Ihr Lieben,
wegen meiner Kränkelei sollte es keinen Epilog geben, wollte ich doch den restlichen Sonntag einfach nur ein Erkältungsbad nehmen und dann in die Pompfe. Zuerst schien das Früchte getragen zu haben, zwei Tage war ich zwar nicht wirklich gesund, aber in der Lage, ins Büro zu gehen. Mittwoch dann keine Stimme mehr und fast Fieber sowie Gliederreißen. Am Donnerstag konnte ich dann wieder röcheln, am Freitag dann nur noch Temperatur. So ein Mist! Halt der Epilog zu einer Reise, auf der Mitreisende gerne grundlegende hygienische Standards weiträumig umfahren. „Acht Leute in einem Aufzug für zehn? Ach, dann, *hust*, passen wir fünf *rotz* ja auch noch rein *nies!*.“
Rückblickend war das natürlich dennoch eine schöne Reise. Ganz viele neue Städte, in denen ich noch nicht war, jede davon mindestens ein bisschen sehenswert. Die Reederei schickte mir noch einen Bewertungsbogen und freut sich „auf viele weitere Reisen“ mit mir *hüstel*. Naja, wollen wir mal sehen. Ich hatte mein Tablet mit im Krankenbett und habe virtuelle Fernreisen unternommen, dabei eine tolle Fahrt um Island, leider mit MSC.
Apropos Reisen, wenn man so darniederliegt, hat man ja viel Zeit, so buchte ich für die Augustreise Portugal die noch fehlenden Flüge, das Nachprogramm der Reise „Coimbra, Fatima, Lissabon“ sowie ein Hotel in Porto, wohin ich zwei Tage früher anreise. Zudem klopfte ich alle Buchungen für meine Reise im Dezember nach Bologna und Umgebung fest. So hat man etwas, auf das man sich freuen kann.
Am Wochenende kochte ich Szegediner Gulasch für die Holzheimer und Tonnen von Miesmuscheln für ein kurzes Familientreffen. Das stand ganz unter dem Motto „Bretagne“. Die Muscheln nach einem Rezept aus Cancale, der Eierkuchen „Far breton“ aus Finistère, dazu Galettes und Palets aus Brest. Das war ein schönes Essen. Die Muscheln fand ich so toll, die machte ich mir am Dienstag noch einmal und am Mittwoch dann aus den ausgepulten Resten eine Tagliatelle di Cozze. Ja, kein schöner Name, aber umso leckererererer!





Apropos kochen: Ich ließ meinen Schnellkochtopf mit dem Gulasch in Holzheim (da gab es keinen mehr), um mir für daheim einen neuen zu bestellen. Statt des gewünschten 6-Liter-Topfes kam dann ein 4-Liter-Topf und der in einer Umverpackung, die aus einem überfluteten Keller resp. von der Müllkippe hätte stammen können. Wie unverfroren ist das denn? Ich wollte den Topf zurückschicken, das war dann okay für die Firma, aber der Abholkurier käme an einem ausgewählten Tag irgendwann zwischen 6 und 22 Uhr. Wahlweise könne ich den Topf aber auch in einem Laden in Adelaide (AUS) oder Montevideo (ROU) zurückgeben. Ich war ziemlich angefixt.
So, für heute ist auch wieder gut, habt alle einen schönen Herbstanfang! Euer


P.S.: Die Magneten im Vorschaubild ergeben von 2 Uhr im Gegenuhrzeigersinn gelesen meine kleine Reise 🙂