teig nahm ich 200 Gramm des Kichererbsenmehls, würzte dieses gut mit typischen Gewürzen (ich nahm 1 TL Garam Masala, 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel, 1 TL Salz, 1 TL Cayennepfeffer sowie je 1 TL Ingwer- und Knoblauchpulver), gab etwas Backpulver dazu (1/2 TL) und goss unter Rühren langsam so viel Wasser hinein, bis der Teig eine sämige Konsistenz hatte, vergleichbar mit Bierteig. Den Spargel sowie eine halbe Restpaprika habe ich in kleine Stücke geschnitten, in den Teig eingetaucht und in sehr heißem Pflanzenöl ausgebacken. Ich nahm die Fritteuse bei 180°C. Leider ist eine Menge Teig am Korb klebengeblieben (Saubermachen: Sauerei!). Jede Ladung auf einen Teller mit Küchenkrepp legen, und warmstellen, bis alles Gemüse ausgebacken ist. Dazu reicht man Chutney oder was sonst an Saucen vorhanden ist. Ich habe mir dazu ein Raita gemacht. Jetzt muss ich nur mal nach Tipps suchen, wie ich das Anbacken am Frittierkorb verhindere. Oder weiß einer von Euch dazu etwas? 🙂 Aber lecker war es trotz der misslungenen Optik!

Guten Appetit!