Ihr Lieben,
wie immer, das Wichtigste vom Tage zuerst: das Frühstück war absolut hinnehmbar, toll war das Fisch-Büffet. Auch ein Gläschen Sekt gab es. Alles in allem ein gutes Hotel, auch wenn an einigen Ecken das Design die Funktion veräppelte. Und wenn man um 22 Uhr abends eine Nachricht erhält, man solle sich selbst schon elektronisch hinauskomplimentieren, finde ich das grenzwertig. Self-check-out heißt das wohl. Leutz!




Drei Stunden musste ich bis zur Einschiffung totschlagen. So lief ich erst einmal zum Cruise-Terminal, um den Pott zu bestaunen. Er ist riesig. Ich lief durch Seitenstraßen bis zum Hotel Neptun, einer Scheußlichkeit aus den 70er Jahren, die Warnemünde haushoch (hihi) überragt. Gut, das Schiff ist ja auch gewissermaßen eine Monstrosität. Im „Teepott“ trank ich dann widerrechtlich einen Kaffee und glotzte auf die Ostsee und die vorbeiflanierenden Menschen. Man merkt, dass MSC eine italienische Reederei ist, italienisch ist jetzt vorherrschend im babylonischen Sprachgewirr auf den Promenaden und Terrassen.









Ich holte meine Siebensachen aus dem Hotel und begab mich zum Auswanderungsbüro am Hafen. Das Einschiffen war easy, die Rettungsübung erfolgte per TV und Anruf einer Nummer, dass man alles verstanden habe.
Die Kabine ist okay, ich bin 3 Stockwerke über dem 8. Rettungsboot von rechts. Mein Gepäck kam später, daher machte ich, was man gemeinhin auf Schiffen so macht: Fressen und Saufen. Das Begrüßungsmenü gab es in einem Restaurant, wo ich mit Süddeutschen platziert wurde, deren Dialekt ich nur mit großer Anstrengung folgen konnte. War dennoch sehr unterhaltsam. Alles weitgereiste Greise. Naja, wie ich halt.
Ich bbesichtigte das Schiff, erwähnte ich, dass es riesig ist? Dabei ist es laut Eigenbeschreibung eines der kleineren der Música-Klasse. Puh! Es gibt ein paar Restaurants, viele Bars, viel Animation (meistens mit viel Geräusch verbunden), Spas, Pools, Spieleecken. Und zu essen gibt es 24/7.







Um 16 Uhr fand ich mich zu einer Begrüßung der deutschsprachigen Gäste ein. Das war dann aber später mehr eine Verkaufsveranstaltung. Aber so lernte ich auf dem Weg ins große (und sehr kitschige) Theater auch weitere mittelgroße (und stellenweise sehr kitschige) Bars kennen. Um 17 Uhr verließen wir recht unspektakulär den Hafen Rostocks, mit viel weniger Zuschauern als gestern die Aida.
Für heute ist dann auch erstmal Schluss, ich melde mich, wenn ich wieder sicheren Empfang habe. Bis denne, Euer
