Es gibt nicht besseres als Tassenkuchen! Insbesondere, wenn es um einfache Rührkuchen geht. Ein Rührteig ist – Überraschung! – ein Teig, bei dem einfach alle Zutaten zusammengerührt und anschließend gebacken werden. Und wenn man keine Waage braucht, dann wird es noch unkomplizierter.
Für einen Rührkuchen braucht man 2EI-2ME-2JO -1Öl-1Zu-1BA1V Eimejo-Ölzubav, ganz einfacher Merkspruch. Erstes Wort doppelte, zweites Wort einfache Menge.
Häh? OK, ich erläutere das:
2 Eier, 2 Tassen Mehl, 2 Tassen Joghurt, 1 Tasse Sonnenblumenöl, 1 Tasse Zucker, 1 Päckchen Backpulver, Aromen und 1 Päckchen Vanille(zucker).Die Prise Salz kommt im Merkspruch zwar nicht explizit vor, aber die gehört auch zu den Aromen.
Andere Aromen können wie heute Zitronensaft und Zitronenschalenabrieb sein, aber auch Kakao und Vanille. Und man kann Obst in so einen Teig versenken. Wer es gerne sehr süß mag erhöht die Zuckermenge um ein paar Löffel.
Bei 180°C im vorgeheizten Ofen für ca. 50 bis 60 Minuten backen, ggf. wie immer Stäbchenprobe machen und auch ggf. abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Für meinen Zitronenkuchen habe ich noch Puderzucker mit Zitronensaft vermengt und ihn damit glasiert.
es kommt wirklich nicht oft vor, dass ich mal an einem Wochenende, einem langen noch dazu, so gar keine festen Termine habe. Da kann man so wunderbar spontan sein. Zwar hatte ich Freitagabend eine Verabredung, da habe ich mich mit Georg aus der Afrika-Reisegruppe getroffen, aber das war sehr schön. Wir haben zwar mangels Platzreservierung im völlig überfüllten Brauhaus am Deutzer Bahnhof keinen Platz mehr bekommen (wir wurden sogar quasi rausgeschmissen, aber das ist eine komplizierte Geschichte), aber einen Anruf später hatten wir einen Fensterplatz im Brauhaus ohne Namen. Und wer weiß, wofür es gut war, denn die Spargelteller waren der Hammer und der Service super.
Wir haben natürlich hauptsächlich über die gemeinsame Reise und unsere kommenden Reisepläne gequatscht, aber auch über ganz andere Themen. Es war ein schöner Auftakt für ein langes Wochenende. Auf dem Nachhausweg fuhr ich noch mit dem Fahrrad an der schönen Rheinallee lang, wo die Raser heute mal friedlicher als sonst waren.
Am Samstag dann erst mal ausschlafen, leckere Spiegeleier zum Frühstück und dabei die News lesen und dann ab in die Sonne. Ich googelte nach interessanten Orten im Kölner Umland und war ganz überrascht, dass wir ganz in der Nähe einen japanischen Garten haben. Und das im idyllischen Chempark der Firma Bayer gelegen. Huch! Na, den gucke ich mir doch mal an.
Was soll ich sagen: Der kleine Park ist ganz entzückend und war bei weitem nicht so überlaufen, wie ich befürchtet hatte. Es gab ein Fotoshooting mit einer gefakten Samuraikriegerin (so was von kultureller Aneignung aber auch!) und eine kleine Filmcrew nahm ein mir unbekanntes und auch nicht besonders talentiertes Gesangsduo auf. Der Text („Deine Augen sind ein Vulkan“) war auch zum Davonlaufen. Ich stöhnte Ogottogott war sofort mit einem Familienvater im Gespräch, der auch fand, dass das schon arg an Folter grenzte. Ich begegnete übrigens dauernd einem Mann, der mich anfangs ansprach, ob wir uns nicht kennen würden. Ich kannte ihn jetzt nicht, aber er murmelte bei jeder Begegnung (und in einem doch eher übersichtlichen Park begegnet man sich oft) „Diese Ähnlichkeit!“ oder vergleichbares.
Also, der japanische Garten lohnt sich, es gibt nette japanische Brücken, Häuschen und jede Menge interessanter Pflanzen und Gewässer und Tiere. Scheinbar noch ein echter Geheimtipp.
Der Tag war ja noch lang, so beschloss ich, noch zum Stammheimer Schlosspark zu fahren, den ich zwar schon kannte, der aber immer wieder ein lohnenswertes Ziel darstellt. Heute war auch dort erstaunlich wenig los. Sind denn alle weggefahren? Gerade an so Feiertagswochenenden platzt doch sonst alles aus den Nähten? Naja, ich schlenderte von Skulptur zu Skulptur, denn damit ist der Park reichlich gesegnet, und freute mich, dass es so leer war.
Zuhause gönnte ich mir dann erst einmal ein Bier und kruschelte dann etwas in der Wohnung herum. Wenn man das freiwillig macht, ist das ja auch keine Last. Nebenher versuchte ich mich an der Herstellung von Senf – mit mäßigem Erfolg.
Am Sonntag habe ich dann komplett durchgefaulenzt, abgesehen von ein paar Aufräumarbeiten sowohl am PC als auch in der Wohnung.
Pfingstmontag war ich dann entsetzt, wie ich einen ganzen Tag so verplempern konnte und machte mich wieder auf die Suche nach einem nahegelegenen Ausflugsziel. Ich wurde fündig mit dem in Westhoven gelegenen Fort IX, einer aufgelassenen Festungsanlage des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Es war nicht leicht hinzugelangen, da das Fort von Grünzeug und Wald umwuchert ist. Dornröschen lässt grüßen. Später, ich habe dann etwas über die Geschichte erfahren wollen, erfuhr ich, dass man da gar nicht reindarf…. Aber irgendwann stand ich davor und drin. Was soll ich sagen. Es ist alleine so ein bisschen gruselig, da durchzulaufen. Zumal ich die Taschenlampe vergessen hatte und mich teilweise mit dem Handylicht behelfen musste. Zu Tode erschrocken habe ich mich dann, als ich um die Ecke bog und in einen anderen Besucher reinlief. Herzinfarktmoment.
Alles in allem ein spannender Ort, aber nicht tagesfüllend. Daher lief ich noch ein wenig durch das Gremberger Wäldchen, das den letzten Ursprungswald Kölns darstellt. Leider durch sehr viele Verkehrsschneisen durchbrochen und dementsprechend laut. Und es wird wahrscheinlich mit dem Ausbau der A4 noch schlimmer werden. Das sollte verhindert werden und es gibt da inzwischen auch eine umtriebige Bürgerinitiative. Und hier gibt es noch die Reste des Zwischenwerks IX sowie eine Gedenkstätte für von den Nazis ermordete Russen.
Zuhause gönnte ich mir ein mehr als wohlverdientes Bier und buk noch einen Zitronenkuchen für die Abteilung. Und gleich gibt es noch ein Glas Wein (hihi) und eine leckere Pizza.
Resümee: Ich brauche keine Arbeit, ich kann mich auch prima so mit mir beschäftigen. Wenn bloß das leidige Thema Geld nicht wäre.
Der nächste geplante längere Ausflug geht übrigens an die Mosel. Freue ich schon sehr auf Cochem und Umgebung!
Allen einen guten Start in die ja für die Meisten kurze Woche.
Ich wollte schon immer mal selbst Senf machen, habe das aber immer irgendwie schleifen lassen. Meine Freundin P. schenkte mir aber neulich ein Glas Senf, das von ihrer Nachbarin hergestellt wurde und ich war dermaßen begeistert und das Glas nach zwei Tagen leer, dass ich nach dem Rezept fragte. Nunja, die mehr als 90jährige Frau wollte es nicht rausrücken. Ich überlegte, Ihr ein Angebot zu machen, das sie nicht ausschlagen könne. Neinneinnein, keinen Pferdekopf im Bett. Ich dachte mehr an eine Schachtel Pralinen!
Ich bestellte auf jeden Fall schon einmal Senfsaaten und Meerrettichpulver, denn ich war mir sicher, dass diese Zutaten im Rezept verarbeitet wurden. Und dann, aus heiterem Himmel, hat die gute Frau Ihr Rezept doch mit P. geteilt. Schön auf Schreibmaschine getippt. Für die Jüngeren unter Euch: Eine Schreibmaschine ist…. ach so, Ihr habt es schon gegoogelt!?
Links die gemahlenen Senfkörner, rechts das gewürzte Essigwasser
Auf jeden Fall war es ein Desaster. Das Ergebnis war ein suppenartiges Etwas, das man nun keineswegs Senf nennen konnte. Ich musste improvisieren. Ich pürierte, dickte an, passierte durch Siebe und jammerte, dass es dem Herrgott ein Gräul gewesen wäre. Zudem musste bzw. wollte ich das Ganze jetzt noch einkochen, da durch die ganzen Zwischenschritte mir Haltbarkeitsbedenken kamen. Aber nach all meinen Mühen erhielt ich ein Produkt, das entfernt an Senf erinnert und auch gar nicht so schlecht schmeckt. Es ist nur von der Konsistenz etwas grob und auch a bisserl scharf. Den Meerrettich habe ich – natürlich, so viel zu meiner Geschmacksexpertise – nicht gebraucht.
Ich will der Nachbarin nichts Böses reden, denn ihr Rezept basierte auf Senfmehl, ich habe hingegen Senfkörner grob gemahlen und diese verwendet. Man kann eben nicht immer frei improvisieren (beim Kochen geht das ja meist und beim Backen geht das ja meist schief).
Am Ende noch für eine Stunde im Ofen eingekocht.
Immerhin habe ich jetzt 8 Gläser Senfaufstrich der besonderen Art. Nur meine Küche sah nachher aus wie nach einer Dampfkochtopfexplosion. Überall klebte Senf und ich musste Dutzende Siebe, Töpfe, Kellen und Schüsseln spülen.
Übriggeblieben ist zudem noch eine gar nicht schlechte Senf-Essig-Brühe, die ich eventuell noch andicken und als Senfsoße einkochen werde. Mal sehen, es gibt ja nicht soooo viele Gelegenheiten, wo man…. obwohl? Kartoffeln, weichgekochte Eier, Spinat und eben… Senfsoße. Hmmmm!
letztes Wochenende war ich mal zwei Tage hintereinander bei meinen Patenkindern und deren Freunden. Ich meine Boris, Christel und Milan haben sich auch ein wenig gefreut. Übernachtet habe ich dann in einem kleinen Hotel in Zons. Das war auch ganz nett, weil ich so mit Elke, die am Samstag auch da war, essen gehen und dann später noch einen schönen, fast touristenfreien Spaziergang durch die mittelalterliche Zollfeste machen konnte.
Am Samstag waren ausreichend Helfer im Eselpark da, so dass ich auch Gelegenheit hatte, mal mit dem einen oder anderen der Menschen zu plaudern und mit den Eseln, Schafen, Ziegen und Schweinen Zeit zu verbringen. Nebenher äppelte ich ein wenig ab, brachte Futter auf die vordere Weide und schnitt den mitgebrachten Kuchen an. Alles in allem also furchtbar anstrengend, wie Ihr seht. Aber irgendwie passte das, denn auch die Tiere waren eher auf Faulenzermodus programmiert. Ach ja, wir holten noch die Ponys von der Wiese ab. Also, ich war nicht ganz faul.
Elke reinigte übrigens das Hühnerhaus, während ich versuchte, die Hühner draußen zu halten. Irgendwann waren alle im „Gehege“ und ich konnte die Klappe zum Hühnerhaus schließen. Ich lief dann wieder nach vorne, wo mir Elke später belustigt erzählte, sie habe noch ein paar Minuten mit mir gesprochen, bis sie merkte, dass ich gar nicht mehr da gewesen war.
Am Sonntag wurde ich dann ein bisschen mehr eingespannt. Ich striegelte, kratzte Hufe aus, brachte Esel in die Führanlage und kümmerte mich ein bisschen um einige der vieeelen Besucher, die sich angemeldet hatten. Auch die anderen waren mehr als gut beschäftigt. Der Schafscherer war da, ein neuer Heuballen musste in die Futterraufe, Medizin musste verteilt und eingerieben werden (die neuen Pflegetiere sind leider von Haarlingen befallen) und und und. Dennoch blieb mir wieder viel Zeit für die Tiere. Ist halt wie ein kleiner Urlaub auf dem Bauernhof.
Apropos neue Pflegekinder: Dagobert und Freddy (die mit den schlimmen Hufen) sind prima im Park angekommen und es gibt zwei neue Eselstuten mit je einem Fohlen. Leider bzw. gottseidank sind sie aber alle 6 schon weitervermittelt und werden den Park im Laufe des Sommers verlassen. Leider, weil insbesondere die Fohlen gaaaanz entzückend sind, gottseidank, weil der Park natürlich auch Kapazitätsgrenzen hat.
Alex hat mir zwei wunderbare Entwürfe für die kommende Marmeladenproduktion gemalt, denn da die Reaktion auf die Orangenmarmelade durchweg positiv war, beschlossen wir, zugunsten des Parks auch noch Erdbeeren und dann später Kirschen vom Baum des Parks einzukochen.
Ein kleine Anekdote noch zum Hotel. Ich hatte ein Zimmer für 80 Euro gebucht, man wollte aber 100 von mir haben. Auf meinen Einwand, dass dies nicht stimmen könne, erwiderte die Dame an der Rezeption, ich solle doch erstmal alles bezahlen, ich könne ja dann eine Mail schreiben, die Chefin schlafe nämlich noch. Ich mache es kurz: die arme Chefin musste geweckt werden und ich zahlte wie gebucht. Aber das Hotel ist ansonsten sehr nett, fast ein kleines Museum. Ich frühstückte an einem Platz an dem 1399 ein Graf mit mehr als 700 Schwerthieben enthauptet wurde. Mir war deswegen auch ein bisschen mulmig zumute.
Am Nachmittag machte ich mich dann auf den Heimweg und geriet prompt in das Radrennen „Rund um Köln“. Ich brauchte eine kleine Ewigkeit, um die Severinsbrückenumleitung zu fahren, die Verkehrsführung der Umleitung war mal wieder typisch kölsch. Einen Meter vor der Brücke nämlich die Sperrungen und kaum Hinweisschilder. Dafür aber die Ampeln an der Deutzer Brücke (mit dem riesigen Weinfest auf dem Heumarkt gegenüber) durch provisorische Ampeln ersetzt, die bei jeder Umschaltphase zwei (!!!) Wagen durchließen.
Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende, an dem man bei schönstem Wetter mal wieder so richtig abschalten konnte.
gestern war mir so nach Chili con Carne, da habe ich mir im Supermarkt alles erforderliche in den Einkaufswagen geschaufelt (Mais, Kidneybohnen, Peperoni, Schoggi etc.), bis ich zum Hackfleisch kam und da dann gaaaar nix mehr war. Man würde jetzt für mich den Fleischwolf nur wieder anschmeißen, wenn ich 5 Kilogramm abnähme. Naja, das wäre ein ziemlich großer Chili-Topf geworden.
Das Tomatenmark fehlt. Es erscheint grundsätzlich zu spät zu Fototerminen! 3 EL davon. Die Gewürze: Zimt, Korianderpulver, Kurkuma, Paprikapulver scharf, Kreuzkümmel sowie Salz, Pfeffer und Zucker.
Da ich aber auch keine Lust hatte, alles wieder zurückzubringen, gibt es heute Huhn nach irgendwie mexikanischer Art. Ich brate Zwiebeln und Knoblauch an, gebe Tomatenmark und die Gewürze dazu und lasse die Peperonis, die Paprika, den Mais, die Bohnen und die Tomaten (alles gestückelt) folgen. Ein gutes Glas Rotwein in den Topf, ein weiteres in den Koch. Kurz vor Fertig dann die Schokolade zugeben. Diese Chilimasse (abschmecken war nicht nötig) gieße ich dann über die statt des Hacks erworbenen Hühnerbrustfiletteile, die ich roh salze und pfeffre, und überbacke alles mit geriebenem Edamer im Ofen. Das bei 180°C bei Ober-/Unterhitze für 30 (bei Innenfilets) bis 40 (bei Teilen so wie oben) Minuten.
Die Peperoni habe ich übrigens entkernt und grob in Ringe geschnitten. So geben sie etwas Schärfe ab, aber Unscharfesser können sie gut rausfischen. Lieber eine Chilisauce extra auf den Tisch stellen.
Ich sach mal so: Suchtfaktor ist nicht gering!
Vor der Ofen-Barung…… und danach.
Es ist soviel Sauce vorhanden, da kann man prima Brot zu reichen. Ich soll ja auf meine Kohlenhydrate aufpassen, da lasse ich das mal weg.
heute gibt es mal einen Klassiker der russischen Küche. Salade Olivier klingt recht französisch, wie vieles in der russischen Küche (und auch sonst im russischen Wortschatz). Was u.a. daran liegt, dass a) die Zaren sich berühmte Köche an ihre Höfe holten, man b) französisch als Hofsprache parlierte und c) unser berüchtigter Napoleon mit seiner Armee auch Spuren hinterlassen hat. Im Gegenzug ist z.B. das französische „Bistro“ russischen Ursprungs. Es gibt übrigens aus einige deutsche Wörter, die in die russische Sprache Eingang gefunden haben. Das Galstuk zum Beispiel, oder aber auch der Parikmacher.
Die Geschichte dieses Rezeptes scheint wild, das Originalrezept der Salatsauce à la Lucien Olivier ist verschollen und es existieren heute mehr Varianten dieses Salats, als man sich vorstellen kann. Allen ist in der Regel gemein, dass er Erbsen, Karotten, Kartoffeln und eingelegte Gurken sowie Mayonnaise enthält. Unser Salat heute besteht auch genau aus diesen Zutaten und bekommt noch Huhn dazu spendiert.
Das Hühnerfleisch wird gekocht oder gebraten und in kleine Stücke gerupft (ich habe es mir einfach gemacht und ein halbes Hähnchen in der Braterei besorgt). Es wird mit Erbsen (ich mag die aus der Dose), gekochten Karotten- und Kartoffelwürfeln, gewürfelten Gewürzgurken, gehackten Eiern (gekocht 🙂 ) und Mayonnaise, in die Salz und Pfeffer, Zucker, Essig, Senf, Tabasco sowie ein guter Spritzer Worcestershire-Sauce gegeben wurde, vermengt. Als Kräutergarnitur eignet sich Petersilie. Auch hier gilt für mich: Weniger ist oft mehr; der in Restaurants servierte russische Salat besteht manchmal gefühlt aus mehr Mayonnaise als allem anderen. Ich bin da eher sparsam unterwegs.
Da die Varianten unzählbar sind, kann man auch Oliven, Kapern, Zwiebeln und statt Huhn Rinderwurst verwenden. Aber die Apfel-/Petersilien-/Huhn-Variante ist mir schon eine liebe, da kaum etwas dabei ist, was Gästen nicht schmeckt. Mit der Würzung kann natürlich auch gespielt werden. Chiliflocken oder Dill, Zitrone oder ein Schuss Brandy schaden auch nicht.
Spargelsaison! Yeah! Ich gestehe, ich gehöre zu den Bekloppten, die dann einmal die Woche Spargel essen (zumindest wollen). Ich erstand einen Bund dünnen weißen Spargel, der eignet sich am Besten für diese entspannte Zubereitungsmethode, und eine schöne Lachsschnitte sowie in Chiliöl eingelegte Krabben.
Den Spargel putze ich und übergieße ihn dann – in der Auflaufform liegend – zweimal mit kochend heißer Gemüsebrühe. So wird er vorgegart und man muss sich irgendwie nicht wirklich kümmern. Wenn man glaubt, dass das Wasser nur noch lauwarm ist, geht man rüber und setzt den zweiten Guss an.
Jetzt wird der Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Nach dem zweiten Abgießen brät man den Lachs auf der Hautseite scharf in einer Pfanne an, salzt und pfeffert ihn, setzt ihn auf den gepfefferten und gesalzenen Spargel und gibt eine Packung Chilikrabben (kann man auch selbst machen) darüber. Etwas Weißwein angießen. Jetzt für ca. 20 Minuten in den Ofen und voilá, fertig.
Die Sättigungsbeilage bleibt jedem selbst überlassen (Achtung: Wenig Soße!), mir reicht es einfach so.
was für eine Reise das war! Ich bin immer noch dabei, zu begreifen, was ich alles erlebt habe. Es ging alles Schlag auf Schlag, es gab Dutzende von Highlights und alles war so unterschiedlich, dass ich gedanklich etwas aus dem Tritt bin. Tiere, Städte, Kultur, Naturschauspiele und das ganze drumherum.
Wer eine solche Reise unternehmen möchte, muss sich natürlich im Klaren darüber sein, dass es unterschiedliche Komfortstufen gibt. Ich denke, für mein Geld habe ich adäquat etwas geboten bekommen, wobei mit wenig Aufwand eine Verbesserung bei den kleinen Mängeln durchaus umsetzbar wäre. So sollte man sich bei den Safaris mehr an den Zeiten der Tiere orientieren als an denen der Menschen. In der Mittagshitze durch einen ausgestorbenen Park zu gurken, ist vielleicht nicht das Sinnvollste, was man machen kann. Und wenn man schon in einer Großstadt campiert, sollte die Lodge nicht kilometerweit vom Zentrum entfernt liegen. Dies als Beispiele.
Richtig enttäuscht war ich nur von zwei Lodges, da sie im Nirgendwo lagen und es kaum etwas zu unternehmen gab. Dann sollte wenigstens das WiFi funktionieren, damit man andere Stationen der Reise besser vorbereiten kann. Das Konzept der Reiseleitung kam der Gruppe auch ein wenig merkwürdig vor. Wir sind ja etwa 4.500 Kilometer durch die Gegend gepest. Wenn dann der Fahrer gleichzeitig Reiseleiter ist, aber in einem Führerhaus ohne Verbindung zum „Anhänger“ sitzt, bekommt man naturgemäß wenig erläutert. Die Köchin, deren Dienste ich bei den Mittagessen wegen meines Reizdarms leider kaum in Anspruch nehmen konnte (wofür diese ja nun nichts kann), sollte als Co-Reiseleitung fungieren, saß aber auch im Cockpit vorne drin. Eine deutschsprachige Reiseleitung im Bus wäre von vielen Mitreisenden sehr begrüßt worden. Ich möchte dennoch festhalten, dass Dumile und Jenny wirklich von morgens bis abends für die Gruppe gewulackt haben. Nicht nur mit Fahrerei und Kocherei, sondern auch mit Ausflugsplanung, Ein- und Ausreiseformalitäten erledigen, Einkaufen, verlorene Gegenstände wiederbeschaffen…
Was die langen Fahrzeiten angeht: Der Bus war eine Klapperkiste, die aber erstaunlich milde mit meinem Rücken umging, und das trotz vieeeeeler Schotterpisten. Wir erinnern uns: African Massage. Wirklich bandscheibengeschädigte Personen sollten sich aber gut überlegen, was sie sich zumuten wollen. Dennoch kann man auch im Bus noch nachbessern: Es sind ein paar Armlehnen abgefallen, der Feuerlöscher hatte keinen Schlauch und die Campingausstattung war auch etwas klapprig. Im Bus gab es eine große Kühlbox, die immer mit Kühleis nachgefüllt wurde. So hatte jeder auch eigene kühle Getränke (oder auch mal vergammelte Weintrauben) zur Hand.
Wie läuft das eigentlich mit den sanitären Bedürfnissen? Nun, es gibt ab und zu Toiletten, die man anfahren kann, aber in der Regel ist bushy-bushy angesagt. Frauen nach links, Männer nach rechts. Ich muss das doch hoffentlich nicht genauer ausführen? Klappt auf jeden Fall auch.
Die Gruppe war super. Natürlich hatte ich Lieblinge und die ein oder andere Person hat mal genervt (ich sicherlich auch), aber insgesamt stimmte es schon alles. Man muss da halt auch mal fünfe gerade sein lassen. Hier mal ein großes Dankeschön an meine 19 Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Zahlen gefällig? Also, ich erwähnte es bereits, wir sind irgendwas um die 4.500 Kilometer gefahren, ich habe nicht wirklich genau immer die Routen verfolgen können. Wir saßen 26 Stunden im Flugzeug und hatten mehrere Stunden Warte- und Umsteigezeiten an Flughäfen. Die Reise an sich beinhaltete 18 Tage. Ausgegeben habe ich insgesamt einen einigermaßen stolzen Betrag von etwa 6.000 Euro, da waren aber auch die Sitzupgrades für Ethiopian Airlines *räusper*, die Kleinflugzeug- und Hubschrauberflüge, Jeepfahrten und Eintrittsgelder drin sowie die ganzen Abendessen, Einkäufe, Barbesuche, Trinkgelder und Tonnen von manchmal leicht überteuerten Souvenirs.
In der Vorbereitung habe ich auch so einiges ausgegeben. Eine neue Tasche musste z.B. her, aber die kann ich ja jetzt noch Jahre benutzen. Die reisemedizinischen Kosten waren auch happig. Für 8 Impfungen und Malariaprophylaxe habe ich über 800 Euro ausgegeben. Diese Kosten hat mir aber meine fantastische Krankenkasse (ja, das muss mal sein) KOMPLETT erstattet.
Wie die Lodges waren? Da habe ich eine kleine Unterseite eingerichtet, denn nicht jeder interessiert sich für Betten und Klos. Aber hier bekommt Ihr einen leichten Überblick:
Und hier sind dann noch wirklich alle (!) Fotos der Reise zu sehen, völlig unsortiert, und es sind nicht wirklich wenige; wenn man ein Rhino mit Tele scharf geschossen haben will, braucht es eben 250 Versuche. Und die Klos sind auch dabei :-):
Irgendwann werde ich die Bilder aber mal auf ein erträgliches Maß zusammenstreichen. Zur besseren Vorschau kann man übrigens oben rechts die vier kleinen Quadrate anklicken, dann hat man eine Rasteransicht.
Wenn Ihr irgendetwas wissen wollt, was diese Reise angeht und Euch brennend interessiert, dann lasst es mich wissen. Ich beantworte gerne alle Fragen, die Ihr habt. Ich würde die Reise wieder machen, sie war absolut genial, auch wenn ich manchmal ein ganz klein bisschen motzig im Tagebuch rüberkam.
Meine nächste große Reise wird im Dezember sein, denn da habe ich wieder Urlaub. Wohin und wie lange und wann genau muss ich noch herausfinden. Ich hoffe aber wieder auf viele Mitreisende!
Alles Liebe und Gute Euch! Euer
Ich glaube, dieser Reisende sieht ganz glücklich aus. 🙂
hier mal ein paar Fotos der Lodges, dazu jeweils ein paar Kommentare. Es sei angemerkt, dass fast alle Unterkünfte in die Jahre gekommen sind und es überall bröckelt, sich Tapeten lösen und/oder etwas angeschrammt ist. Die Duschen sind manchmal rostig und laufen nicht richtig, man hat auch mal einen Wasserhahn in der Hand. Aber wir hatten nun mal keine Luxusvariante gebucht und alles in allem war es überall sauber und die Betten waren durchweg gut. W-LAN gibt es, wenn überhaupt, bis auf die Hotels nur im Bar- und Rezeptionsbereich. Viele Lodges liegen außerhalb von Ortschaften, in denen man aber in der Regel ohnehin nichts unternehmen könnte. Wenn man seine Erwartungshaltung niedrig hält, wird man im Zweifel eher positiv überrascht. 🙂
08.04.23 bis 09.04.23: Hotel Safari Windhoek Namibia
Etwas in die Jahre gekommen, aber alles da. Buffet abends qualitativ eher mittelprächtig, Frühstück gut, W-Lan geht, Kühlschrank auf den großen Zimmern! Manko: Weit vom Zentrum!
09.04.23 bis 10.04.23: Tautona Lodge Farm Ghanzi Botswana
Sehr unterschiedliche Zimmer, W-Lan schwach, Kühlschrank da, Essen gut. Außerhalb von Ghanzi. Bar und Resto vorhanden.
10.04.23 bis 12.04.23: Sitatunga Camp / Delta Rain Maun Botswana
Sehr einfach, kein Kühlschrank, keine Ablagen und Tische, Bad draußen, oft Stromausfall und daher kein W-LAN. Aber sehr schöne Bar. Restaurantessen mäßig. Einfaches Frühstück.
12.04.23 bis 13.04.23: Elephant Sands Nata Botswana
Super Lodge, direkt am Wasserloch. Kein Kühlschrank. W-LAN mäßig. Essen sehr gut. Viele Tiere. Bar vorhanden.
13.04.23 bis 14.04.23: Thebe River Lodge Chobe Nationalpark Botswana
Nette Anlage, einfach, aber sauber. Bar und Restaurant vorhanden, dort mäßiges W-LAN. Kein Kühlschrank. Essen gut.
14.04.23 bis 16.04.23: Shearwater Explorers Village Victoriafälle Simbabwe
Sehr schöne Hotel-Lodge. Bar und Restaurant vorhanden, war allerdings immer außerhalb essen. Ziemlich zentral. W-LAN okay. Kein Kühlschrank. Europäische Preise in der Bar.
16.04.23 bis 17.04.23: Sharwimbo River Camp Kongola Katima Mulilo Botswana
Sehr, sehr einfache Lodge ohne Kühlschrank, ohne W-LAN, ohne Restaurant und Bar, aber spektakuläre Lage.
17.04.23 bis 18.04.23: Nkwazi Lodge Rundu Namibia
Sehr schöne Lodge, wenn auch ohne Kühlschrank und W-LAN. Essen und Frühstück grandios, sehr schöne Lage gegenüber Angola.
18.04.23 bis 19.04.23: Abenab Lodge Grootfontein Namibia
Lodge im Nirgendwo, kein W-LAN, morgens kein Strom. Anfangs enttäuschend, aber Service und Abendessen machten vieles wett. Frühstück eher mau.
19.04.23 bis 20.04.23: Namutoni Etosha Nationalpark Namibia
Sehr schöne Unterkunft mit allem Zipp und Zapp, ABER: das Essen war lieblos und auf unterstem Kantinenniveau und der Service war mehr als mau. Man ist hier nicht auf gute Bewertungen angewiesen, die Kunden kommen eh. W-LAN okay.
20.04.23 bis 21.04.23: NWR Okaukuejo Wildlife Resorts Etosha NP Namibia
Wieder eine gute Unterkunft mit allem drum und dran, aber etwas mehr Grünspan als die vorige. Service und Essen dafür wieder besser. W-LAN okay.
21.04.23 bis 22.04.23: Igowati Lodge Khorixas Namibia
Die Lodge war okay, das Essen und W-LAN auch. Die Lage aber war unschön. Vielleicht wegen des Wochenendes war vor der Lodge Gegröle, Straßenrennen und laute Musik. Es war auch eine Unterkunft für Fernfahrer, es stank nach Diesel und die Motoren liefen bis spät und starteten früh wieder. Man hat versucht, mein Zimmer zu entern. Wohlfühlfaktor = -10!
22.04.23 bis 24.04.23: The Delight Swakopmund Namibia
Ein zentral gelegenes Hotel, das keine Wünsche offen lässt! Super Frühstück, super Zimmer, perfekter Service!
24.04.23 bis 25.04.23: Desert Camp Farm Maltahoehe Sossusvlei Namibia
Mitten in der Wüste, in spektakulärer Landschaft. W-LAN wieder mau, aber es gibt eine Bar. Zum Essen wird man in die „Mutterlodge“ gekarrt, die ist wunderbar! Das Essen der Hit!
25.04.23 bis 26.04.23: Safari Hotel Windhoek Namibia (siehe oben, erstes Hotel)
Natürlich nimmt jeder die Unterkünfte anders wahr. Im Schnitt waren sie schon gut. Für eine solche Reise sind sie ja auch genau das: Unterkünfte. Man hält sich ja nicht tagelang dort auf, dann hätte es – mit Ausnahmen – an der einen oder anderen Stelle nicht für ein wohlwollendes Nicken gereicht.
nach einem schnellen Frühstück hieß es um Viertel vor 8 ab ins vorbestellte Taxi und im Sauseschritt zur Christuskirche in Windhoek. Wir bogen um die Ecke vom Hotel und standen im Stau. So viel zum Sauseschritt. Grund war ein Massenauflauf von Absolventinnen und Absolventen mit ihren Verwandten und Bekannten, die sich im Safari-Hotel zu ihrer Abschlussfeier versammeln wollten. Dazwischen fliegende Blumenhändler, Fotografen und was-weiß-ich. Alle total in Schale geworfen. Also, die Familien, nicht die Blumenverkäufer.
Wir waren aber dennoch nach 15 Minuten in der Stadt und dann ging das Gehetze los. Wir hatten genau anderthalb Stunden Zeit. Wir umrundeten die Kirche, kletterten zum Parlament hoch, bestaunten das Unabhängigkeits- und Nationalmuseum. Durch das Bankenviertel liefen wir auf die Straße der Unabhängigkeit, wo es viele Geschäfte und Einkaufszentren gibt. Davon einige in einem desolaten, andere in einem Hochglanzmagazinzustand.
Dort fanden wir auch eine historische Häuserzeile (Kronprinz bis Haus Erkrath), einen Uhrenturm und um die Ecke die katholische Kirche St. Mary. Eine Mitreisende wollte unbedingt noch zum Namibia Crafts Market. Das schien allen eine gute letzte Anlaufstelle zu sein und wir sprinteten dorthin. Der Markt ist wirklich seeeehr schön, direkt am Rainbow Pathway. Leider hatten wir aber nurmehr 5 Minuten, was für M.s Einkäufe reichte, aber zu mehr dann auch nicht.
Im Schweinsgalopp ging es wieder den Berg hoch, A. und M., die Fitnessuhren trugen, riefen sich ihre Pulszahlen zu. 108! 120! Ich ächzte 2000…. Ich muss dringend mal was in Richtung Fitness unternehmen. Unser Taxifahrer hatte auf uns gewartet (weil wir seine überzogenen Preise nicht diskutiert hatten) und wir waren dann rechtzeitig wieder im Hotel, um die Spuren unseres athletischen Einsatzes abwaschen zu können.
Am Flughafen kam es dann zur tränenreichen Verabschiedung von Dumile und Jenny. Ich glaube, die Gruppe war ziemlich zufrieden mit den Beiden, wird aber einige mehr oder weniger laute Briefe an Djoser schreiben, um auf ein paar Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Mit G. trank ich noch ein, zwei Bierchen im Flughafen-Pub und schaute bei der Gelegenheit mal nach meiner Boardinggruppe. Aha, die 4. Soso. Als es dann zum Boarding kam, zahlte ich schnell und lief noch zur Toilette. Als ich diese verließ, stand die Bedienung aus dem Pub mit meinem Handy da, ich hatte es auf dem Tresen liegen lassen. Puh! Dann Richtung Gate nach Pass und Bordkarte wühlen. Beide weg. Herrjeh! Herzinfarkt! Mehrmals alles durchsucht, nix gefunden. Die Chefin des Établissements und G. bremsten meine Hektik und nachdem ich dann quasi alles noch einmal genauestens durchwühlt hatte, tauchten beide in einer Falte meines Dokumentensammlers wieder auf. So startet man eine gute Reise.
Der Flug nach Addis Abbeba war denn ziemlich gut, der Anschlussflug leider gar nicht. Neben mir saß eine Finnin, die ihr Leben in Äthiopien verbracht hatte; sie plauderte ohne Unterlassung auf mich ein. An Schlaf war aber ohnehin nicht zu denken, da der Sitz dermaßen durchgesessen war, dass ich alle Metallteile spürte. Und das ging nicht nur mir so. Ich fürchte, Ethiopian Airways wird mich nicht wieder an Bord begrüßen dürfen.
Jetzt sitze ich im Zug nach Deutz und bin in wenigen Minuten wieder daheim. Es war eine tolle Reise mit einer tollen Truppe.
Die Tage werde ich noch einen Epilog verfassen und ein paar Fotolinks dazu einstellen. Schaut einfach mal von Zeit zu Zeit hier rein.
Danke fürs Mitreisen und hoffentlich bis bald mal!